Artikel zu vergleichbaren Themen

125 Kommentare

  1. 1

    N8Waechter

    Hinweise zum Kommentarbereich

    Seid bitte höflich und respektvoll zueinander und achtet auf Rechtschreibung und Zeichensetzung!

    Sehr lange Wortmeldungen werden von vielen Lesern als anstrengend empfunden, also bringt bitte Eure Wortmeldungen zügig auf den Punkt. Das erhöht eindeutig die Qualität des Austausches im Forum.

    Durchgehende Großschreibung ist in diesem Forum ebenso unerwünscht, wie durchgehende Kleinschreibung. Wenn jemand etwas betonen möchte, bediene er sich bitte der folgenden Möglichkeiten:

    Danke.

    Heil und Segen!
    N8w.

    P.S.: Wichtige Info:

    Manche Kommentare werden nach dem Absenden nicht als “… muss noch moderiert werden“ angezeigt. In einem solchen Fall bitte ich um etwas Geduld. Die Erfahrung hat gezeigt, dass die Kommentare ganz normal in der Moderation ankommen. Sie werden zeitnah freigeschaltet, sofern ich gerade vor dem Rechner sitze, ansonsten nach einigen Stunden.

    Antworten
    1. 1.1

      kph

      Ergänzend – Quelle der ersten zwei Absätze:
      hartgeld.com/gesellschaft…

      „2018-09-26 [13:05] Der Bondaffe zu Elterntaxis: Zur Abschreckung wird in dieser Gemeinde jetzt eine ganze Straße umgebaut.“

      kph

    2. 1.2

      soliperez

      Werter kph

      Dies ist in der Schweiz nicht anders:

      Trotzdem wird in der Schweiz durchschnittlich jedes 10. Kind zur Schule chauffiert. Auch in Niederlenz herrscht häufig bei Schulbeginn oder -schluss ein Verkehrschaos der Elterntaxis.Dorfgeischt [niederlenz.ch].

      Ich erlebe das Chaos täglich, kein Herauskommen aus dem Parkplatz, die Feuerwehrausfahrt wird versperrt, Containertransportfahrzeuge können nicht heranfahren …

      In Deinem Netzverweis kommentiert Eichelburg:

      Vermutlich ist das der Hintergrund: viele Eltern haben Angst um ihre Kinder wegen der massiven Ausländer-Kriminalität.„.

      Dem kann ich so nicht zustimmen, auch wenn da ein guter Hintergedanke drinsteckt, denn ich habe Augen um zu sehen und Hirn um zu denken und sehe in den parkenden Autos bevorzugt verschleierte Moslems (hier in der Schweiz, damals vor mehr als 20 Jahren temporär als Kriegsflüchtlinge aufgenommen und die sich dann gesagt haben: „Wir bleiben hier, hier geht es uns doch als Sozialhilfeempfänger besser als in der Heimat zu arbeiten. Und wenn wir denn tatsächlich hier arbeiten müssen, melden wir uns für die üppige Arbeitsunfähigkeitsrente und bauen uns in unserer alten Heimat unseren Alterssitz“ – alles selbst und in Farbe erlebt).

      Nicht besser als in der BRiD.

      Heil und Segen

    3. 1.3

      kph

      Werter soliperez,

      „sehe in den parkenden Autos bevorzugt verschleierte Moslems“

      dies war mir nicht bekannt. Ich wohne in einer recht kleinen Stadt, wo dies bisher nicht das Probleme ist. Hier wird noch mit der Bahn gefahren und in der Nacht hört man die Rollen der Koffer, vom auch hier beginnenden Zuzug.

      kph

    4. 1.4

      soliperez

      Werter kph,

      auch ich wohne hier in einer kleinen Gemeinde (ca. 4.500 Einwohner). Meiner Schätzung nach sind hier inzwischen 30 % Moslems, zum großen Teil auch schon eingemeindet (Schweizer Staatsbürgerschaft mit allen Vorteilen auch bei Sozialhilfebedarf). Der größte Teil kam damals aus Ex-Jugoslawien als Kriegsflüchtling mit temporärem Schutz und ist inzwischen eingemeindet, also Schweizer Staatsbürger mit allen Rechten.

      Da ein großes Industriezentrum in der Nähe ist, kommen auch andere Nationalitäten hierher. So Russen, mit denen ich leben kann, Chinesen die sich bedeckt halten, Schotten mit denen ich freundschaftlich verbunden bin. Die stören alle nicht.

      Ich sehe es nur jeden Tag (Schulweg kleiner 1 km): Weder die Schweizer, die Russen noch die Chinesen holen mit ihren SUVs die Kinder von der Schule ab, deren Kinder laufen halt nach Hause. Nur Verschleierte oder deren bärtige Männer warten auf ihre Kinder und blockieren alle Zufahrten mit einer ihnen wohl angeborenen Selbstverständlichkeit.

      Auch hier wird inzwischen Wohnraum knapp, denn die zusätzlich flutenden Hilfsbedürftigen aus Afrika können ja nicht allzu lange in der unterirdischen Militärunterkunft untergebracht werden, daher wird jede frei werdende Wohnung von der Gemeinde angemietet.

      „Same procedure as in Germany.“

      Heil und Segen auch Dir

  2. 2

    LKr2

    Und eine Telefonzelle mit Wählscheibe würde Panikattacken hervorrufen.

    Antworten
    1. 2.1

      Saiwalo

      Du wirst lachen, aber ich bin unlängst auf FB tatsächlich über ein englischsprachiges Video gestolpert, in dem einige Jugendliche verzweifelt und vergeblich versuchten, einen Anruf von so einem alten Apparat mit Wählscheibe abzusetzen. Teilweise kamen sie dem Erfolg verblüffend nahe … sie hätten einfach nur den Hörer vor dem Wählen abheben müssen. Aber das weiß ich auch nur, weil ich selbst hier noch so ein Teil im Einsatz habe … in rot. 🙂

  3. 3

    Nachdenker

    Köstlich! Ich gehöre auch zu den Überlebenden dieser schlimmen Zeit. Aber nur die Harten kommen in den Garten.

    Sollte heute großflächig der Strom und GPS ausfallen, so weiß ich auch ohne Navi oder Handy, wie ich anhand einer Karte an mein Ziel komme. Auch kann ich noch anständige Briefe schreiben, wenn der PC nicht mehr funktioniert, weil ich noch so ein Mordinstrument habe, das sich Schreibmaschine nennt. Und für die Langeweile an den dunklen Abenden gibt es eben Brettspiele bei Kerzenlicht oder ein gutes Buch.

    Ich könnte noch endlos viele Beispiele bringen. Und ich bin mir sicher, nur die Harten aus dem Garten werden solche Zeiten unbeschadet überleben. 🙂

    Antworten
  4. 4

    Annegret Briesemeister

    Danke, lieber Magnus,

    auch unser soziales Netzwerk hieß „draußen“. 😉 Und was uns nicht umgebracht hat, machte uns stärker.

    Heil und Segen
    Annegret

    Antworten
  5. 5

    Jane Doe

    Ich hatte bereits als kleines Kind einen Hang zu Hunden und Pferden. Eines Tages bin ich mit meinem Vater beim Spazierengehen 2 Hunden begegnet, welche ich kannte. Die schnüffelten ganz interessiert im Gras herum. Ich riss mich los und umarmte den einen Hund von hinten. Dieser erschrak, fuhr herum und knappte mir ins Gesicht. Die Reaktion meines Vaters:

    „Wie oft habe ich Dir schon gesagt, dass Du nicht von hinten an Tiere herangehen sollst. Erst recht nicht, wenn Du Dich nicht bemerkbar machst.“

    Heute würde der Hundehalter verklagt werden und das Kind zum Traumatherapeuten geschleppt. Es ist wirklich unglaublich, was auch ich so alles überlebt habe!

    Antworten
    1. 5.1

      Carmen

      Genau so! Wobei Pfandflaschen gab es eben nicht und das war auch gut so. Rentner könnten damals nämlich noch von ihrer Rente Leben.

  6. 6

    G.E. Friedrich

    Das gab es bei mir auch nicht, nicht mal Taschengeld, nichts, gar nichts. Aber Kindsmagd, das musste ich machen, wehe man kam 1 Minute zu spät von der Schule, nein es waren nicht meine Geschwister, sondern bucklige Verwandtschaft.

    Antworten
    1. 6.1

      annekatze

      Ich stamme auch aus dieser ach so schlimmen Zeit. Taschengeld gab es schon, 2 Mark die Woche, dafür musste ich der buckligen Verwandtschaft ihre 2 Kinder morgens in die Kinderkrippe bringen und nach der Schule wieder abholen. Am Wochenende, zu unserer Zeit, hatten wir noch Samstags bis Mittags Schule, danach ging es mit dem Fahrrad raus, in den Wald oder Freibad.

      In der Straße spielten wir Federball, kein Badminton, und wir schrieben noch mit der Hand Briefe. Wir mussten uns am Haushalt mitbeteiligen, wenn Mutti von Arbeit kam, musste alles fertig sein. Ausgangssperre gab es nach 22 Uhr, bis dahin mussten wir zuhause sein, sonst gab es Hinternkloppe. Es wurde das gegessen, was auf den Tisch kam.

      Ja, die Erlebnisse vergisst man nie, auch wenn sie manchmal hart waren, wir haben es überlebt und denken sogar mit etwas Wehmut zurück an unsere glückliche Kindheit. Auch in der Schule war noch Kopfrechnen angesagt, später gab es den Rechenstab und kein Handy oder Computer. Aus der Not wurde eine Tugend! Es war schön!

  7. 7

    Tiger222

    Ja, so war das, es gibt da noch einige Dinge mehr:

    Vor 1975 geboren? Erinnerungen! [YT]

    Antworten
  8. 8

    jk

    Hallo zusammen,

    da schreibt ein Kind der 70er/80er und vergleicht damals und heute zur Erheiterung für Angehörige seiner Generation. Von Vogelsperspektive ist da leider nicht viel zu spüren.

    Es sind lediglich zwei Stationen auf dem Weg der fortschreitenden Zivilisation, wovon der frühere Schritt die notwendige Vorbedingung für die Entwicklung heute darstellt. Beide Zeitabschnitte sind Teil desselben unseligen, entmenschlichenden Prozesses, nur dass er heutzutage eben weiter fortgeschritten ist. Ein naives Lamento im Sinne eines „früher war alles besser“.

    Wer für sich und seine Kinder eine Nische einzurichten imstande ist, in der man vor den negativen Auswirkungen des Zeitgeistes und seiner Technik soweit es geht abgeschirmt ist, wo Kinder die notwendigen Naturerfahrungen machen können, wo man Werte vermittelt, der legt den Grundstein für ein Durchbrechen – zumindest Abschwächen – dieses Prozesses und sät Hoffnung für eine bessere Welt.

    Gruß
    jk

    Antworten
  9. 9

    Thomas G.

    Das war doch meine Kindheit!

    Das fehlt nur, daß mein Bruder und ich in der Sandkiste mit Panzern und Soldaten gespielt haben. Spielzeugpistolen und Pfeil und Bogen beim „Cowboy und Indianer-Spiel“ mussten natürlich auch sein. Mein Bruder und ich konnten damals, Anfang der 70er, nicht verstehen, daß wir mit unserem selbstgebauten genialen Lego-Militärhubschrauber (nicht aus Fertigmodell!) bei einem Lego-Bauwettbewerb gegen den „Schrott“ der anderen Kinder nicht einmal einen Trostpreis bekommen haben.

    Aus heutiger Sicht kann ich es mir inzwischen erklären. Die Gehirnwäsche war wohl schon damals ziemlich stark.

    Antworten
  10. 10

    Dennis

    Wow. Was für ein Held!
    „Eltern“ – es gibt auch Menschen, denen wurde dieses Glück nicht zu Teil.

    Selbstbeweihräucherung par exellence!

    Antworten
  11. 11

    Birgit

    Schöner Beitrag, bei mir war das genauso!

    Ich durfte sogar mit dem Fahrrad oder Rollschuhen allein(!) im Stadtteil unterwegs sein, ohne elterliche Aufsicht! Und wenn ich bei meinen Großeltern in einem Dorf auf Besuch war, spielte ich, solange es hell war, am ungesicherten Bach! Ohne dass die Eltern dabei waren! Sie schauten sich nur nach mir um, wenn sie mich zum Essen holten. 😉 Heutzutage undenkbar, da würde sich wohl das Jugendamt einschalten.

    In der Generation meiner Mutter war allerdings wirklich noch Kinderarbeit üblich und kilometerlange Märsche in die Schule oder in die Kirche. Der Lehrer und der Pfarrer hatten die Oberaufsicht im Dorf und verteilten auch Schläge. Das war bei mir, die ich in den 1970ern Kind war, glücklicherweise schon anders.

    Und wieder stelle ich fest, dass mal wieder das Kind mit dem Bade ausgeschüttet wird: Gute Ansätze entwickeln sich zu degenerativen Übertreibungen und diese Extreme richten somit wieder Schaden an.

    Antworten
  12. 12

    Andreas Schulz

    Ist doch immer wieder erheiternd, sich an genau diese Kindheit zu erinnern. Bin nun 50 Jahre alt und werde mich wohl nicht sehr Wundern, wie unser weichgespülter Nachwuchs mit dem kommenden Desaster umgehen wird.

    Gruß
    Andi

    Antworten
    1. 12.1

      Lena

      Werter Andreas Schulz ! // 12

      Da Du zur Generation meiner Töchter gehörst, möchte ich einen kleinen Gedanken anfügen: Es liegt doch an den Eltern, was sie ihren Kindern vermitteln, oder?! Wenn der Nachwuchs heute weichgespült ist, an wem liegt oder lag das wohl?

      Natürlich ist es nicht einfach gegen den Strom/“Mainstream“ zu schwimmen, doch nur so gelangt Mensch zur Quelle. *lächel*

      Heil und Segen uns allen!
      Lena

  13. 13

    Wilhelm

    Hallo N8Wächter, habe selten so gelacht!!

    „Wir waren so arm, wir konnten uns nicht mal eine Laktoseintoleranz oder Glutenunverträglichkeit leisten … Da gab es haufenweise Mütter, die das historisch-überholte Ritual des Kochens noch beherrschten.“

    Einfach köstlich zu lesen und das Bild passt großartig dazu. 🙂

    Ja, ja, dass waren noch Zeiten. Vor kurzem hat eine Internetfreundin Schluß mit mir gemacht, weil ich kein Whatsapp habe … die Zeiten haben sich leider leider geändert.

    Alles Gute euch allen.

    Antworten
    1. 13.1

      Axels Meinung

      Geehrter Wilhelm,

      was ist eine Internetfreundin?

      Nur so viel: Wenn eine solche mit Dir „Schluss gemacht hat“, weil Du kein „wotts äpp“ hast – na, dann sei froh darüber. Ich selbst „habe“ weder smart-fon, fratzebuch, wotts äpp, irgendeine klaud, dropp-box, fernseher, skaip, usw. usf. – gesünder ist das.

      Nur mal als Anregung oder Erklärung: Heute war ich vom Mittag bis zum Abend an „unserem“ See (etwa 800 m lang) und bin bei etwa 15 Grad Celsius Wassertemperatur zweimal (je. einmal mittags und abends) jeweils gut 500 m geschwommen und danach noch auf „Pilzsuche“ gegangen, danach etwa 5 km nach Hause geradelt …

      Also: was ist wirklich wichtig und was kann eher weg?

      Liebe Grüße
      Axel

  14. 14

    gabmok

    Danke für die sehr anschauliche Darstellung meiner Kindheit. Ich hatte 2 Mark Taschengeld in der Woche (da war ich schon 14). Wir waren in den Ferien arbeiten und haben Altstoffe gesammelt, um uns mal was zu kaufen. 😉

    Antworten
    1. 14.1

      Bertram Bunzel

      Apropos Altstoffe. In den 50er Jahren hat Daimler noch seine alten Farben und Lacke einfach auf einem „Entsorgungsplatz“ im Wald hinter Sindelfingen verbrannt! Das war mal in einer Werkzeitung gestanden, natürlich um den Kontrast zu vergrößern zu den Turmfalken, die heute auf den Dächern von Daimler in Sindelfingen ihre Nester bauen, und wo die Werksfeuerwehr sogar manchmal nachschaut, ob die Nester auch nicht gefährdet sind …

  15. 15

    Franz Maier

    Super Beitrag, Danke @@N8W und Magnus fürs Einstellen.

    Wir können so froh sein, dass wir die Zeiten vor der flächendeckenden Digitalisierung und Degeneration noch miterleben durften und dass wir deshalb auch wissen, dass es auch ganz anders geht. Gerade Sachen, die die individuelle Freiheit fördern können, wie eben die Natur in all ihrer Schönheit, oder aber auch die Kunst des Kochens wurden, begleitet mit allerhand Verboten und negativer Konnotation, ja erst so verrucht. Das sorgt dann heute dafür, dass viele Eltern kleine Zombies heranziehen, die niemals das selbständige Denken erlernen werden.

    Der hier hat das auch alles miterlebt und hatte Gott bewahre noch kein Smarttelefon:

    Arabella Steinbacher: Beethoven Violin Concerto [YT]

    Allen Lesern eine schöne Zeit!

    Antworten
  16. 16

    Kruxdie

    Komisch, woher kommt mir das denn bekannt vor? Und warum wohl ist das für meinen Sohn eine vollkommen unbekannte Sache, das wäre für ihn vermutlich nur ein Märchen …

    Danke an Magnus für das Zusenden, dem N8w für das Einstellen hier und dem unbekannten Verfasser für das Verfassen.

    Heil und Segen (ich lebe tatsächlich auch noch trotz meiner ebenfalls so schlimmen Vergangenheit)
    Kruxdie

    Antworten
  17. 17

    Hugin

    … ich „hör dich gehen“, Nachtwächter, auch ich hatte eine ebensolche, schwere Kindheit.

    Das Licht der Welt erblickte ich in Form mehrerer Scheinwerfer, im Jahre 1970, in einem kalten, halb sterilen, Kreißsaal, irgendwo in einem Provinzkrankenhaus in Tirol. Zudem musste ich die Tortur einer natürlichen Geburt über mich ergehen lassen. Da war „nix“ mit (Wunsch)Kaiserschnitt und so. Nein da musste ich durch und irgendwie schaffte ich das auch, mit meinen mickrigen 2,96 kg und 52 Zentimetern. Ich denke dieser „Start“ stresst mich heute noch. 😉

    Ansonsten verlief meine Kindheit und Jugend gleich „karg, ärmlich und dramatisch“, wie die von Nachtwächter geschilderte, nur dass wir anfänglich nicht einmal das Geld für ein Auto hatten. Etwas später gab es mal einen gebrauchten, desolaten Käfer, so mit 33 PS (der fuhr aber auch alle 2 – 3 Jahre, mal bis zum Gardasee).

    Gott sei Dank überlebten wir auch unsere „Jugend forscht“-Projekte mit stickstoffhaltigem Dünger und Staubzucker, wenn auch so manche Dinge und Gegenstände extremst „beschleunigt“ und „verformt“ wurden. 😉

    Ja, resultierend hatten wir wirklich eine schreckliche Kindheit … vermutlich „ticken“ wir deshalb nicht so richtig …

    😉

    Antworten
    1. 17.1

      Andi

      Wie Krankenhaus? War zu teuer, bin Hausgeburt. 😉

    2. 17.2

      Fenriswolf von Asgard

      Oh ja! Unkraut-Ex und Kaliumpermanganat beim Drogist um die Ecke gekauft, Zucker dazu und „Hei, was ham wer Spaß gehabt!“. Kartoffel-Kanonen, Luftgewehr und immer etwas am Zündeln. Oh ja, was hatten es wir doch schwer! 🙂

      Allen Heil und Thors Segen! (Braucht man bei so einer Kindheit!)

    3. 17.3

      Bertram Bunzel

      Die „Jugend forscht“-Projekte und das unbeaufsichtige Spielen am Bach, war auch so eine Art „natürliche Auslese“ … das gibt es heute nicht mehr.

      Naja, egal, ich gebe dem System keine 5 Jahre mehr. Überlegt mal, die heutigen 13-jährigen mit ihren Smartphones sind so digital dement, dass man das Abitur nochmal „erleichtern“ muß, wenn die 17 oder 18 sind. Großfirmen müssen oft ihre Azubis noch „nachschulen“ und die machen das auch, weil die Kinder (das sind sie noch) noch nicht ausgereift sind. Kleine Unternehmen können das nicht, mal sehen wo das hinführt.

      Ich sage ja immer: Das System wird nicht an Revolutionen oder Aufständen untergehen, sondern an der sich weiter steigernden Komplexität, die von der heutigen Jugend im späteren Arbeitsleben nur noch von zu wenigen Kandidaten bewältigt werden kann.

      Schaut auf das was man mal konnte und was verloren gegangen ist. Beispiel: Flughafen bauen, der sofort funktioniert. Brücken so warten, daß sie nicht einstürzen (siehe Italien).

      Der Blick sollte heutzutage auf Bahnhöfe und den (öffentlichen Nah-) Verkehr in Großstädten fallen. Wenn dort „Grünschnäbel“ mit Ende Zwanzig/Anfang Dreißig in Leitungspositionen kommen, weil die Alten in Rente gehen und es keine andere Wahl gibt, und dann die falschen Entscheidungen treffen, werden Verkehrskollapse (ist das die korrekte Mehrzahl?) in Großstädten an der Tagesordnung sein.

      So, jetzt bin ich abgeschweift, aber das mußte mal sein.

  18. 18

    Helmut

    Danke für diesen Text, ich habe so gelacht, bzw. ich habe mich genau in meine Kindheit zurück versetzt gefühlt. Genau so war es, da gab es nicht viele Nachmittage, wo wir im Haus waren.

    Wenn wir nach Hause kamen, landete der Ranzen unter der Eckbank und wir waren draußen – basteln, machen und tun. Aber auch wenn wir im Haus waren, hatte man nicht stumpfsinnig Stunden an PC oder Konsole verbracht (gab es ja nicht) und man beschäftigte sich mit Sachen zum Anfassen. Man sah die Eltern auch nicht öfter als heute und dennoch hatten sie Zeit, wenn sie da waren. Richtig überwacht fühlte man sich nicht, eher gut behütet.

    Ich glaube, ich zehre noch heute davon. Die Eindrücke von damals haben einen sicher geprägt.

    Antworten
  19. 19

    Pitt

    … und wenn man nach Hause kam mit einem Eintrag des Lehrers, gabs gleich einen hinter die Ohren. Gleiches, wenn man im Winter mal wieder im Eis eingebrochen war.

    Und wenn beim Fußballspielen eine Scheibe zu Bruch gegangen war, brachten wir den Fensterflügel zum Glaser und zahlten mit dem Geld, was zuvor mit Flaschen, Altpapier und anderem gesammelt worden war. Und man hat das alles überlebt und ist ein anständiger Mensch geworden, dem zwar vieles heute schon wieder fremd ist, der aber ein gutes Leben hatte.

    Antworten
    1. 19.1

      Eli

      (19) Werter Pitt,

      „… der aber ein gutes Leben hatte.“ – hat, werter Pitt, der ein gutes Leben hat!

      Denn das hier und jetzt ist doch das Entscheidende und aufgrund von reichlich Lebenserfahrung, gepaart mit wachem Bewusstsein, ist das Leben doch ein Rausch, egal ob ich nun 62 bin oder 72. Es ist die Einstellung zum Dasein, die Glück schafft!

      Alles Liebe!

  20. 20

    Pitt

    Na klar doch, wir fuhren wie die Teufel mit unseren Fahrrädern, ohne Helm natürlich und (leider) auch oft ohne intaktes Licht. Oder, wenn wir bei Freunden übernachten wollten, gabs kein Elternpalaver, sondern das wurde beschlossen und gut wars. Wir haben gerauft und geprügelt und uns fast im gleichen Moment wieder vertragen.

    Antworten
  21. 21

    Amelie

    Ich schätze mal, dass hier noch ganz viele Überlebensschicksale im Kommentarbereich zu finden sein werden.

    Da wäre z.B. die Kinderarbeit. Als Acht- oder Neunjährige habe ich in den Sommerferien ein Baby in einem Bauernhaushalt über den ganzen Tag betreut. Nur zum Mittagessen kam der Bauer und sein Frau nach Hause. Damit habe ich mir dann ein Paar Winterstiefelchen kaufen können.

    Zur Kinderarbeit werden die Deutschen wohl bald zurückkehren müssen, damit die armen Zuzügler auch versorgt werden können. Das sind aber nicht etwa schmächtige Kerlchen, das sind schon richtige Brocken, die da auf der „Flucht“ sind und denen Arbeit nicht zuzumuten ist.

    Wenn ich mich in meinem näheren Umfeld umschaue, bzw. umhöre, dann höre ich nur noch unerträgliches Geschrei von den lieben Kleinen, sobald die mal nicht sofort das bekommen, was sie wollen.

    Es gäbe da noch ganz viel aufzuzählen, das allerdings würde hier vermutlich den Rahmen sprengen.

    Antworten
  22. 22

    Mike der Motzbürger

    Ich stelle mit einer gewissen Konsternation fest, dass der Verfasser dieselben Schäden aus der Kindheit davongetragen zu haben scheint, wie ich. Eine der Spätfolgen scheint die Fähigkeit zu sein, selbst und kritisch zu denken …

    Antworten
  23. 23

    Petra

    Ich hatte auch so eine „schreckliche“ Kindheit, die ich niemals missen möchte!

    Wir wurden nämlich noch nicht verweichlicht, sondern zu gestandenen Menschen erzogen, die ihr Leben ohne neueste Hilfsmittel allein wuppen können und somit auch in schwierigen Zeiten klarkommen.

    Antworten
  24. 24

    Heiko

    Nun das stimmt, aber wer ist denn Schuld an dieser Situation? Kaum die Eltern und schon gar nicht die Kinder!

    Kommt heute ein Kind zur spät zum Unterricht (Bus verspätet sich), ist dies eine komplette Fehlstunde. Sollte ein Kind, durchgeschwitzt vom Sportunterricht (Duschen geht wegen Zeitmangel nicht?), sich eine Erkältung einfangen, so muß dieses für jeden Tag und jeden Unterricht eine Entschuldigung an jeden Lehrer (was wenn dieser Lehrer selber krank wird?) darreichen!

    Ist ein Bus überfüllt, fährt dieser an anderen Haltestellen einfach vorbei, dies soll dann kein Grund für Verspätungen sein! Die Busse sind überfüllt mit Kindern von Fachkräften, was da passiert muß man mündigen Bürgern wohl nicht erklären, genauso in den Schulen und sogar in (auch katholischen) Pfadfindergruppen!

    Gerade hedonistische Kinderlose üben Kritik an der Kindererziehung von Eltern. Gerade Kinderlose (Merkel/Altmeier, etc.) haben diese Situation geschaffen, gerade diese üben Sanktionen auf Eltern aus, welche Maßnahmen (aller Art, auch illegale) ergreifen, um ihren Kindern eine Zukunft zu schaffen. Wo sind die deutschen, aktiven Rentner, welche die Kinder zu Fuß zur Schule bringen und dabei beaufsichtigen könnten?

    Als Flüchtlingspate steht man doch gerne bereit! Wo sind Kinderlose, welche eventuell Freizeitaktivitäten schaffen würden? Ich habe Baumhütten gebaut, schwarz geangelt und Feuerstellen zum Kartoffelrösten gefertigt, das wird heute von unseren Generationen verhindert. Die damaligen Kriegsgenerationen waren da toleranter, nun dafür sind wir ja Fremden ganz offen (arxxxoffen). Ein Krieg wäre wohl das Beste!

    Antworten
  25. 25

    Balu

    Ich bin 82er Bj. Ich kenne das von Haus aus ähnlich. Bei mir gab es noch Sonntagsgeld. Nur das mit der Schule haben meine unaufgeklärten Eltern etwas zu eng gesehen. Und ja, ich hab auch noch Dresche bekommen, wenn ich Scheixxe gebaut habe. Das ging aber irgendwann zu weit, als ich für schlechte Schulnoten im Zimmer eingesperrt wurde, Klinke von innen ab und dann durfte ich mein Geschäft in einem Putzeimer verrichten. Super oder?!

    Die Erziehungsmethoden lagen wahrscheinlich an meinen Wurzeln. Ich muss gestehen, ich habe wohl oder übel, belgische und holländische Wurzeln, zu meinen Deutschen. Da kann ich aber nichts dafür. Die zwei Brüder meiner Oma sind nie von der Front aus Russland heimgekehrt. Das hat sie Zeit ihres Lebens nicht verkraftet. Wollte es nur mal sagen, auch wenns eventuell keinen interessiert.

    Antworten
    1. 25.1

      Amelie

      Oh doch, werter Balu, das interessiert so manchen, denke ich.

      Mein Opa starb an Heimweh. Das stand natürlich nicht so in der Sterbeurkunde, doch weiß man inzwischen, dass alle Krankheiten eine seelische Ursache haben. Die Folgen des Krieges und zusätzlich die der Flucht und Vertreibung mit dem kompletten Verlust einer einst wunderbaren Existenz schlummern noch heute in manch einem Schicksal und meist ohne, dass sich die betroffenen Menschen bewusst sind, woher ihre Probleme kommen.

      Ich wünsche Dir Balu und allen Betroffenen eine erfolgreiche Auflösung der Schatten.

      Herzlichst
      Amelie

    2. 25.2

      Balu

      Vielen Dank, werte Amelie,

      Ich werde das schon transzendieren.

      Bei mir ist jeden Tag Gärtnerschlägerei. Der unsichtbare Gärtner ist ziemlich penibel und versucht mir ständig in den Vorgarten zu kacken. Zum Glück habe ich ein Nachtsichtgerät. Wenn er sich dann anschleicht, sag ich immer „leg es auf die Türschwelle und verschwinde, bevor das Blei dich durchlöchert – den Rest kannst du behalten du Dreck…“ Balu allein zuhaus.

    3. 25.3

      Wilhelm

      Das stimmt leider, die Auswirkungen des ungewollten Krieges des deutschen Volkes wirken heute immer noch, dank Hitler und Konsorten!

      Meine Mutter, die als Kind mit ihrer Mutter von Danzig nach Süddeutschland, zu Fuß flüchten musste, hatte ihr Leben lang psychische Probleme, die wir Kinder ungewollt „erleben“ durften … Und Willkommen waren sie nach dieser langen Reise in Süddeutschland auch nicht. Als späten Dank dafür, wurde ihre Rente ständig immer kleiner, bzw. die Lebensmittel etc. immer teurer!

      Nun bahnt sich der nächste Akt für das deutsche Volk an, das diesen Akt gar nicht will, dank Angela Hitler und Konsorten! Man kann also gut erkennen, dass das deutsche Trauma nie enden soll, weil es von den mittlerweile bekannten Konsorten nicht erwünscht ist! Zwecks Selbstbereicherung, Selbstherrlichkeit, bornierter Wichtigtuerei usw. dieser selbsternannten „Elite“, wird diese deutsche Geschichte sicher nie enden.

      Es ist wichtig, dies verstanden zu haben, denn solange es diese selbsternannte und geistig unterbelichtete „Elite“ gibt, wird sich nie etwas ändern, auch in tausend Jahren nicht. Man beachte dazu die blutige Geschichte der Menschheit. Mehr braucht man dazu nicht zu sagen.

      Schönes Wochenende.

    4. N8Waechter

      „Mehr braucht man dazu nicht zu sagen.“

      Werter Wilhelm,

      beschäftige Dich mit Geschichte – in Deinem Fall insbesondere die „12 Jahre“.

      Sich zu irren, ist menschlich und kann vergeben werden, allerdings lässt sich in Deinem Fall ein sehr wichtiges Kapitel recht einfach nachholen, damit Du nicht wieder Ursache und Wirkung verwechselst und folglich einer völligen Fehlinterpretation obliegst. Für den Anfang:

      “Seit 5.45 Uhr wird jetzt zurückgeschossen” [die-heimkehr.info]

      Und nur der Klarheit halber: Wir haben schon mehr als genug mit Geschichtsklitterei zu kämpfen. Wenn ich also solchen Unsinn, wie „dank Hitler und Konsorten“ nochmal lese, ist hier Schluss für Dich.

      Viel Erfolg beim Hinzulernen,
      Heil und Segen!
      N8w.

    5. 25.4

      Axels Meinung

      @Wilhelm (25.3),

      ich schließe mich der Antwort des N8wächters an und ergänze:

      Wie können Sie es wagen, die Raute des Grauens mit Herrn Hitler in einem Satz zu erwähnen? Die zionistische Verbrecherin setzt alles daran, das, was vom Deutschen Volk noch übrig ist, unwiderruflich zu zerstören …

    6. 25.5

      Wilhelm

      Hallo N8Wächter,

      danke für die Info „Seit 5.45 wird jetzt zurückgeschossen.“.

      Ich habe diese Details durch Jahrzehnte andauerndes Gejaule und Geheule der J*denmedien wohl wieder vergessen. Ich hoffe nun, dass sich meine über Jahrzehnte angesammelte Wut über diese geisteskranken Parasiten bald entladen, bzw. auflösen wird. Ich halte mich jetzt an folgende Sätze aus diesem Artikel:

      „Doch all diese Pläne werden letztendlich scheitern weil das Reich diesen Kräften im letzten Moment “den Strom abschalten“ wird.“

      “Wir waren den Alliierten damals Jahrzehnte voraus und wir sind ihnen heute Jahrhunderte voraus …”

      und warte auf die Dinge die da bald kommen werden. 🙂

      Schönes Wochenende

  26. 26

    Thorson

    Vielen Dank für die Erheiterung, werter N8wächter, werter Magnus.

    Meine Eltern haben erst 4 Jahre nachdem ich von zu Hause ausgezogen bin einen Fernseher gekauft. Das war eine herrliche Zeit ohne diese Kiste, viel, viel mehr Natur, kein Schnickschnack.

    2 bis 3 Wochen, vielleicht auch etwas länger, keinen Strom täte uns (der Gesellschaft) gut.

    Heil und Segen
    auf all unseren Wegen
    Thorson

    Antworten
    1. 26.1

      Till

      Werter Thorson,

      „2 bis 3 Wochen, vielleicht auch etwas länger, keinen Strom täte uns (der Gesellschaft) gut“ .

      Mit Sicherheit würde so eine Zeit ein Segen für das Volk sein! Keine elektromagnetischen Felder mehr … da sprießt der Geist!

      Also darf genau das aus Sicht der Nochmächtigen nicht passieren. Da könnte man ja mit der Nachbarschaft ins Gerede kommen, sich austauschen, gleiche Ansichten erkennen und sich letztendlich zusammenrotten und Hetzjagden mit dem wahren Feinde veranstalten …

      Das wird erst passieren, wenn es für die eh nichts mehr bringt, wenn es aussichtslos ist an der Macht zu bleiben, wenn die letzte Karte gespielt wurde, der Krug gebrochen und der Schiss inner Büx längst ausgetrocknet ist.

    2. 26.2

      Axels Meinung

      Geehrter Thorson,

      warum wollen Sie allgemein den Strom abschalten (gar für Wochen)? Sind Sie nicht selbst in der Lage, die Verblödungskiste „aus dem Fenster zu schmeißen“? Das geht – ich selbst habe seit sehr vielen Jahren diesen Dreck nicht mehr. Gesünder ist das …

    3. 26.3

      Balu

      Werter Thorson, werter Till, Daumen hoch.

      Werter Axels Meinung,

      Du Held! Hast du Geld zuviel? Hättest dir davon wenigstens paar warme Socken und nen Blister mexikanischen Bohneneintopf kaufen können. 😉

    4. 26.4

      Thorson

      Werter Axels Meinung (#26.2),

      sobald unsere Kiste den Geist auf gibt, ist das Thema durch, es wird keinen neuen geben. Die Familie jammert jetzt schon 😉 : „oh Papa, das kannst du doch nicht machen“. Doch ich kann. 🙂

      Zweck einer solchen Strom-Abschaltung wäre schon, wie es der werte Till in 26.1 schön beschrieben hat. Endlich mal sinnvoll miteinander reden, den Aufwachprozeß beschleunigen, das selbstständige Denken ankurbeln …

      Immerhin kann ich bei unseren Spaziergängen jetzt die Fluorid-Lüge offen ansprechen und man hört aufmerksam zu, teilweise handeln die Bekannten sogar schon. Diesen Zustand hatte ich vor 30 Jahren. Nun hoffe ich, dass es nicht noch weitere 30 Jahre braucht, um den heutigen Kenntnisstand zu erreichen, das möge doch dann bitte deutlich schneller geschehen.

      Die Erkenntnis bezogen auf die Wahrheit muß zwingend von jedem selbst gewollt sein und dann auch kommen.

      Heil und Segen
      auf all unseren Wegen
      Thorson

  27. 27

    OvO

    Meine Kindheit sah nicht anders aus. Teils noch schlimmer. Aber es war alles andere als eine schreckliche Kindheit …

    Antworten
  28. 28

    weißer rhythmischer Weltenüberbrücker

    Ja die alten Zeiten, die kenne ich auch noch, als die Pixel so groß wie Streichholzköpfe waren.

    Ungläubig staunen meine Kinder, wenn ich ihnen erzähle, dass meine Eltern als sie klein waren so arm waren, dass sie Gummistiefel aus Holz trugen. 😉 Noch größere Augen bekamen sie, wenn sie hörten, dass meine Großeltern so arm waren, dass sie zum Pilze sammeln auf der Wildsau in den Wald geritten sind. 😉

    Ja, ja, die alten Zeiten, wo sind sie nur hin?

    Antworten
    1. 28.1

      Freiheitsbegehrer

      Ja, das waren noch Zeiten:

      Rudi Altig als Wasserträger bei der Tour de France, hat mich angestachtelt mit dem Fahrrad zu rasen! Mit recht ungenauen Messmethoden gelang es mir, auf 10 km eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 36 km/h zu erreichen.

      In der ersten Klasse waren wir insgesamt 56 Kinder (Buben und Mädchen, weitere Geschlechter gab es damals noch nicht).

      Wir wohnten in der Nähe einer Steigerungsstrecke der Eisenbahn, wo schwere Güterzüge eine Schiebelok brauchten. Ich fand freundliche Lokführer, die mich auf dem „Krokodil“ mitfahren ließen. Im Bahnhofsbereich musste ich mich in dieser E-Lok verkriechen, damit ich dort nicht entdeckt wurde.

      Der Weg ins Gymnasium bestand aus einem 2 km langen Fuß- oder Radweg zum Bahnhof. Öfter mal wurden die Personenzüge noch von Dampfloks gezogen.

      Schulende und Abfahrtszeiten meines Zuges passten nicht so ganz zusammen, so dass ich oftmals sehr früh am Bahnhof war. Hilfsbereit half ich älteren Personen rechtzeitig mit ihrem Gepäck zum richtigen Zug zu gelangen. Die Dankbarkeit wurde oftmals mit einem kleinen Geldgeschenk ausgedrückt, das mein monatliches Taschengeld von 5 DM nicht unwesentlich erhöhte.

      Es sind halt schöne Erinnerungen!

  29. 29

    Balu

    Eier werfen war auch im Trend, bis der ältere Herr rausgestürmt kam, mich an den Lauschern packte und sagte „ablecken, ohne Salz“. 🙂 Briefkästen in die Luft sprengen mit Chinaböllern war auch Mode. Ich bin nur ehrlich.

    Antworten
    1. 29.1

      Sonnenschein

      Werte(r) Balu, werter N8wächter, werte Gemeinde,

      das erinnert mich an eines meiner „schönsten“ Kindheitserlebnisse:

      Bei uns auf dem Land kam jeden Tag der Milchmann. Eine uns Kindern nicht gut gesinnte Nachbarin, sie hatte ein Geschäft im Dorf, stellte immer einen Milchkrug zum Auffüllen durch den Milchmann auf ihre Gartenmauer. Da haben wir Kinder uns eines Tages so über sie geärgert, daß wir in den Milchkrug Kuhscheixxe gerührt haben. Das gab 3 Tage Stubenarrest. Die schlimmste Strafe überhaupt für uns Kinder. Denn wir durften dann gar nicht mehr nach draußen.

      So schlecht kann Kindheit sein!

      Danke, daß ich daran wieder erinnert wurde.

  30. 30

    Corymaus

    „In einem unbekannten Land vor gar nicht all zu langer Zeit, war eine Biene sehr bekannt …“ 🙂

    Waschmaschine und so finde ich schon super, Internet ist auch was Feines, bloß dass wir dafür alle Freiheiten genommen bekamen, ist schon zach. Das ist wohl der „Deal“ gewesen, zu dem keiner von uns befragt wurde. Ist ja nicht so, dass ich oder andere sich diese Welt ausgesucht hätten, die ist ja einfach irgendwie passiert, quasi über Nacht.

    Jeder, der noch diese Art der Kindheit hat erleben dürfen, sollte wohl einfach nur dankbar sein. Denn die Späteren sind in einem Gefängnis geboren und Wissen es noch nicht einmal.

    Antworten
    1. 30.1

      Balu

      Es gibt da ein gutes Buch von Ludger Lütkehaus – „Nichts, Abschied vom sein“. Zwar ein 650-Seiten Schinken, aber wirklich lesenswert, mit wirklich guten und tiefen Reflektionen.

    2. 30.2

      Amelie

      Werter Balu,

      ich kenne das Buch nicht, doch ich erinnere mich an folgendes Zitat:

      „Das Sein kann alles und nichts sein,
      doch es kann niemals nicht sein,
      denn zu sein ist sein Wesen.“

      Verfasser ist mir nicht bekannt.

  31. 31

    Kleiner Eisbär

    Herrlich! Nun verstehe ich endlich das interessengesteuerte Modekonstrukt „Posttraumatische Belastungsstörung“. 🙂

    Darauf ein Dolomiti … 🙂

    Antworten
  32. 32

    Wolfgang

    Wir wussten, was man mit einem Bleistift und einer Kassette anfangen konnte. 🙂 Wenn das heute auf dem Tisch liegt, meinen die, das hat der Arzt liegen lassen.

    Wir wussten, wie man einen Ersatzball aus Zeitungspapier und Klebeband herstellt. Wir kannten alle Freunde unseres „sozialen Netzwerks“ draußen. Wir kannten sogar die Augenfarbe unserer „follower“.

    Wir bräuchten nur einen 10er-Schlüssel, Wasser, Kleber und ein Stück Gummi, um mit keinem Platten nach Hause zu kommen. Wir wussten, dass Brennesseln diesen Monat nicht brennen. 😉 Etc., etc., etc. …

    Antworten
  33. 33

    Wolfgang

    Wir kannten fast alle in der Nachbarschaft, weil wir zusammen Zeitungen ausgetragen haben. Wir wussten, wenn der Kirchturm ein Mal zu hören war, es ist Viertel nach … zwei Mal – halb, usw.

    Es gab mal eine ins Genick, wen man den älteren Nachbarn nicht grüßte. Wir standen auf, wenn ältere Menschen im Bus sitzen wollten. Bei einer Balgerei in der Schule hieß es, „Wer hat angefangen“ oder „wie sieht der Andere aus“. Kein Stuhlkreis mit Krisensitzung, wegen übermäßiger Gewalt, obwohl jeder ein Taschenmesser einstecken hatte …

    Antworten
    1. 33.1

      lutzowitsch

      Die Kommentare sind wunderbar! Baujahr 85 und ich erlebte viele Dinge auf die gleiche Art. Und ein Messer habe ich immer noch in der Hose(-ntasche) und es ist nichts passiert. 😉 (außer dem Brot und der Wurst, die wurden filetiert)

  34. 34

    Corymaus

    Und jetzt mal ein bisschen Klartext:

    Ist das nicht die Generation, die die nächste Generation, meine Elterngeneration aufzog? Die es geschafft hat, dass diese Elterngeneration voll in die Hippischeixxe getappt ist, weil jeder machts mit jedem und jeder und je verdeckter, desto besser, und wenn der Musiker so richtig voll mit Drogen war, dann war alles supi?!?

    Ist das nicht dieselbe Generation, die kein Wort der Verteidigung für ihre Eltern verloren hat? Die es deshalb auch nicht geschafft hat, dieselben Werte, die sie selber noch beigebracht bekommen hatten, auch weiter zu geben?

    So nahm das Unheil seinen Lauf.

    Sicher starker Tobak, aber etwas ist schon dran, wenn man so drüber nachdenkt. Ohne jetzt in Schuldzuweisungen überzugehen, aber es ist sicher auch der falsche Weg, den heutigen Eltern, also mir, zu beweisen, wie schlecht wir sind. Schließlich dürfen wir diese Sache ja ausbaden.

    Als ich auf die Welt kam, war schon alles fertig angerichtet. Bitte zu Tisch. Ich habe nicht darum gebeten, dass jeder einen Uni-Abschluss braucht, ich würde mich über mehr Handwerker freuen, ich habe nicht darum gebeten, dass jeder verflixte Meter mit einem mindestens eine Tonne schweren Gerät über Asphalt zurückgelegt werden soll, ich würde mich noch sehr darüber freuen, die alten großen Bäume in meiner Umgebung sehen zu können.

    Da frage ich mich schon, was ist da passiert. Wie hat es soweit kommen dürfen?

    Und jetzt kann ich Radfahren, so viel ich will und zu Fuß zur Arbeit gehen, immerhin 40 min., heutzutage eine Glanzleistung. 🙂 Ändern tut sich nichts mehr. Was ich tun kann, ist meinem Kind zu erzählen, dass de Welt einmal eine andere war, ja und was hat es denn dann davon?

    Heute bin ich aber böse. 🙂

    Nix für ungut, ich liebe dieses Forum sehr.

    MfG

    Antworten
    1. 34.1

      Balu

      Da musst du den kleinen Eisbär fragen, der ist lange genug auf einer Scholle durchs Meer getrieben. Kann alles, weiß alles, ist aber noch nicht soweit, unser Land zu führen.

      Darauf einen Schluck! (Ich bin neulich übrigens auf Sagrotan umgestiegen, der brennt länger nach.)

    2. 34.2

      Annegret Briesemeister

      Liebe Corymaus,

      ich weiß nun nicht, welches „Baujahr“ du bist, aber immer ist alles vom Wollen und dann auch Tun der Eltern und deren Erziehung sowie äußerer Umstände abhängig.

      Ich hatte eine wunderbare Kindheit obwohl meine Eltern nicht viel Zeit mit mir verbrachten, dafür mein Großvater. Verbote und Strenge waren auch nicht selten, aber das Umfeld insgesamt war nicht so künstlich und überzogen. Ich habe mich 1962 in diese Welt gewagt und meine Söhne ’82, ’86 und 2000.

      Meine Kinder hatten es sicher schwerer, da die Ablenkungs- und Spaßindustrie ihre Klauen nach ihnen ausstreckte. Aber es ist gelungen dennoch weitestgehend ohne diese negativen Einflüsse auszukommen. Wenn damals meine Söhne auch mal „sauer“ waren, weil ich nicht jeden Trend erlaubte und stattdessen mit ihnen in der Natur Abenteuer suchte, wissen sie heute, warum ich das tat und unsere gemeinsamen Erinnerungen an Erlebnisse am Baggersee, auf Flohmärkten, mit Picknick auf der Wiese oder alte Fotos ansehen und dazu „weißt du noch“-Geschichten an Regentagen zu erzählen, so unendlich viel mehr bedeuten, als das nächste neue Spielzeug, etc.

      Heil und Segen
      Annegret

      P.S.: In den Haushalt meiner Eltern kam der erste Fernseher als ich zwölf war und genauso lange bin ich Sommers wie Winters, bei Tag und in der Nacht auf ein Plumpsklo im Hof gegangen.

    3. 34.3

      Birgit

      Liebe Corymaus,

      es hat auch seine Vorteile, später geboren worden zu sein. Die Natur zu erleben, war eine der guten Seiten, es gab aber auch viele schlechte, die erst in späteren Jahren verbessert wurden.

      Aber darum geht es nach meinem Verständnis hier nicht. Es geht darum, dass die Kinder und Jugendlichen lernen Selbstverantwortung zu übernehmen, wenn sie die Konsequenzen selbst ausbaden müssen. Dass man ihnen auch mal was zutraut, denn das stärkt das Selbstwertgefühl.

      Die typischen Helikoptereltern fahren ja nicht nur ihre Kinder bis auf den letzten Meter in die Schule, sie nehmen dem Kind auch sonst alles Schwierigere ab, streiten sich mit den Lehrern wegen schlechter Schulnoten und drohen mit Anzeige … dass sie damit ihren Kindern einen Bärendienst erweisen, sehen sie nicht.

      Die Kinder trauen sich nichts zu! Und Selbstverantwortung lernen sie, wenn überhaupt, erst später auf die ganz harte Tour.

    4. N8Waechter

      👍

  35. 35

    Gast777

    Wie habe ich mich damals als Kind gefreut, als wir uns einen Fernseher anschafften, um dann auf beiden Kanälen meistens das Gleiche zu empfangen. Naja, ich habe sonntags gerne die halbe Stunde Trickfilm und werktags das Sandmännchen genossen.

    Aber hier sind vor ca. 8 Jahren dann meine Fernsehgeräte, trotz makelloser Funktionsweise, auf dem Sperrmüll gelandet – einfach mehr Dünnpfiff und Propaganda, als ich dann ertragen konnte. Handy ist wegen des Internets (Nach-richten) oftmals bei mir. Wenn ich es dann öfter einfach zu Hause liegen lasse, erhalte ich anschließend immer meine Lektion: „Wozu hat man ein Handy!“ – Tja, Telefonate versuche ich gerne mal zu vermeiden. 😉

    Handy-Zombie? Will mir einfach nicht vollständig gelingen, denn Fratzenbuch, etc. meide ich . Trotzdessen muss ich sagen, dass ich im Bus lieber auf dem Ding spiele, als mich auf eine Konversation mit Fremden einzulassen. Naja, das wird mir mittlerweile alles etwas zu „bunt“.

    Gelle?

    Antworten
  36. 36

    Claus

    Es waren halt die kleinen und einfachen Dinge, die uns damals Freude gemacht haben. Die Schuhe von Adidas oder die Markenjeans mussten dann allerdings auch eine Weile halten.

    In den Sommerferien gab es den sogenannten Ferienpaß, mit dem man freien Eintritt in die städtischen Schwimmbäder, Museen u.s.w. hatte. Außerdem konnte man damit u. a. die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen. Den ersten und letzten Urlaub mit meinen Eltern gab es, als ich 13 Jahre alt war. Ansonsten gab es teilweise die sogenannten Ferienlager (Zeltlager oder Landschulheim).

    Als Taschengeld gab es damals übrigens 5 DM pro Woche und ab und zu zusätzlich 2,50 DM für die sonntägliche Matinee (Kino).

    Da wo wir damals übrigens im Park gespielt hatten, findet heute durch Merkels Gäste aus Schwarzafrika ein reger Handel mit Drogen statt. Die zwei angrenzenden Schulen haben inzwischen einen Sicherheitsdienst eingestellt, damit die nicht versuchen, auch noch auf dem Schulhof Drogen zu vertickern. Und die Polizei zeigt sich, wie sollte es auch anders sein, mehr oder weniger machtlos.

    P.S.: Meine erste urkundliche Erwähnung fand im Jahre 1966 statt.

    Antworten
  37. 37

    Antonsen

    Halloho.

    Früher war wohl alles besser.

    Was soll aus dieser Welt werden, mit dieser heutigen Jugend? Diese Frage stellt man sich nicht nur heute, die wurde immer schon gestellt. Unsere Kinder sind ein Ergebnis unserer Er-ziehung. So wie wir ge-formt wurden von unseren Vormüttern und –vätern.

    Es ist einfach zu sagen, die Schuld liegt bei den anderen. Können wir gar nichts für eine Veränderung beitragen? Jeder einzelne von uns? Ist es notwendig, darauf zu warten, bis die anderen endlich mal etwas bewegen? Anstatt in der Vergangenheit zu schwelgen, warum nicht einfach mal die Zukunft gestalten?

    Antonsen

    Antworten
  38. 38

    rechtobler

    Soll ich nun schreiben „Ha, tut das gut beim trauten Zusammenhöckeln beim N8w so viele Überlebende der damaligen Zeit treffen zu können …“ oder auch altersweise (Bj, 49) darauf hinweisen, wie schrecklich es doch gewesen ist, im Vergleich zur pampersgedämpften heutigen Jugend? „lach“

    Eines ist für mich klar: Die Erinnerung ist nicht im Sinn von „ja damals war (fast) alles besser“ sondern eher ein „was haben wir uns damals alles ‚leisten‘ können ohne dass Nachbarn, Lehrer, Pfarrer und Gott-weiss-wer gleich zur Polizei oder aufs Jugendamt gerannt sind“.

    Ich bedaure die heute Heranwachsenden eher, denen sehr oft die Chance sich echt ent-wickeln zu können genommen wird, meistens sogar gutgemeint. :-/

    Als stiller Mitleser danke ich dem N8waechter für sein bewundernswertes, unermüdliches Schaffen.

    Antworten
  39. 39

    Torsten

    Werter Nachtwächter, werter Magnus,

    ein wunderbarer Fund/Beitrag und es/er erklärt sich selbst. 😊

    Allen Heil und Segen!

    Antworten
  40. 40

    Andi

    Hallo Lena,

    es dauerte bei mir auch etwas länger, bis ich verstanden hatte. Leider ernährte sich dann die erste Tochter bereits fleischlos und studiert gerade ein Lehramt … Zum Glück lernt die 2. Tochter gerade nach dem sozialen Fachabitur nun Mechatronikerin :), quasi mein Junge. 🙂

    Alles wird gut, wohnen beide noch bei mir.

    Gruß
    Andi

    Antworten
    1. 40.1

      Lena

      Hallo Andi, alles ist schon gut!

      Wir erleben die letzten starken Wehen im Hier und Jetzt. Es freut mich sehr, daß Du Deine beiden Töchter (und Mutter?) bei Dir hast! So ein Glück kann ich nicht melden.

      Heil und Segen Dir und Deinen Lieben!
      Lena

  41. 41

    m.p.

    Wie man die eigene Kindheit überleben konnte, habe ich mich auch schon öfters gefragt. Ich hatte als kleiner Stöpsel mal einen kleinen, metallenen 5V-Elektromotor in der Hand haltend mit 2 Kabeln an der Steckdose angeschlossen. Dann ging plötzlich alles ganz schnell. Der Motor drehte kurz ganz hoch, die Kabel glühten, es gab einen Knall, meine Hand war rußgeschwärzt, und mein Bruder war tierisch sauer, weil ich seinen Elektromotor zerstört hatte.

    Mein Lieblingseis hieß übrigens ‚Brauner Bär‘.

    Antworten
    1. 41.1

      Saiwalo

      Bingo! Ich grase heute noch vergeblich die Supermärkte danach ab! „Brauner Bär“ und „Leckerschmecker“, falls den noch jemand kennt … :seufz: 🙂

    2. 41.2

      Erdbeerschorsch

      Mit Strom hatte ich als Kind auch öfter Kontakt. Meine Oma hatte noch Aufputzkabel an der Wand, aus Metall. Und wenn man beim Lichtmachen mal daneben griff, bekam man ordentlich eine gewischt. Ist öfters passiert.

      Ich hatte ein Radio, das man mit Stecker-rein und Stecker-raus an und aus machte. Das war mir zu umständlich und so wollte ich da einen Schalter einbauen. Ich nahm also eine Nagelschere und schnitt das Kabel durch. Blöd war nur, das Kabel steckte noch in der Steckdose. Die Schere hats ordentlich verschmolzen und ich hab noch Stunden später gezittert vor Schreck.

      Eine Mutprobe war übrigens, die Zunge an die zwei Enden einer Flachbatterie zu halten.

    3. 41.3

      eo

      Dergleichen habe ich mit zwei Nägeln gemacht – natürlich mit demselben Effekt. Muß mich ziemlich durchgeschüttelt haben. Man hat es mir später öfters erzählt; ich war damals so etwa vier Jahre alt.

      Irgendwie übten diese zwei Löcher eine gewisse Faszination auf mich aus, daß ich in mein kindlichen Unverstand meinte, die Nägel wären extra dafür gemacht, diese da reinzustecken … Glücklicherweise habe ich es überlebt, wie manch anderen Blödsinn, den man aus Gruppendruck oder auch, um sich selbst etwas zu beweisen, gemacht hat, wie zB. einen Absturz im Steinbruch, etwa 6 Meter tief gefallen, gottseidank nichts gebrochen, weil der Fall durch die Zweige eines Baumes etwas gebremst wurde.

      Oder die mehrfachen Gänge durch den Eisenbahntunnel in unserem Dorf, der ca. 500 Meter lang ist mit Knick in der Mitte. Wie atemberaubend, wenn dann ein Zug kommt und dieser heran- und vorbeirauscht, während man in einer Nische wie gebannt ausharrt. Ich kam dann immer mit ganz weichen Knien aus dem Tunnel heraus …

  42. 42

    Badischer Freidenker

    Liebe Meinesgleichen,

    wenn ich diese Zeilen lese, dann geht mir das Herz auf. Es kommen alte Erinnerungen hoch, wunderschöne Erinnerungen.

    Unser Elternhaus war nur wenige Meter entfernt von der „Wildnis“, den Feldern, kleinen Hügeln und Weinbergen. Wir waren damals mit Pfeil und Bogen unterwegs, um Fasane zu schießen. Wir haben nach der Schule unsere „Wildnis“ durchstreift, es hat aber (Gott sei Dank) nie mit den Fasanen geklappt. 😉

    Einmal haben wir ein Feuer entfacht und einen großen Rain angezündet, was den Feldhüter (die gab es damals noch) auf den Plan rief und wir, bzw. die, die nicht schnell genug fliehen konnten, das ganze mit Weidenruten löschen mussten. Der Anschiss vom Wildhüter war (zu Recht) riesig, auch der von den Eltern. 😉

    Wir haben in dieser Wildnis Fußball gespielt, uns mit anderen Gruppen aus dem Dorf gerauft, aber es war unser Territorium. Ich habe unzählige Stunden meiner Jugend so verbracht …

    Meine Großeltern hatten damals den ersten Schwarzweiß-Fernseher im Haus. Ab und an durften wir einen von den damals gängigen 3 Kanälen schauen. Ansonsten gab es ein bisschen Radio. Das war es dann schon. Gott sei Dank (!) durften wir diesen, wenn auch nicht so gewaltigen „Dünnschiss“ wie heute, nicht weitersehen oder hören.

    Ich habe diese, meine Heimat, nie verlassen und immer hier gelebt, auch wenn die Arbeitsstätte oft viele, viele km entfernt war. Ich habe damals schon erkannt: Hier bin ich aufgewachsen, hier will ich leben und hier werde ich sterben, denn das ist meine Heimat. Meine Vorfahren lassen sich bis auf die Zeit von Hecker, dem badischen Freiheitskämpfer, zurückverfolgen. Einer meiner Vorfahren hat bei der badischen Revolution mitgekämpft. Ich weiß nicht, ob er auf der richtigen Seite stand, weil ich heute weiß, dass Revolutionen gerne auch von gewissen Kreisen genutzt werden, um gewissen Brüche herbeizuführen, aber er war ein Vorfahre, ein Ahne.

    Wenn ich heute durch „mein“ Dorf gehe, dann sehe ich viele, viele fremde Menschen, die hier nicht aufgewachsen sind und die nichts mit meiner Heimat gemein haben. Und eines vorab: Ich habe nichts gegen diese Fremden und ich wünsche ihnen das Allerbeste » in Ihrer Heimat! Ich wünsche mir das Allerbeste für mein Dorf, für meine Heimat und für mich, meine Kinder und meine potentiellen Enkel. Ich möchte mit meinesgleichen zusammenleben und wünsche mir das auch für meine Nachkommen. Bin ich jetzt „Nazi“ 😉? … vermutlich ja! Nun, damit muss ich halt leben. 😉

    Wir gehen durch bewegte Zeiten und manches Mal möchte ich kotzen, weinen, zetern oder alles auf einmal. Es ist nicht zu ändern. Aber ich bin mir sicher, dass eine (Be)Reinigung stattfinden wird. Zu lange waren wir, die deutschen Stämme, Knecht und Sklave gewisser Mächte. Ich bin sicher, dass die Alemannen, Franken, Thüringer, Bayern, Friesen, Franken, etc. ihr Joch erkennen werden und es irgendwann abstoßen können. Die Befreiung kann nur eine göttliche (im Sinne des Schöpfers) sein, denn eine andere Möglichkeit, halte ich für ausgeschlossen. 😉

    Haltet durch und herzliche Grüße
    BDF

    Antworten
    1. 42.1

      Andrea

      Werter Badischer Freidenker!

      Du bist kein Nazi. Das Wort Nazi stammt vom Wort AskeNAZIm ab.

      glossar.neuemedienmacher.de/…

      oder siehe auch hier:

      rothschildkonspiration.blogspot.com/…

      Diejenigen, die als Nazi bezeichnet werden, waren Nationalsozialisten.

      Heil und Segen
      Gott beschütze uns
      Andrea

    2. 42.2

      Skadi1

      Werte Andrea!

      Zu diesem Thema (Ashkenazim, bzw. Khasaren) hier eine recht spannende Abhandlung, in der die Sache wieder ganz anders dargestellt ist:

      „Doch es hilft alles nichts. Wie es aussieht und im Nachfolgenden auch stichhaltig bewiesen wird, sind tatsächlich die J*den die J*den, und die Khasarentheorie gehört wie so manch andere abenteuerliche Geschichte bezüglich j*discher Vergangenheit in das Reich der Mythen und Legenden. …“

      Der Mythos von Khasaria – Teil 1 [morgenwacht.wordpress.com]

      Der Mythos von Khasaria – Teil 2 [nordlichtblog.wordpress.com]

      Viele Grüße!

    3. 42.3

      Thorson

      Danke, werte Skadi1 (#42.2),

      die beiden Netzverweise haben auch ein Fragezeichen bei mir gelöst. Mir kam das immer suspekt vor, mit der Khasarentheorie. Mir erklärt sich dadurch jetzt einiges besser. Diesen sich selbst „Auserwählten“ kann man überhaupt nicht trauen, das bestätigt sich immer und immer wieder.

      Hiel und Segen
      auf all unseren Wegen
      Thorson

    4. 42.4

      Balu

      Werte Andrea,

      es könnte auch von „Nazareth-Ilit“ abstammen.

      HuS

    5. N8Waechter

      Werter Balu, werte Andrea,

      es spielt überhaupt keine Rolle. Wie der Kurze zu sagen pflegt: „Das ist der Kampfbegriff der Gegenseite“ und jeder von uns weiß, was heute damit gemeint ist. Belassen wir es dabei.

      Heil und Segen!
      N8w.

  43. 43

    Joe

    Zum Thema von Hugin #17:

    Wer von Euch wusste, das ausreichend Magnesium im Körper der Garant für eine schmerzfreihe Geburt ist? (und somit ohne Trauma)

    „Leichte Geburt“ – Alex Green bei Jo Conrad – Bewusst.Tv vom 22.09.2018 [YT]

    Die Deutschen werden also nicht aussterben, wenn sie eigenverantwortlich ihren Körper wie einen Tempel pflegen. Ernährt euch wie die Ahnen, meidet Gift, „beißt in den Sand“ (esst Heilerde), informiert euch.

    Heil und Segen

    Antworten
    1. 43.1

      Annegret Briesemeister

      Lieber Joe,

      ich weiß deine gut gemeinten Hinweise zu schätzen und ohne Frage ist es wichtig, sich zu informieren und seinen Körper, aber ebenso seine Seele gut zu behandeln. Aber zur Information gehört auch das Nachforschen über das Gehörte, Angebotene und Dargelegte. So muss ich dir leider widersprechen und somit wohl auch Alex Green.

      In einem gesunden Körper sind Mineralien und Enzyme, Hormone, etc. ausgewogen vorhanden und müssen nicht von außen zugeführt werden. Gerade die Zufuhr von Magnesium kann die Peristaltik der Gebärmutter derart anregen, daß jederzeit die Gefahr einer Frühgeburt besteht. Diese Reaktion entsteht durch die entspannende Wirkung des Magnesiums. Das sollte man auch wissen.

      Heil und Segen
      Annegret

    2. 43.2

      Bernhard

      Liebe Annegret, lieber Joe,

      ich beschäftige mich inzwischen seit 4 Jahren mit Themen rund um alternative (= ursprüngliche?) Gesundheit und bin vor gut 2 Jahren auch auf Alex Green gestoßen, bei dem sich, je intensiver ich mich mit seinen Inhalten auseinandergesetzt habe, mehr und mehr Puzzelteile ergänzt haben.

      Ich habe Anfang dieses Jahres auch seine 6-wöchige Parasitenkur durchgeführt, mit formidablen Ergebnissen. Warum habe ich das gemacht? Weil Parasiten, sofern der geneigte Leser diese für möglich halten möchte, dem Körper nicht nur die Mineralstoffe und Spurenelemente entziehen, sondern auch von extern zugeführt den Körper nicht, bzw. nur in zu geringen Mengen aufnehmen lassen.

      Heil und Segen
      Bernhard

    3. 43.3

      Joe

      Danke Bernhard.

      Man ist was man isst. Im Moment viel Kokosöl und Avocado, plus 60k iE D3. Dös schad nix:

      Gehirnverbesserungen:

      Alzheimer- und Demenz-Patienten: Fast sofortige Gehirnverbesserungen nach dem essen von 4 Esslöffel Kokosöl [pravda-tv.com]

      Avocado [zentrum-der-gesundheit.de]

      Macht Euch fit für den heißen Herbst.

      H&S
      Joe

  44. 44

    leitwolf75

    Werter Magnus, werter N8wächter,

    da kommen sehr viele Kindheitserinnerungen in mir hoch.

    Staudämme haben wir im Winter in Bächen gebaut, so das die nassen Klamotten gleich mit eingefroren sind bei den Minustemperaturen. Mit unseren BMX-Fahrrädern sind wir umhergefahren und spielten mit Autos von Matchbox, Siku uvm. Wir machten Klingelstreiche an fremden Haustüren, es war eine wunderbare Zeit.

    Wenn heute von den Heranwachsenden, z.B. 18-jährige(r), ein Frühstücksei kochen möchten, müssen sie erstmal im Weltnetz gorgeln, um zu lesen, wie sowas überhaupt funktioniert.

    Unsereins und zu der Zeit viele Gleichaltrige, konnten bereits mit etwa 10 Jahren einen Rührkuchen backen und dieses ohne Kochbuch, ganz ohne fremde Hilfe.

    Der Dank geht an Magnus, und an den N8wächter!

    P.S.: Ein sehr schöner Artikel!

    80 x Matchbox 1984 [vongestern.com]

    Heil und Segen!
    Leitwolf

    Antworten
    1. 45.1

      N8Waechter

      Danke, werter LKr, ich halte mir auch so schon den Bauch vor Lachen!

      „Nach einer Nachtwanderung in Hagen im deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen haben mehrere Schüler ärztliche Hilfe gebraucht. Die Kinder wollen nach Angaben der Feuerwehr eine nackte Frau im Wald gesehen haben. Daraufhin seien einige in Panik geraten und hätten hyperventiliert.“ 😂

      Heil und Segen!
      N8w.

    2. 45.2

      kph

      Dazu fällt mir nur ein:

      Ich lebe in einem Land voller Irrer und werde regiert von Irren. Die Umerziehung hat leider doch einige Früchte getragen. Da weiß man nicht, ob man lachen oder weinen soll.

      kph

    3. 45.3

      Sailor

      Der lesenswerte Kommentar von „Iro-nimus“ bringt es auf den Punkt, danke werter LKr. 🙂

      Zitat:


      „Als wir Kinder waren, streiften wir durch unseren riesigen, finsteren Garten oder mussten in den Keller, damals ohne Licht, um den Eltern etwas zu holen. Wir haben das Gruseln kultiviert und herbeigeführt es genossen, es war lustig, wenn wir uns gegenseitig erschreckt haben und gleich drauf erkannt haben, wer es war.

      Horrorfilme oder Horrorspiele kannten wir nicht, (wir hatten ja nicht mal einen Fernseher, geschweige denn Computer und Smartphones). Heute sind die Kinder abgestumpft durch Porno und Horror, alles frei zugänglich, 1000 zerfetzte Tote in einem Computerspiel lassen sie nicht mal erschauern, aber wehe, echte Dunkelheit senkt sich über das Land: Da hyperventilieren die supercoolen Kids und brauchen die Mama zum beruhigen.“

    4. 45.4

      Bodhi

      Wird die Kasner gewesen sein, wer wäre da nicht erschrocken. 😉

    5. 45.5

      Thorson

      Werter LKr2 (#45),

      vielleicht war diese nackte Frau die BKM … und die haben deshalb hyperventiliert. 😂

      Heil und Segen
      auf all unseren Wegen
      Thorson

    6. 45.6

      Claus

      Vielleicht haben die sich zuvor den Film „The Woman“ von Jack Ketchum (YT-Vorschau) reingezogen?

  45. 46

    Norddeutsches Urgestein

    Ja, was war das für eine schreckliche Kindheit. Die vielfältige Natur mit den Wiesen voller unterschiedlicher Blumen, Schmetterlinge, Grashüpfer usw. konnte schon ganz schön nerven. Man vermisste damals schon die wundervolle Mais-Monokultur und die von Glyphosat abgetöteten Felder. (Satire aus)

    Welches Kind kennt heute noch das Gefühl, durch Berge voller Herbstlaub zu laufen, Eicheln und Tannenzapfen zu sammeln, um damit kleine Wichtel zu bauen. Mit Freunden treffen und den ganzen Tag auf dem Bolzplatz oder im Winter auf der Rodelbahn zu toben.

    Viele Eltern lehren ihren Kindern heute nicht mehr, was Anstand, Hilfsbereitschaft, Mitleid und Rechtschaffenheit bedeutet. Wenige Kinder/Jugendliche haben heute noch einen Bezug zu Natur und Umwelt sowie zu unseren Tieren.

    Wenn der Großteil der Kinder in einer Gesellschaft mehr mit Smartphones, Computerspielen, Fernsehen und ähnlichem Dr*** beschäftigt wird, frage ich mich wirklich, ob das nicht alles Dinge sind, welche der Nährboden für eine verkommenes und rücksichtsloses Verhalten sind, wenn diese Kinder erwachsen sind.

    Es ist zum Verzweifeln …

    Antworten
    1. 46.1

      Gandalf

      @Norddeutsches Urgestein, danke, sie bringen es auf den Punkt!

      Im Vergleich zu heute hatten die Meisten von uns „materiell“ betrachtet wohl eine sehr arme Kindheit, aber trotzdem waren wir reicher als die Kinder heute.

      Wir haben viel Zeit in der Natur verbracht und mussten „leider aus damaliger Sicht“ viel den Eltern bei der Arbeit helfen, was uns aber im Nachhinein betrachtet nicht geschadet hat. Man hat dabei auch unendlich viel gelernt von Alten, wofür ich heute noch dankbar bin. Altes Wissen wird leider in der Gegenwart nur gering geschätzt, lieber vertraut man dem Smartphone und dem TV-Gerät.

      Unsere Freizeit haben wir größtenteils auf dem Bolzplatz verbracht, ja selbst im tiefsten Winter haben wir diesen von Schnee befreit, um Fußball spielen zu können.

      Man hat sich noch über Kleinigkeiten gefreut und ich denke, dies waren die Jahre, wo wir den deutschen „Geist“ in Form von Fleiß, einer gewissen Bodenständigkeit und Bescheidenheit sowie einem Verständnis, was normal ist und wie man sich positiv in die Gesellschaft einbringt, angeeignet haben.

      Dieser Bezug zur Basis, zu altem Wissen, Sitten, Bräuchen und Verhaltensweisen sind die Dinge, welche immer mehr verloren gehen und bei der jetzigen Jugend meist komplett fehlen. Insgesamt haben wir sicherlich keine positive Entwicklung in unserer Gesellschaft, denn es geht nur noch um Geld, materielle Dinge, wie ein großes Auto, Urlaub, Reisen und triviales Vergnügen.

      Kritische Geister, welche Dinge hinterfragen, sich Gedanken machen und versuchen, sich positiv in unsere Welt einzubringen, anstatt nur zu zerstören, werden leider immer seltener.

      Ich denke, ein Mensch der keinen Garten mit allerlei Mitbewohnern hat, hat auch keinen Bezug zur Basis mehr und kann auch nicht verstehen, welch wunderbares Geschenk unsere Welt ist und hat daher auch kein Problem damit, dass diese in Dummheit zerstört wird.

    2. 46.2

      Balu

      Mein Vater war da noch richtig streng. Zu meiner Jugend damals kam der Nintendo Gameboy heraus. Eine Woche später ging er mit mir in den Keller, gab mir einen Hammer in die Hand und sagte: „Den schlägst du jetzt eigenhändig platt. Ich bin es satt, dass du ständig daran sitzt und durch das Spielen damit so aggressiv wirst, wenn du mal verlierst.“

      Ja, so war das.

  46. 47

    Roland Breier

    “Zensur – EU will gemeinsam mit US-Konzernen „Internetinhalte filtern“”:

    neopresse.com/…

    “Nicht nur Präsident Erdogan kann Pressezensur: Die EU plant gemeinsam mit US-IT-Konzernen in „freiwilliger Absprache“ Internetinhalte zu zensieren. Egal ob Terror-Propaganda oder politische Meinungsäußerung – der Zensorenwillkür ist dank Gesetzesfreiheit keine Grenzen gesetzt…”

    Dabei hat die EU bereits Ende 2015 Maßnahmen zum Filtern von Internet-Inhalten zusammen mit einigen IT-Großkonzernen aktiviert und inkraft gesetzt.
    Stichwort Geoblocking:

    golem.de/…

    Facebook soll noch stärker gegen die Desinformation und EU-kritischen Seiten vorgehen und löschen:

    heise.de/…

    Bertelsmann zensiert Facebook-Postings im Namen der Bundesregierung:

    neopresse.com/…

    Facebook zensiert US-kritische Websites:

    neopresse.com/…

    Clean IT: Die EU-Kommission will das Internet überwachen und filtern, ganz ohne Gesetze:

    netzpolitik.org/…

    Internetanbieter müssen illegale Inhalte sperren:

    welt.de/…

    Die Telekom will Kontrolle über Inhalte im Internet:

    golem.de/…

    Telekom baut Sperre ein: Freiheit des Internets geht zu Ende. Telekom plant Gleichschaltung von Internet-Informationsmedien:

    golem.de/…

    Antworten
  47. 48

    Lena

    Michaeli-Zeit beginnt morgen, Erzengel Michael bekämpft den Drachen:

    Michaeli, Mysterium Erzengel Michael 1 [YT]

    Heil und Segen uns allen!
    Lena

    Antworten
  48. 49

    Franz Maier

    Noch ein großer Unterschied zu heute, man hat sich ohne irgendwelche technischen Hilfsmittel mit den Kumpels für den Nachmittag oder das Wochenende verabredet. Das gibt es heute gar nicht mehr, meiner Meinung nach.

    Oder Schulweg, selbst als kleiner Grundschul-Steppke war es völlig normal, ohne Elternbegleitung in die Schule zu laufen oder mit dem Rad zu fahren. Da kriegt die Helikoptermutti ganz schnell Puls, wenn heute so was Gefährliches von den Kindern geplant werden würde.

    Oder Thema autodidaktische Bildung, wie ich es mal nennen möchte: Damals musste man als Kind noch selbst in die Bibliothek laufen, um sich ein Buch auszuleihen, in dem man was über den Bau eines Baumhauses o.ä. lernen konnte. Heute ein Klick aufs Smarttelefon und das Balg hat hunderte Möglichkeiten, vom Analsexangebot über Penisverlängerung bis hin zu Privatkrediten für den kleinen Geldbeutel. Wahnsinn, was das mit den heutigen Kindern machen muss.

    Das neue Ei-Phone hat ja eine, ich glaube, bis zu 5-fach höhere Strahlung als die Vorgängermodelle, da glüht das Hirn, bzw. die Reste davon, wenn man das ans Ohr hält. Was das dann mit im Wachstum befindlichen Kindern macht, das will ich mir gar nicht vorstellen.

    Oder frühere Schulbildung, die Älteren werden noch wissen, wie man Goethe-Gedichte auswendig aufsagt, das kannst du heute kein Kind mehr fragen, da totalst degeneriert.

    Die krassen Bildungsexperimente, die derzeit ablaufen, finde ich auch ziemlich daneben. Viele Bundesländer mit Rot-Grün-Schwarzem Regierungspersonal haben Rechtschreibung nach Gehör eingeführt, weil den lieben Kleinen nicht mehr zugemutet werden darf, dass sie Diktate oder Aufsätze schreiben müssen. Das ist so ein krasses Nivellieren oder Absenken der Bildungsstandards, völlig unbegreiflich sowas. Nur damit der grenzdebile Einwanderer auch eine 1 in Deutsch hat, oder was? Vom Sexunterricht für Kleinkinder ganz zu schweigen. Abartiger gehts nicht mehr.

    Thema Leistungsbeurteilung: War ganz normal in der Schule früher, wer sich nicht auf die Klausur vorbereitet und nicht aufpasst im Unterricht, der kriegt eine schlechte Note und fällt bei schlechtem Notendurchschnitt halt durch, ganz normaler Standard. Und heute wird so nach oben hochkorrigiert, damit der letzte Depp noch das Examen schafft, aus lauter falscher Scham, bzw. aus lauter Gleichmacherei-Zwang, wie ich es mal nennen möchte.

    Vom Thema Kriminalität will ich jetzt erst gar nicht groß anfangen, weil man damit ganze Bücherregale füllen könnte, daher nur so viel: Es war früher deutlichst sicherer in unserem schönen Lande.

    Antworten
    1. 49.1

      Balu

      Bei uns ging man morgens klingeln bei den Kameraden. Dann zogen wir als Karawane von Kumpel zu Kumpel. Morgens um halb neun wurde schon auf der Wiese gebolzt.

  49. 50

    Amelie

    Es scheint tatsächlich noch Jugendliche zu geben, die ihr Hirn zum Denken verwenden:

    Tochter von AfD-Politikerin sorgt für Eklat bei Poetry Slam [jungefreiheit.de]

    Die Rede ist akustisch (für mich) schlecht verständlich. Aber der Text erklärt es ja.

    Antworten
  50. 51

    Joe

    Danke, liebe Annegret,

    wunderbar das Du dieses Thema ansprichst. Das zeigt mir, dass selbst wir aufgeklärte Menschen manchmal in der programmierten Angst verharren.

    Zum Thema Magnesium: Die Menge macht das Gift, gilt auch hier, denke ich. Da jedoch nachweislich kein Magnesium gedüngt wird, besteht definitiv Mangel bei uns. Viele Statistiken belegen das. (gesundheitsrebell.de/…)

    Frau sollte zeitig beginnen, nicht erst in den Wehen.

    Magnesium: Magnesium – alles zum wichtigsten Vitamin D Cofaktor [YT]

    Joe+Frau haben viele gesunde Kinder und 1Tl MgCl ist bitter, aber schadet nix. Dr. Hartmut Fischer (DMSO Experte) hat eine darmverträglichere Variante gezeigt. Magnesium-Lactat, aus RMS und Magnesiumcarbonat. Das mischen sich meine Kinder täglich selbst unter Aufsicht.

    Nie zum Doc – nur zu den U!

    Probieren geht über studieren, das meinte ich mit eigenverantwortlich auch.

    Antworten
    1. 51.1

      Annegret Briesemeister

      Lieber Joe,

      danke für deine ausführliche Antwort. Ich stimme dir zu, die Menge macht das Gift. Ansonsten kann ich nicht unbedingt zustimmen. Ich versuche auf einer anderen Ebene zu erspüren, wo und an was ein Mangel für mich oder damals auch bei meinen Kindern besteht.

      So stelle ich auch den allgemein propagierten Jodmangel infrage. Studien belegen oft das Interesse des Auftraggebers, auch manchmal unter den „Aufgeklärten“ und Aufklärern. Ich versuche zuallererst immer die Frage zu stellen, in welchem Zusammenhang Meldungen über zum Beispiel Mangelerscheinungen oder andere diverse gesundheitliche Auffälligkeiten stehen. Also cui bono? Da erscheint ganz oft umfassend Antwort.

      Das ist für mich die Form der Eigenverantwortlichkeit, denn oft deckten sich Meldungen des Systems und der Aufklärer nahezu nur zeitlich versetzt. Das irritiert mich zugegebenermaßen doch sehr.

      In den vergangenen dreißig Jahren bin ich mit natürlicher Herangehensweise und „Medizin“ sehr gut gefahren. Dazu gehört Kräuterheilkunde, Homöopathie, Anwendung der Biochemie, etc., auch mal außergewöhnliche Methoden anderer Art, aber immer mit dem nötigen Hintergrund.

      Was übrigens Magnesiummangel betrifft, bezog sich meine Aussage auf eigene Erfahrungen in meiner letzten Schwangerschaft vor achtzehn Jahren.

      Heil und Segen
      Annegret

    2. 51.2

      Joe

      Danke für die Denkanstöße. Es ist mir wichtig und ernst zu erkennen, wie wir programmiert sind. Mangelerscheinungen sind auch von unprogrammierten Tieren bekannt, speziell von „Haustieren“. Ein Mangel kann Jahre existieren ohne offensichtlich zu sein. Sobald aber ein Aspekt dazukommt, z.B. Stress, kann der Körper den Mangel nicht mehr ausgleichen und es zeigen sich Symptome. Krankheit genannt.

      Zur Befürchtung der Überdosierung hatte der Biochemiker Dr. Noack klar gesagt, was zuviel ist, wird ausgeschieden solange die toxische Menge unterschritten wird.

      Z.B. hier: Vitamine und Hochwertige Lebensmittel [YT], aber der Mann ist auch wegen seiner Herangehensweise hoch interessant.

      Nach der Logik, dass jeder Körper immer das Beste aus dem macht, was er angeboten bekommt, kann einem Mangel vorgebeugt werden. Die Existenz von Mangelernährung besteht überprüfbar. Wer hat Angst gesund zu bleiben/werden? Wir alle leben in diesem Konstrukt und sind programmiert.

      Intuition wird seit tausenden Jahren bekämpft, scheinbar erfolgreich. Kann sich niemand darauf verlassen!? Daher muss möglichst beides benutzt werden, Kopf und Bauch oder der Rat eines Dritten.

      Rudolf Steiner zur Impfung: anthrowiki.at/Impfstoff

      Und ich finde diese Prognose ist eingetreten. Dass dem entgegengewirkt werden kann, mit Hilfe der spirituellen Erziehung, sehe ich auch so. Wobei Steiner nicht immer meine Zustimmung bekommt, aber hier hat er wohl recht gehabt.

      Zum Jod: Lugolsche Lösung 250 ml – 7 Euro. Da wird keiner reich. Ich nehme 14 Tropfen täglich in meinen Matetee (schmeckt besser) und nix mehr mit „Drüse“ schlecht. Labortechnisch nachgewiesen. Schon die Programmierung, das Jod sei nur für die Schilddrüse, ist falsch. Also informiert euch bitte nicht in der Apothekerzeitung oder im Fernsehen.

      Nun was hat das mit Politik oder dem Wandel zu tun?

      Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts. Ohne einen klar denkenden Verstand und eine gesunde Intuition wären wir nicht hier und läsen (verbformen.de/konjugation/lesen…) Joes Pamphlet. Ich bitte um Verzeihung und hoffe, es nützt wem.

    3. 51.3

      Annegret Briesemeister

      Zu 51.2: Lieber Joe,

      vor allem besteht die Angst vor der Mangelernährung. In der Anwendung der biochemischen Salze (ursprünglich nach Schüßler) kann man übrigens nicht überdosieren, das macht es sicher in der Anwendung und somit auch für „Laien“ leichter anwendbar.

      Der Körper gleicht auch mehr aus, als wir uns vorstellen können. Viel zu schnell greifen wir zu Mitteln. Es gibt zum Beispiel die uralte Feststellung, daß immer in unserer Nähe das Kraut wächst, das wir gerade benötigen. Irgendjemand, irgendetwas scheint also sozusagen vorher zu wissen, was gut für uns ist. Ich versuche schon viele Jahre davon zu profitieren und muss sagen, es funktioniert tatsächlich.

      Wer hat Angst gesund zu werden/bleiben? Wir alle sind programmiert. Ich bin gesund und ich glaube inzwischen auch nicht mehr an die uns vermittelte Programmierung.

      Jod ist nicht nur für die Schilddrüse, klar. Apothekenzeitschrift ist ein ganz schlechter Ratgeber. Labornachweise mag ich nicht. Es geht oft wohl auch nicht ums Reichwerden.

      Du sprichst von Programmierung und glaubst das dies so ist, weil wer es gesagt hat? Damit folgst du quasi einer neuen Programmierung. Da liegt für mich das Problem. Ich bin seit ca. meinem 25. Lebensjahr mit der Kräuterheilkunde vertraut. Das ist jetzt dreißig Jahre, dazu später Biochemie, Homöopathie für Notfälle, Bachblüten, Brottrunk …

      Inzwischen nutze ich nur noch „Nichts“, denn eine andere Ebene ist offenbar erreicht. Da ich davon überzeugt bin, daß es einfacher geht als uns auch von so manchem Aufklärer vermittelt wird, bleibe ich im Vertrauen, denn das ist das wirksamste Heilmittel.

      Alles Liebe
      Annegret

    4. 51.4

      Joe

      Liebe Annegret,

      alles Gut. Du hast meine uneingeschränkte Wertschätzung. Ich nutze die Homöopathie gern selbst, z.B. Verreibungen der Lampinonblume als D2 für die Nerven, doch was ist das überhaupt?

      Es ist Frequenztechnologie auf subatomarer Ebene nach meinem Verständnis. Warum funktioniert Homöopathie nicht bei Handynutzung, W-Lan oder in der Nähe von Sendemasten? Wir sind durchseucht und Pflanzen sind auch nicht mehr das, was sie waren. Strontium, Aluminium, Barium, etc. aus Chemtrails oder Glyphosat, bzw. Gentechnik sind verantwortlich. Aber das Perverseste ist, wie ich finde, der Geschmacksverstärker auf Fötenbasis von Nestlé. Auch das ist Homöopathie, leider.

      So, also was hilft? Ich nutze ein ausreichendes Angebot an wirklich natürlichen Stoffen.

    5. 51.5

      Bernhard

      Werte Annegret, werter Joe,

      es ist einfach großartig Eurer beiden Ausführungen zu folgen. Für mein Verständnis gehe ich nämlich mit all Euren dargebotenen Ansichten in Resonanz. Wir sind schließlich alle individuell und ich bin überzeugt davon, dass ich mich mit fortschreitender Zeit immer mehr auf die Möglichkeiten meiner „Herz- und Geisteskraft“ verlassen kann.

      Heil und Segen
      Bernhard

  51. 52

    Balu

    Danke sehr für die tollen und belebenden Kommentare hier, besonders weil hier auch viele Alte viel Hörenswertes und Brauchbares erzählen.

    Achtung Späßchen: Eine Polonaise im Altersheim kann auch manifestierend konstruktiv sein, selbst wenn es abgeht (Form ist wichtig), anstatt nur beißend liquid. 🙂

    Heil und Segen und alles Gute allen

    Antworten
  52. 53

    Corymaus

    Schau, das geht schon los, wenn die Kinder noch klein sind. Ich habe meine Kleine, die mit Riesen Schritten groß wird, alleine aufgezogen, habe noch eine Hündin und habe echt zu tun gehabt.

    Ich will schließlich alles richtig machen, im Sinne von echt und wahrhaftig und nicht nur so nebenbei. Ich habe auf meine Familie aufgepasst und für sie gesorgt, 7 Tage die Woche, 24 Stunden am Tag, weil bei mir war keiner da, und wenn ich dann mit meiner 5jährigen auf den Spielplatz bin, habe ich das super gefunden. Sie hat ihre Gaudi, ich habe sie im Blick und kann endlich meinen mitgebrachten Kaffee trinken und eine Zigarette rauchen.

    Was machen diese Idioten von Überväter und Übermütter: sie sind mitten am Spielplatz, bei der Rutsche, bei der eh sicheren Leiter und passen auf ihren Sprössling auf. Da waren dann oft mehr Erwachsene als Kinder, so dass ich dann schon Mühe hatte, meine Kleine zu finden. Das Schlimme daran war ja, dass auf diese Weise die Kinder gar nicht die Möglichkeit hatten, miteinander bekannt zu werden und was ich noch echt arg gefunden habe, dass diese Super-Eltern genau auf ihr Kind aufgepasst hatten – und zwar genau nur auf ihres.

    Da konnte problemlos ein Kind 2 cm von ihnen entfernt runterfallen, war das denen wurscht. Stimmt, es gibt diese Helikoptereltern. Mir sind die immer so falsch rübergekommen, als wollten sie allen anderen beweisen, wie super sie sind. Was zu Hause eventuell für psychischer Druck auf die Kinder ausgeübt wurde, das sieht man ja nicht. Mir waren die auf jeden Fall immer suspekt.

    Den Kindern heutzutage Selbstständigkeit beizubringen, in dem Sinn, eigene Erfahrungen machen zu dürfen, ist echt leichter gesagt als getan. Ich soll sie da laufen lassen, wo diese mir nicht besonders vertrauensvollen neuen Leute sind, im Bus fahren lassen, wo ich nicht weiß, ob der Sitzplatz von einem mit Krätze zuvor belegt war.

    Nö, Leute, allein draußen, das geht sich so nicht mehr aus. Kurze Wege zu Fuß, das packe ich noch, aber alles andere ist fertig. Diese Welt ist gefährlicher geworden und dem muss ich Rechnung tragen.

    H&S

    Antworten
  53. 54

    Morlock

    Träume waren noch etwas wert!

    Man hat gespart und geträumt, sich gefreut und bekam mit „Glück“ etwas von der Oma dazu. Opa hatte ja nichts, weil Oma das Wirtschaftsgeld kontrollierte, oder Opa kam leider eben aus dem Krieg gar nicht mehr heim. Wo sind eigentlich heute die Heimkinder? ADHS für alle! Dank Retalin, alles in der Spur.

    Heute kriegt jeder Enkel erstmal den Führerschein und das „Jugendauto“ gleich mit dazu. Auf dem Weg zur Karriere. Alles hat seine Zeit.

    Sparbüchse vor 1945: Bilddatei

    Schwer rassistisch nach heutigen Maßstäben. Wie verblödet muss man sein, sich vor Angst in die Hose zu machen, weil andere anders denken könnten als es einem lieb ist?

    Was soll dieser „Nachwuchs“ machen? Heute gibt es Negativzins fürs Sparen, plus abzüglich der sogenannten Inflation bleibt nur minus übrig. Anderseits ist ja das Gegenteil war und dann passt das auch wieder. (überlegt doch mal, was das heißt: plus abzüglich)

    Ich überlege gerade, wie das mit den Schulden die ich „angeblich“ bei der Bank habe, aussieht? Die haben also Guthaben bei mir, dann verlange ich doch mal kräftig Zinsen auf das Guthaben. Ok, lassen wir das, die kapieren es sowieso nicht.

    Lieben Gruß

    Negativzins [de.wikipedia.org]

    Antworten
    1. 54.1

      Balu

      Bei ADHS muss man vorsichtig sein. Viele Kinder sind heute extrem hyperaktiv, aufgrund von Elektrosmog und Frequenzbelastung. Aber das ist längst kein Grund für pharmazeutischen Dreck. Heideblütentee tuts da schon.

    2. 54.2

      freierMensch

      Der Grund, warum viele Eltern aus nicht so gutem Haus auch nicht wollen, dass ihre Kinder gesund sind, ist dass sie bei ADHS ein Pflegegeld bekommen, also eine Belohnung für die Ignoranz und das Verwahrlosen ihrer Kinder. War mir auch bis vor kurzem nicht bekannt.

  54. 55

    Jungfrau

    Wenn ich an meine Kindheit zurückdenke, wir hatten nicht einmal ein Fernsehgerät. Erst viel später kaufte der Nachbar einen und wir wurden, wie andere Hausgenossen samstags gern zum gemeinsamen Schauen eingeladen. Da war dann immer viel los!

    Erst Jahre später kam dann eine nette Dame ins Haus und fuhr mit uns viele Kilometer in ein Werk, welches diese Geräte produzierte. Es hieß Nordmende. Wochen später wurde das Gerät geliefert. Ich glaube, es gab damals noch keine Läden, man fuhr ins Werk. Das ist heute unvorstellbar, auf ein Fernsehgerät Wochen zu warten, als hätte man sich einen Neuwagen bestellt.

    Meine Eltern nahmen damals einen Kredit auf, da dieser winzigkleine Kasten ca. 3.000 D-Mark kostete. (Der Verdienst lag aber unter 1.000 DM) Es gab anfangs nur 2 Programme, dass Erste und das Zweite und um Mitternacht piepte nur noch ein schriller Ton. Das Programm des Abends war beendet, pünktlich um 0 Uhr.

    Und beim Bäcker gab es Brötchen für 2 Pfennige. Mein Stiefvater war Alleinverdiener, meine Mutter kümmerte sich um uns, ihre 3 Kinder. In den Urlaub sind wir nie gefahren. Das Geld war einfach nicht für diese Art Luxus vorhanden.

    Wir hatten einen Lloyd-PKW in Trabant-Grau für 5 Personen. Anschnallpflicht herrschte nicht, geschweige gab es Kindersitze oder Babyschalen. Und wenn die Oma noch mitfuhr, kam der Kleinste vorne auf den Schoß der Mutter.

    In der Schule kam es vor, dass der Lehrer im Geschichtsunterricht schon mal die Hose runter ließ und zeigte uns ganz selbstverständlich seinen Oberschenkel, der durch Granatsplitter im Krieg verletzt wurde. Er ermahnte uns immer wieder vor Krieg und dass wir gescheiter sein sollten. Das wäre heute undenkbar.

    Im Matheunterricht mussten wir schon vor Beginn der Stunde hinter unseren Stühlen stehen. Von der Eingangstür bis zur Tafel folgten dann Aufgaben des Lehrers im „einmal eins“ und wer die Aufgabe am schnellsten löste, durfte sich setzen. So war jeder bestrebt zu lernen, um nicht bei den letzten Stehenden zu sein. Alle beherrschten es, später ging es nur noch um Schnelligkeit.

    Ein Telefon wurde erst Mitte der 70-iger Jahre angeschafft. In dringenden Fällen rief man dann eben jemanden aus der Nachbarschaft an, der schon eines besaß. Das war herrlich unkompliziert!

    Im Nachhinein war es eine schöne Zeit. Die Großmutter lehrte uns, einen Garten anzulegen. Damals war Selbstversorgung kein Thema, sondern eher normal. Sie kannte sich gut mit Kräutern aus und wusste zu jedem Zipperlein ein Kraut. Sie war nie in einem Krankenhaus und wurde recht alt.

    Auch ich bin heute noch eine fleißige Kräutersammlerin, habe bisher nie Pillen oder ein Krankenhaus gebraucht (nur bei der Geburt meiner Kinder) und bin trotz meines Alters gesund und munter.

    Antworten
  55. 56

    Joe

    Wir hatten es gut. Jede Menge Zeit und schlaue Bücher. Ich habe mit 11 angefangen Fernseher zu reparieren. Ersatzteile gab es auf dem Schrottplatz. Mein Zimmer war ein Lager und meine Mutter verzweifelt. Es war schön und alle haben was gelernt. Im Demontieren war ich Meister. Mit Schlitzschraubenzieher. Ohne Akkuschraubär …

    Ersatzteile wurden in entleerten Pralinenschachteln aufbewahrt und wie ein Schatz gehütet. Nix weg werf. Nix Messi. Etwas nachhaltiger, als momentan. Dank geplanter Obsoleszenz gab es immer was zu tun.

    Ich bin froh hier zu lesen. Danke, liebe Mitschreiber, und danke, lieber Nachtwächter.

    Antworten
  56. 57

    Morlock

    Da fiel mir gerade „Klein Erna“ ein, wo ich das mit Tante Erna las. Wir haben damals diese Büchlein gehabt, wie im echten Leben. Kostprobe, Pragmatismus, Hygiene:


    Das Leben in den Gängevierteln war vom praktischen Denken geprägt:

    Mamma: „Klein Erna, komm ra-auf, Füße waschen, Mamma braucht die Kumme gleich zu Sala-at!“

    Klein Bubi is zur Erholung bei Tante Frieda in Schwaazenbek. Wie er mal auf Toilette muss, geht er denn zu Tante Frieda und fragt: „Wo kann ich denn hier wohl mal?“ Tante Frieda zeigt ihm denn auch das Haus mit’n Herz inne Tür. […] Wie Klein Bubi denn auf’n Loch für Kinners sitzt, da kommen immer lauter Brummers und setzen sich überall hin, wo Klein Bubi gaa nich mag! Und wie er denn fertig is, da geht er zu Tante Frieda un sagt: „[…] so viele Brummers, und die setzen sich immer überall hin, wo ich gaa nich mag!“ Tante Frieda: „Muscha auch nich jetz hingehn, sondern mittags zwischen 12 und 2, dann sind die Brummers alle in Küche!“

    Erschienen 1938

    Antworten
    1. 57.1

      Lena

      Danke, ich habe herzhaft gelacht! 😂

      Klein Erna liebe ich nämlich sehr … bei Glatteis war dann mal Schluß mit die Pietät. 😂

  57. 58

    Fenriswolf von Asgard

    Hallo Gemeinde!

    Gratulation an unseren N8waechter! Jetzt hat er es schon in die Pravda geschafft:

    Dass ich das alles überlebt habe … [pravda-tv.com]

    Heil und Thors Segen

    Antworten
  58. 59

    Clara

    Hallo Nachtwächter,

    ich kann n8waechter.info und n8waechter.info/2018/09/von-xantens-kolumne-gesslers-hut nicht aufrufen. Es wird nur eine leere Seite angezeigt, auch in einem anderen Browser.

    Was kann ich tun?

    HuS
    Clara

    Antworten
    1. 59.1

      N8Waechter

      Das Problem sollte jetzt gelöst sein. Danke für die Meldung und die Geduld.

      Heil und Segen!
      N8w.

  59. 60

    Ulrich Schinger

    Uns war es als Kinder auch oft langweilig. Dann haben wir „Hausdurchsuchung“ gespielt.

    Unsere Eltern hatten im Keller keine richtige Ordnung und es war immer interessant, was wir fanden. Alte Schulhefte meiner Mutter (aber das wußte sie, und hat sie uns später mal gezeigt). Oder sonstigen Kram, wie riesige Holzkisten mit lauter Stempelbuchstaben, große, kleine und Schienen um die draufzusetzen. Einmal fanden wir CO2-Patronen für Mini-Bierfässer, aber zum Glück haben wir die liegengelassen, wenngleich wir versucht waren, diese irgendwo im Wald mit einem Stein zu öffnen … ja, das war dann aber schon Anfang der 80er Jahre.

    Und das TV-Programm. Harmlos ohne Ende: Nachmittags haben wir geguckt, aber es kam halt einfach nichts mehr nach Biene Maja usw. Im Sommer das Ferienprogramm mit Anke Engelke! Dann sind wir wieder auf die Fahrräder gestiegen und haben „Vollbremsungen“ auf der Wendeplatte gemacht, mit anderen Kindern, bis die Reifen „durchgebremst“ waren …

    Alle hatten damals eine Freibad-Dauerkarte für unser kleines Freibad, daß die Gemeinde in den 70ern mal gebaut hatte. Und da trafen sich alle, Auto an Auto parkte die Straße zu: „Der Fahrer des Wagens XX-XX-1234 möge bitte zu seinem Fahrzeug kommen“, „die kleine Anja sucht ihre Mutti, sie möge bitte zum Bademeister kommen.“

    Und heute: Das Freibad konnte von der Gemeinde nicht gehalten werden – zu teuer. Dann hat sich in letzter Sekunde ein Verein gegründet von begeisterten (Morgens)Schwimmern. Mit viel Spendengeldern und viel Glück hat man dann einen Umbau gemacht und nur noch ein großes Becken erhalten, das andere Becken zugeschüttet, Sprungtürme abgebaut.

    Und in den Sommerferien: Kaum Jugendliche und Kinder, nicht mehr so wie früher. Die hocken jetzt vor ihren PCs oder spielen am Smartphone rum …

    Antworten
  60. 61

    Annegret Briesemeister

    Lieber Bernhard, lieber Joe,

    so ist jeder bemüht, seinen Körper und seine Seele gesund zu erhalten oder den Heilungsprozess einzuleiten.

    Um Parasiten entgegenzuwirken ist das Extrakt der Grapefruit ein wunderbares Mittel. Um den schädlichen Parasiten der Seele wirksam zu begegnen, ist es wichtig, sein Denken und Fühlen, mit was und mit wem wir uns umgeben, zu beachten. Schlicht Seelenhygiene, die ebenso, wenn nicht wichtiger als die alleinige Beachtung des Körpers ist. Denn auch hier hat Gültigkeit, der Geist vor der Materie.

    Bei der Behandlung der Demenz ist Kurkuma ein wahrer Schatz und für mich als Veganerin ist Kokosöl natürlich wunderbar. Aber inzwischen habe ich dazu eine andere Betrachtung. Sowohl Grapefruit und Kurkuma, als auch Kokosöl sind importierte Mittel. Es muss für uns, die wir hier in Deutschland inkarniert sind, auch Mittel aus unserer Heimat geben.

    „Gegen jedes Wehwehchen ist auch ein Kräutlein gewachsen.“

    Warum sollte Allvater wollen, dass wir hier gesund unsere Frau, unseren Mann stehen, und dazu Mittel aus aller Welt heranholen? Das ist unlogisch und nicht ein-fach, wie doch das Prinzip Allvaters ist.

    So habe ich als Mittel bei Demenz das einfache und schmackhafte Kraut Petersilie entdeckt. Es muss nicht kompliziert sein, daß ist wohl eins der größten „Geheimnisse“, das keines sein müsste.

    Heil und Segen
    Annegret

    Antworten

Kommentar verfassen