China ist nur eine Unterschrift davon entfernt, dem Dollar den Todesstoß zu versetzen

Birch Gold, 9. März 2018

Wenn Sie Ihre Glasschiebetür offen lassen, können Sie eine streunende Katze, einen Waschbären oder Käfer hereinlassen, ohne es zu wissen. Manche Eindringlinge sind schlimmer als andere. Alle können lästig sein. Aber lassen Sie einen Dieb rein, der Ihr Haus beraubt und es bedarf nur dieses eine Mal, um Ihr Leben für immer zu verändern.

Die USA haben ihre “Glasschiebetür” im Wesentlichen offen gelassen und am 26. März [2018] ist China bereit zu dem Eindringling zu werden, der dem Dollar durchaus einen Todesstoß versetzen könnte.

China bereitet Todesstoß gegen den Dollar vor

Am 26. März wird China endgültig einen Yuan-dominierten Ölterminkontrakt einführen. In den letzten zehn Jahren gab es eine Reihe von “Fehlstarts”, aber diesmal wurde der Vertrag vom chinesischen Staatsrat genehmigt.

Mit dieser Genehmigung wird der “Petroyuan” Wirklichkeit und China wird sich daran machen, den “Petrodollar” um die Vorherrschaft herauszufordern. Adam Levinson, Partner und Investment-Chef beim Hedgefondsunternehmen Graticule Asset Management Asia (GAMA), warnte bereits im vergangenen Jahr davor, dass China mit der Einführung eines auf Yuan lautenden Ölterminkontrakts diejenigen Investoren schockieren wird, die nicht aufgepasst haben.

Dies könnte ein Todesstoß für einen sich bereits abschwächenden US-Dollar und den Aufstieg des Yuan als dominierende Weltwährung sein. Das wird nicht nur ein langsamer, fader Nachrichtentag, der in einigen Tagen im Sande verlaufen wird.

Eine Warnung für Investoren seit 2015

Bereits 2015 wurde von China der erste von mehreren Angriffen gegen den Petrodollar durchgeführt. Gazprom Neft, der drittgrößte Ölproduzent in Russland, beschloss sich vom Dollar weg und hin zum Yuan und anderen asiatischen Währungen zu bewegen. Der Iran folgte dem Beispiel im selben Jahr, indem er den Yuan mit einer Vielzahl anderer Fremdwährungen im Handel verwendete, darunter auch iranisches Öl.

Im selben Jahr baute China auch seine Seidenstraße aus, während der Yuan begann, auf den europäischen Märkten eine stärkere Dominanz zu etablieren. Aber der US-Petrodollar hatte auch 2015 noch eine Außenseiterchance, weil Chinas Ölimporte überall waren. Damals schrieb Nick Cunningham von OilPrice.com:

Obwohl ein Großteil des weltweiten Nachfragewachstums im 21. Jahrhundert auf China entfällt, waren Chinas Ölimporte in den letzten Monaten überall zu finden. Im April importierte China 7,4 Millionen Barrel pro Tag – ein Rekordhoch und genug, um der größte Ölimporteur der Welt zu werden. Doch einen Monat später fielen die Importe auf nur noch 5,5 Millionen Barrel pro Tag.

Dieses Problem ist inzwischen behoben und signalisiert Chinas Aufstieg zur Öldominanz.

Der Dammbruch zum Petroyuan beginnt hier

Der Petrodollar wird von Staatsanleihen gedeckt und kann so dazu beitragen, die US-Defizitausgaben anzuheizen. Nimmt man dies weg, sind die USA in Schwierigkeiten. Es sieht so aus, als ob die Zeit gekommen ist.

Ein Todesstoß, der im Jahr 2015 begann, schlug erneut im Jahr 2017 zu, als China der weltweit größte Verbraucher von importiertem Rohöl wurde:

Jetzt, da China der weltweit führende Ölverbraucher ist, kann Beijing echten Druck auf Saudi-Arabien ausüben, für Rohöl in Yuan zu bezahlen. Es wird angenommen, dass es das ist, was chinesische Beamte dazu motiviert, sich ausgewachsen zu bemühen ihr Handelsabkommen neu zu verhandeln.

Nun im schnellen Vorlauf nach heute. Der letzte Schlag gegen den Petrodollar könnte ab dem 26. März erfolgen. Auf diese Möglichkeit haben wir bereits im September 2017 hingewiesen:

Da die großen Ölexporteure endlich einen gangbaren Weg gefunden haben, das Petrodollarsystem zu umgehen, könnten auf die US-Wirtschaft bald sehr unruhige Zeiten zukommen.

Der Wert des Dollars hängt massiv von seiner Verwendung als Öl-Handelsvehikel ab. Wenn das vorbei ist, werden wir wahrscheinlich einen starken und stetigen Wertverlust des Dollars erleben.

Sind die Ölmärkte erst einmal im Aufwind, besteht für den Yuan die Gelegenheit zur dominierenden Weltwährung zu werden. Dies wird den Dollar weiter schwächen.

Der Untergang des Petrodollars könnte Gold nach oben ziehen

Bei all den Schwierigkeiten, die auf den Dollar zukommen, gibt es auch einige gute Nachrichten. Die USA mögen den Goldstandard in den 70er Jahren aufgegeben haben, aber mit der Rückkehr von Gold in die weltweiten Schlagzeilen, könnten wir ein Wiedererstarken erleben:

Zum ersten Mal seit unsere Nation den Goldstandard vor Jahrzehnten aufgegeben hat, wird physisches Gold in großem Umfang wieder in das globale Währungssystem eingeführt. Das allein ist eine unglaublich gute Nachricht für Goldbesitzer.

Eine Wiedereinführung von Gold in die Weltwirtschaft könnte zu einem deutlichen Anstieg der Goldpreise führen. Es ist sicher anzunehmen, dass die Exporteure eher ein mit Gold gedecktes Finanzinstrument, als ein aus der Luft gegriffenes wählen.

Bald darauf könnten wir erleben, dass mehr und mehr Nationen auf den Zug aufspringen, was zu einem erheblichen Anstieg der Goldpreise führen würde.

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Quelle