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4 Kommentare

  1. 1

    Sandra

    Ich habe meine Kritik an der Sichtweise und Darstellung von Greenspan am Beispiel ausgewählter Textpassagen dargelegt. Damit alle sehen von welcher Version ich schreibe, habe ich den Link zu diesem PDF nachfolgend genannt ( http://www.meridianca.com/fileadmin/PDFs/Greenspan_Gold.pdf ). Ich hatte den nachfolgenden Text bereits im Juni 2013 auf einem anderen Blog veröffentlicht, weil mir ein Kommentator den Link zu diesem Aufsatz postete.

    Seite 1 „Aber sobald Wertaufbewahrung bedeutsam wird,…“:

    Das ist eine Illusion, weil eine Konservierung von Wohlstand (=Wertaufbewahrung) nicht möglich ist. Stattdessen legt hier dasselbe Prinzip wie bei der Energie zu Grunde (Energie kann nicht erzeugt, sondern nur von einer Energieform in eine andere umgewandelt werden). Genauso ist es beim Wohlstand. Die wirkliche Wertbewahrung liegt im abgespeicherten Wissen im Gehirn jedes Menschen sowie der Zugang zu Wissen im Allgemeinen. Das aggregierte Wissen aller Wirtschaftssubjekte in einer Volkswirtschaft bildet die Grundlage für den Wohlstand und nichts anderes. Der Wunsch nach Wertaufbewahrung ist genauso ein Hirngespinst wie ewiges Leben oder ewige Jugend.

    Seite 1 „Das menschliche Bedürfnis nach Luxus ist unbegrenzt weshalb Luxusgüter immer nachgefragt und auch immer akzeptiert werden.“

    Nein, ist es nicht, weil es nur die Gier der Menschen fördert und diese zu „Bestien“ werden lässt. Dies spielt nur den Psychopathen in die Hände, die über die Kontrolle der Menschen und nach der Weltherrschaft streben. Hierbei sind derartig triebgesteuerte Menschen besonders leicht zu steuern und für die Psychopathen ein Geschenk.

    Seite 2 „… Geldwirtschaft einer Naturaltauschwirtschaft überlegen ist.“

    Irrtum. Die Geldwirtschaft ist genauso eine Tauschwirtschaft wie die Naturaltauschwirtschaft. Der einzige Unterschied besteht darin, dass bei der Geldwirtschaft Geld gegen Ware getauscht wird und nicht Ware gegen Ware wie beim Naturaltausch. Jedoch stellt Geld (in welcher Form auch immer) auch eine Ware dar. Der einzige Unterschied besteht darin, dass eine Geldwirtschaft effizienter ist als eine Naturaltauschwirtschaft, weil dort ein fast universelles Tauschmittel zum Einsatz kommt.

    Seite 2 „Individuelle Goldbesitzer werden durch Zinszahlungen dazu veranlaßt, ihr Gold in einer Bank einzulegen, worauf sie Schecks ziehen können. Und da in den seltensten Fällen alle Einleger ihr Gold zur gleichen Zeit abziehen wollen, muß der Bankier nur einen Teil der gesamten Einlage in Gold als Reserve vorhalten.“

    Im Weiteren Textverlauf ist zwar Greenspan wieder etwas zurückgerudert, jedoch wird hier genau das Gegenteil von dem geschrieben was einige Menschen fordern. Die Banken sammeln das ganze Gold der Welt ein und hoffen, dass die Menschen so blöd sind und nur noch die bunten Papierschnipsel verwenden. Er führt zwar an dieser Stelle nicht aus, ob eine Verzinsung der Zinsen erfolgt, jedoch erhöht sich durch die Zinsen doch die einlösbare Goldmenge und somit auch die Wahrscheinlichkeit, dass die einlösbare Geldmenge nicht mit der vorhandenen Goldmenge gedeckt werden kann. Daher ist ein Goldstandardsystem noch nicht einmal zu einem Zinssystem kompatibel (vgl. Gier der Menschen).

    Seite 3 „Dies begrenzt die Finanzierung neuer Unternehmungen und erfordert von den bestehenden Schuldnern, daß sie ihre Gewinnsituation verbessern, bevor sie Kredite für weitere Expansionen bekommen können.“

    Dies schränkt Innovation ein, weil „Platzhirsche“ auf diese Weise die Markteintrittsbarrieren so hoch stecken können, dass der Eintritt von Konkurrenz verunmöglicht wird bzw. Existenzgründer nur sehr kleine Kredite erhalten können, die es ihnen unmöglich macht sich als Konkurrenz zu den etablierten Unternehmen einer Branche zu etablieren. Dies gilt insbesondere für kapitalintensive Bereiche. Einen Aspekt, der ich in diesem Aufsatz vollkommen vermisse ist der Umgang mit dem Sektor Bildung im Allgemeinen sowie Forschung und Entwicklung im Speziellen (hohes Risiko einer Fehlentwicklung und somit totalen Verlustes). Für mich hört sich das Ganze nach einer Festigung des feudalistischen Gesellschaftssystems an. Ich gehe davon aus, dass die Kredite an Haushalte ebenfalls den Vorgaben der Kreditrichtlinien unterliegen.

    Seite 4 „Aber die Feindschaft gegen den Goldstandard in jeglicher Form durch eine wachsende Zahl von Wohlfahrtsstaat-Befürwortern wurde von einer ganz anderen Einsicht verursacht – nämlich der Erkenntnis, daß der Goldstandard unvereinbar ist mit chronischen Haushaltsdefiziten (dem Kennzeichen von Wohlfahrtsstaaten).”

    Wusste gar nicht, dass die USA jemals ein Wohlfahrtsstaat war. Darüber hinaus waren die USA spätestens seit den 1930er Jahren insolvent und konnten sich nur durch die Finanzierung von Kriegsgerät (=> Ausbau des industriell-militärischen Komplexes) über Wasser halten. Ferner haben die USA ganz massiv von den knapp 300.000 ergaunerten Patenten von deutschen Unternehmen nach dem Zweiten Weltkrieg profitiert. Von dem Profit aus den gewährten Aufbauhilfen für die zerstörten Staaten (vor allem das Deutsche Reich in Verbindung mit den Reparationsforderungen (inkl. Demontage von Industrieanlagen)) möchte ich erst gar nicht anfangen. An der Ausplünderung und Ausspionierung der Welt hat sich noch bis heuer nichts zum Positiven gewandelt.

    Seite 5 „Ein großer Teil der Vermögenskonfiskation erfolgt in Form von Steuern.“

    Man merkt, dass er US-Amerikaner ist und den Republikanern sehr nahe steht bzw. gar ein Republikaner sein könnte. Darüber hinaus müssen doch die ganzen Wahlgeschenke an die (korrupte) Bevölkerung sowie die Verwaltungen der Staaten mit der gesamten Belegschaft (inkl. Pensionären) bezahlt werden.

    Bei dem Aufsatz von Alan Greenspan fällt mir allgemein auf, dass er keinen Bezug zur exponentiellen Vermehrung des Menschen nimmt und ob die Kreditvergabe an Haushalte ebenfalls denselben Beschränkungen unterliegen. D. h. er stellt diese Komponente nicht in Zusammenhang mit der limitierten Goldmenge. Ich bin zwar der Auffassung, dass es viel zu viele Menschen auf der Welt gibt (400 Mio. würden es auch tun), jedoch kann man diese Komponente im Falle einer Befürwortung eines Goldstandards nicht unberücksichtigt lassen. Dementsprechend ist bei einem Goldstandard die Kreditklemme vorprogrammiert. Darüber hinaus würde die Natur bei einem Goldstandard noch rücksichtsloser ausgebeutet werden als heute. Interessant wäre in diesem Kontext zu erfahren wie die steigenden Förderkosten für Gold bezahlt werden sollten, wenn nur ein bestimmter Teil als Kredit vergeben werden darf und keine allzu große Einschränkungen für die Vergabe von Krediten für andere Bereiche zur Folge gehabt hätte (vgl. auch Militärhaushalte der USA und der damaligen UDSSR). Einen weiteren Aspekt, den ich vermisse ist der Hinweis zum Buchführungsprinzip. D. h. Forderungen /Vermögen der einen sind die Verbindlichkeiten/Schulden der anderen.

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  2. 2

    normalo

    Wie wird der Systemcrash ablaufen?
    ———————

    Ich glaube es wird nur 2 Möglichkeiten geben:

    Variante 1.

    Schafft man es noch rechtzeitig eine Diktatur zu installieren werden wir Verhältnisse haben wie früher in der DDR bloß mit härteren Auflagen, sprich es muss mehr gearbeitet werden für wenig Geld.In der DDR war es ja meistens so, dass es nur nach Arbeit aussah in den meisten Betrieben war viel Leerlauf.
    Alles wird streng überwacht. Meinungsfreiheit wird auf Null sinken.

    Variante 2.

    Weil es diesmal ein weltweiter Zusammenbruch sein wird, könnte es auch möglich sein, das wir direkt in Anarchie umschwenken.
    Ähnlich wie in Slums wo sich keine Polizei mehr hin traut.

    Variante 3: Blühende Landschaften wird es auf lange Zeit keine mehr geben.

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  3. 3

    peter

    @Sandra: boah, das ist sowas von falsch, was du da getext hast. Ich gebe zu nicht alles gelesen zu haben, denn nach diesem Statement von dir habe ich abgebrochen: “Die Geldwirtschaft ist genauso eine Tauschwirtschaft wie die Naturaltauschwirtschaft. Der einzige Unterschied besteht darin, dass bei der Geldwirtschaft Geld gegen Ware getauscht wird und nicht Ware gegen Ware wie beim Naturaltausch”.

    Was ist denn mit dem Unterschied, dass man so viel Geld drucken kann, wie es Zellulose und Farbe gibt, aber man nicht so viel Getreide, Rüben etc. anbauen kann wie man will? Wir haben heute elektronisches Geld. Das Bankensystem kann per Knopfdruck so viel Geld erzeugen (aus dem Nichts) dass mam damit die Erde (alle Rohstoffe) tausend mal kaufen könnte und noch mehr. Das geht bem Tausch Ware gegen Ware nicht, denn die sind immer endlich.
    Um diesen Unterschied zu erkennen muss man noch nicht mal studiert haben.

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    1. 3.1

      Sandra

      @peter:

      Solche Leute wie Sie kann ich überhaupt nicht leiden, die sich noch nicht einmal die Mühe machen alles zu lesen und sich dennoch anmaßen einen Kommentar abzugeben.

      Und genau aus diesem Grund bin ich auch für die Abschaffung von Geld, weil es sich ohnehin nur um eine unnötige/überflüssige Transaktion handelt. Ich möchte an dieser Stelle auf den vom Blogbetreiber als eigenständigen Beitrag veröffentlichen Kommentar mit der anschließenden Diskussion verweisen (Link: https://n8waechter.info/2014/11/em-gedecktes-geld-fiat-geld-bedingungsloses-grundeinkommen/ ).

      Sie haben das von mir beschriebene Grundprinzip bzw. den einem Wirtschafts- und Finanzsystem zugrunde gelegten Wirkungsmechanismen gar nicht verstanden. Leute wie Sie sollten primär die Frage nach dem fehlenden Verantwortungsbewusstsein, der fehlenden Intelligenz und Weitsicht in Verbindung mit der gelebten und gewollten Gier nach Macht, Reichtum, Unterdrückung, Ausbeutung, Versklavung und Kontrolle Dritter stellen und nicht die Frage thematisieren aus welchem Material bzw. in welcher Form soll das Zahlungsmittel sein. Bei derartigen Debatten handelt es sich doch nur um Nebelkerzen bzw. Nebelgranaten-Debatten, weil die sehr große Mehrheit von euch Menschen gar weiß was wirkliche Freiheit sowie selbstständiges und eigenverantwortliches Denken und Handeln auf Basis eines multidimensionalen Ansatzes bedeutet. Oder um es in den Worten von Marie Freifrau Ebner von Eschenbach zu sagen: „Die glücklichen Sklaven sind die erbittertsten Feinde der Freiheit.“

      Wäre es anders, dann würde die sehr große Mehrheit von euch Menschen merken, dass ihr euch seit Jahrtausenden permanent im Kreis dreht. D. h. es findet lediglich eine Substitution einzelner Komponenten unter Konservierung des Status quo statt. Ich hatte hierzu im Jahr 2012 auf einem Blog einen wundervollen Artikel gelesen (leider nicht gesichert). In diesem wurde dies anhand des bis heuer bestehenden Feudalismuses erläutert. Echte Innovation oder gar Evolution sieht anders aus. Leider werden dies rückwärtsgewandte und in der Eindimensionalität verharrende Leute wie Sie wohl niemals verstehen.

      Schließen möchte ich mit einem Zitat von Immanuel Kant (aus Berlinische Monatsschrift, Dezember-Heft 1784, S. 481-494), weil es am treffendsten die Probleme und die Situation in der BRD und auf der ganzen Welt beschreibt:

      „Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines andern zu bedienen. Sapere aude! Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! ist also der Wahlspruch der Aufklärung. Faulheit und Feigheit sind die Ursachen, warum ein so großer Teil der Menschen, nachdem sie die Natur längst von fremder Leitung freigesprochen, dennoch gerne zeitlebens unmündig bleiben; und warum es anderen so leicht wird, sich zu deren Vormündern aufzuwerfen. Es ist so bequem, unmündig zu sein.“

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