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268 Kommentare

  1. 1

    N8Waechter

    Hinweise zum Kommentarbereich

    Kurzfassung: Seid höflich und respektvoll zueinander und achtet auf Rechtschreibung und Zeichensetzung! Und bringt bitte Eure Wortmeldungen zügig auf den Punkt, fasst Euch möglichst kurz! Das erhöht eindeutig die Qualität des Austausches im Forum.

    Danke!

    P.S.: Durchgehende Großschreibung ist in diesem Forum ebenso unerwünscht, wie durchgehende Kleinschreibung. Wenn jemand etwas betonen möchte, bediene er sich bitte der folgenden Möglichkeiten:

    Antworten
    1. 1.1

      Ilona

      7. Was bedeutet katholisch?

      Die altkatholische Kirche beruft sich in ihrem Verständnis von „katholisch“ auf Vinzenz von Lerin, einen Mönchspriester, der 450 gestorben ist: „Das sollen alle festhalten: Was überall, was immer und von allen geglaubt worden ist; denn das ist wahrhaft und eigentlich katholisch“. Ein sehr ökumenisches Verständnis von „katholisch“. (alt-katholiken.org)

      Die Dinge katholisch zu betrachten bedeutet, dass sich, da Gott ja alles erschaffen hat, nichts außerhalb seines Einflussbereiches befindet, und das bezieht jeden einzelnen Ihrer Gedanken, Ihrer Worte und Taten mit ein – rund um die Uhr, sieben Tage die Woche.

      Katholisch zu sein heißt, dass man wirklich ein christliches Leben führt und katholische Anschauungen teilt. Für die Katholiken sind alle Menschen von Grund auf gut, doch dann gibt es da auch noch die Sünde: Sie ist eine spirituelle Krankheit, die die Menschheit einst befiel und dabei so tief verletzte, dass sie, wenn sie sich ungehemmt weiterverbreiten kann, die Seele des Menschen töten kann. Die göttliche Gnade ist das einzige Heilmittel gegen die Sünde, und die beste Quelle für die göttliche Gnade sind die Sakramente. Dabei handelt es sich um jeweils verschiedene Riten, von denen die Katholiken glauben, dass sie von Jesus ins Leben gerufen und der Kirche von ihm anvertraut wurden.

      Was ist nun aus katholischer Sicht das Entscheidende?

      Noch wichtiger, als sich einer bestimmten religiösen Überzeugung anzuschließen, ist es beim katholischen Glauben, sich jeden Tag neu dazu zu verpflichten, den Willen Gottes bereitwillig anzunehmen – egal, was es auch sei und wohin es auch führe.

      Der katholische Glaube bedeutet seitens des Gläubigen die Zusammenarbeit mit Gott. Gott bietet seine göttliche Gnade an, und der Katholik hat sie anzunehmen und an ihr mitzuwirken.

      Der freie Wille ist heilig. Gott zwingt niemanden gegen seinen freien Willen. Doch wenn Sie Böses tun, dann verletzt das nicht nur Sie selbst, sondern auch andere, denn ein Katholik ist niemals alleine. Katholiken sind stets Teil einer spirituellen Familie, die man die Kirche nennt.

      Die Kirche ist mehr als nur ein Ort, zu dem man am Wochenende zum Gottesdienst geht, die Kirche ist eine Mutter, die spirituelle Nahrung spendet, die Glaubenslehren vermittelt, die heilt, tröstet und, wenn nötig, auch zurechtweist.

  2. 2

    kph

    An dieser Stelle möchte ich einmal einen Kommentar vom werten N8Waechter einstellen. Dieser ist mir zu wertvoll, als dass er in einem älteren Beitrag untergeht. Hier ist dieser als Einleitung der Reihe „Geld und Glauben“ am besten geeignet:


    „Wenn es gewollt wäre, hätte man das System über das Finanzsystem schon kippen können.“

    Sehr, sehr wichtig, denn genau so ist es! Deshalb ist auch vollkommen klar: Der Massen-Muselterror und Systemabriss über das längst überfällige Finanzsystem „fällt aus, wegen is‘ nich‘!„.

    Hier läuft ein weit, weit übergeordneter Plan ab, denn das Kippen des Finanzsystems alleine würde einem schlichten Neustart, auf Besatzerdeutsch: „Reset“, gleichkommen und dies wiederum würde rein gar nichts verändern, sondern einfach nur die Uhr auf Null zurückdrehen und er ganze Mist würde wieder von vorne beginnen. Hatten wir schon, mehr als ein Mal, diesmal ist Schluss damit.

    Erst wenn alle (!) (nochmal: !) Bereiche des Illusionstheaters bereit und an Ort und Stelle sind, wird der Stecker gezogen. Dazu gehören unter anderem das Finanzsystem, die weltliche Rückabwicklung und auch der Schockmoment für alle „Schlafschafe“ dort draußen. Ohne geht es nicht!

    Seid einfach glücklich darüber, dass Ihr hier ein Stück weit auf das kommende Geschehen vorbereitet seid, auch wenn wir (N8w. eingeschlossen!) nicht alle Aspekte des Geschehens hier wirklich ergründen können. Für die überwiegende Masse wird es jedoch um ein Vielfaches schmerzhafter werden, als für Euch, denn Ihr habt mindestens einen Grundstock an Hintergrundwissen und Ihr seid (im besten Fall) wenigstens auf Engpässe vorbereitet.

    Und (so der Schöpfer allen Seins es zeitlich noch ermöglicht) Ihr werdet auch das Wissen darum mit in den Wechsel nehmen, warum das alles geschieht. Der dritte Teil von „Geld und Glauben“ sollte, sofern nichts wirklich weltbewegendes dazwischen kommt, morgen fertig sein. Ah, und bei der Gelegenheit, das muss jetzt sein:

    Magnus und ich werden Euch nicht die „Welt erklären“. Verstehen werdet Ihr die Beitragsreihe „Geld und Glauben“ erst dann wirklich, wenn Ihr selbst Euren Hirnschmalz in Wallung bringt und den vielen Hinweisen nachgeht. Wir machen das nicht aus purer Langeweile! Es gibt einen unverkennbaren roten Faden und diesen wahrlich zu erkennen, führt zu einem Verständnisausmaß, wie es vermutlich bisher kaum jemand öffentlich angestoßen hat.

    Wer die heutigen Verhältnisse wirklich verstehen will, der kommt nicht umhin die Vergangenheit verstanden zu haben. Geschichte wiederholt sich tatsächlich, wenn auch unterschiedlich in ihren Facetten …

    Eure Mitarbeit ist gefragt und wichtig! Einige wenige von Euch haben sich wirklich in die Hintergründe eingelesen und dafür sind wir, Magnus und ich, ausgesprochen dankbar, denn die Ergebnisse Eurer Nachforschungen haben das entsprechende Bild maßgeblich verschärft. Magnus und mir sind viele Dinge bereits klargeworden, doch sind wir im Grunde nur zwei Neugierige auf Forschungsreise, die viele Dinge verstanden haben, doch sind wir ohne Eure zusätzlichen Erkenntnisse unvollständig!

    Ihr seid hier gefordert! Besonders, da wir nach wie vor nicht auf alle gestellten Fragen eine Antwort haben. Es geht hier um das große Bild, und dabei handelt es sich um ein wahrlich kunstvolles und detailverliebtes Gemälde! Und doch sind einige Einzelaspekte bisher noch nicht so recht in den Vordergrund getreten, doch das ist in Ordnung, weil sich diese gewiss durch die folgenden Beiträge für alle wirklich Interessierten erschließen werden.

    Nun ist es durchaus nachvollziehbar, dass sich der überwiegende Teil der hier Lesenden entspannt zurücklehnt und „die anderen“ machen lässt. Zugleich ist es ein Stück weit traurig, dass wir es selbst bei der hiesigen Leserschaft mit einer derartigen Passivität zu tun haben. Dies ist für uns beide wirklich unerwartet.

    Zitat SvX: „Wie dem auch sei“: Es sind noch einige Fragen aus Teil 2 unbeantwortet. Freiwillige vor!?

    Heil und Segen!
    N8w.

    (Quelle)


    Bei den von mir erarbeiteten Antworten auf die Fragen, konnte ich feststellen, es gibt sehr leicht zu beantwortende Fragen. Diese sind mit den angefügten Netzverweisen zu lösen. Da gibt es aber auch schwere Nüsse zu knacken, bei denen schon einige Stunden und erweitertes suchen notwendig waren.

    Es gibt auch mehrere Möglichkeiten, die in der Antwort liegen können. Die Geschichte ist da nicht eindeutig, wenn man weiß, wie die heutige entstanden ist. Deshalb heißt es hier, den Faden im Gesamtbild zu finden. Ich wünsche allen das Fieber, welches mich auch gepackt hat.

    kph

    Antworten
    1. 2.1

      sherina

      Werter kph,

      du sprichst mir aus der Seele. 🙂

      Und da dieser Beitrag des von mir sehr geschätzten Nachwächter so wichtig war, habe ich ihn auch heute in meine Liste kopiert und gleich 2 Fragen, an denen ich schon längere „knabbere“, versucht zu beantworten.

      Geschichte Leistungskurs in meiner Schulzeit war schon heftig, aber dieses hier ist deutlich höherwertig! Ich habe gefühlt einige Nüsse geknackt und es macht Freude, sich immer wieder einzulesen und zu überlegen, wo hast du das schon mal gelesen und Zusammenhänge herzustellen. Zum einen ist es gut für die grauen Gehirnzellen und für die eigene Entwicklung.

      Daher kann ich es nur jedem Leser und Kommentator empfehlen, es wenigstens mal mit einer Frage zu versuchen. Wir geben doch keine Doktorarbeit ab. Aber es baut sich ein Verständnis auf, das vorher so nicht da war.

      Und den Faden zu finden, das ist doch ein ehrenwertes Ziel.

      Ich mache dann heute Abend weiter. Muss erst Sonne tanken und das Gehirn sich erholen lassen. 🙂

      Heil und Segen uns allen, und vor allem Magnus und dem Nachtwächter, die diese Mammutaufgabe ins Leben riefen.

    2. 2.2

      Claus

      Diese „Passivität“ könnte eventuell auch darin begründet sein, dass das Ganze wirklich schwere Kost ist, welche der ein- oder andere erst einmal verdauen muss.

      Mir war bisher z. B. nicht bekannt. welche Macht und welchen Einfluß die katholische Kirche im Mittelalter hatte. Da hier aber auch oft von Gott die Rede ist (natürlich muss das nicht zwangsläufig auf einer Zugehörigkeit einer entsprechenden Religionsgemeinschaft, hier RK, fußen), könnte dies alles auch manches Weltbild leicht zerrüttet haben.

      Was hier meines Erachtens noch keine Erwähnung fand, ist der ehemalige (übrigens zeitweise antisemitisch geprägte) Kirchenstaat. Ich kann es aber auch überlesen haben. Da dieser aber über einen Zeitraum von mehr als 1.100 Jahren (756 – 1870) Bestand hatte, kann das natürlich später noch Gegenstand dieser Reihe werden.

      Kirchenstaat
      Antisemitismus (bis 1945) – Italien

      Bin ich froh, dass ich diesem Verein schon vor dreißig Jahren den Rücken gekehrt habe.

    3. N8Waechter

      Werter Claus,

      ja, es ist schwere Kost und wir versuchen diese in teils sehr gestraffter Form zusammenzufassen. Deshalb auch die vielen Netzverweise (so sollte jeder Sucher dem „Kirchenstaat“ zwangsläufig über den Weg laufen 😉 ). Das ist in der Tat ein wichtiges Kapitel, wird allerdings erst später im Gesamtzusammenhang so richtig interessant.

      Heil und Segen!
      N8w.

    4. 2.3

      Kurzer

      Geschichte Leistungskurs, die Kernfrage:

      Worum geht es wirklich?

      „… Richard Edmonds hat etwas elementar Wichtiges ausgesprochen: Mit der historischen Wahrheit um Deutschland steht und fällt die Herrschaft der Lüge über alle Völker. Denn wenn die geschichtlichen Lügen über die „zwölf Jahre“ endgültig gebrochen werden, stürzt das Kartenhaus, auf welchem sich die weltweite Macht der kleinen wurzellosen internationalen Clique aufbaut, in sich zusammen. Deshalb die völlige Tabuisierung und Dämonisierung dieser Zeit, deshalb die geradezu hysterische Beschwörung der „Naziverbrechen“, deshalb die endlose tiefenpsychologische Schuldprogrammierung der Deutschen: Das große Geheimnis soll für alle Zeiten verborgen bleiben …“

      Es geht um Deutschland [die-heimkehr.info]

    5. N8Waechter

      Werter Kurzer,

      ja, „Es geht um Deutschland“. Doch stürzt das Kartenhaus mitnichten über die 12 Jahre zusammen, sondern diese waren (vergib mir bitte) „nur“ der bisher letzte Versuch der Rückbesinnung auf viel ältere Strukturen.

      Der Führer sprach mehrfach vom „1.000-jährigen Reich“, doch war dies keineswegs auf die Zukunft bezogen, sondern auf die Vergangenheit.

      Habe Geduld, Kamerad, und bleibe dran, es wird noch deutlich spannender! 😉

      Heil und Segen!
      N8w.

    6. Kurzer

      Werter N8Waechter,

      wenn man bedenkt, welches Ausmaß von Lügen und Verdrehungen allein über die gut letzten einhundert Jahre im Umlauf ist und daß dieses heute auch noch als sogenanntes Allgemeinwissen verbreitet wird, bekommt man eine Ahnung davon, daß wir praktisch gar nichts wirklich sicher über die Jahrhunderte davor wissen können. Allein das Ausmaß der Manipulation und Fälschungen über die zwölf Jahre läßt erahnen, wie unermeßlich das Fälschungspotential für die letzten zwei Jahrtausende und natürlich die gesamte Geschichte ist.

      Ich sage ja nicht, daß sich die Geschichte in den zwölf Jahren erschöpft, sondern, daß dort eine jahrtausendealte Auseinandersetzung ihren Höhepunkt erreichte. Aber die Lügen über die zwölf Jahre liegen wie ein Sperriegel vor der größeren Geschichte.

      Accon und Beverina
      Der Kurze

    7. 2.4

      Lena

      Es geht um Macht, es geht um Vertuschung und es geht immer wieder gegen Das, Unser Volk, nicht die Nation (!) und somit komme ich immer wieder auf diese wurzellose, internationale Clique und (((ihren))) feuchten Träumen.

      Das ist immer wieder der Rote Faden, unsere ganze Geschichte hindurch. Auch heute noch sind wir „Amalek“ und müssen vernichtet werden, weil sonst (((deren))) Träume nicht verwirklicht werden können, so lange es uns gibt.

      HuS
      Lena

    8. 2.5

      weißer rhythmischer Weltenüberbrücker

      @Lena #2.4:

      „Das ist immer wieder der Rote Faden, unsere ganze Geschichte hindurch. Auch heute noch sind wir „Amalek“ und müssen vernichtet werden, weil sonst (((deren))) Träume nicht verwirklicht werden können, so lange es uns gibt.“

      Nicht nur wir, sondern alle weltweit; dazu habe ich das gefunden:

      „Am Ende der Zwiegespräche sagt Adolf Hitler zu Eckart:

      „Es ist wohl so, wie du einmal geschrieben hast: man kann den J*den nur verstehen, wenn man weiß, wohin es ihn letzten Endes drängt. Über die Weltherrschaft hinaus, zur Vernichtung der Welt. Er glaubt, die ganze Menschheit unterkriegen zu müssen, um ihr, wie er sich einredet, das Paradies auf Erden verschaffen zu können. Nur er sei dazu imstande, macht er sich weis, und es wird ja auch bestimmt so kommen.

      Aber schon an den Mitteln, die er anwendet, sieht man, dass es ihn insgeheim zu etwas Anderem treibt. Während er sich vorspiegelt, die Menschheit hochzubringen, peinigt er sie in die Verzweiflung, in den Wahnsinn, in den Untergang hinein. Wenn ihm nicht Halt geboten wird, vernichtet er sie.

      Auf das ist er eingestellt, dazu drängt es ihn; obwohl er dunkel ahnt, dass er sich dadurch mitvernichtet. Er kann nicht aus, er muss es tun. Dieses Gefühl für die unbedingte Abhängigkeit seiner Existenz von der seines Opfers scheint mir die Hauptursache seines Hasses zu sein. Einen mit aller Gewalt vernichten zu müssen, gleichzeitig aber zu ahnen, dass das rettungslos zum eigenen Untergang führt, daran liegt’s. Wenn du willst: die Tragik des Luzifer.“

      Wenn der Erlöser zweimal kommt [germanenherz.wordpress.com]

  3. 3

    Tom

    113. Was ist Geld?

    Geld ist ein Tauschmittel, welches durch Erzeugung von Konsens, durch die Macht bestimmter Interessensgruppen, manipulativ deren Interessen dient. Durch Manipulation des Konsens ist Geld zur Ware geworden. Durch Manipulation des Konsens sind Gold und Diamanten wertvoll.

    Geld ist Glaube! Es gibt keine Deckung des Geldes mit Gold oder Leistung o.ä. Die einzige Deckung ist Konsens. Stell dir vor es ist Krieg und niemand geht hin. Stell dir vor es ist Crash und niemanden interessiert es. Dann können die an der Börse noch so plärren.

    Die Frage sollte eigentlich lauten: „Was sollte Geld sein?“

    LG

    Antworten
    1. 3.1

      Gabriele

      Was ist Geld? Schuldgeld – Geldschöpfung aus Luft. Prof.Hörmann hat dazu einige Videos veröffentlicht:

      Wie Geld entsteht – Fiat Money [YT]

    2. N8Waechter

      Werte Gabriele,

      Fiat-Geld ist etwas anderes. Im 16. Jahrhundert gab es keine Computer und Zahlenkolonnen.

      Was ist Geld?

      Heil und Segen!
      N8w.

    3. 3.2

      gstauderwaugerl

      Geld vereinfacht den Tauschhandel untereinander. Statt „Tausche Kuh gegen ein paar Kilo Getreide“, definiert man einen Wert der Waren und übergibt das symbolische Tauschmittel. Das Material des Tauschmittels legt den Wert fest, z.B. Gold oder Silber, die immer einen bestimmten Wert hatten. Im Grunde kann es aber auch etwas sein, daß immer (oder gerade zu dieser Zeit) benötigt wurde. So war auch Salz mal ein Tauschmittel.

      Im Alltag haben sich aber Edelmetalle besser bewährt und eingebürgert. Um nicht immer Mengen an Münzen mit herumzutragen, wurden Banknoten erfunden. Auf denen wurde lange der Zusatz gedruckt, daß dem Überbringer dieser Note diejenige Menge an Gold auszubezahlen sei. Das wurde im Lauf der Zeit weggelassen, und seit damals hat Geld nur mehr einen Wert, wenn die Menschen das Vertrauen dazu nicht verlieren. Sobald das Vertrauen weg ist, sprich: niemand will es mehr nehmen (= eintauschen) ist der Geldschein nur noch ein Blatt Papier.

      Dasselbe gilt auch für Münzen, der Silbergehalt wurde irgendwann weggelassen, übrig blieb nur billiges Blech und eben Vertrauen.

    4. N8Waechter

      Vertrauen beruht auf „…“?

    5. 3.3

      Texmex

      Was ist Geld? – „Bußzahlung“ (© Fromer)

      Aryeh Tzvi Frumer [en.wikipedia.org]

      Herleitung von hier:

      Fromer [en.wikipedia.org]

      So, und nun nochmals: An wen und warum soll gezahlt werden? Wer sind die Steuereintreiber in den Medinaten? Wer hat sie eingesetzt und beauftragt?

      Antworten siehe unter 13.

    6. 3.4

      gstauderwaugerl

      @N8Waechter

      „Vertrauen beruht auf „…“?“

      Glaube, Hoffnung. Nicht-Wissen, aber der guten Annahme auf das für mich bessere Ergebnis. 😉

    7. N8Waechter

      » „Glaube“

    8. 3.5

      Skadi

      Frage 113 – Was ist Geld?

      Geld ist das, was als Geld gilt … das kommt mir immer wieder in den Sinn. Wenn früher beim Spielen einer gemogelt hat, haben alle übrigen geschrieen: „Das gildet net!“ Gegen die Regeln gespielt also.

      Wer die Macht hat, legt die Re-geln/das Re-cht? fest, und wenn derjenige sagt, Gold ist Geld, oder Papier ist Geld, dann ist das die gelt-ende Re-gel/gült-iges Re-cht?

      Ins Blaue geraten … sehr spannend! 🙂

    9. 3.6

      Annegret Briesemeister

      Was ist Geld?

      Geldscheine und Banknoten sind Schuldscheine. So erwerben wir mit Schuldscheinen die von uns benötigten oder erwünschten Waren, bezahlen, tauschen mit den Schuldscheinen und somit gehört uns die so erworbene Ware nicht. Schuldscheine werden von den Banken ausgegeben, somit würden die Waren den Banken gehören. Aber, so meine ich, da kommt unsere Enteignung über die Geburtsurkunde ins Spiel. Denn auch den Banken gehört das Geld nicht.

      Geld = Gilt = Gold = Bewusstsein?

      Heil und Segen
      Annegret

    10. 3.7

      Der Sachse

      Vertrauen beruht auf innerem Wissen. Vertrauen, dass nur auf Glauben beruht, ist entweder blind oder trägt Zweifel in sich. Ein Mensch, der spürt und seinem inneren Wissen vertraut, kann nicht getäuscht werden. Ein Gläubiger schon.

      Was das Ganze etwas schwierig macht ist, dass auch unser Inneres durch die Ereignisse der Vergangenheit völlig verwirrt ist. Völlig blind seinen Gefühlen zu folgen, führt leider auch in die Irre.

    11. 3.8

      Annegret Briesemeister

      Zu 3.7: Werter Sachse,

      „Ein Gläubiger kann schon getäuscht werden?“

      Du meinst sicherlich ein Glaubender, also Nichtwissender, kann getäuscht werden. Ein Gläubiger ist eine Person, die eine Schuldforderung an eine andere Person stellt. Schuld/Schulden/Sünde – Ablasshandel. Wenn der Taler im Kasten klingt, die Seele in den Himmel springt, so glaubte man einst und womöglich noch heute?

      Alles sehr verworren und die teils ähnlichen Begrifflichkeiten machen es nicht leichter.

      Heil und Segen
      Annegret

    12. 3.9

      Der Sachse

      113. Was ist Geld?

      [hierhin ausgelagert – Leseempfehlung!]

    13. 3.10

      Der Sachse

      Werte Annegret,

      ja, ich gebe dir Recht. Die Begrifflichkeiten sind bei genauerem Hinschauen eher verwirrend.

      Ich meine mit Gläubigen jemanden, der an eine äußere (allgemeingültige) Wahrheit (egal welcher Form) glaubt, die ihm irgendwer vermittelt hat. Ich nenne das auch gerne Buchwissen. Wissen, das ohne innere Reflektion übernommen und meist noch bis aufs Messer verteidigt wird.

      Aus meiner Sicht haben wir alle ein tiefes inneres Wissen und jeder Mensch hat seine ganz eigene Wahrheit.

    14. 3.11

      Ekstroem

      Werte Gabriele,

      Prof. Hörmann ist ein Kumpel von C. Hörstel. Er war „Finanzexperte“ der DM. Hat dann auch mit Hörstel zusammen die DM verlassen.

      Die Schwingung seiner Videos und sein System – ein Rattenfänger, meiner Meinung nach.

  4. 4

    Erenion

    Lieber Leser, hast Du Appetit auf einen Weihnachtskeks?

    Gehen wir doch der Frage,

    63. Welche Bedeutung hatte der Kaiser-Titel wirklich?

    auf unwissenschaftliche Weise nach. Ich verwende hier die Methode „Mario Prass“.

    Kaiser ist abgeleitet von Caesar, so sagt man. Caesar-Casar-Chasar-Chasare-Khasare …

    Natürlich ist das völliger Blödsinn… 😉

    Antworten
  5. 5

    Carisma

    Großen Dank an den N8waechter und an kph.

    Das Fieber hat auch mich gepackt, ich bin bis zu Kaiser Justinian vorgedrungen … es sind so viele Puzzleteile. Auch Exopolitik spielt eine Rolle, jeder recherchiere nach seinem Gutdünken.

    Heil und Segen !

    Antworten
  6. 6

    Fenriswolf von Asgard

    Habe ich jetzt irgendetwas überlesen? Oder verpasst? Mir fehlen irgendwie die Merowinger und die nachfolgenden Karolinger! Denn laut Blutlinie und wenn man weiß, wer sich so alles auf diese Linie beruft!? … Lasse mich aber gerne belehren, falls ich was verpasst habe.

    Antworten
  7. 7

    Erenion

    Lieber Leser,

    mich lässt die Frage: „22. Was ist ein Kaiser?“ nicht los. Sie ist, für mich zumindest, noch nicht erschöpfend beantwortet. Daher lade ich Dich zu einem Blick über den Tellerrand unserer „Westlichen Welt“ ein.

    In China gab es auch einen Kaiser. Sicherlich kann man nur begrenzt Vergleiche ziehen. Dennoch finde ich, dass es sich um in etwa dasselbe handelt. Nur mit anderen Worten und aus einer etwas anderen Perspektive beschrieben.

    Zum Verständnis meines Gedankenganges betrachte bitte eine alte chinesische Münze:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Käsch [de.wikipedia.org]

    So sah das alte chinesische Weltbild aus und diente den Münzen des Kaiserlichen China als Vorlage.

    – Außerhalb des Kreises ist der Himmel
    – Der Kreis stellt die Erde dar
    – Innerhalb des Kreises ist das Meer
    – Innerhalb des Quadrates ist das Feste Land der Erde

    Der Kaiser ist der Herrscher über die Erde. Sein originaler chinesischer Titel kann mit „Erhabener Göttlicher“ übersetzt werden. (Hier haben wir eine Parallele zu den römischen Kaisern, welche auch Göttlichkeit beanspruchten).

    Chinesischer Adel [de.wikipedia.org]

    Er regiert mit dem Mandat des Himmels (wörtliche Bedeutung der chinesischen Schriftzeichen: Himmel + Auftrag).

    Mandat des Himmels [oai.de]

    Ein mir bekannter Sinologe erklärte es mir einst so:

    Genau wie der Kaiser mit seinen Beamten über die Erde herrscht, so regiert der Jade-Kaiser mit seinen Beamten den Himmel. Da die Erde Teil seines Herrschaftsbereiches ist, ernennt er einen Beamten, welcher in seinem Auftrag die Erde regiert. Nämlich den Kaiser. Dieser ist ausdrücklich ein Beamter der Hierarchie des Himmels und nicht (!) der Erde.

    Ich habe den Eindruck, dass man so auch die römisch-deutschen Kaiser beschreiben könnte. Die Spitze der Pyramide ist ein Teil der Basis der nächst höheren Pyramide.

    P.S.: Noch ein Gedanke: Wurde das „Seerecht“ in England unter Elisabeth I. eingeführt, um nicht mehr den Herrschern über den „Erdkreis“ (dem Kaiser und seinem päpstlichen Vasallen) Untertan sein zu müssen? Singen die Briten deshalb „Rule Britannia, […]“?

    Antworten
  8. 8

    Erenion

    104. Wer war Katharina von Aragón?

    Sie war die jüngere Tochter von Ferdinand II. von Aragón und Isabella I. von Kastilien. Ihre Schwester Johanna die Wahnsinnige war die Mutter von Karl V.

    105. In welchem verwandtschaftlichen Verhältnis standen Maria I. und Karl V.?

    Sie waren Base und Vetter (Cousin und Cousine).

    Antworten
  9. 9

    Thorson

    Herzlichen Dank, werter N8wächter und werter Magnus,

    hoffentlich habe ich am Wochenende etwas Zeit für den tieferen Einstieg. Im Moment geht die Familie vor.

    Heil und Segen
    auf all unseren Wegen

    Antworten
  10. 10

    Claus

    100. Was bedeutet „Erwählter Römischer Kaiser“?

    Seit der Annahme des Titels „Erwählter Römischer Kaiser“ durch Maximilian I. (1508) wurde dieser von allen nachfolgenden römisch-deutschen Königen beim Antritt der Alleinherrschaft und der offiziellen Krönung verwendet, etwa durch Karl V. 1520. Auf eine Krönung durch den Papst wurde fortan verzichtet, mit Ausnahme Karls V., der sich 1530 nachträglich durch den Papst in Bologna krönen ließ.

    Römisch-deutscher Kaiser – Neuzeit [de.wikipedia.org]

    Ich verstehe das so, dass man sich damit dem Einfluss des Papstes entledigt hat. Der Kaiser wurde also fortan von den Königen gewählt und nicht mehr vom Papst gekrönt.

    Antworten
    1. 10.1

      N8Waechter

      Nah dran, werter Claus. Da ist noch mehr …

    2. 10.2

      weißer rhythmischer Weltenüberbrücker

      100. Was bedeutet „Erwählter Römischer Kaiser?“

      [aufgrund des Umfangs hierhin ausgelagert]

  11. 11

    777quersumme3

    Werte Gemeinde,

    „22. Was ist ein Kaiser?“

    Im mittelalterlichen und neuzeitlichen deutschen Recht die Bezeichnung für den Träger der höchsten weltlichen Würde des westlichen Abendlandes (seit 800 – Karl der Große – bis 1806, Frankreich 1804, Österreich 1804 – 1918, Deutsches Reich 1871- 1918)

    aus Köbler: Juristisches Wörterbuch

    Antworten
  12. 12

    777quersumme3

    „103. Was ist eine Nation?“

    … ist kulturell die durch die Einheit von Sprache und Kultur und politisch die durch die Gleichheit der politischen Entwicklung zusammengeschlossene Gesamtheit von Menschen.

    (aus dem Juristischen Wörterbuch von Köbler)

    Antworten
    1. 12.1

      miharo

      @777quersumme3,

      das heißt, eine Nation verfügt nicht notwendigerweise über Landmasse.

    2. N8Waechter

      „Nation“:

      » lat. natio, „Volk, Sippschaft, Menschenschlag, Gattung, Klasse, Schar“

  13. 13

    Texmex

    Die Fragen 94 und 98 sollten gemeinsam um eine weitere Frage ergänzt werden:

    „Was bedeutet 1492 wirklich?“

    In der sogenannten J*dischen Geschichte bedeute 1492 „Auszug der J*den aus Spanien pardes, prades, Spanien, bedeutet alles dasselbe (Garten, Paradies)). Die J*den sind von den sogenannten Herren der Welt (Chaldäer) als Steuereintreiber über die Medinate (verstecken sich hinter Staatsstrukturen, Ländern) eingesetzt. 1492 begann die wiederholte Kolonisation „Amerikas“. (Das erfolgte vorher bereits einmal). Diesmal unter dem Minusvorzeichen.

    Camoufliert wird das Ganze durch das sogenannte Christentum, das allen zu Erobernden übergestülpt wurde und wird. Dabei wird oft übersehen, dass dieses J*dentum für Nichtj*den ist (siehe Altes Testament).

    Antworten
    1. 13.1

      Der Vertrag von Trianon 1920

      „Eine Hypothese, die unter anderem von Simon Wiesenthal und Salvador de Madariaga aufgeworfen wurde, besagt, dass Kolumbus j*discher Herkunft gewesen sei. Dies habe er aber bewusst geheim gehalten, da er sonst bei dem katholischen Königspaar Isabella und Ferdinand, das die J*den aus Spanien vertreiben wollte, nie Unterstützung für seine Expeditionen gefunden hätte. Die von ihnen im Alhambra-Dekret vom 31. März 1492 gesetzte Frist, innerhalb derer alle nicht konvertierten J*den ihr Land verlassen haben mussten, war der 31. Juli. Dies fällt zeitlich eng zusammen mit dem Tag, an dem Kolumbus zu seiner ersten Entdeckungsreise am 3. August aufbrach …“

      Quellverweis: Christoph Kolumbus [de.wikipedia.org]

      MfG
      Der Vertrag von Trianon, 1920

      P.S.: Werter N8wächter, herzlichen Dank für Deine Menschlichkeit und für Deine immense Aufopferung, Tag für Tag für die Ur-Bevölkerung Europas!

    2. 13.2

      Annegret Briesemeister

      Zu 13, 1

      Man spricht vom christlich – j*däischen Weltbild?

      Die römisch katholische Kirche diente über alle Jahrhunderte im Verborgenen dem Gott der J*den?

      H & S
      Annegret

    3. 13.3

      Texmex

      Annegret 13.2

      „Die römisch katholische Kirche diente über alle Jahrhunderte im Verborgenen dem Gott der J*den?“

      Bis heute! Bergolio ist was? 😉 Woytila war was? Ratzinger war was?

      Ein Schelm …

    4. 13.4

      Annegret Briesemeister

      Zu 13.3: Werter Texmex,

      in diesem Fall war ich wohl selbst der Schelm, gänzlich unbeabsichtigt. Und ohne deinen Kommentar wäre es auch nicht aufgefallen. Nur mein erster Satz war als Frage gemeint, der zweite als Schlussfolgerung daraus. Ich habe versehentlich ein Fragezeichen gesetzt. Ich danke dir.

      Heil und Segen
      Annegret

  14. 14

    777quersumme3

    „26. Was ist ein Lehen?“

    Im mittelalterlichen und frühneuzeitlichen deutschen Recht ein Gut (z.B. Bayern), das ein (adliger) Mensch (Lehnsherr, z.B. König) gegen (höhere) Dienste und Treue einem anderen Menschen (Lehnsherrn, z.B. Herzog) – ursprünglich nur auf Zeit/ Lebenszeit- überläßt. Für Lehen gilt das Lehensrecht.*

    Von Lehen streng zu trennen ist die Grundherrschaft mit ihrem Rechtsverhältnis zwischen adligem Grundherrn und meist unfreiem, zu einfachen Diensten und Aufgaben verpflichtetem Bauern.

    * Lehnsrecht: ist im älteren deutschen Recht objektiv die Gesamtheit der das Lehen betreffenden Rechtssätze, sowie subjektiv das Recht zu einem Lehen.

    (aus dem Juristischen Wörterbuch (Köbler))

    Antworten
  15. 15

    Claus

    In diesem Zusammenhang vielleicht noch interessant:

    Was ist der Unterschied zwischen König und Kaiser?

    Könige sind und waren die höchsten monarchischen Würdenträger in der Rangfolge eines souveränen Staates. Während Könige einzelne Reiche, bzw. Ländereien regierten, waren Kaiser die Herrscher des gesamten Heiligen Römischen Reiches. Der Nachfolger eines Königs war im Normalfall der älteste Sohn, während der Nachfolger des Kaisers meist der einflussreichste König wurde.

    Auszugsweise aus praxistipps.focus.de:

    Was ist der Unterschied zwischen König und Kaiser? [praxistipps.focus.de]

    Meins:

    Der Kaiser war sozusagen der König der Könige und war auf die Gunst der katholischen Kirche (Papst) angewiesen. Der Nachfolger des Königs war in der Regel der älteste Sohn, während zum Kaiser in der Regel der innerhalb des Reichs „einflussreichste“ König wurde (wahrscheinlich auch der unterwürfigste).

    Mein Fazit:

    Das Heilige Römische Reich war im Prinzip ein riesiger Kirchenstaat. Aber vielleicht übertreibe ich jetzt ein bisschen. 😉

    Antworten
    1. 15.1

      Magnus

      Werter Claus,

      genau falsch herum. Das Reich hat die Kirche zugelassen.

      HuS

    2. 15.2

      Claus

      Werter Magnus,

      das eine schließt das andere ja nicht aus. Wir werden ja auch von Pappnasen regiert, weil wir das so (mittels Wahlen) zulassen. Mit „wir“ meine ich natürlich das deutsche Volk als Ganzes und nicht die hier anwesenden. 😉

    3. 15.3

      Magnus

      Werter Claus,

      bezüglich Reich und Kirche müssen wir erkennen, wer das ursprünglichen Recht vertritt und das ist nicht die Kirche. Aber wie Du geschrieben hast, wir lassen es halt mit uns machen …

      Die Einigung ist das Wichtigste!

      HuS

    4. 15.4

      Ortrun

      War die Einführung von Konkordaten (Verträgen zwischen deutschem Kaiserreich und der Rom-Kirche) ein Versuch, die Macht der Kirche unter Kontrolle zu bringen, so dass nie mehr ein Kaiser einen Gang nach Canossa machen musste (Heinrich IV., der ja anscheinend zunächst ein Rebell war)?

      Waren diese Konkordate (ab 1122 unter Heinrich V. – eines gab es sogar unter Hitler und noch immer hängen die am Steuersack) die einzige Chance, der Kirche die riesige Menge deutschen Landes abzunehmen und dies dem Kaiserreich zurückzugeben (dauerte Jahrhunderte), letztlich dem deutschen Volk? Es ist ja bestürzend, wenn man auf alten Karten sieht, was die Kirche in Deutschland als Landbesitz hatte. Die kämpften um ihre Macht wie Fürsten mit Soldaten – weiß das aus meiner Heimat: Äbte von Fulda gegen die Grafen von Schlitz.

      Im Gegenzug für das Land und die „weltliche Fürstenherrschaft“ der Bischöfe bekamen die geistlichen Herren Schutz, Oberherrschaft im geistlichen Bereich und jede Menge Geld aus dem Staatsschatz – damals schon Steuergelder?

      Vielleicht haben die Kirchenfürsten letztendlich aus Rache – natürlich auch zum Zwecke der Gegenreformation – die Jesuitenarmee errichtet, denn die Idee ihrer Weltherrschaft haben sie nie begraben. Diese Romkirche ist nach meiner Überzeugung im Kern nie christlich gewesen (für die nur Tünche), sondern hat in Wahrheit einem anderen Gott gedient. Die christlichen Figuren wurden ihrem wahren System nur übergestülpt, das jedoch an vielen Stellen immer wieder kräftig durchscheint. So konnte man einfache Gläubige gut täuschen über die Jahrhunderte und obendrein durch Dogmen fesseln. Wie blöd für dieses Machtgeschwader, dass die Leute ab dem 16. Jhd. die Bibel selber lesen und schlimmstenfalls ihre Lügen entlarven konnten.

      Aus diesem Grunde hat man wohl auch die Übersetzer der englischen King James Bibel (der authentischsten – Original von 1611) umgebracht. Dieser Inhalt sollte unter keinen Umständen unter das Volk. Dies soll übrigens auch ein Motiv für den spanisch-englischen Krieg gewesen sein (Armada 1588). Es ging immer um die Oberherrschaft dieses Kirchenmoloches im christlichen Gewand – darunter jedoch „alien“! Jetzt sieht sich der verkleidete „Alien“ in der Endphase seiner Machtübernahme (NWO), geht aber tatsächlich seiner Auslöschung entgegen. Im neuen Zeitalter hat er keine Bleibe auf unserer Erde!

  16. 16

    DerkleinePrinz

    107. Welche Auswirkungen hatte dies auf die Grundbesitzverhältnisse in England?

    Die Verweigerung der Eheauflösung durch den Papst war auch der Hauptgrund, weshalb Heinrich VIII. ab 1527 die Loslösung der englischen Kirche von Rom betrieb. Und da eine Ehescheidung weder vom Papst noch von der englischen Geistlichkeit zu erreichen war, bediente sich Heinrich VIII. der Hilfe des Unterhauses, in dem überwiegend der ihm geneigte Land besitzende mittlere englische Adel saß:

    Aufgrund eines von ihm herbeigeführten Parlamentsbeschlusses verlangte Heinrich VIII. 1532 von der Geistlichkeit des Landes, ihn als Oberhaupt der englischen Kirche, als „supreme head“, anzuerkennen. Um die Kirche ganz von Rom zu trennen, hob das Parlament weiter die Unabhängigkeit der kirchlichen Gerichte auf und verbot außerdem jegliche Zahlungen an Rom. Damit war die völlige Trennung von Rom vollzogen.

    Die „Kirche von England“, die bald als anglikanische Kirche bezeichnet wurde, war jetzt eine National-, bzw. Staatskirche, deren Oberhaupt naturgemäß der Monarch war. In den darauffolgenden Jahren wurden in England die Klöster aufgelöst. Ihr Besitztum wurde von der Regierung eingezogen. Wie in anderen Ländern während der Reformationszeit, war die Auflösung der Klöster auch in England ein Akt der Herrschenden, um ihren Besitz zu vergrößern.

    Heinrich VIII. verkaufte die enteigneten Kirchenländereien an das gehobene Bürgertum und den ihm ergebenen Adel. Teilweise schenkte er Adligen auch diesen Grund und Boden als Belohnung für deren Wohlverhalten im Parlament bei der Loslösung von Rom. Damit schuf er sich unter dem englischen Adel und dem Bürgertum viele neue Parteigänger.

    Keine Eigenleistung – nur kopiert. Der N8wächter schafft mich …

    Antworten
  17. 17

    777quersumme3

    „12. Welche Funktion erfüllt religiöser Glaube?“

    Zunächst einmal zur Wortbedeutung aus dem Lateinischen:

    religio = Rücksicht, Bedenken

    > Religion = Rückanbindung an das Göttliche

    Funktion:

    Religiöser Glaube hat seit ihrer (künstlich bewirkten) Entstehung die Funktion, die Menschen durch Dogmen unter Kontrolle zu halten.

    Der Ursprung aller Religionen ist fragmentär in seltenen alten Schriften in dem Verständnis des Jahreskreises unter Einfluss der Sternenkonstellationen und der Sprache zu finden. Hinweise gibt es unter anderem in sumerischen, altägyptischen und vedischen Aufzeichnungen.

    Antworten
    1. 17.1

      Magnus

      So, und darüber mal alle nachdenken.

      HuS

    2. 17.2

      pedrobergerac

      Religiöser Glaube dient zur Steuerung der Menschen. Alleine durch die Tabuisierung der Sexualität, dem Fortpflanzungs- oder Geschlechtstrieb, eine der größten Kräfte in diesem Universum, wurde der Mensch von seiner Kundalinikraft getrennt und ins Dunkel der Unwissenheit (aus dem Paradies) geworfen.

  18. 18

    Diskowolos

    Fragen 89 bis 93:

    Mit der Ausdehnung des Osmanischen Reiches und der Eroberung Konstantinopels mußte sich Europa nach Westen orientieren. Da war aber nur Wasser, sodass man mehr oder weniger zielgerichtet Amerika entdeckt hatte – Columbus.

    Columbus Amerika-Endeckung gilt als größtes globalistisches Ereignis in der Weltgeschichte. Die Seemächte Portugal, Spanien, Frankreich und England wurden zu Weltmächten. Gold wurde immer wichtiger. Die deutsche Nation nahm in ihrer Bedeutung ab, da keine Seemacht.

    Die Rückabwicklung bis 1806 ist europaweit auch nicht unbedingt zu empfehlen, weil bis dahin das Osmanische Reich bis tief hinein nach Kroation ragte.

    Antworten
    1. 18.1

      N8Waechter

      Werter Diskowolos,

      „Die deutsche Nation nahm in ihrer Bedeutung ab, da keine Seemacht.“

      Weit gefehlt. 😉

      Heil und Segen!
      N8w.

    2. 18.2

      Bjørn Lystaal

      Ist es denkbar, dass Luxembourg gestützt und Belgien ausdrücklich gegründet wurde, um das Reich vom Atlantik fernzuhalten?

    3. 18.3

      Der Sachse

      Ich werfe hier mal den Begriff der deutschen (!) Hanse in den Ring. Diese kontrollierte den gesamten Nord- und Ostseehandel mittels Schiffe. Sie war auch zusammen mit dem Deutschritterorden für die Kolonisierung der slawischen Gebiete verantwortlich.

  19. 19

    Sailor

    Danke, werter Magnus und werter Nachtwächter, für Eure Arbeit. Man lernt immer wieder dazu. 🙂

    104. Wer war Katharina von Aragón?

    Katharina war eine spanische Prinzessin, die jüngste Tochter von Königin Isabella I. von Kastilien und König Ferdinand II. von Aragon. Ihre 2. Ehe, die Ehe mit Heinrich VIII. sollte das Bündnis zwischen England und Spanien festigen.

    Katharina von Aragon [kaiserin.de]

    105. In welchem verwandtschaftlichen Verhältnis standen Maria I. und Karl V.?

    Maria I war die Cousine von Karl V. Ihre Mutter, Katharina von Aragon und seine Mutter, Königin Johanna, waren Schwestern. Karl und Maria waren Cousins ersten Grades.

    Katharina von Aragon [kaiserin.de]

    106. Welche Folgen hatte die Abspaltung der Kirche von England vom Papsttum?

    Die Entstehung und Festigung der anglikanischen Kirche. Da eine Ehescheidung weder vom Papst noch von der englischen Geistlichkeit zu erreichen war, bediente sich Heinrich VIII. der Hilfe des Unterhauses, in dem überwiegend der ihm geneigte Land besitzende mittlere englische Adel saß.

    Um die Kirche ganz von Rom zu trennen, hob das Parlament weiter die Unabhängigkeit der kirchlichen Gerichte auf und verbot außerdem jegliche Zahlungen an Rom. Damit war die völlige Trennung von Rom vollzogen. Die „Kirche von England“, die bald als anglikanische Kirche bezeichnet wurde, war jetzt eine National-, bzw. Staatskirche, deren Oberhaupt naturgemäß der Monarch war.

    Wiederaufrichtung der anglikanischen Kirche nach Marias Tod durch Elisabeth I.

    Heinrich VIII. und die Entstehung der anglikanischen Kirche im 16. Jh. [lernhelfer.de]

    Antworten
  20. 20

    Kruxdie

    Danke, N8w und Magnus, für diesen weiteren Artikel!

    „103. Was ist eine Nation?“

    Nation hat sich aus lat. natio, Geburt, Abstammung, Volksstamm, ergeben. Wurde sicherlich genutzt im Zuge der Durchsetzung des römischen Rechts. Im Deutschen haben wir das Wort Volk. Ich bevorzuge es, für mein Volk zu sein, also völkisch, und nicht „national“. Eine Nation gegen die andere, anstatt ein Volk unter den anderen Völkern der Erde zu sein. Der Begriff Nation wurde also zu schädlichen Zwecken eingeführt (von den üblichen Verdächtigen).

    Heil und Segen!
    Kruxdie

    Antworten
    1. 20.1

      Missie Mabel

      Hallo Kruxdie,

      ich bin auch hier und werde mich die nächsten Tage/Wochen mal in diese spannende Geschichte einarbeiten, wenn es dem N8wächter recht ist.

      Liebe Grüße
      Missie Mabel

    2. 20.2

      Kruxdie

      Werte Missie Mabel,

      das wird unserem N8w mit Sicherheit recht sein. Zu diesem Thema Nation (auch national) habe ich auch schon Texte gelesen, die Seite ist derzeit aber nicht (mehr?) verfügbar, wäre allerdings angesichts der Masse an Informationen dort schwierig zu finden.

      Dir auch liebe Grüße und morgen einen schön sonnigen Sonntag! Um wirklich Mittagssonne mitbekommen zu können, wäre die Seite zu empfehlen:

      Urheimische Zeit [pandalis.de]

      PLZ eingeben und schon weißt Du die Sonnenzeit an Deinem Ort.

      Kruxdie

  21. 21

    Andere Welt

    12. Welche Funktion erfüllt religiöser Glaube?

    1. Lenkbarkeit der Gläubigen, z.B. mittels Schuldwahn, Eroberungskriegen, Ausschalten von Wahrhaftigen geistig mittels Ablenkung durch Religion oder physisch damals mittels Inquisition

    2. Teile und Herrsche, indem die einzelnen Religionen einander bekämpfen oder bei Bedarf innerhalb einer Religion verschiedene Strömungen erzeugt werden können, um sich zu bekriegen (s. 30-jähriger Krieg oder die diversen mohammedanischen Strömungen) oder um die Indoktrinationsrichtung zu korrigieren. Dadurch Sicherung von Macht und Mitteln. Das reicht bis hin zur Möglichkeit, den Alltag, das Denken und Fühlen des Einzelnen bis in beliebig kleinste Details zu bestimmen.

    3. Verdeckte Satanisierung der Massen.

    4. Entmündigung der Religionsanhänger, indem dem einzelnen Menschen die Verantwortung abgenommen wird. Denn es wird ihm eine äußere Macht vorgegaukelt, die, wie Eltern es bei einem Kind tun, über ihn wacht und alles sieht, ihn straft, ihn in den Himmel lobt und vor allem ihm vergibt, wenn er sich denn schuldig bekennt oder tut, wie ihm geheißen wurde.

    Womit wir zu 5. kommen: Trennung des Menschen von seiner Verbundenheit mit der Schöpfung und dem ihm innewohnenden Götterfunken und somit Trennung von seinem Streben, die ihm innewohnenden göttlichen Tugenden zu erkennen und zu kultivieren. Vielmehr werden diese Tugenden in ihr Gegenteil verkehrt.

    Und wieder kristallisiert sich die Erkenntnis heraus: Das Gegenteil dessen, was wir glauben (geloben) sollen, ist wahr.

    Interessant: In der Ura Linda-Chronik, deren Entstehung weit in vorchristliche Zeit hinreichen soll, finden Götter (außer Wralda = Verwalter? dem Allvater der Menschen) keine Erwähnung. Hingegen ist das Zusammenleben den dort beschriebenen Regelungen unterworfen.

    Antworten
  22. 22

    Sailor

    Letzter Teil meines Ausflugs … 🙂

    107. Welche Auswirkungen hatte dies auf die Grundbesitzverhältnisse in England?

    Klöster wurden aufgelöst. Ihr Besitztum wurde von der Regierung eingezogen. Heinrich VIII. verkaufte die enteigneten Kirchenländereien an das gehobene Bürgertum und den ihm ergebenen Adel. Teilweise schenkte er Adligen auch diesen Grund und Boden, als Belohnung für deren Wohlverhalten im Parlament bei der Loslösung von Rom. Damit schuf er sich unter dem englischen Adel und dem Bürgertum viele neue Parteigänger.

    Heinrich VIII. und die Entstehung der anglikanischen Kirche im 16. Jh. [lernhelfer.de]

    109. Welche grundlegende Änderung erfuhr das englische Königtum mit Maria I.?

    Maria I., auch Bloody Mary genannt, bleibt ihrem katholischen Glauben treu, widersetzt sich der protestantischen Glaubensausrichtung ihrer Verwandten. Sie versuchte als Königin erfolglos die Spaltung der englischen Kirche von der römisch-katholischen wieder rückgängig zu machen. Rücksichtslose Härte gegenüber Protestanten – eine Rückkehr Englands zum Katholizismus brachte das Vorgehen nicht. Ihre harte Vorgehensweise gegen die Protestanten beschleunigte die Abkehr vom Katholizismus weiter.

    Die katholische Kirche und die Klöster hatten durch die Abspaltung der englischen Kirche all ihre Kirchengüter verloren. [sic.!] Maria wollte dies rückgängig machen, scheiterte aber daran, dass der niedere englische Adel die Besitzansprüche nicht mehr aufgeben wollte.

    Katharina von Aragon [kaiserin.de]

    Antworten
  23. 23

    Diskowolos

    Werter N8Waechter,

    während die anderen zu Weltmächten wurden, blieb Deutschland Landmacht. Wo und durch wen wurden denn die überseeischen Kolonien gegründet? Sicherlich nicht von Deutschland.

    Antworten
    1. 23.1

      N8Waechter

      Werter Diskowolos, es ist Zeit, die Filterbrille abzunehmen und zu erkennen, wie die seinerzeitige Situation war:

      Wem gehörte Spanien zu dieser Zeit? » Gehe der Frage 99 nach!(!!)

  24. 24

    Sonnenfels

    7. Was bedeutet katholisch?

    Die Eindeutschung dieses Wortes ist: „über alles, überall“.

    Die katholische Kirche ist also die Kirche, die es überall gibt und auch über allen anderen steht. Die letztere Bedeutung war ursprünglich nicht gemeint, kam aber im Verlauf der Geschichte mit dem Anspruch auf das „Alleinvertretungsrecht“ Gottes auf Erden durch die von römischen Päpsten geleiteten Kirche dazu. Offiziell wird das meist geleugnet.

    Das heißt., die katholische Kirche steht über allen anderen Religionsgemeinschaften, z.B. dem Islam oder dem Judentum. Diese ist sind ihr also hörig. Die evangelische Kirche z.B. war schon immer Teil der katholischen, usw.

    Sonnenfels

    Antworten
    1. 24.1

      Ilka

      Heißt es nicht im Deutschlandlied in der ersten Strophe etwas anders? ☺

      Es leitet sich ab von: Heiliges Römisches Reich [de.wikipedia.org]

  25. 25

    Fenriswolf von Asgard

    Hallo Gemeinde, hallo N8Waechter.

    Danke! Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht! Hab es total übersehen/-lesen. Aber auf dich ist halt Verlass! Auch wenn man sich noch so Dabbig anstellt!

    Gruß aus dem Regnerischen Schwabenland, heute ohne Chemie am Himmel.

    Antworten
  26. 26

    Hias

    Zu Frage 99:

    Aus zeitlichen Gründen konnte ich die Herrscher bis zurück ins 5. Jahrhundert nur „überfliegen“. Ich fand in der Kürze der Zeit jedoch nur Minusseelen unter denen. In der Spätantike liegt der Schlüssel allen Übels, welches uns seither widerfahren ist. Mit uns meine ich die Stämme unserer Vorfahren. Kelten, Germanen, etc. Dies zog sich über die Jahrhunderte durch, wie der berühmte rote Faden.

    Los ging es mit den Merowingern, welche Veränderungen brachten, die wir eigentlich gar nicht gebraucht hätten, da jeder Mensch über sich selbst bestimmen kann. Seit 9 n. Chr. „Varus, Varus, gib mir meine Legionen zurück“ hatten „wir“ relative Ruhe von den Dekadenten.

    Leider fehlt mir die Zeit, dies genauer zu durchleuchten.

    Und dann noch etwas aus der gefühlten Ebene: Ich empfehle jedem, sich einmal zu den Kraftorten der Kelten am Untersberg zu begeben.

    Antworten
    1. 26.1

      N8Waechter

      Was oder wer waren die Kelten? 😉

    2. 26.2

      sherina

      Die Kelten prägen Europa und Eurasien bis heute [eurasischesmagazin.de]

      Die Kelten haben niemals ein Reich besessen, aber ihre Kultur ist bis zum heutigen Tag in ganz Mitteleuropa gegenwärtig. Zur Zeit ihrer weitesten Verbreitung erstreckte sich ihr Siedlungsgebiet von Spanien bis in die Türkei und von Italien bis Skandinavien und auf die britischen Inseln.

      Zu den Kelten [?] zählt man über 400 einzelne Stämme. Manche sind bis heute namentlich bekannt. So die Belger (Belgien), die Boier, die Bologna den Namen gaben und in den Böhmen fortleben, die Hevetier, die noch immer im amtlichen Namen Helvetica für die Schweiz präsent sind. Gallier ist ein Sammelname, mit dem der römische Kaiser und Feldherr Gajus Julius Caesar alle Stämme der im heutigen Frankreich lebenden Kelten bezeichnete.

      Die Kelten sind das „erste, namentlich bekannte Volk Mitteleuropas“ und das „älteste Volk nördlich der Alpen, dessen Name bekannt geblieben ist“, schreibt der Germanist und Lehrbeauftragte an der Universität Bonn, Arnulf Krause. Sein Buch über „Die Welt der Kelten“ trägt den Untertitel „Geschichte und Mythos eines rätselhaften Volkes“.

      Das Attribut „rätselhaft“ kommt in vielen Darstellungen über die Kelten vor. Man nennt sie „ein Volk aus dem Dunkel“.

      Der Netzverweis enthält „natürlich“ viel Negatives über die sogenannten Barbaren.

    3. 26.3

      pedrobergerac

      „Die Kelten“ waren die Nachfahren der „Hyperboräer“.

      „Die Slawen“ sind kein eigenes Volk. Sie sind nur eine Wortschöpfung, welche in Anlehnung an den römischen Begriff „Sclavi“ Mitte des 18. Jahrhundertss. plötzlich in polnischen Geschichtsbüchern auftaucht, als Rechtfertigung für ein eigenes polnisches Königreich.

      Die „Hyperboräaer“ haben sich dann von den Pyrenäen bist zum Pazifik ausgebreitet. „Die Basken“ sind Ureuropäer.

    4. 26.5

      Mohnhoff

      Hallo Hias,

      wo genau am Untersberg sind denn diese keltischen Kraftorte?

      Ich hatte vor, diesen Sommer eine Tagestreise zum UB zu machen, wusste bisher aber nicht so recht, wo genau dorthin man gehen sollte.

      Das klingt wie ein gutes Ausflugsziel.

  27. 27

    Morlock

    1. Juni 1806: In Preußen wird Papiergeld, sogenannte „Tresorscheine“, ausgegeben.

    30. Juli 1806: Mit königlicher Genehmigung darf im katholischen München die erste protestantische Kirchengemeinde in der bayerischen Hauptstadt errichtet werden.

    HuS

    Antworten
    1. 27.1

      konfuzius61

      Gib in eine Suchmaschine „1806“ ein, es finden sich interessante Dinge.

    2. 27.2

      Frigga

      Zu 26.1 Wer waren die Kelten?

      Die Kelten lebten ungefähr 600 vor Chr. in Mitteleuropa. Sie wurden von den nach Süden ziehenden Germanenstämmen verdrängt und ihnen auch „einverleibt“. Sie wanderten dann gen Westen über Nordsee und Atlantik und kamen vornehmlich nach Irland, Schottland und auch Wales. Vor allem in Irland trafen sie auf Urvölker, deren „Kultur“ der ihren „verwandt“ war: Man verehrte die Sonne und fand wohl auch anderweitig gemeinsame Gesinnung.

      Irland, als am Rande Europas liegendes Land, hat sich bis heute die Sprache und viele Gebräuche erhalten. Auf alten Gräbern findet man die den germanischen Zeichen und Runen verwandten Symbole. Ich habe 10 Jahre in Irland gelebt und habe immer eine instinktive innere Verbindung mit den Menschen dort empfunden. Aber das ist vielleicht Spökenkiekerei.

      Die Iren haben im WW2 Westhäfen, wie z.B. Tralee, den Deutschen U-Booten zur Verfügung gestellt. Angeblich spielten diese Häfen auch für die Absetzbewegung eine Rolle. Wenn ich weiter in die Spekulatiusbüchse greife, würde ich fragen, ob das vielleicht auch heute noch der Fall sein könnte. In WW1 kamen dort Waffenladungen für die irische Befreiungsbewegung an, die stark von Deutschland unterstützt wurde. 😉

      Mit der Christianisierung bekam die Kirche später einen Mordsgriff auf die Insel, die Iren waren arm und gläubig. Anschließend kam Cromwell und dann ging das Teile und Herrsche richtig los. Ich verweise das hier mal, weil es die Ähnlichkeit zu germanischen Sitten und Festtagen zeigt, obwohl es ja eigentlich inzwischen schon zu weit vom Thema abweicht:

      Die Kelten in Irland [planet-wissen.de]

  28. 28

    konfuzius61

    Jesus war mit Sicherheit Arier und nicht nur das als Gallier, also Franzose, Franke, das Volk welches vergessen hat, dass es teutschstämmig ist, ein Teutscher. So sagt ja auch die Bibel klar, dass er da wohnte, wo die J*däer nicht wohnten, in Galiläa und sein Clan war in eine Todfeindschaft mit den J*däern verwickelt, wie sich an der Köpfung seines Cousins zeigt, Johannes dem Täufer, der mit Wasser und nicht Blut Taufende.

    Schon seltsam, wie wenig Menschen die Tragweite solcher Geschichten wahrnehmen, besonders Menschen, die von sich meinen, dass sie völkisch sind,
    denn klar ist das Wort Nazarener im Zusammenhang mit dem Begriff Nazirither, Amos 2.11, also von Gott vor ihrer Geburt auserwählte, gesandte … Jesus von Nazareth, Nazirith, von Gott direkt gesandt … Jesus der Nazi-rither, wie er ja klar sagt, als Sohn des Vater.

    Deshalb heißt ja auch das Schimpfwort für ihre größten Feinde „Nazi“, ein Begriff der schon von J*däern in der Kultur der Hellen, der Helenen für ihre Todfeinde gebraucht wurde. Jesus, der Arier, der Todfeind der J*däer, heißt dies somit zweifelsfrei, der ihnen All-Ein gegenüber trat.

    M-aria, seine Mutter, oder wie im Talmud steht, die H-ur-e, die römische Hure, und Jesus, der Sohne einer römischen Hure und eines römischen Soldaten, in dem Falle die stationierten Gallier (Franzosen, Kelten, Karthager, Hellenen, Römer – Nachkommen Äenas am Anfang dem Trojaner, den Treuen … etc.)

    Die J*däer sagen es uns selbst in aller Deutlichkeit und niemand ist weniger teutschvölkisch, als wenn er sich gegen Jesus den Nazirither stellt, den Teutschen und dumm, denn es erklärt sich daraus die Zukunft, wenn die Lüge beendet ist und der Trug des j*disch-katholischen Scheinchristentum endet, und der Beginn des arischen-Kristentums eingeleitet wird.

    Und wieder sagen sie es selbst, als er sie fragte, ob sie wissen, wer er ist? Ja, Du bist der Sohn Davids … eben er und alle die von oben kommen, sind das wahre Is-Ra-El … Is-htar-Ra-Ar-Elohym, Eli, Ba-bi-lon.

    Sie aber sind von unten her, und nicht die Söhne Davids, der weiße, strahlende, rötlichblonde David … der Arier, der von oben kommt, der O-arier, so wie es früher hieß O-arion …

    Wer natürlich denkt, das alte Testament, wäre j*däisch, der hat natürlich keine Voraussetzungen mehr, die Wahrheit zu erkennen. Was sich heute völkisch nennt, bezieht sich leider oft nur zu gerne auf die Tiestzeiten, nach der Katastrophe, statt auf die Hochzeiten der arischen Menschheit.

    Deshalb steht ja auch das Ishtar-tor in Berlin, welche eine der Hauptstädte des zukünftigen Lichtreichs wird und wir stehen am Beginn einer neuen Hochzeit, der Beginn des arischen All-Krist-En-Tums und der Einigung der israelischen, der arischen Stämme.

    Steht doch alles da, nur verstanden wird es nicht.

    Auch er hat einiges noch nicht verstanden, aber die Hinweise sind ja klar und Spuren. Jeremias Grab in Irland und das Königtum der Tochter. Wieso wurden sie König in europäischen Regionen? Weil sie als solches bekannt und verwandt waren. Deshalb ja auch die Verwandtschaft von Ramses, dem Ph-ar-o, Ar ist aus der Sonne, dem Licht gezeugt, Alpha und Omega, eben verwandt mit den Europäern und nicht dem, was sich heute das ägyptisch nennt.

    by arkor

    Ich denke, es paßt doch dazu.

    Antworten
    1. 28.1

      Lena

      Und da Donald Trump und Vladimir Putin ihre Treue zu Israel wiederholten, habe ich hier 2 Videos zu Israel, weil meines Erachtens nach auch das paßt.

      Israels Wanderungen Teil 1 [vimeo.com]

      Israels Wanderungen – Teil 2 [vimeo.com]

      Heil und Segen!
      Lena

  29. 29

    kg200

    99. Welchen Umfang hatte der Hoheitsbereich des römisch-deutschen Kaisers?

    „Die offizielle Bezeichnung als Heiliges Römisches Reich ist erstmals für 1254 belegt. Folgerichtig ließen dessen Herrscher sich selbst seit dem 11. Jahrhundert vor ihrer Kaiserkrönung Rex Romanorum (König der Römer) nennen. Mit diesem Titel verbanden sie den Anspruch auf die Kaiserkrone und auf eine supranationale Herrschaft, die deutsche, italienische (Reichsitalien), französische und slawische Sprachgebiete umfasste. Dieser Anspruch wurde vom Papsttum seit Beginn des Investiturstreits im 11. Jahrhundert zunehmend bestritten, insbesondere durch Gregor VII. in seiner Schrift Dictatus Papae, die dem Papst die Universalherrschaft über alle geistlichen und weltlichen Herrscher zusprach.“

    Quelle: Römisch-deutscher Kaiser [de.wikipedia.org]

    Hier eine Karte, die den Umfang deutlich werden lässt (~12. – 13. Jahrhundert):

    Bilddatei

    Nun zu Deiner zweiten Frage (Kommentar 23.1), wem denn Spanien zu dieser Zeit gehörte:

    „Als die Erbtochter (gemeint ist Johanna I. von Kastilien) Philipp, den Sohn des römisch-deutschen Kaisers heiratete, begann die Verbindung mit dem Haus Habsburg. Karl I. (von Spanien, zugleich Karl V. des Heiligen Römischen Reichs) vereinte 1517 eines der größten Kolonialreiche der Geschichte.“

    Quelle: Geschichte Spaniens [de.wikipedia.org]

    Über Philipp I.:

    „Über seine Söhne Karl und Ferdinand ist er der Stammvater der spanischen Könige sowie der folgenden römisch-deutschen und österreichischen Kaiser.“

    Quelle: Philipp I. (Kastilien) [de.wikipedia.org]

    Und zum Abschluss:

    „Nachdem 1506 ihr Gemahl Philipp I. nur Monate nach seiner gleichberechtigten Übernahme des kastilischen Throns an ihrer Seite und 1516 ihr als Regent Kastiliens eingesetzter Vater Ferdinand II. von Aragón verstorben waren, wurde ihr Sohn Karl I. aus dem Haus Habsburg mit ihrer Zustimmung bereits 1516 in Kastilien, León und Aragón König und gilt als der erste König von Spanien.“

    Quelle: Johanna (Kastilien) [de.wikipedia.org]

    Antworten
  30. 30

    sherina

    117. Wie stand Elisabeth I. zu dem auf der päpstlichen Bulle „Inter Caetera“ beruhenden Vertrag von Tordesillas?

    Elisabeth I. erkannte den Vertrag nicht an.

    Die Trennlinien von 1493 und 1494

    Die päpstliche Bulle Inter caetera divinae wurde am 4. Mai 1493 von Papst Alexander VI. ausgegeben. Sie legte eine Trennungslinie zwischen dem spanischen und dem portugiesischen Machtbereich fest. Die Demarkationslinie verlief in Nord-Süd-Richtung von Pol zu Pol durch den Atlantischen Ozean und lag 100 Leguas (ca. 480 km) westlich der Azoren, was etwa 38° westlicher Länge entspricht. Alle Territorien, die westlich dieser Linie lagen, wurden den spanischen Königen und ihren Erben zugesprochen, alle Gebiete östlich davon fielen an die Portugiesen.

    Ehler und Morrall (1967) bieten folgende Erklärung an: Die Bulle hatte das Ziel, Konflikten zwischen den beiden Seemächten im Atlantik vorzubeugen.

    Trotz der gegenteiligen Beteuerung im Text wurde die Bulle auf ausdrücklichen Wunsch der Spanier geschrieben. Im Vergleich zum Vertrag von Alcáçovas von 1479 (bestätigt durch die päpstliche Bulle Aeterni regis 1481) bedeutete die neue Demarkationslinie eine erhebliche Ausweitung des spanischen Machtbereichs. Im Vertrag von Alcáçovas waren insbesondere die Gebiete südlich der Kanarischen Inseln den Portugiesen zugesprochen worden, einschließlich künftiger Entdeckungen und ohne irgendeine Begrenzung nach Westen. Der portugiesische König Johann II. war infolgedessen mit der neuen Demarkationslinie nicht einverstanden. Die Portugiesen versuchten eine Verbesserung zu erreichen, indem sie direkt mit den Spaniern weiterverhandelten. Dies führte schon im nächsten Jahr zum Abschluss des Vertrags von Tordesillas (1494).

    Der Vertrag von Tordesillas wurde 1494 zwischen den damals vorherrschenden Seemächten Portugal einerseits und Spanien (genauer: dem Königreich Kastilien sowie der Krone von Aragonien) andererseits in Tordesillas geschlossen. Er sollte eine bewaffnete Konfrontation zwischen diesen beiden Mächten verhindern, indem er die Welt in eine portugiesische und eine spanische Hälfte aufteilte. Bereits 1493 hatte Papst Alexander VI. in der päpstlichen Bulle Inter caetera eine Grenzlinie zur Einteilung der beiden Hoheitsgebiete gezogen, die vom Nordpol zum Südpol durch den Atlantischen Ozean verlief. Im Vertrag von Tordesillas wurde diese Grenzlinie weiter nach Westen verschoben.

    Inter caetera [de.wikipedia.org]

    Andere große Seemächte wie England und Frankreich erkannten den Vertrag nicht an. Der Vertrag von Tordesillas ist ein Beispiel für ein Rechtsgeschäft zu Lasten Dritter: Weder die Interessen der Menschen der aufgeteilten Länder (also der Ureinwohner) waren einbezogen noch die Interessen derjenigen Länder, die ebenso wie Spanien und Portugal zu Eroberungen befähigt waren.

    1750 wurde die inzwischen durch die Realitäten ohnehin gegenstandslos gewordene Demarkationslinie durch den Vertrag von Madrid aufgehoben.

    Vertrag von Tordesillas [de.wikipedia.org]

    Antworten
    1. 30.1

      N8Waechter

      „Elisabeth I. erkannte den Vertrag nicht an.“

      Richtig. So stellt sich die Frage nach dem Warum?

      Ein wichtiger Hinweis verbirgt sich hinter Nr. 118. Und dann finde bitte heraus, was denn die Antwort auf Nr. 118 bedeutet? Das ist wichtig für das Verständnis! Spanien » gehörte wem? » Inter caetera » Status Portugal 1580 » …

      Wem gehörte die „Welt“?
      Warum gab es keine „deutschen“ oder besser „römisch-germanischen“ Kolonien?

      😉

    2. 30.2

      sherina

      Das sind jetzt nicht gerade wenige Aufträge. Puh. Gebe mein Bestes.

    3. N8Waechter

      🙂

      Wichtig!

    4. 30.3

      kg200

      118. Was war der Status Portugals Ende des 16. Jahrhunderts?

      „1580 starb mit Heinrich I. der letzte König aus dem Haus Avis. Unter Philipp II. aus dem Haus Habsburg wurde Portugal als offiziell eigenständiges Königreich in Personalunion mit dem Königreich Spanien vereinigt.“

      Quelle: Königreich Portugal [de.wikipedia.org]

      Wie in einem anderen Kommentar dargelegt, „gehörte“ Spanien dem Hause Habsburg. Portugal mit Philipp II. dann also auch!

      Warum es keine deutschen Kolonien gab? Das vermag ich zurzeit nicht zu beantworten …

    5. 30.4

      kg200

      Zur Frage der „deutschen“ oder „römisch-germanischen“ Kolonien:

      Kolonien deutscher Länder vor 1871 [de.wikipedia.org]

      Gut, es war nicht in dem Ausmaße von Portugal oder Spanien, dennoch schien es ein paar kleine Kolonien gegeben zu haben. Nur warum es nicht in größerem Maße geschah, ist mir dennoch nicht klar. Weil man sich bewusst war, dass Portugal und Spanien im Prinzip dem Heiligen Römischen Reich gehörten und deshalb keine eigenen Kolonien notwendig waren?

    6. N8Waechter

      🙂

    7. 30.5

      sherina

      118. Was war der Status Portugals Ende des 16. Jahrhunderts?

      Unter dem Nachfolger von Johann III., König Sebastian, kam es dann schließlich zur Katastrophe, in deren Folge Portugal selbst vorübergehend mit Spanien in Personalunion vereinigt wurde. Der Thron fiel, als König Johann III. 1557 starb, an seinen Enkel Sebastian, Sohn des bereits gestorbenen Erbprinzen Johann.

      Beim Tod seines Großvaters, des Königs, war Sebastian drei Jahre alt; der Vater und Erbprinz Johann war kurz zuvor gestorben. Die Regentschaft übernahm zunächst an seine Großmutter Katharina, die Witwe von Johann III. und Schwester von Karl V. Die Regentschaft wurde danach von Kardinal Heinrich I., Erzbischof von Lissabon, ein Bruder von Johann III. und somit Großonkel des Königs Sebastian, ausgeübt. 1568 übernahm Sebastian als 15-Jähriger persönlich die Regierung.

      Sebastian versammelte eine Armee von 18.000 Mann und marschierte 1578 in Marokko ein. Die Schlacht von Alcácer-Quibir (al-Qasr al-Kabir) in Marokko wurde zur Katastrophe für die Portugiesen. König Sebastian fiel in der Schlacht, sein Leichnam blieb auf dem Schlachtfeld verschollen. Sebastian fiel kinderlos. Deshalb übernahm der vormalige Regent, Kardinal Heinrich, als letztes männliches Mitglied des Hauses Avís, selbst den Thron. Als Kardinal Heinrich nach zwei Jahren kinderlos verschied, starb mit ihm die Dynastie der Avís aus.

      Auch Heinrich I. beschäftigte sich intensiv mit der Frage der Thronnachfolge. Nach langem Zögern entschloss er sich, den spanischen König Philipp II. zum Thronerben einzusetzen. So begann 1580 die Personalunion Portugals mit Spanien, die bis 1640 andauerte. In der allgemeinen Staatslehre wird als Personalunion die Verbindung von selbstständigen Staaten durch ein gemeinsames Staatsoberhaupt bezeichnet.

      Portugal unter dem Hause Avís [de.wikipedia.org]

    8. 30.6

      sherina

      116. Was war der Grund für den Versuch Philipp II. England zu erobern?
      117. Wie stand Elisabeth I. zu dem auf der päpstlichen Bulle „Inter Caetera“ beruhenden Vertrag von Tordesillas?
      118. Was war der Status Portugals Ende des 16. Jahrhunderts?

      1. Der Vertrag von Tordesillas wurde 1494 zwischen den damals vorherrschenden Seemächten Portugal einerseits und Spanien (genauer: dem Königreich Kastilien sowie der Krone von Aragonien) andererseits in Tordesillas geschlossen. Er sollte eine bewaffnete Konfrontation zwischen diesen beiden Mächten verhindern, indem er, Papst Alexander VI., die „Welt“ in eine portugiesische und eine spanische Hälfte aufteilte. Alexander VI. (ursprünglich valencianisch Roderic Llançol i de Borja, italienisch Rodrigo Borgia;) war von 1492 bis 1503 Papst. Er war eine der politisch einflussreichsten Persönlichkeiten Italiens der Renaissance. Die Borgiafamilie stammte aus dem Dorf Borja in Aragón. Sie pflegten ihre Wurzeln und sprachen auch in Rom innerhalb der Familie die spanische oder valencianische Sprache, bzw. die katalanische Sprache.

      2. 1580 begann die Personalunion Portugals mit Spanien, die bis 1640 andauerte. Der spanischen König Philipp II. war somit auch der König von Portugal und da der Vertrag von Tordesillas noch bestand, gehörte Philipp II. somit die gesamte „Welt“ , diese war in spanische, portugiesische und holländische Kolonien aufgeteilt. Philipp II. war Erbe des Spanischen Imperiums, das sich über das iberische Kernland (Kastilien, Aragón, Katalonien, ab 1580 auch Portugal), die Niederlande und Burgund erstreckte. In Italien standen das Herzogtum Mailand, die Königreiche Neapel, Sizilien und Sardinien unter seiner Herrschaft, durch die enorme Expansion der Kolonialgebiete in Amerika (Vizekönigreich Neuspanien, Vizekönigreich Peru) und Asien (Philippinen).

      3. Auf dem Reichstag versuchte Karl V. die deutschen Reichsfürsten für die Wahl seines Sohnes zum römisch-deutschen König zu gewinnen und Philipp damit zu seinem designierten Nachfolger im Reich zu machen. Karls jüngerer Bruder Ferdinand, seit 1521 Herrscher über die habsburgischen Erblande, beharrte hingegen auf seinen eigenen Ansprüchen. Er war nicht bereit, Philipp zu akzeptieren und setzte durch, dass auch sein Sohn Erzherzog Maximilian an den Verhandlungen teilnahm. Nach langen Verhandlungen einigte man sich schließlich auf einen Kompromiss, der kaum Aussicht auf Realisierung hatte. Er sah vor, dass Philipp zum römischen König und damit zum Nachfolger Ferdinands gewählt werden sollte, auf Philipp sollte Maximilian folgen. Das Vorhaben scheiterte bereits in ersten Gesprächen mit den Kurfürsten, die eine Kandidatur des „Spaniers“ Philipp ablehnten und im Hintergrund die Gefahr einer Erbmonarchie sahen. Letztlich war Karl gezwungen, auf die Nachfolge seines Sohnes im Reich verzichten.

      4. Auch wenn Philipp nicht die Nachfolge Karl V. angetreten hat, so waren doch die Habsburger Herrscher über das Heilige Römische Reich Deutscher Nation, über sämtliche Gebiete Philipp II. und somit die unter 2. genannten: Spanien, Portugal, die „Welt“, (heute Südamerika), Niederlande, Burgund, Teile Italiens und Asiens.

      5. Wäre die Heirat Philipp II. mit Elisabeth I. geglückt, dann hätten die Habsburger die Welt beherrscht. (Als Maria am 17. November 1558 kinderlos gestorben war, zog Philipp kurzzeitig eine Vermählung mit deren Halbschwester Königin Elisabeth I. von England in Erwägung. Diese fürchtete einen zu starken spanischen Einfluss und lehnte das Heiratsangebot ab). Also blieb Philipp II. nur die Eroberung übrig. Der englisch-spanische Krieg von 1585 bis 1604 wurde insbesondere als Seekrieg geführt.

      6. Jetzt ergibt es einen Sinn, warum Elisabeth I. nicht „einverstanden“ war mit der Personalunion des Vertrages von Tordesillas. Spannend ist, dass der Papst, Alexander VI, in der päpstlichen Bulle Inter caetera eine Grenzlinie zur Einteilung der beiden Hoheitsgebiete gezogen hat, die vom Nordpol zum Südpol durch den Atlantischen Ozean verlief. Somit verhalf er den Habsburgern so ziemlich die ganze Welt zu erlangen.

      7. Die Wurzeln der Habsburgermonarchie datieren in die Jahre 1276–1278, als Rudolf IV. Graf von Habsburg, der 1273 als Rudolf I. römisch-deutscher König geworden war, sein Haus mit den Herzogtümern Kärnten und Krain und dann auch mit den Herzogtümern Österreich und Steiermark belehnte und damit nach dem Intermezzo mit Ottokar II. Přemysl von Böhmen das Erbe der Babenberger antrat. Seit diesem Datum regierten die Habsburger mit nur kurzen kriegerischen Unterbrechungen ihre Hausmacht in Zentraleuropa.

      8. Dann gehörte mal den Deutschen so gut wie die ganze Welt, denn Habsburger = Österreicher = Deutsche.

      Quellen [de.wikipedia.org]:

      Vertrag von Tordesillas
      Alexander VI.
      Inter caetera
      Philipp II. (Spanien)
      Habsburgermonarchie
      Englisch-Spanischer Krieg (1585 – 1604)

    9. N8Waechter

      👍 🙂

    10. 30.7

      Onkel

      Eine etwas spielerische Herangehensweise an die Frage, wem Spanien gehörte:

      Wer waren die Meister der spanischen Konquistadoren? An mehreren Stellen wird es in diesem spannenden Hörbuch gesagt (z.B. hier bei min 32 „Karl“):

      Hernan Cortes und Konquistadoren – Sagenhaftes Goldland [YT]

    11. 30.8

      albrecht

      Die Welt gehört den Teutschen – dem wahren IsRaEl mit seinen 12 Stämmen! – den Nachfahren aus Hyperborea (siehe Staufener – diese können ihre Blutlinie bis nach Atlantis und Hyperborea nachweisen).

      A.H. herrschte 12 Jahre, er schaffte es aber nicht, das Lichtreich wieder zu errichten. Zweimal die zwölf – reiner Zufall? Aber ab 1933 tickt die Uhr der Weltenwende – die 3 Doppelschritte Marduks – je Schritt 28 Jahre und sechs Monate (dies ist der große Mondzyklus). Warum wohl wollen die Hebräer das Medinat Weimar umsetzen? Weil hier das heilige Land ist, nicht in Palästina!

      Zum Lehnswesen: Lehen kommt von leihen – der Mensch kann nichts mitnehmen. Seit Urzeiten gibt es Lehen, selbst bei Hammurabi wurden Lehen vergeben. Der Boden vom Reich soll eine Stiftung sein, ergo kann keiner Grund und Boden kaufen, sondern nur als Lehen/Pacht vergeben werden.

      Da die Deutschen überall über Heirat blutmäßig verbunden waren, brauchte man keine „eigenen“ Kolonien, denn uns Teutschen gehört eh alles (s.a. Russisches Kaiserreich – Katharina die Große). Dazu ein kleiner Einwurf:

      Wer ist weltweit am besten geschützt vor Enteignung, Plünderung und anderer finanzieller Ungemach? Wir Deutschen! Durch die einzigartige Rechtslage in der wir uns befinden. Es ist wie bei den Templern. Das Vermögen des Templerordens wurde nicht konfisziert, sondern der Johanniterorden verwaltet seit 1307 treuhänderisch das Vermögen, weil die Zerschlagung der Templer nicht rechtmäßig war.

    12. 30.9

      Mohnhoff

      Werter Albrecht,

      also dass die Deutschen besonders gegen Enteignung, Plünderung und dergleichen geschützt sind, widerspricht nach meinem Gefühl den Ereignissen der letzten hundert Jahre und auch dem, was uns wohl bald bevorsteht (aber das ist noch Spekulatius).

      Könntest du ein wenig ausführen, wie dieser Schutz zustande kommt und wie man ihn für sich in Anspruch nimmt?

    13. 30.10

      Bodhi

      Zu 30.8, Albrecht.

      Die Welt gehört den Deutschen, sagst du. Ist das nicht der eigentliche Irrtum, wenn es doch eigentlich nur die Habsburgersippe ist? Oder seit wann treffen die Habsburger Entscheidungen im Interesse des deutschen Volkes, so daß das Volk was davon hätte?

    14. 30.11

      Adler und Löwe

      Antwort und Frage zu 30.6

      So sehe ich das auch. Was meint und haltet ihr denn von der Audienz der Habsburger beim Franziskus?

      Papst empfängt Habsburger in Audienz [de.zenit.org]

      Könnte das auch ein Schachzug sein, wieder an alte Pfründe zu gelangen?

  31. 31

    weißer rhythmischer Weltenüberbrücker

    @N8w. #26.1

    „Was oder wer waren die Kelten? ;)“

    Als Kelten bezeichnete man seit der Antike Volksgruppen der Eisenzeit in Europa. Diese Volksgruppen waren vorwiegend nordischer Rasse und damit den Germanen in rassischer Hinsicht sehr ähnlich, wenngleich, wie die Grabungen in Glauberg am Fuße des Vogelsberges in der Wetterau, La Tène (Schweiz), Greding (Bayern) und anderswo zeigen, sie weniger nordisch geprägt und im allgemeinen kleiner als Germanen waren.

    Die Germanen bezeichneten die Kelten vermutlich als Welsche oder Walsche. Der Ausdruck Welschland soll von ihnen insbesondere für die außerhalb des germanischen Siedlungsbereiches gelegenen Gebiete des heutigen Italiens und Frankreichs Verwendung gefunden haben. Noch heute wird der Begriff zur Benennung der französischen Schweiz (auch Welschschweiz) verwendet.

    Da die Kelten keinerlei Texte hinterließen, wurde das Bild der furchterregenden und gefährlichen Barbaren, als solche dargestellt von den klassischen Autoren der Griechen und Römer, lange nicht korrigiert. Erst die moderne Archäologie gab Aufschluß über viele Wesenszüge, wirtschaftliche und religiöse Praktiken, die die überlieferten Schriften unerwähnt lassen.

    Verbunden mit einer Neubewertung faszinierender Einzelheiten, die von den klassischen Autoren wie Cäsar, Polybius, Strabon und anderen berichtet werden, vermittelt das archäologische Beweismaterial das Bild einer intelligenten, vielgestaltigen, wohlhabenden und ausgereiften Familie von Gesellschaften, die eine ausschlaggebende Rolle beim Werden Europas gespielt haben.

    Quelle: Kelten

    Antworten
    1. 31.1

      N8Waechter

      Also begründet sich das „Wissen“ um die „Kelten“ worauf/auf wen? Waren Kelten und Germanen letztlich womöglich ein und dasselbe? (102.: … „Nationis Germanicæ“?) Nur in verschiedenen Regionen, welche von den Römern bereits erobert worden waren?

      Zugegeben, wir betreten hier sehr dünnes Eis, werter Weltenüberbrücker, doch sind diese Fragen notwendig. Welche Volkssippen (103. Was bedeutet „Nation“?!) gab es nördlich der römischen Einfluss-Sphäre?

      Dies ist für die „rote Linie“ wichtig und zugleich auch ein Nebenschauplatz. Dennoch gilt es, diesen Aspekt im Auge zu behalten.

      Heil und Segen!
      N8w.

    2. 31.2

      weißer rhythmischer Weltenüberbrücker

      @N8w. #31.1

      „Waren Kelten und Germanen letztlich womöglich ein und dasselbe? (102.: … „Nationis Germanicæ“?) Nur in verschiedenen Regionen, welche von den Römern bereits erobert worden waren?“

      Ich gehe davon aus, dass sie wie Brüder zueinanderstanden.

      „Welche Volkssippen (103. Was bedeutet „Nation“?!) gab es nördlich der römischen Einfluss-Sphäre?“

      Dort befanden sich nur noch die Iren und Schotten, (noch weiter nördlich? gab es da noch jemanden?) „da Roms menschliche, wirtschaftliche und militärische Ressourcen im schottischen Hochland (ebenso wie in den afrikanischen Wüsten, der asiatischen Steppe und den Wäldern Germaniens) versickerten. Später waren die römischen Heere zu sehr mit der Verteidigung der wichtigsten Grenzen beschäftigt, als daß sie die Eroberung hätten vollenden können.“

      Kelten [de.metapedia.org]

    3. 31.3

      Ortrun

      weißer rhythmischer Weltenüberbrücker,

      für mich waren Kelten und Germanen zumindest Brudervölker, besser vielleicht „Bruderrassen“, die aus einer Abstammungsquelle hervorgingen. Er hat dazu wertvolle Arbeit geleistet mit sehr vielen Belegen.

      Israels Wanderungen – Teil 1 [vimeo.com]

      Israels Wanderungen – Teil 2 [vimeo.com]

      Die Kelten stießen früher nach „Europa“ vor, das sie später mit den Germanen gemeinsam bewohnten, wobei es keltische Stämme in den äußersten Westen zog: heute Westbritannien, Irland, Schottland. Alle Kaukasier (Arier) hatten eine lange Wanderung hinter sich und haben dabei viele, heute noch deutlich sichtbare, kulturelle und genetische Spuren hinterlassen.

    4. 31.4

      Annegret Briesemeister

      Zu 31.1: Werter N8wächter,

      man sagt über die Kelten, sie seien indogermanischen Ursprungs. Du sprichst von dünnem Eis bezüglich der Frage, ob Kelten und Germanen womöglich ein und dasselbe waren.

      Da kommt mir eine Dokumentation wieder in den Sinn, die ich vor vielen Jahren sah und seitdem nirgends wiederfinde. Es ging um die Kelten und die Orte, an denen sie lebten und diverse Charaktereigenschaften, die man ihnen zuschrieb. Eine Gruppe aus mehreren Forschern/Archäologen fand ein vollständig erhaltenes keltisches Dorf, daß laut der Aussage der Wissenschaftler“ von „jetzt“ auf „gleich“ verlassen worden sein muss und zwar von allen Bewohnern zeitgleich.

      Es wurde tatsächlich erwähnt, daß besagtes gleichzeitiges Verlassen auf die Weise der sogenannten „Hinwegnahme“ geschehen sein könnte. Alle Zeichen im Dorf, in den Häusern deuteten darauf hin und es konnte laut Aussage kein anderer Aufenthaltsort gefunden werden, an den die gesamten Bewohner des keltischen Dorfes urplötzlich alle zusammen gegangen wären. Man beschrieb den Grund der „Hinwegnahme“ mit dem angeblich gewalttätigem Verhalten der Kelten und somit als Strafe Gottes.

      H & S
      Annegret

    5. 31.5

      Karl

      N8W: „Also begründet sich das „Wissen“ um die „Kelten“ worauf/auf wen? Waren Kelten und Germanen letztlich womöglich ein und dasselbe?“

      Ich habe vor längerer Zeit (und immer mal wieder) versucht, diese Frage genetisch „aufzulösen“. Kurz zu meiner Meinung: Die Kelten – so es sie überhaupt (in nennenswertem Umfang) gab – entstanden durch (vermutlich „unfreundliche“) Zuwanderung aus dem Mittelmeeraum und Vermischung mit den lange vorher ansässigen germanischen Stämmen in Westeuropa.

      Die genetische Karte (Y-haplotyp = männliche Linie) vor ca. 500 Jahren:

      Bilddatei

      Offensichtlich ist, dass die gesamte europäische Bevölkerung überwiegend aus 3 Haplogruppen besteht: I, R1a und R1b – dazu kommt im Baltikum noch N (die stammt ursprünglich vom Ural, spielt aber in Mittel- und Westeuropa gar keine Rolle).

      Die historisch erste (nach der letzten Eiszeit) Y-Haplogruppe in ganz Europa war mit ziemlicher Sicherheit I. Die war überall verbreitet. Hier besonders I1 (Nordide, die „blonden Normannen“ in Skandinavien und Norddeutschland bis etwa Belgien) und I2b (Dalonordide, die „rothaarigen Germanen“ von Italien über Westdeutschland bis nach Schottland). Die Haplogruppen des Y-Adams nach Ländern Europas verteilt [manfred-hiebl.com / PDF]

      R1a = „Slaven“ und R1b = „Kelten“ kamen meiner Meinung nach ein paar Tausend Jahre später und haben große Teile der Ursprungsbevölkerung „assimiliert“, die aber nach wie vor zu großen Teilen (bis 50 % in Gotland) nachweisbar sind. D.h.: Ganz Europa war bis in den Balkan ursprünglich Germanisch/Nordisch = I und im Balkan bis an die Ost-Adria sind auch heute noch große „I-Hotspots“ zu finden, allerdings I2a, die es im Norden so gut wie gar nicht gibt.

      Auffällig dabei: Die Basken, die häufig als wenig vermischte europäische „Urbevölkerung“ bezeichnet werden, bestehen zu ca. 86 % aus R1b und ca. 9 % aus I2a – ihre Herkunft ist damit eher südöstlich zu suchen.

    6. 31.6

      Mohnhoff

      „Also begründet sich das „Wissen“ um die „Kelten“ worauf/auf wen? Waren Kelten und Germanen letztlich womöglich ein und dasselbe?“

      Das historische Wissen über die Kelten kommt primär von den Römern, also ihren Feinden. Da man immer geneigt ist, den militärischen Gegner zu verteufeln und schlecht aussehen zu lassen, muss man bei negativen Aussagen der Römer über die Kelten (oder auch über andere, wie den Pikten) sehr vorsichtig ein.

      Ein weiteres Indiz für Kelten = Germanen fällt mir gerade ein: Die Boier sollen die in Böhmen ansässigen Kelten gewesen sein. Von diesen stammen die Bajuvaren ab, die dann aber als germanisch galten. Soweit ich mich erinnern kann, gab es eine Sage oder auch eine historische These, dass die Bajuvaren aus dem Raum Böhmen nach Bayern eingewandert sind.

      Spätere Aussagen über die Kelten stammen von der Kirche. Da gibt es zum Beispiel Sagen über den Heiligen (!) Columban, ein irischer Missionar des 6. Jahrhunderts, der auch das Kloster von Iona gegründet haben soll. In den Sagen wird berichtet, wie er sich mit den natürlich bösen heidnischen (druidischen) Beratern des piktischen Königs einen Wettkampf in Zauberei liefert, den er auch gewinnt. Weil er ja von Gott gesandt ist und so. Die alten keltischen Bräuche werden natürlich als durchgehend abgöttisch und teuflisch dargestellt.

    7. 31.7

      Karl

      Ergänzung zu 31.5:

      Falls die Karte korrekt ist, gab es 7000 BC noch keine R1a/R1b in Mittel- und Westeuropa. Im äußersten Osten sind R1a vermerkt – durchaus denkbar, dass die in Folge dann zur Vermischung und „Entstehung“ der „Slaven“ geführt haben. Die außerdem dargestellten R1b sind ganz sicher nicht auf dem Weg aus dem Osten in den germanischen Genpool gelangt.

      Bilddatei

    8. 31.8

      Sonnenfels

      Guten Morgen!

      Hier ein wichtiger Beitrag eines russischen Wissenschaftlers dazu: Slaven, Germanen und Kelten sind drei Teile eines einheitlichen Volkes, welches sich nach dem Untergang Hyperboräas im asiatischen Raum, dann bis hin zu den Pyrenäen ausbreitete mit einer ursprünglichen gemeinsamen Sprache:

      Georgi A. Sidorov: Botschaft an die Deutschen (21.02.2015) [quer-denken.tv]

      Segen und Heil!
      Sonnenfels

  32. 32

    kph

    Ich habe den Eindruck, das der Titel des Beitrages schon nach wenigen Zeilen verloren gegangen ist. „Geld und Glauben“, dies ist der Titel, zur Erinnerung. Oh, da ist noch eine Menge an Arbeit.

    Werter N8Waechter und Magnus, da habt Ihr etwas in Bewegung gesetzt, welches viel Geduld und Zeit kostet. Die Frage: Haben wir diese noch?

    kph

    Antworten
    1. 32.1

      N8Waechter

      „Geld und Glauben“ » Was ist der Unterschied? 😉

      „Haben wir diese [die Zeit] noch?“ » Ja, denn erst wenn die Geschichte wirklich verstanden wurde, kann Thors Hammer fallen. Vorher ergibt es keinen Sinn.

      »Am deutschen Wesen soll die Welt genesen.«

    2. 32.2

      SangUndKlang

      „Geld und Glauben“ » Was ist der Unterschied?

      Werter N8Wächter,

      wenn ich das richtig deute, bzw. schlussfolgere, und Geld auf Vertrauen = Glauben beruht, dann gibt es keinen Unterschied. Also Geld = Glauben.

      Von Herzen
      SangUndKlang

    3. 32.3

      Göttin der Liebe

      Werter Nachtwaechter,

      es klang bereits in einigen vorangestellten Fragen an. Was ist Geld und wieso funktioniert es? Gegebene Antworten waren Glaube, Konsens und Vertrauen. Aber Glaube woran und Vertrauen in was genau?

      Da muss ich unweigerlich an den Wirtschaftsaufschwung im Dritten Reich denken. Ich hörte das neu ausgegebene Geld war einzig durch die Arbeitskraft, die dem Volke innewohnende Fähigkeit Werte zu erschaffen, gedeckt und jeder vertraute darin.

      Ich finde nicht die vortreffliche Ausdrucksweise, aber ich habe das Gefühl, dass Geld das Tauschmittel unserer Schöpferkraft ist und wir im Laufe der Geschichte glaubend an Geld und unsere Schöpferkraft vergessend gemacht wurden. Durch das heutige Finanzsystem wird unsere Schöpferkraft missbraucht und in dunkle Kanäle gelenkt. Unsere Energie wird abgesaugt und gänzlich fatal ist, dass wir uns unserer Macht nicht bewusst sind.

      Geld ist eine Illusion, weil es in sich keinen Wert trägt. Schöpferkraft hingegen ist wirk-lich. Der Glaube an Geld führt zu Sklaverei, die Erkenntnis der eigenen Schöpferkraft in die Freiheit. Und hier wird es metaphysisch, denn es ist ja auch klar, dass hier ein spiritueller Kampf zwischen Licht und Dunkelheit stattfindet. Das macht dann auch eure Arbeit für mich rund, denn bislang hat mir der metaphysische Bezug bei eurer historischen Betrachtung gefehlt.

      Die Wurzellosen haben mit Geld und Glauben (Staat/Kirche; Herrschaftssystem/Religion) lange Zeit Kontrolle ausgeübt und nur ein kleines gallisches Dorf 😁 (bzw. eine große nordische Kultur) hat sich dem immer widersetzt und nun kann die Rückabwicklung Fahrt aufnehmen.

      Geld und Glauben sind dann jetzt für mich enger miteinander verknüpft, als es zu Beginn den Anschein machte. Ob sie das gleiche im Sinne von unwahr/unwirklich sind, darüber muss ich noch nachsinnen.

      Herzlichen Dank an Magnus und dich. Heil Euch und Segen.

    4. 32.4

      Andreas

      @N8Wächter (32.1)

      Du willst also sagen, dass die Reichsführung wartet, bis sie unsere Ausbildung für abgeschlossen hält und wir bereit für den Einsatz sind?

    5. N8Waechter

      Wer weiß das schon? 😉

    6. 32.5

      albrecht

      »Am deutschen Wesen soll die Welt genesen.«

      Genau, werter N8Waechter!

      Die einen herrschen über die Welt, die anderen wollen sie beherrschen. Dies ist der feine kleine Unterschied zwischen schwarz und weiß! Das Böse kam in die Welt seit Kain den Abel (die Namen wurden geändert – die richtigen habe ich jetzt nicht parat) erschlug!

  33. 33

    kg200

    102. Warum wurde dem Heiligen Römischen Reich ab Ende des 15. Jahrhunderts der Zusatz „Nationis Germanicæ“ gegeben?

    „Der Zusatz Nationis Germanicæ erschien erst im Spätmittelalter, als sich das Reich im Wesentlichen auf das Gebiet des deutschen Sprachraumes erstreckte. 1486 wurde diese Titulatur im Landfriedensgesetz Kaiser Friedrichs III. verwendet. Erstmals offiziell verwendet wurde dieser Zusatz 1512 in der Präambel des Abschieds des Reichstages in Köln. Kaiser Maximilian I. hatte die Reichsstände unter anderem zwecks Erhaltung […] des Heiligen Römischen Reiches Teutscher Nation geladen. Die genaue ursprüngliche Bedeutung des Zusatzes ist nicht ganz klar. Es kann eine territoriale Einschränkung gemeint sein, nachdem der Einfluss des Kaisers in den Reichsteilen Italien und Burgund auf einen faktischen Nullpunkt gesunken war bzw. (in Burgund) weite Teile nun von Frankreich beansprucht wurden. Andererseits klingt auch eine Betonung der Trägerschaft des Reiches durch die deutschen Reichsstände an, die ihren Anspruch auf die Reichsidee verteidigen sollte. Gegen Ende des 16. Jahrhunderts verschwand die Formulierung wieder aus dem offiziellen Gebrauch, wurde aber bis zum Ende des Reiches noch gelegentlich in der Literatur verwendet. […]

    Das lateinische Wort natio bedeutete bis ins 18. Jahrhundert nicht „Volk“, sondern bezeichnete den „Ort der Geburt“ (im Gegensatz zu gens = Sippe, Stamm, Volk). Die Formulierung nationis Germanicæ schließt also an die Vorstellung von der translatio imperii an.

    Bis 1806 war Heiliges Römisches Reich die offizielle Bezeichnung des Reiches, die oft als SRI für Sacrum Romanum Imperium auf lateinisch oder H. Röm. Reich o. Ä. auf Deutsch abgekürzt wurde. Daneben sind in der Neuzeit auch Bezeichnungen wie Teutsches Reich umgangssprachlich und vereinzelt im Schrifttum gebräuchlich. Erst die beiden letzten großen Rechtsakte das Reich betreffend, der Reichsdeputationshauptschluss von 1803 und die Auflösungserklärung Kaiser Franz’ II., verwenden jedoch dann den Begriff deutsches Reich auch in offizieller Funktion für das Heilige Römische Reich.

    Bereits kurz nach seiner Auflösung wurde in geschichtswissenschaftlichen Abhandlungen das Heilige Römische Reich wieder vermehrt mit dem Zusatz deutscher Nation versehen, und so bürgerte sich im 19. und 20. Jahrhundert diese ursprünglich nur zeitweilige Bezeichnung nicht ganz korrekt als allgemeiner Name des Reiches ein. Daneben wird es auch das Alte Reich genannt, um es vom späteren deutschen Kaiserreich ab 1871 zu unterscheiden.“

    Quelle: Heiliges Römisches Reich [de.wikipedia.org]

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  34. 34

    Andere Welt

    Zu Kommentar 30:

    Da sind’se wieder die Fuggers:

    „Ferdinand Magellan (1. Weltumsegler?!) suchte den Weg zu den Gewürzinseln nach Westen, da er überzeugt war, daß diese nach dem Vertrag von Tordesillas von 1494 auf der Spanien vom Papst zugesprochenen Welthälfte der Erde lagen. Die Finanzierung erfolgte durch die Fugger, und die Flotte fuhr deshalb auch unter der kaiserlichen Flagge des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation. Am 10. August 1519 begann die Reise in Sevilla. Magellans Flotte bestand aus fünf Schiffen. Er entdeckte auf der Reise die nach ihm benannte Magellan-Straße in Südamerika. Am 16. März 1521 hatte Magellan als erster Europäer jenen Archipel betreten, den eine spätere spanische Expedition zu Ehren ihres Kronprinzen und zukünftigen Königs Philipp II. „Las Islas Filipinas“ taufte.

    Nach dem Tod Magellans am 27. April 1521, als er durch einen vergifteten Pfeil getroffen wurde, versenkte der Rest der Mannschaft die „Concepcion“ und fuhr auf den noch verbliebenen Schiffen „Trinidad“ und „Victoria“ weiter, nachdem zuvor bereits die „Santiago“ durch Schiffbruch und die „San Antonio“ durch Meuterei verlorengegangen waren. Nur ein Schiff, die „Victoria“ kehrte mit den letzten 18 Mann von ursprünglich 297 Besatzungsmitgliedern zwei Jahre, elf Monate und zwei Wochen nach Beginn der Reise wieder heil zurück.“

    Quelle: Magellan, Ferdinand [de.metapedia.org]

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  35. 35

    Morlock

    Gemach, lieber N8waechter/Magnus, es rappelt im Kopf!

    Wer sorgt für reibungslosen Ablauf im internationalen Handel? Die WTO, nein siehe hier: Welttoilettenorganisation [de.wikipedia.org] Ja, ja, der heilige globale Stuhl!

    Konsortium / Consortium / Consorten / Syndikat / Co. = Company / Cooperation

    Uni-Code-Consortium arbeitet mit ISO zusammen. ISO, IEC und ITU sind drei gemeinnützige Unternehmungen, die weltweit die Standards setzen in Sachen Normung. Ohne könnte man heutzutage keine Kriege führen, weil es ja keine Verrechnungsmöglichkeit gäbe. (Geld, Zoll, Enteignung) Sklaven gibt es im Überfluss! Diese Drei Unternehmen sind gebündelt in der WSC (World Standards Cooperation). Welche „privat“ ist, bis auf eine Beteiligung durch die UN.

    „Im Dezember 1150 verpachteten die italienischen Konsuln ihren Besitz und ihr Einkommen in Tortosa für 29 Jahre an ein Konsortium, das sich im Gegenzug verpflichtete, Tortosa für Genua zu schützen. Im Januar 1152 folgte die Verpfändung des Salzes für 20 Jahre an ein Konsortium. Kaiser Ferdinand II. (HRR) verpachtete am 18. Januar 1622 das Münzmonopol an ein Konsortium hoher Herren, darunter Fürst Liechtenstein, Wallenstein und andere für 6 Millionen Gulden; mit dem Erlös des Konsortiums finanzierte Ferdinand seine Kriege.“

    Genua Flagge: Flagge Genuas – Die Flagge Genuas als Vorbild [de.wikipedia.org]
    Genua = Spanien > Christoph Columbus.

    1859 Preussenkonsortium
    Bugsiergeschäft Hamburg
    Reichsanleihekonsortium, Nachfolge: Tenderverfahren auch genannt Offenmarktpolitik.

    Stichworte dazu sind: Devisenswaps, Geldmengengeschäfte, Hauptrefinanzierungsgeschäfte, Sicherheiten, Pensionsgeschäfte.

    Seit ca. 1061 bis 1918 bestimmten die Hohenzollern die deutschen Geschicke mit, bis zur Ausrufung der Weimarer Republik. Sie stellten auch die Kaiser des Deutschen Reiches (1871-1918). Übergang zum Staatsoberhaupt. „Im Vatikanstaat ist das formelle Staatsoberhaupt der Papst als absoluter Monarch, was als Erbe des Kirchenstaates und in Europa als Unikum verstanden werden kann.“

    HuS

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  36. 36

    Morlock

    Werter N8waechter, K. 31.1:

    Nördlich des Römischen Imperiums laut angehängter Karte 1., Schottland, Irland, Dänemark, Tchechoskowakei, Polen?, Skandinavien, und die östlichen Gebiete. Sowie Germania Magna.

    Bilddatei
    Bilddatei

    Aber Du sprichst von Thors Hammer, der dürfte in Midgard fallen, wenn er denn mal geschwungen wird, nur wo ist das genau? Neuschwabenland? In der (globalen) flachen Matrix? ✠

    Neuschwabenland ist eine Provinz auf dem antarktischen Kontinent und derzeit Deutschlands einzige Überseekolonie: Neuschwabenland [stupidedia.org] 🙂

    Vertrauen ist nicht nur Glaube, sondern auch „Wissen um die Zuverlässigkeit“, sowie lieb haben. Eine Tochter an vertrauen (Wikinger). Zitat Yogawiki:

    „Zuverlässigkeit heißt sich so zu verhalten, dass andere sich auf einen verlassen können. Zuverlässigkeit ist Ehrlichkeit, Wahrhaftigkeit in Verbindung mit dem Einhalten von Versprechen und Abmachungen. Zuverlässigkeit bedeutet, das was ausgemacht ist, auch umzusetzen“. Treue = Tugend

    HuS
    Mit Vorfreude auf von Xanten

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  37. 37

    sherina

    102. Warum wurde dem Heiligen Römischen Reich ab Ende des 15. Jahrhunderts der Zusatz „Nationis Germanicæ“ gegeben?

    Der Zusatz Nationis Germanicæ erschien erst im Spätmittelalter um 1450, da sich das Reich im Wesentlichen auf das Gebiet des deutschen Sprachraumes erstreckte. 1486 wurde diese Titulatur im Landfriedensgesetz Kaiser Friedrichs III. verwendet. Erstmals offiziell verwendet wurde dieser Zusatz im Jahre 1512 in der Präambel des Abschieds des Reichstages in Köln. Kaiser Maximilian I. hatte die Reichsstände unter anderem zwecks Erhaltung […] des Heiligen Römischen Reiches Teutscher Nation geladen. Geprägt wurde der Zusatz in Frontstellung gegen französische Ansprüche, gegen Ende des 16. Jahrhunderts verschwand die Formulierung wieder aus dem öffentlichen Gebrauch.

    Allerdings bedeutete das lateinische Wort natio bis ins 18. Jahrhundert nicht „Volk”, sondern bezeichnete den „Ort der Geburt” (im Gegensatz zu gens = Sippe, Stamm, Volk). Die Formulierung nationis Germanicæ schließt also an die Vorstellung von der translatio imperii an.

    Bis 1806 war Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation die offizielle Bezeichnung des Reiches, die oft als SRI für Sacrum Romanum Imperium auf lateinisch oder H. Röm. Reich o. Ä. auf Deutsch abgekürzt wurde.

    Die beiden letzten großen Rechtsakte das Reich betreffend, der Reichsdeputationshauptschluss von 1803 und die Auflösungserklärung Kaiser Franz II., verwenden jedoch dann den Begriff deutsches Reich.

    Das Heilige Römische Reich Deutscher Nation [lerntippsammlung.de]

    Translatio imperii (lateinisch ‚Übertragung des Reichs‘) ist eine politische Theorie des Mittelalters und der frühen Neuzeit, der zufolge ein Weltreich das andere ablöst.

    Translatio imperii

    Antworten
  38. 38

    sherina

    103. Was bedeutet „Nation“?

    Allerdings bedeutete das lateinische Wort natio bis ins 18. Jahrhundert nicht „Volk”, sondern bezeichnete den „Ort der Geburt” (im Gegensatz zu gens = Sippe, Stamm, Volk).

    Das Heilige Römische Reich Deutscher Nation [lerntippsammlung.de]

    Nation (um 1400 ins Deutsche übernommen, von lat. natio, „Volk, Sippschaft, Menschenschlag, Gattung, Klasse, Schar“) bezeichnet größere Gruppen oder Kollektive von Menschen, denen gemeinsame Merkmale wie Sprache, Tradition, Sitten, Bräuche oder Abstammung zugeschrieben werden.

    Natio bezeichnete im Lateinischen ursprünglich eine Gemeinschaft von Menschen gleicher Herkunft, daran anschließend eine durch gemeinsame Sprache, Sitten und Bräuche kenntliche Gemeinschaft, und zwar im römischen Sprachgebrauch zunächst als Fremdbezeichnung für fremdartiges eingewandertes Volk, das mit der einheimischen Bevölkerung lebt.

    Nation wird dann eher ethnisch homogen (als Volk), aber auch als Stamm (Stammesvolk, früher Völkerstamm) verstanden.

    Die Nation dient häufig als Religionsersatz. Die Nation ist etwas „Heiliges“, für die man „Opfer“ bis hin zum „Martyrium“ erbringt. Es gibt einen „Kult der Nation“. Dagegen scheint zu sprechen, dass sich viele Nationen über ihre Religion oder über ihre Konfession definieren.

    Für das Deutsche Wörterbuch der Brüder Grimm ist die Nation „das (eingeborne) volk eines landes, einer groszen staatsgesamtheit“. Der Begriff ist demnach „seit dem 16. Jahrh. aus dem franz. nation, ital. nazione (vom lat. natio)“ in die deutsche Sprache aufgenommen worden.

    Nation [de.wikipedia.org]

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  39. 39

    sherina

    94. Welche Bedeutung hat die päpstliche Bulle Inter Caetera von 1493?

    Die päpstliche Bulle Inter caetera divinae wurde am 4. Mai 1493 von Papst Alexander VI. ausgegeben. Sie legte eine Trennungslinie zwischen dem spanischen und dem portugiesischen Machtbereich fest. Die Demarkationslinie verlief in Nord-Süd-Richtung von Pol zu Pol durch den Atlantischen Ozean und lag 100 Leguas (ca. 480 km) westlich der Azoren, was etwa 38° westlicher Länge entspricht. Alle Territorien, die westlich dieser Linie lagen, wurden den spanischen Königen und ihren Erben zugesprochen, alle Gebiete östlich davon fielen an die Portugiesen.

    So bedeutete die neue Demarkationslinie eine erhebliche Ausweitung des spanischen Machtbereichs. Dies führte schon im nächsten Jahr zum Abschluss des Vertrags von Tordesillas.

    Inter caetera [de.wikipedia.org]

    Somit legte Papst Alexander VI. fest, dass das heutige Südamerika einschließlich künftiger Entdeckungen zwischen Portugal und Spanien aufgeteilt wurde. Eine Eroberung durch andere Herrscher wurde damit ausgeschlossen. Alexander war der letzte dem Territorium Spaniens Entstammende, der zum Papst gewählt wurde. Wie passend.

    Antworten
  40. 40

    sherina

    119. Was ist eine Seemacht?

    Seemacht ist ein Staat, der über eine ausgewogene Flotte und seestrategische Positionen verfügt. Dabei ist Seemacht ein Produkt aus Flotte und seestrategischer Position. Ist in dieser Kalkulation ein Faktor Null, dann ist auch das Produkt Seemacht Null. Seemacht ist die Voraussetzung für jegliche Machtprojektion über See. Die Rangordnung der Seemächte untereinander wird bestimmt durch Qualität, Quantität und Einsatzbereitschaft der Seestreitkräfte. Die stärkste Seemacht ist stets auch Weltmacht.

    Weltmacht, im Unterschied zum umfassenderen Begriff Großmacht, bezeichnet einen Staat, der auf weltpolitischer Ebene wesentlichen Einfluss ausübt. Im Unterschied zum Weltreich setzt der Begriff daher das Vorhandensein einer globalen politischen Ebene voraus und ist somit für die Zeit vor dem Zeitalter der Entdeckungen nicht angemessen.

    Seemacht setzt ausgewogene Seestreitkräfte voraus.

    Seemacht [de.wikipedia.org]

    Antworten
  41. 41

    Ortrun

    @ N8wächter

    „Warum gab es keine „deutschen“ oder besser „römisch-germanischen“ Kolonien?“

    Ging man im Deutschen Reich davon aus (ursprünglich), dass dem Deutschen Reich eh alles gehörte, wegen des alten Bundes mit der Rom-Kirche? Das Deutsche Reich (Das Heilige Römische Reich Deutscher Nation) war wohl ursprünglich als der weltliche Arm vorgesehen, der das Christentum Europas zu schützen hatte, bis sich die Verhältnisse später umkehrten zwischen Reich und Rom-Kirche. War dies schon das berühmte Ringen zwischen Licht und Finsternis, also das Vorspiel?

    Ich möchte nur gern wissen, warum man genau dieses Deutsche Reich im Dreißigjährigen Krieg (nach vorausgegangener Religionsspaltung) so komplett zerstören wollte, das deutsche Volk dabei eliminieren. Auch hätte ich gern endlich eine Erklärung für die jahrhundertelange Kleinstaaterei Deutschlands. Warum zerteilte man das Deutsche Reich in einen Flickenteppich an Kleinstaaten, während alle anderen europäischen Staaten eine zentrale Machtstruktur
    erhielten?

    Wollte man das Reich so besser unter Kontrolle halten, das deutsche Volk machtlos und schwach halten und ihm nie seine Sehnsucht nach Einheit verwirklichen, die immer stärker wurde – Kulminationspunkt nach den Napoleonischen Kriegen.

    Antworten
    1. 41.1

      N8Waechter

      Eine Teilantwort wird hier gegeben:

      Kommentar sherina

    2. 41.2

      eo

      Die umfassende Zerstörung Deutschlands ist sozusagen als der Plan B zu betrachten, nachdem der Plan A, die komplette Rückabwicklung der Reformation, sich nicht realisieren ließ.

      Sozusagen als ein von grenzenlosem Haß diktierter Denkzettel dafür, daß die Deutschen (und die nordeuropäischen Länder) unter Luther von der Fahne gingen und die Papstkirche herausgefordert haben.

    3. 41.3

      Gast

      @ eo:

      Plan B ist also noch im Gange? Wenn ich mir die Situation mit Behörden, etc. (Unterwanderung durch Blutfremde) so ansehe, kann ich einfach keinen Optimismus finden. Hier im Reiche ist nach meiner pessimistischen Anschauung gerade gar nichts optimistisch und frohlockend.

      Ich habe wegen Familie und Beruf leider kein gutes Zeitmanagement betreffend Geschichte …, ähh, Vergangenheit. Seid ihr Freiberufler oder Zeitdöser (arbeitssuchend), Studenten oder Schüler oder Teilzeitschufter? Aber vor allem reizt mich eine Frage bei eurem zügellosen Optimismus: lebe ich in einem Paralleluniversum oder lebt ihr überwiegend vor dem Computer in einer Scheinwelt?

      Das hier ist die interessanteste Web-Seite überhaupt für mich, wegen der klugen Artikel und Kommentare (ok, die Empfehlung eines Kommentators war Geldverschwendung: „Und sie nannten ihn Immanuel“ …, liest sich anfangs gleich wie der Werbebeginn zur Trump-Ära – seit diesen bestimmten Zeilen aus diesem Buch kommt es mir vor, dass Präsident Trump bereits in den 80ern geplant war), aber ich verstehe Euch irgendwie gefühlstechnisch nicht.

      Bin ich so ein programmiertes Opfer, dass ich den Wald vor Bäumen nicht sehe? Wo wird was genesen? Woanders? Ganz woanders? Die Mehrheit unseres Volkskörpers ist zu bequem (leider wohl auch ich?) oder zu unwissend/naiv/dumm, als dass hier Thors Hammer Wirkung zeigen wird.

      Ich war schon richtig gut drauf: Quantenphysik/Magnetismus -> Goldenes Zeitalter … aber heute wird wieder stark gesprüht (herbe Enttäuschung nach großer Hoffnung) und tatsächlich wurde mir von einem aus dem „Landesamt“ mitgeteilt, dass mein Wille und meine Meinung scheixegal (kurz beschrieben) sind.

      Wenn Geld/Macht/Glaube an die Regierung gekoppelt sind, dann haben wir mit der BRD auf deutschem Boden ein beängstigendes Problem. Rückabwicklung durch Putin und Trump? Wie das, wenn deren Nationen doch Germanias Einfluss+Macht vollkommen zerstört haben? Verstehe ich nicht … Oder diskutiert ihr einfach nur darüber, warum wir demnächst ausgerottet werden?

    4. N8Waechter

      Die Folgebeiträge mögen einige Deiner Fragen beantworten, bitte Geduld. In diesem Kommentarstrang kümmern wir uns erstmal um die Geschichte, also bitte beim Thema bleiben. Danke.

      N8w.

    5. 41.4

      Ekstroem

      @ Ortrun. Oftmals liegt in der Frage schon die Antwort enthalten.

      Zwei hypothetische Fragen:

      1. Wie sähen Europa und die Welt heute aus, wenn der erste Dreißigjährige Krieg nicht stattgefunden hätte; wenn die Deutschen Lande nicht verwüstet und entvölkert worden wären?
      2. Wie sähen Europa und die Welt heute aus, wenn der zweite Dreißigjährige Krieg nicht stattgefunden hätte; die Deutschen Lande nicht verwüstet hätte und seine Bevölkerung nicht verheert hätte?

      Die deutsche Frage [freiheit-wahrheit-verantwortung.de]

      Zitat von der obigen Seite:

      „Dokumentiert durch die offizielle Geschichtsschreibung gibt es seit den römischen Cäsaren einen fortdauernden Kampf um Europas Mitte, mit immer neuen Angriffswellen. Der römische Versuch, Germanien zu erobern, scheiterte im Teutoburger Wald.

      Hunnen- und Mongolensturm, Christianisierung der Kelten und Germanen mit brutaler Gewalt, Hexen- und Ketzerverfolgungen, Inquisition, der erste Dreißigjährige Krieg von 1618-1646, der Türkische Angriff im 17. Jahrhundert, die Napoleonischen Kriege und schließlich der Zweite Dreißigjährige Krieg (von 1914 bis 1945) forderten immer wieder einen hohen Blutzoll von den Deutschen. Millionen und Abermillionen starben. Es gab mindestens 20 Millionen deutsche Opfer allein in den beiden Nachkriegszeiten des zweiten Dreißigjährigen Krieges.

      Was ist also die Deutsche Frage? Die Deutsche Frage ist die geplante Vernichtung Deutschlands und des deutschen Volkes.“

      Die Ursache dafür geht weit vor die römische Kaiserzeit zurück, liegt hinter den Nebeln der Geschichte. Mindestens seit Atlantis gibt es den arischen und den semitischen Bewusstseinsstrom …

    6. 41.5

      Ortrun

      Werter Ekström,

      danke für den Netzverweis über die deutsche Frage! Diese Abhandlung hilft sehr gut, die Zusammenhänge dieser Problematik zu verstehen.

      Ohne genauere Kenntnisse unserer deutschen und europäischen Geschichte (und das betrifft wohl die meisten, da man ihnen es gar nicht mehr fundiert und wahrheitsgemäß vermittelt hat) ist ein Verständnis der aktuellen Situation des deutschen Volkes, der europäischen Geschichte, des gesamten Weltgefüges und seiner Zukunft einfach nicht möglich. Je mehr man sich mit geschichtlichen Zusammenhängen beschäftigt, desto klarer wird dies, es ist der Schlüssel zum Verstehen unserer Wirklichkeit.

      Man kann das Wirken manipulierender Faktoren in der gesamten Geschichte und vor allem die Absichten und Ziele manipulierender Mächte nur in geschichtlichen Zusammenhängen erkennen. Dort, im Muster der Geschichte, treten sie klar hervor.

      Viele unserer deutschen Geistesgrößen wussten sehr wohl um den immerwährenden Ansturm gegen das Deutsche Reich (H.R.R.D.N) und das deutsche Volk, die damit verbundenen Vernichtungsabsichten, die tödliche Gefahr für das deutsche Volk. Früher war mir noch nicht klar, welches Ausmaß dieses deutsche Schicksal hatte durch die Geschichte des Deutschen Reiches hindurch und wie groß das Leiden dieser großen Deutschen war, die es verstanden hatten.

      Als Beispiel möchte ich noch Friedrich Hebbels Zitat anführen:

      „Es ist möglich, daß der Deutsche doch einmal von der Weltbühne verschwindet, denn er hat alle Eigenschaften, sich den Himmel zu erwerben, aber keine einzige, sich auf Erden zu behaupten und alle Nationen hassen ihn, wie die Bösen den Guten. Wenn es ihnen aber wirklich einmal gelingt, ihn zu verdrängen, wird ein Zustand entstehen, in dem sie ihn wieder mit den Nägeln aus dem Grabe kratzen mögten.“ (Tagebücher 4. Januar 1860. Sämtliche Werke: Tagebücher, 4. Band. (1813-1863))

      Johann Gottlieb Fichtes „Reden an die deutsche Nation“ wären aus diesem Blickwinkel sicher auch interessant für uns, die wir nach Wahrheit suchen. Über ihn scheint auch einiges aus dem Netz verschwunden zu sein (ich hatte mal eine tolle Seite gefunden, die ist weg) und er gehört zweifellos zu den Philosophen, die wegen seiner Reden an das deutsche Volk in Verruf gerieten, die er kurz nach dem Ende des Verschwindens des H.R.R. Deutscher Nation hielt (1808).

      Was für leidenschaftliche und moralisch hochstehende Denker wir doch hatten! Mit Schiller hat sich Fichte in Briefen ausgetauscht, sicher auch über das D.R. – möchte ich gerne lesen.

      Reden an die Deutsche Nation [us.archive.org / PDF]

      Hier beschäftigt sich jemand aus seiner Heimat mit dem in Vergessenheit geratenen J.G. Fichte:

      Johann Gottlieb Fichte: Mut zum Handeln – Vortrag von Maik Hosang [YT]

      Wenn man sich klar macht, dass unsere Schüler in Geschichte nach der diachronen (nicht chronologisch) Methode unterrichtet wurden – man brach Themenaspekte, z.B. Revolutionen, einfach aus dem zeitlichen Kontext und verglich quasi Äpfel mit Birnen. Ein Fundament konnten die so nicht bekommen und die Chance, Fakten der Weltgeschichte zuzuordnen und das Geschehen in Zusammenhängen zu verstehen, ist auch sehr gering. Kein Zufall, dass man alles in Fetzen zerriss!

      Meine Tochter hatte einen chaotischen und miserablen Geschichtsunterricht. Ich sagte ihr: Abhaken und ganz neu mit der deutschen Geschichte anfangen! Der Betrug ohne Ende ist ihr schon länger klar, Gott sei Dank! Andere erlitten im Extremfall, dass ihr Geschichtsunterricht fast ausschließlich aus der Beschäftigung mit den 12 Jahren bestand, sie wurden bis zum Erbrechen traumatisiert. Dies waren keine Einzelfälle.

      HuS
      Ortrun

  42. 42

    Ortrun

    »Am deutschen Wesen soll die Welt genesen.«

    Das wollte man immer verhindern. Der Feind wusste besser, was im deutschen Volk an Potential steckt und was seine eigentliche Aufgabe auf diesem Planeten ist – besser als das deutsche Volk anscheinend selbst.

    Steiner hat übrigens etwas sehr Interessantes über den deutschen Volksgeist geschrieben, inwieweit er sich von den Volksgeistern anderer Völker unterscheidet.

    Antworten
    1. 42.1

      pedrobergerac

      Werte Ortrun:

      Zitat Rudolph Steiner:

      „Gerade wenn wir unsere Zeit mit allen ihren Fehlern und Irrtümern in Betracht ziehen, da sehen wir, daß keimhaft veranlagt ist in der mitteleuropäischen Kultur, daß mit allen Kräften Vorbereitungen gemacht sind im deutschen Volksgeist, in der germanischen Volksseele, damit bewußt nun ergriffen werde der Christus-Impuls. Das ist eine Tatsache von unendlich höherer Bedeutung noch als diejenige des fünfzehnten Jahrhunderts, als das Mädchen von Orleans Frankreich zu retten hatte, weil Frankreich damals eine bedeutende Mission hatte.

      Wir stehen also vor der bedeutsamen Tatsache, daß in der Zukunft der deutsche Geist dazu berufen ist, im vollen Wachzustand mit den Tatsachen, die in das deutsche Geistesleben eingeflossen sind, den Christus-Impuls immer bewußter aufzunehmen. Er mußte wirken, dieser Christus-Impuls, durch die Jahrhunderte so, wie wir stets gezeigt haben, indem er sich in den Seelen durch die unterbewußten Vorgänge ankündigte.

      Und er muß sich in der Zukunft mit den Seelen in der Weise verbinden, daß es Menschen gibt – die es in Mitteleuropa geben muß -, die im Wachzustande, unter Anstrengung ihrer bewußten Geisteskräfte, nicht nur derjenigen, die im physischen Leibe und im Ätherleibe sind, auch ihr Ich und ihren astralischen Leib mit dem Christus-Impuls verbinden.“

      Aus: Das Volk des bewußten Christentums [pelagius.de]

    2. 42.2

      Ortrun

      Werter Pedrobergerac !

      Das Gesamtwerk Rudolf Steiners [anthrowiki.at] – zum Stöbern. Ich bin kein Anhänger, aber es gibt schon Interessantes zu finden.

      Die Stelle über den „deutschen Volksgeist“ und seine einmalige Besonderheit muss ich noch suchen. Was die Fähigkeit des deutschen Volkes derzeit zur „Aufnahme des Christusimpulses“ angeht (es führt eigentlich alles noch viel tiefer als bei Steiner), bin ich skeptisch, da die Deutschen in der Masse in so viele Kulte (auch Erzählungen und Mythen bezüglich ihrer Herkunft, ihrer Aufgabe, ihres Seins) verstrickt oder materialistisch-atheistisch orientiert sind, dass sie von diesem „Impuls“ inzwischen wohl weitgehend abgeschnitten wurden und ihn somit auch nicht mehr aufnehmen können. Das Potential dazu hätten sie sehr wohl gehabt – es war ihnen geschenkt worden und es hatte mit ihrer Aufgabe zu tun.

      Das ist (für mich) der tiefste Grund, weshalb der Feind so sehr gegen das deutsche Volk wütete – es war ein geistiger Grund. Aus dem Geistigen Urgrund kamen dann auch die ganz besonderen und einmaligen Leistungen der Deutschen in der materiellen Welt. Alles entfaltete sich und wurde Ziel eines ungeheuerlichen Neides.

      Hat der Feind sein geistiges Vorhaben mittlerweile erfolgreich vollbracht?

    3. 42.3

      Texmex

      Was bedeuten die beiden Begriffe „germanisch“ und „deutsch bzw. doitsch“? Ist das dasselbe? Oder steckt da mehr dahinter?

      Antwort hier:

      Fremde Besessenheit und das Los der Niedrigkeit, des Niedergangs [tikkun.ch]

    4. 42.4

      Alfreda

      42.3

      Ein sehr interessanter Artikel. Vielen Dank, werter Texmex.

    5. 42.5

      Mohnhoff

      Was mich gerade ein wenig fassungslos macht, ist, dass es so scheint, als ob sich die Gegenseite während all der Jahrhunderte über diesen Konflikt absolut im Klaren war und zielgerichtet auf ihren Sieg hingearbeitet hat. Jedenfalls, wenn ich die mir bekannten Informationen über historische Verschwörungen und Logenvereine in das Bild mit einbeziehe.

      Die Handlungen der Minusseelen erscheinen weit vorausschauend und zielgerichtet. Und das über die geografische und ethnisch/kulturelle Grenzen hinweg. Wenn ich mir zum Beispiel anschaue, wie die Ostgermanen (heutige Slawen) umerzogen wurden und wie sie heute zu uns reichlich feindselig (besonders die Polen) stehen – ein ziemlicher Erfolg für eine Kampagne, die Jahrhunderte dauerte.

      Andersherum empfinde ich unsere Geschichte momentan, als würde da immer nur aus dem kollektiven Unterbewusstsein, oder nennen wir es Volksseele, die Ahnung hervorbrechen, was die Aufgabe war, und dann gab es mal wieder einen kurzen Schub in die positive Richtung. Wie eine Art völkische Traumtänzerei durch die Geschichte. Als ob in Mannschaft weiß ohne Dame und Läufer gespielt wird und die Züge ausgewürfelt werden. Und die Hälfte der weißen Figuren darf der Gegner ziehen. Das meine ich zum Beispiel auf den Einfluss der Kirche bezogen. Im Prinzip sitzt Mannschaft Dunkel seit der Christianisierung beim weißen Spieler mit am Brett.

      Also mal nüchtern betrachtet, allein wenn man sich die territorialen Verschiebungen anschaut, ist es seit mindestens zweitausend Jahren ein Rückzugsgefecht mit eindeutigem Trend. Wahrscheinlich aber viel länger. Die einzige mir gerade einfallende Ausnahme zu dieser Beobachtung ist die Absetzbewegung, und die ist keine hundert Jahre her.

      Zwar gibt es heute auf anderen Erdteilen auch Deutschstämmige, aber diese sind sich dessen kaum mehr bewusst. Und hierzulande ist es nicht viel besser. Also der „Christusfunken“ muss in den nächsten 10 Jahren zünden, sonst ist hier echt Schicht im Schacht. Vielleicht aber auch nicht mal 10 Jahre.

    6. 42.6

      Thorson

      Werter Mohnhoff (#42.5),

      so ist es, wir sehen nun, wie dieser Plan mal ausgesehen hat. Zumindest können wir das teilweise erahnen. Das war mal ihr Plan, aber jetzt gibt es Dank Internet eine kleine Planänderung. Es gibt bei der gesamten Kette an Geschehnissen keine Zufälle, alles folgte diesem Plan der Minusseelen.

      Und jetzt läuft alles nach einem anderen Plan. 🙂

      Heil und Segen
      auf all unseren Wegen

    7. 42.7

      Annegret Briesemeister

      Zu 42.5: Lieber Mohnhoff,

      der Plan Allvaters ist um so vieles älter und genialer, weil einfach auf Liebe begründet. Der Kristusfunken hat doch bereits gezündet. Wir alle, die wir uns hier austauschen, sind der lebende Beweis dafür.

      Alles wird gut. Mir ist durchaus bewusst, daß dieser Satz trivial klingen mag, aber genauso wird es sein. Habe Vertrauen.

      Heil und Segen
      Annegret

  43. 43

    777quersumme3

    89./90. Welche wirtschaftliche Veränderung wirkt bis heute durch die Ausweitung des osmanischen Reiches nach Westen?

    Durch die Störung der Handelswege nach Asien mussten neue Handelswege gefunden werden – Seewege. Bereits im 9. Jahrhundert begann das Zeitalter der seefahrenden europäischen Städte („Hanse“). Während ein Staat Staatsgrenzen hat, innerhalb derer Rechte geltend und Befugnisse ausgeübt werden können, ist dieser Grundsatz auf die Meere nicht einfach übertragbar.

    Mit der zunehmenden Eroberung der Meere durch Handel mussten die Befugnisse auf Hoher See geklärt werden. Das Meer war ein rechtsfreier Raum, was häufig Plünderungen durch Piraten zur Folge hatte. Die Meeresfreiheit entwickelte sich zum Rechtsprinzip, gleichzeitig gab es Vereinbarungen über Sperr‐, bzw. Einflusszonen sowie detaillierte Regelungen zum Seehandel. Piraten galten bereits damals als „Feinde der Menschheit“. Einige seefahrende Nationen beanspruchten nationale Sonderrechte im gesamten Bereich des Meeres. (Spanien, Portugal, England)

    Das See-Handelsrecht wirkt bis heute.

    Antworten
  44. 44

    777quersumme3

    Ergänzung zur Frage 90:

    Neue Handelswege – Seewege waren das Eldorado für Plünderer. Noch heute ranken sich viele Seefahrergeschichten um sagenhafte Goldschätze, die nach erbitterten Seeschlachten auf den Meeresboden sanken. Um dem „Raubrittertum“ vorzubeugen, war es notwendig, eine Schuldverschreibung auf Papier einzuführen.

    Antworten
  45. 45

    Evocatus

    Da auch in diesem Artikel wieder die Frage „Was ist ein Lehen?“ auftaucht, ist es wohl von essentieller Bedeutung.

    Ich wage mich mal mit einem Versuch diese Frage zu beantworten an eine Interpretation:

    Grundsätzlich hat weder Staat noch Kirche irgendeine Macht, Befugnis … über einen Menschen. Es sei denn er begibt sich „freiwillig“ in vertragliche Verpflichtungen. Sie brauchen für alles unser Einverständnis/unsere Unterschrift.

    „Ein Lehen erhielt ein freier Mann, wenn er sich in den Dienst eines Herrn begab.“ Was ist ein „freier Mann“?

    „Er verpflichtete sich in diesem Zuge, Abgaben zu leisten und dem Herrn mit Rat und Hilfe treu und gehorsam zur Seite zu stehen.“

    „… bis ins Spätmittelalter hinein bildete das Lehenswesen die Basis für die Durchsetzung herrschaftlicher Ansprüche.“

    „Adel und Kirche, die zusammengenommen den überwiegenden Teil an Grund und Boden besaßen, vergaben Lehen.“

    Da nach meinem Verständnis niemand Eigentümer von Grund und Boden sein kann, haben sich Adel und Kirche widerrechtlich als Besitzer/Besatzer (scheinheilig als Eigentümer) ausgegeben. Eigentümer ist die Schöpfung und die Menschen und insofern war hier schon Grund und Boden „geliehen“. Der Abgrenzung von Grund und Boden und Verteidigung mit Waffengewalt gegen die freien Menschen wollte man mit dem Lehen entgegentreten. Das Widerrechtliche mußte sozusagen legitimiert werden und die freien Menschen sollten gezwungen werden sich dem System „freiwillig?“ unter- und einzuordnen.

    Wo kämen wir da hin, wenn die Freien (Vogelfreien, Gesetzlosen), die sich des ganzen Betrugs bewußt sind, andere auch noch überzeugen und dem Spuk ein Ende bereiten würden?

    „Man kann gar nicht widersprechen, daß die Urabsicht der Lehen eine Militizverfassung war; allein nach und nach sind auch andere Lehen entstanden.“

    „Allein das Lehenswesen, welches die Könige zur Unterdrückung der Nationalfreiheit und zur Begründung ihres Ansehens eingeführt hatten, …“

    Grundsätze des Lehenrechtes mit steter Hinsicht auf das Königliche Baierische Lehenedikt vom 7.Juli 1808 und andere Gesetze [books.google.de]

    Was ist ein Lehen?

    Unterdrückung von Freiheit mit „freiwilliger“ Anerkennung eines Herrn durch vertragliche Verpflichtung? Den Freien in Verträge binden?

    HuS
    Evocatus

    Antworten
  46. 46

    Sonne

    Was ist Geld?

    Geld = Energie = Fülle = Potenzial = Entfaltung

    Energie = Schöpfung
    Fülle = Reichtum
    Reichtum = Macht
    Macht = Freiheit
    Freiheit = Selbstbestimmung

    Entfaltung/Macht/Potenzial
    Potenzial/ Fülle
    Freiheit/ Selbstbestimmung
    Selbstbestimmung/Verantwortung
    Verantwortung/Macht/Entfaltung

    Geld und Glaube
    Geld regiert die Welt?

    Antworten
  47. 47

    Eisenhut

    89. Welche wirtschaftliche Veränderung wurde durch die Ausdehnung des Osmanischen Reiches verursacht?

    Nun, die Herrscherclique bekam jetzt Kunkurrenz aus dem Osten und die uneingeschränkte Macht einen Knick. Die Welt wurde größer und man brauchte noch mehr Geld für Kriege.

    90. Wie wirkt sich diese Veränderung bis in die heutige Zeit aus?

    Die ewige Kriegswirtschaft … Drogenhandel, mafiöse Strukturen? Die Globalisierung wurde eingeleitet durch die „Wende“ und die Abschaffung der „Blöcke“ fast weltweit. Aber vorher wurde ja auch schon zusammengespielt. Vielleicht will man die Eine-Weltregierung installieren und es sollen überall gleiche Bedingungen bestehen.

    Antworten
  48. 48

    Diskowolos

    Bemerkenswert finde ich, dass die ehemaligen Weltmächte England, Frankreich und Spanien trotz ihres Kolonialbesitzes heute so schlecht dastehen, während Deutschland sie bei weitem überragt. (aber nunmehr in der EU aufgelöst wird – vielleicht gerade deswegen)

    Die ehemaligen europäischen Weltmächte scheinen zuviel Energie in ihre Kolonien gesteckt zu haben, während sie gleichzeitig ihre eigenen Länder vernachlässigt haben. Man konnte wirtschaftliches Wachstum quasi durch Eroberung und Ausplünderung generieren.

    Deutschland mußte weiter auf seine Schaffenskraft und fairen Handel mit anderen Nationen setzen. Hier könnte auch ein Geheimnis der deutschen Wirtschafts- und Innovationskraft liegen. Die Gier der anderen hat zu ihrem sukzessiven Niedergang geführt.

    Da war die Geschichte mal gerecht!

    Antworten
    1. 48.1

      Bjørn Lystaal

      Werter Diskowolos,

      ich fasse deinen interessanten Kommentar (wie auch alle anderen Beiträge hier: danke für alle, die hier so heftig mitwirken! Und an den N8waechter und Magnus sowieso) so auf und mal zusammen:

      Während die anderen versuchten, im Außen sich zu bereichern (mit dem Maximum(-werkzeug) Amerika mit seinem Klemm-und-klau-Wappenvogel, dem Seeadler), hat sich das Deutsche seiner eigenen, inne-wohnenden Fähigkeiten er-innert und diese erweitert und genutzt. Daher das langfristig für die Deutschen positivere Ergebnis, so mein Eindruck.

      Im Grunde nichts Neues, wenn man berücksichtigt, dass fast alle alten Weisheitslehren den Weg nach innen als einzig zielführend nahelegen. Warum sollte das, was für Menschen richtig ist, nicht auch für Länder/Völker gelten?

    2. 48.2

      Frigga

      Zu 48

      Man muss sich das mal aus der Sicht eines Landwirts oder Pferdezüchters überlegen:

      Warum gibt es im Sommer die vielen Landwirtschaftsschauen? Wo die Tiere begutachtet werden und Preise verteilt werden, z.B. für gute Hinterteile bei Bullen oder gute Euter bei Kühen. Wie sind die Hörner gewachsen bei Zuchtschafen? Krumm und schief oder schön eben auf beiden Seiten? Wie dick ist die Wolle? Und wie ist auch der Charakter der Tiere? Kann man damit umgehen oder schlagen und treten die sofort?

      Oder schau ein Gestüt an. Die Blutlinien der besten Hengste und Stuten. Was da für eine Ordnung herrscht und wie sich das in der Leistung bei Rennen oder Springen auswirkt.

      Wer im Markt irgendetwas kauft und zusammenschmeißt und schlampig seinen Hof führt, der braucht sich nicht zu wundern. Was haben die großen Kolonialmächte denn gemacht? Ausgebeutet und gefaulenzt und die Herren gespielt, zur Arbeit die Leute reingeholt, die sich dann mit dem Volk vermischt haben.

      Die vielen Verschiedenheiten, Religion, Arbeitsauffassung, Kultur, Sprachen, Gebräuche, das muss auch alles berücksichtigt werden, das ist ja auch nicht regierbar. Jeder will Gesetze für Seinesgleichen. Schon deshalb ist Deutschland fähiger gewesen, es ist homogener geblieben. Mit anderen Worten: eine schöne Herde auf gut geführtem Hof, wo die Tiere sich wohl fühlten und mit Begeisterung Hochleistungen erbrachten, weil sie alle wussten, wo es lang ging. 😉

    3. 48.3

      Annegret Briesemeister

      Der Reichtum der Deutschen war von jeher geistiger Natur. Das Land der Dichter und Denker, Philosophen und Naturwissenschaftler, der Universalgenies.

      Und wie du erwähnst, lieber Bjørn, legen alle alten Weisheitslehrer den Weg nach innen als einzig zielführend zugrunde. Und da Völker aus einzelnen Menschen bestehen, gilt das gewiss für Völker.

      Die Völker mit dem am höchsten entwickelten geistigen Potenzial wissen um Wahrhaftigkeit und um die Wichtigkeit, das Blut rein zu halten. Denn nur so war und ist auch der Geist rein und klar. Dieses drückt sich auch aus im Umgang mit Sitte, Anstand und Moral. Die heute nur noch vordergründig von den Politikdarstellern dahin geplapperten berühmten deutschen Werte.

      Heil und Segen
      Annegret

  49. 49

    Annegret Briesemeister

    Was ist Vertrauen? Worauf beruht Vertrauen?

    Vertrauen ist die Sicherheit, die aus dem Inneren des Menschen, aus dem Herzen kommt, wenn man dem folgt. Vertrauen ist, daß etwas Sinn ergibt, egal wie es ausgeht. Vertrauen ist nicht Glauben. Das wertvollste ist das Ur-Vertrauen, daß uns bedauerlicherweise viel zu oft abhanden gekommen ist.

    Das ist wie immer, meine Sichtweise, mein Verständnis.

    Heil und Segen
    Annegret

    Antworten
    1. 49.1

      Sonnenschein

      Werte Annegret,

      zu deinem obigen Kommentar 48.3:

      „Die Völker mit dem am höchsten entwickelten geistigen Potenzial wissen um Wahrhaftigkeit und um die Wichtigkeit, das Blut rein zu halten.“

      … möchte ich gerne ergänzen, daß aus diesem Grunde (um das Blut zu „verwässern“) auch unsere Nahrung vergiftet wird. Auch der Nahrung, die wir zu uns nehmen, liegt die göttliche Ordnung zu Grunde. Diese wird aber durch Pestizide zerstört, und diese Zerstörung wirkt auch auf Geist und Körper, wenn wir diese Nahrung zu uns nehmen. Dadurch werden wir immer weiter geschwächt, und das ist so gewollt.

      Entschuldigung N8W für die Abweichung von „Geld und Glauben“, ich finde es aber, es gehört zum Gesamtbild dazu.

      Euch allen sonnige Grüße

    2. N8Waechter

      Danke.

      Nochmal, bleibt bitte beim Thema. Es ist wichtig, dass dieser wertvolle Kommentarstrang möglichst unverwässert ist. Ich habe bereits mehrfach eingreifen und hinter den Kulissen klären müssen und diese zusätzliche Arbeit ist unnötig, wie ein Kropf. Also bitte: Disziplin! Danke.

      Heil und Segen!
      N8w.

  50. 50

    Frigga

    Nochmal Kelten:

    Ein Schlenker im roten Faden, dazu könnte man ganz viel sagen, wenn man diese drei Minuten auf sich wirken lässt. Auch ein geteiltes, besetztes Land, ausgebeutet, verhungert, 1916 alleine geschafft, unter Riesenopfern und Aufgabe von 1/3 des Landes. Die Vorkämpfer mussten heuer um des Friedens willen notgedrungen aufgegeben: Keine Absetzbewegung. Man kann AH nicht genug danken.

    Christy Moore sings at burial of Martin McGuinness [YT]

    Antworten
    1. 50.1

      Ortrun

      Werte Frigga!

      Da Du in Großbritannien lebst und zuvor 10 Jahre in Irland gelebt hast, habe ich hier ein Schmankerl für Dich, das Dich interessieren könnte. Ich würde mir diesen besonderen Ort in Irland gern einmal anschauen, finde ich faszinierend: Die Kelten und die Königstochter aus dem Stamm Dan – über 500 Jahre BC.

      Prophet Jeremias Grab in Irland [vimeo.com]

      Heil und Segen

  51. 51

    Morlock

    Diese ganze Familienbanden scheinen ja allesamt irgendwie miteinander verwandt zu sein. Es heißt doch so schön. „Was Gott verbunden hat, soll der Mensch nicht trennen“, weder auf Erden noch im Himmel.

    Die sogenannten Fürsten, Könige und Kaiser waren sehr fortpflanzungswillig, bzw. -fähig aufgrund ihrer herausragenden Stellung. Dass sie dadurch Probleme bekamen, die Nachkommen angemessen auszustatten, war ein Grund für die Kleinstaaterei.

    Ehe: Im Römischen Reich wurde die Ehe als eine nichtrechtliche gesellschaftliche Tatsache durch verwirklichte Lebensgemeinschaft zwischen Mann und Frau gesehen. Nach Lehre der römisch-katholischen Kirche ist die Ehe ein Sakrament, das sich die Eheleute gegenseitig spenden und das grundsätzlich ein ganzes Leben dauert.

    J*dentum: “Aus dem Alten Testament gilt die Erzählung von der Schaffung der Frau aus der Rippe Adams als Grundlage für das Verständnis der Ehe: „Darum verlässt der Mann Vater und Mutter und bindet sich an seine Frau, und sie werden ein Fleisch.““

    Christentum ab 1100 a.D.: „In der Auseinandersetzung mit den weltlichen Führern, vor allem den einflussreichen Adelsgeschlechtern, übernahm die Kirche die Ehe als „heiliges Sakrament“ mit entsprechenden Regulierungen (siehe Kirchliche Trauung). Die Adelsfamilien wollten so auch ihre patrilineare Erbfolge („Vaterrecht“) durch kirchliche Legitimierung absichern.“

    Heilige Sakramente (7):

    – Taufe
    – Firmung
    – Eucharistie
    – Bußsakrament
    – Krankensalbung
    – Weihesakrament in den drei Stufen der Diakon-, Priester- und Bischofsweihe
    – Ehe

    Von der Wiege bis zur Bahre, Formulare, Formulare!

    Pass-ier-Schein A38 [YT]

    HuS

    Antworten
  52. 52

    eo

    In Sachen Finanzbedarf der Papstkirche zur Zeit Luthers gibt es z.B. die Schätzung des amerikanischen Reformationshistoriker Lewis Spizers (zu finden in Hansers ‚Sozialgeschichte der deutschen Literatur, Band 1), wonach zwei Fünftel aller Kircheneinkünfte in Deutschland nach Rom flossen …

    Ausführlicher hier:

    „Denn Luthers Dynamit war mehr geistiger Natur, er warf damit nämlich salopp gesagt seinem bisherigen Chef die Brocken hin, sprach also dem Papst jegliche Legitimation ab, da er ihn einen üblen Geschäftemacher nannte, der sein Amt zu eigenem Wohlleben und übermäßiger Prunkentfaltung mißbrauche.

    Und damit gleich auch die Kirche als Lügenverein, eben als ein großes Netzwerk der Lüge entlarvte, die aus dem Glaubensmonopol eine lukrative Jenseitsversicherung gemacht hatte und mit dieser linken Tour beim unbedarften, von Höllenangst geplagten Volk im ganz großen Stil absahnte.

    Denn zwei Fünftel aller Einkünfte der Kirche im Heilgen Römischen Reich Deutscher Nation, wie es damals noch hieß, gingen an die Zentrale in Rom, wie der amerikanische Reformationshistoriker Lewis Spizer berechnet hat.

    Daher ja auch der Impuls und der Antrieb, der Luther zu diesem historischen Entschluß trieb, nämlich eine Reformation nicht nur zu fordern sondern selbst einzuleiten und auf den Weg zu bringen. Und dies vor allem deswegen, weil er den sehr wohlbegründeten Verdacht hegte, daß im Vatikan der Glaube an Gott längst durch den Glauben an das Geld ersetzt worden war.“

    Weiter: Ein gewisses revolutionäres Potenzial [neue-spryche.blogspot.com]

    Antworten
  53. 53

    Frigga

    Zu 93. Was ist Globalisierung?

    Es ist der freie Austausch von Menschen und Waren über die Erde. Das hört sich nett an, hat aber viele Nachteile. Zur Völkervermischung wurde hier ja schon sehr viel eingestellt – hier nochmal:

    texts Warum Völkervermischung? [archive.org]

    Der freie Austausch von Waren benachteiligt arme Länder, weil sie die Preise niedrig halten müssen, um mit den reicheren, großen mithalten zu können, wodurch sie keinen Profit machen und unter erbärmlichen Bedingungen arbeiten müssen. Große Konzerne und Banken vernetzen und legen sich zusammen für immer mehr Macht und bestimmen die Entscheidungen.

    Es zählt nur der Profit, Umwelt und Gesundheit sind unwichtig. Gleichschaltung von Religionen und Regierungen wird angestrebt, damit die Sklaven – wir – einfacher zu „halten“ sind. Der Unterschied arm zu reich wird noch größer werden. Am Ende steht die eine Weltregierung, die alles in der Hand hat.

    Antworten
  54. 54

    Ilka

    Barbarossasage [kyffnet.de]

    Deutschland hat schon immer den Kaiser gestellt, weil es das heilige und auserwählte Volk ist. Helgoland = heiliges Land. J*den = Jut(Jüt)land. Es gab schon einmal ein tausendjähriges Reich und der neue Kaiser soll das Blut Kaiser Friedrichs haben, rötliche Haut, Haare, usw. Viele Weissagungen gibt es darüber, alle unter Verschluss gehalten, evtl. war es die 3. Weissagung Fatimas.

    Glauben der Kirche ist Schuldanerkenntnis von Sünden, Angst vor der Hölle und Lehre der Auflösung von Egoismus. Nur wer sich selbst erkennt und in sich bleibt, hat aber seine Energie (Seele). Und Geld ist Energie, da man ihm einen Wert gibt. Solange Menschen ihr Tun nur in Form eines Schuldscheins (nichts anderes ist Geld) werten, kann es kein freies Leb(h)en geben. Die Erde gehört dem, der sie schöpferisch befriedet. Nicht dem, der sie kaufen kann oder sich anderweitig unrechtmäßig aneignet.

    Die Kirche hat uns eingebläut, dass Jesus vor 2000 Jahren lebte. Nun, es gab zu der Zeit eine Sternenkonstellation: Jupiter und Saturn in Konjunktion in den Fischen. Damals war die Astrologie ein Universitätsfach. Man zog also aus, um ein Kind zu finden und zu nehmen, welches durch seine Geburt eine Gabe hatte. Damals wusste man halt, was die Sterne wiedergaben. Wie oben, so unten.

    Alles! an Infos über jemanden oder etwas sieht man in seinem Horoskop und kann daraus auch dessen Zukunft ableiten. Es ist alles vorherbestimmt. Nun, die Kirche hat dieses Wissen vernichtet. Viele sogenannte Hexen waren Seherinnen und Heilkundige. Konkurrenz. Natürlich braucht ein Seher keine Hilfsmittel, um zu sehen. Nostradamus sprach von Chiren, entweder ist es ein Anagramm, oder er meint Chiron. Er beschreibt den neuen Kaiser sehr versteckt in seinen Versen, und zwar dessen Horoskop. Vermutlich ist es auch im Johannesevangelium als die 7 Siegel versteckt. Davor hat die päpstliche Elite große Angst. Sie wollen ganz einfach das Schicksal vernichten. Das Drumherum ist ein sehr schlechtes Schauspiel. ☺

    Antworten
  55. 55

    Clara Schumann

    110. Welchen Stellenwert hatte die römisch-katholische Kirche im 16. Jahrhundert?

    Die Prunksucht und insgesamt oft wenig gottgefällige Lebensweise der Päpste waren schon seit mehreren Jahrzehnten einer unablässigen Kritik vor allem durch den nichtitalienischen Klerus ausgesetzt. Diese Kritik regte sich lautstark schon in den 1460er Jahren, als Päpste wie Kalixt III. oder Sixtus IV. die bis dahin üblichen Regeln der Dezenz, das heißt Zurückhaltung, Schicklichkeit und Anständigkeit, missachteten. Die Missstände führten immer wieder zum Ruf nach Reformkonzilen – z.B. 1494 unter Papst Alexander VI. –, aber sie verhallten stets ungehört oder wurden von den Amtsträgern geschickt unterlaufen.

    Seit dem Ende des 13. Jahrhunderts begann allmählich der Niedergang des Papsttums: Es erlebte die schweren Erschütterungen des Babylonischen Exils in Avignon (1309–76), des päpstlichen Schismas mit zwei und drei Päpsten zur gleichen Zeit (1378–1415), des Konziliarismus oder der Lehre von der Überordnung des Konzils (der Bischöfe) über den Papst, wie sie auf den Reformkonzilen Konstanz und Basel vertreten wurde; es erlebte ferner das ruhmlose Ende der Kreuzzüge, das Entstehen kirchenfeindlicher Gruppierungen, den die kirchlichen Dogmen unterhöhlenden Humanismus, und es fand sich darauf in der von Martin Luther ausgehenden Bedrohung durch die Reformation. Besonders dessen erstmalige Bibelübersetzung ins Deutsche und ihre Verfügbarmachung für Gläubige erzürnte Rom.

    Leo X. [de.wikipedia.org]

    Katholisch – Geschichtliche Entwicklung [de.metapedia.org]

    Antworten
  56. 56

    Clara Schumann

    7. Was bedeutet “katholisch“?

    Mit der Reformation drohte die Katholizität oder Universalität oder Globalität der Kirchenlehre auseinanderzubrechen.

    Der Begriff „katholisch“ wurde zur Abgrenzung von den Kirchen der Häretiker, der Heiden eingeführt, die auch eine ekklesia, eine Kirche waren, deren Versammlungen man aber meiden sollte. Auch der Wiedergeburtsglaube war noch aktiv, doch sprach man schon verfälschend von der „Wiedergeburt in die hl. kath. Kirche“. Alle christlichen Konfessionen berufen sich auf die Katholizität. Der Begriff wird jedoch seit der Reformation nicht auf die neuen christlichen Kirchen angewendet, um Verwechslungen mit der römisch-katholischen Kirche zu vermeiden.

    Die Entwicklung des Begriffs fasst Kyrill von Jerusalem im vierten Jahrhundert in seiner Katechese an die Täuflinge zusammen:

    „[Die Kirche] wird also katholisch genannt, weil sie in der ganzen Ökumene vom (einen) Ende bis ans (andere) Ende der Erde ist und weil sie umfassend und lückenlos alle Dogmen lehrt, die zur Kenntnis der Menschen gelangen müssen.“

    Er verweist dabei ausdrücklich auf eine innere, qualitative Bedeutung (Rechtgläubigkeit) und eine äußere, quantitative Bedeutung (Globalität).

    Diese erweiterte Bedeutung hatte sich ab der zweiten Hälfte des zweiten Jahrhunderts entwickelt und wurde damit begründet, dass sich die katholische Kirche auf die Verkündigung der ganze Wahrheit und Repräsentation der ganzen Kirche berufen kann, während Häresien durch die Überbewertung einzelner Wahrheiten entstehen und in erster Linie lokal auftreten.

    Katholizität [de.wikipedia.org]

    Antworten
  57. 57

    Clara Schumann

    111. Welchen Einfluss besaß die Familie Medici zu dieser Zeit?

    Der Beginn der Reformation fiel in die Zeit Leo X. Er war der erste, der 1513 aus der Familie der Medici zum Papst gewählt wurde.

    Als Papst griff er stark in die europäische Politik ein. Nach dem Tod des deutschen Kaisers Maximilian I. unterstützte er den französischen König Franz I., mit dem er das Konkordat von Bologna schloss, bei der Kandidatur um die Kaiserwürde. Jedoch unterstützte er später auch den Wahlsieger Karl V. und schloss mit ihm 1521 ein Bündnis gegen Frankreich. Auf dem Fünften Laterankonzil konnte er am 16. März 1517 vor dem Hintergrund der Türkengefahr das Ausrufen eines europäischen Waffenstillstands und eines Kreuzzugs gegen das Osmanische Reich durchsetzen.

    Noch im Jahr seiner Wahl erhob er seinen Neffen, Pieros Sohn Lorenzo, in den päpstlichen Adelsstand (somit die erste Nobilitierung eines Medici) während Pieros jüngster Bruder Giuliano 1515 mit dem Herzogtum Nemours belehnt wurde (womit bereits der Aufstieg in den Hochadel vollzogen war). 1516 wurde dann Lorenzo mit dem Herzogtum Urbino belehnt, wenn auch nur vorübergehend. 1523 wurde der Vetter Giulio als Clemens VII. (1523–1534) zum zweiten Medici-Papst gewählt. (Der dritte, Alessandro Ottaviano de´ Medici, ein Neffe Leos X., regierte als Papst Leo XI. im April 1605 nur für einige Wochen.)

    Piero di Lorenzo de’ Medici wurde 1494 bei der Errichtung von Girolamo Savonarolas „Gottesstaat“ vertrieben, und erst 1512 gelang dessen Sohn Lorenzo die Rückkehr, der 1527 aber die erneute Vertreibung folgte.

    Nur mit Hilfe des Vetters Giulio (inzwischen Papst Clemens VII.) und des Kaisers war es im Anschluss an die Krönung Kaiser Karls V. 1530 in Bologna möglich, diese zweite Vertreibung aus der danach kurzzeitig erneuerten Republik Florenz (1527–1530) rückgängig zu machen.

    Die Umwandlung der Republik in eine Monarchie war jedoch nicht aufzuhalten.

    Leo X. [de.wikipedia.org]

    112. Wo war die Familie Medici aktiv?

    Sie haben die gesamte europäische Politik beeinflusst. So unterstützte Papst Leo X. zuerst die Franzosen, dann schloss er ein Bündnis gegen Frankreich. Die jüngste Linie der Medici mit Cosimo I. und II. regierten bis zu ihrem Aussterben [?] 1737 vor allem die Toskana, da die Toskana nicht dem Kirchenstaat unterstand. Nach dem Tod des letzten, kinderlosen Großherzogs Gian Gastone 1737 fiel das Großherzogtum aufgrund des Erlöschens der regierenden Medicis im Mannesstamm als erledigtes Fahnlehen an das Reich zurück und konnte von Kaiser Karl VI. neu vergeben werden.

    Die Familie der Medici aus Florenz bildete vom 15. bis 18. Jahrhundert eine einflussreiche italienische Dynastie, aus der Großherzöge der Toskana, Päpste und zwei Königinnen von Frankreich hervorgingen (Caterina de’ Medici heiratet 1533 den späteren französischen König Heinrich II. und Maria de’ Medici, die Tochter Francescos und Ehefrau des französischen Königs Heinrich IV.)

    Die Medici erwarben ihren Reichtum im Textilhandel, der von der Gilde Arte della Lana betrieben wurde. Auf dieser Basis begründeten sie ein modernes Bankwesen und dominierten – auch durch ihre Beziehungen zum Papsttum – die europäische Finanzwelt der frühen Neuzeit. Ihr Mäzenatentum ermöglichte und prägte die Renaissance in Florenz.

    Medici [de.wikipedia.org]

    Antworten
    1. 57.1

      N8Waechter

      👍

    2. 57.2

      Solarplexus

      Die Familie Medici war auch maßgeblich an der versuchten Ausrottung und Vertreibung der sogenannten „Hugenotten“ beteiligt. Ich sage nur Bartholomäusnacht. Das letzte Familienmitglied ist erst vor ein paar Jahren von dannen gegangen.

  58. 58

    Kurzer

    [Kommentar hierhin verschoben, da themenfremd. Etwaige Antworten bitte in dem anderen Kommentarstrang. Danke! N8w.]

    Antworten
  59. 59

    Chatte

    Vielen Dank, werter N8Waechter und Magnus, für Teil 3. Ich bin schon gespannt auf den vierten Teil. Sehr gute Arbeit.

    Antworten
  60. 60

    Chatte

    In wieweit spielt hier Niccolò Machiavelli eine Rolle? Geboren am 03.05.1469, verstorben am 22.06.1527.

    Niccolò Machiavelli [whoswho.de]

    „Darüber hinaus wurde Machiavelli von den Medici gelegentlich als politischer Berater hinzugezogen. Neben einigen lyrischen Dichtungen und der Komödie „Clizia“ (1525) verfasste er in jenen Jahren außerdem die bedeutende politische Dialogschrift „Dell’arte della guerra“ („Über die Kriegskunst“), die 1521 veröffentlicht wurde. Erst 1525 erhielt Machiavelli seine volle politische Rehabilitation anlässlich des Konflikts zwischen den Medici und dem deutschen Reich, in dem er nun im Auftrag der florentinischen Stadtregierung erneut auf diplomatischen und militärischen Missionen tätig wurde.“

    Antworten
  61. 61

    Claus

    @alle:

    Zum Thema Kolonialisierung (welches hier eigentlich nicht das Thema ist, aber vermehrt angesprochen wurde) … diese läuft im Prinzip immer noch, wenn auch in abgeschwächter Form. Diese Länder werden größtenteils immer noch gesteuert und auf geschickte Art und Weise ausgeplündert. Nur halt nicht mehr so offensichtlich.

    PS: Ist schon einmal jemandem aufgefallen, dass kurz nachdem sich gewisse Mächte den afrikanischen Kontinent untereinander aufgeteilt haben, der 1. WK begann!? Egal, was so mancher behauptet. Ich glaube, dass das keine gute Zeit war.

    Antworten
  62. 62

    EvaMaria

    „Ich halte sie dumm (Glauben), du hältst sie arm (Geld).“

    Geld ist meiner Meinung nach ein Mittel der Machtausübung: Wir glauben, Geld hätte einen Wert für uns, weil wir uns dafür was kaufen können (was denn übrigens?). So sehr glauben wir das, daß wir gar nicht merken, wie sehr wir von unserer nährenden Quelle getrennt werden: unser Recht auf unser Land, wo wir geboren wurden.

    Wer bestimmt denn, wieviel uns zusteht (Löhne, Renten, etc.), was unsere Arbeit wert ist, was ein Kind oder ein Rentner braucht, um menschenwürdig zu leben? Wer hat die „Berechnungsgrundlagen“ geschaffen? Was machen viele Leute alles für Geld, wie sehr sind sie bereit zu leiden oder Leid zuzufügen?

    Die Kirche mit ihren Päpsten hat den heidnischen Völkern ihren Glauben aufgepfropft, so wie sie Kirchen auf die Kraftorte und Ritualplätze gebaut und ihre eigenen Glaubenssätze mit äußerster Gewalt durchgesetzt hat. In einer ZDF-Dokumentation wurde vor Jahren mal gesagt, daß die Germanen nach Vercingetorix „plötzlich verschwunden“ wären — so wie die Indianer oder die Aborigines, interniert und assimiliert?

    Zweitausend Jahre haben sie gebraucht, um das heutige System zu installieren und im Leben nicht damit gerechnet, daß nun doch mal ein paar Menschen aufwachen.

    Lieber N8w, lieber Magnus, was Ihr hier so mühevoll zusammengetragen und aufbereitet habt und wir uns nun genauso mühevoll wieder aneignen müssen, das ist für die Eliten mit ihren sehr alten Familientraditionen (Blutlinien) ganz normales Wissen, genauer gesagt die Basis ihres Handelns, zusammen mit den grausigen Ritualen, die nun ans Licht der Öffentlichkeit drängen.

    Antworten
  63. 63

    Tim Buktu

    Liebe Leute,

    hier ein Netzverweis zu einem YT-Beitrag, mit dem Titel:

    Der Katholizismus – Christentum oder Heidentum?

    Interview mit Prof. Dr. Hubertus Mynarek – ein ziemlich schonungsloses Offenlegen der Heiligen Römischen Inquis… ähh Institution/en – Betrachtungen eines ehemaligen „Insiders“ – passend zum Thema wie ich finde.

    Beschreibung:

    „„Die Sakramente sind alle heidnischen Ursprungs… Der Katholizismus ist die absolute Verfälschung der Religion, die Jesus gemeint hat, ist die totale Verfremdung, ja Pervertierung, das heißt Umdrehung, Umschaltung um 180 Grad, dessen was Jesus mit seiner Religion, die ja eine Vertiefung der Moral sein sollte, gemeint hat. Es ist ein Hohn, eine Maskerade, ein durch zwei Jahrtausende hindurchwandernder Karnevalszug, und man wundert sich, dass so wenige Menschen das bisher durchschaut haben, das hier mit dem Christentum der letzte Humbug getrieben worden ist und auch von dem jetzigen Papst getrieben wird.“ Prof. Dr. Hubertus Mynarek, ehemaliger Dekan an der Universität Wien“

    Antworten
    1. 63.1

      Annegret Briesemeister

      Werter Tim Buktu,

      Du findest bezüglich des Katholizismus. bzw. der katholischen Kirche nicht nur gute Hinweise bei Hubertus Mynarek, sondern auch bei Karlheinz Deschner.

      Heil und Segen
      Annegret

  64. 64

    Erenion

    Noch eine kleine Ergänzung zu den Medici. Wenn die Florentiner ihre Herrscherfamilie huldigten, dann riefen sie „Palle, Palle“ (Palle it. = Kügelchen, Pille). Das bezog sich auf das Wappen der Medici. Die darauf sichtbaren Kugeln werden in der Heraldik als Pillen bezeichnet.

    Hier eine mögliche Deutung. Diese könnte noch eine weitere Verbindung in die heutige Zeit aufweisen:

    Medici Familienwappen [florencewithguide.com]

    „Apothekerpillen im Familienwappen

    Auf historisch etwas soliderem Terrain bewegen sich die Erklärungsversuche, die in jüngeren Forschungen lanciert worden sind. Angeregt durch die Bedeutung des Wortes medici, das im Italienischen Ärzte bedeutet, sind die Rundformen als heraldische Stilisierungen von Apothekerpillen gedeutet worden. Der Versuch über den Namen an die Herkunft des Wappenmotivs zu kommen ist dabei gar nicht mal so abwegig, wie er auf Anhieb erscheinen mag. Man bedenke nur die Verehrung der Medici für die Ärzteheiligen Cosmas und Damian, immerhin Schutzpatrone der Familie, die einer vergleichbaren Logik verpflichtet sind. Was allerdings in beiden Fällen fehlt sind Hinweise auf Familienmitglieder, die sich als Mediziner hervorgetan hätten.“

    Antworten
    1. 64.1

      Chatte

      „Was bringt den Doktor um sein Brot?
      a) Die Gesundheit, b) der Tod.
      Drum hält der Arzt, auf daß er lebe,
      uns zwischen beiden in der Schwebe.“

      @Eugen Roth (1895-1976), dt. Autor

    2. 64.2

      Erenion

      Heute gibt es eine unübersehbare Verbindung zwischen Banken und Pharmaindustrie. Könnte das Wappen und der Name der Medici ein Hinweis sein? Ist diese Verbindung viel älter? Auf jeden Fall gibt es eine Verbindung Glaube und Pharmazie.

    1. 65.1

      Ilka

      Mir fällt nur gerade wieder ein, dass es das J. erst seit einigen Jahrhunderten gibt, davor nur das I. und die ägyptischen Hieroglyphen, wiederum den Runen ähnlich sind, bzw. die Keilschrift. Und man in Mayabildhauereien sogar „deutsche“ Buchstaben gefunden haben soll.

      Wer hat unsere Schrift und Sprache also verhunzt, bzw. ausgelöscht? Und mit dieser unglaublichen Impertinenz vermute ich auch dass die Germanen und Kelten sehr wohl Schriften niedergelegt hatten, diese aber aufgrund ihrer Brisanz vernichtet, bzw. versteckt wurden. Man fand in Keltengräbern Goldschmuck feinster Ausführung, auch Wikinger(Kelten?)-Grabbeilagen, die von hoher Handwerkskunst waren.

      Mein Glaube ist …

      Das Land, wo jetzt die Nordsee ist und es die Nordseeanomalie gibt, war Atlantis und dieses riesige Gebilde ein Tempel. Das vor ca 65.000 Jahren, bis der Supervulkan bei Mexiko ausbrach und das Klima abkühlte. Es bildete sich Eis bis zu den Alpen und die überlebenden Bewohner flohen nach Süden bis Mesopotamien. Dort waren sie die ägyptischen Herrscher und übergaben ihr Restwissen der Bevölkerung. Die Pyramiden waren Kraftwerke. Oben war ein Goldresorbator oder wie man es auch immer nannte. Die Energie wurde im Inneren gespeichert. Vermutlich Biomaterial.

      Die Blutgruppe (Null) negativ ist rezessiv in der Vererbung. Weil die Atlanter auch ausschließlich alle das gleiche Blut hatten. Es ist vom ph-Wert sauerer als positives Blut und lässt Strom(Elektronen) leichter hindurchfließen. Dies lässt eventuell auf eine höhere Schwingungsfrequenz in der Nervenleitfähigkeit schließen. Leider kaum erforscht, weil unerwünscht.

      Deus las ich oben. Wann bekam Wolfgang Ama-Deus Mozart seinen Namen? War ein Astrologe neben der Hebamme? Nomen est Omen. Damals war einen Astrologe zu Rate zu ziehen, nichts Unschickliches oder Vverwerfliches bei wichtigen Ereignissen.

      Hatten die Medici Zugang zur Menschenchronik, zum Wissen der Atlanter? Woher hatten z.B. Nostradamus und da Vinci sonst ihr Wissen? Da Vinci soll ja sehr viel in seinen Gemälden versteckt haben. Sind die Flugscheiben also sozusagen 65.000 Jahre alt, von der Technik her gesehen …?

      Auch von mir ein Heil und Se(h)gen!

  65. 66

    Clara Schumann

    91. Welche Auswirkungen hatte diese Veränderung auf das seinerzeitige Geldsystem?

    Die wirtschaftliche Kraft und Ausstrahlung von Byzanz war so groß, dass der goldene Solidus zwischen dem vierten und elften Jahrhundert die Leitwährung im Mittelmeerraum war. Der Kaiser wiederum herrschte de facto fast uneingeschränkt über Reich (das sich immer noch dem Gedanken der Universalmacht verpflichtet fühlte) und Kirche.

    Byzantinisches Reich [de.wikipedia.org]

    Der Aureus, der durch den Solidus abgelöst wurde, war seit Kaiser Augustus die römische Standardgoldmünze. Da der Aureus im 3. Jahrhundert massiv an Feingehalt und somit Wert verlor, war eine Reform notwendig, um das Vertrauen in die Leitwährung wiederherzustellen.

    Konstantin ließ den Solidus zuerst um 309 in Augusta Treverorum (Trier) prägen, seiner damaligen Residenz. Unter seiner Herrschaft wurde der neue Aureus Solidus – also der „feste, zuverlässige Aureus“ – nicht nur 324 die allgemeine Reichsmünze, sondern erlangte schnell über die Reichsgrenzen hinaus an Bedeutung.

    Nach der Inbesitznahme von gallischen, spanischen, italienischen, englischen und nordafrikanischen Gebieten durch Sueben, Vandalen, Ostgoten, Westgoten, Franken, Burgunder und Angelsachsen im Rahmen der Völkerwanderung [?] prägten die Herrscher der germanischen Nachfolgereiche weiterhin Solidi und Tremisses. Da jedoch das Ausprägen von Gold als kaiserliches Privileg galt, setzten sie bis zum Ende des Weströmischen Reichs (476) das Abbild des weströmischen und danach – teilweise bis ins 8. Jahrhundert hinein – das Abbild des oströmischen Kaisers auf die Vorderseite der Münzen. […]

    In Ostrom jedoch, das ab dem Ende des weströmischen Kaisertums (476) später Byzanz genannt wurde (die Byzantiner sahen und bezeichneten sich weithin als Rhomaioi also Römer), hatte der Solidus jedoch bis zur Eroberung von Konstantinopel (1453) Bestand. Damit endet die römisch-byzantinische Goldwährung des Solidus, die seit der Einführung unter Konstantin des Großen länger als ein Jahrtausend Bestand hatte.

    Die tausendjährige Geschichte des Solidus [de.wikipedia.org]

    Die erste Ausgabe von Papiergeld fand 1483 in Spanien statt. Diese Belagerungsscheine waren damals jedoch (vorübergehender) Ersatz für fehlendes Münzgeld.

    Banknote – Erste Banknoten in Europa [de.wikipedia.org]

    Antworten
    1. 67.1

      Alfreda

      Frank Stoner hat sich ja auch recht intensiv mit den Veneziern beschäftigt und weiß Interessantes zu berichten über deren „seelenloses Geld- und Machtsystem“:

      Die verborgene Geschichte Venedigs – Frank Stoner bei SteinZeit [YT]
      Frank „Stoner“ Engelmayer: Die Venedig Verschwörung [YT]
      Brexit – Shakespeare – Venedig – Am0k Alex & Frank Stoner Show Nr. 71 [YT]

  66. 68

    Morlock

    Noch was zum Geld?

    Die BRD Staatsschuldenuhr läuft seit 2017 rückwärts.

    Eurozone Schuldenuhr [smava.de]

    In 8 Minuten haben wir 800.00 Euro Falschgeld abgebaut, ist doch schön. Wenn da bloß nicht diese blöde doppelte Buchführung wäre, naja, sieht aber schön aus. Die EU Uhr ist unten zu sehen. Glaubensuhr leider nicht gefunden. 💸

    HuS

    Antworten
    1. 68.1

      pedrobergerac

      Werter Morlock,

      angeblich hat Marco Polo die mathematische Null aus China mitgebracht, welche die doppelte Buchführung der Banken ermöglichte und somit das „Venezianische Geldsystem“ begründete.

    2. 68.2

      Karl Stülpner

      #68. Werter Morlock,

      sehr interessante Schuldenuhr.

      Wenn man sieht, wie sich angeblich Deutschlands Schulden um 100.000 TSD EUR vermindern und die Griechenlands, rechts daneben, sich um 50.000 TSD EUR erhöhen, fragt man sich was ist das, warum ist das so, und wo sind die restlichen 50.000 TSD hin entschwunden.

      Sehr interessant und für mich nicht erklärbar.

      Beste Grüße
      Karl

  67. 69

    sherina

    22. Was ist ein Kaiser?

    Vielleicht gibt dieser Netzverweis neue Erkenntnisse:

    Kaiserkult [de.wikipedia.org]

    Der Kaiserkult war eine kultische Verehrung der Kaiser des Römischen Reichs. Man brachte den toten oder lebenden Herrschern Opfer dar, betete teils ihr Bildnis an und machte sie dadurch zwar nicht zu einem Gott (deus), wohl aber zu einem Vergöttlichten (divus).

    Der römische Kaiserkult ist eine Sonderform des in der Antike verbreiteten Herrscherkults und geht indirekt unter anderem auf den Makedonen Alexander den Großen zurück. Dieser hatte, laut Autoren wie Arrian, bereits zu Lebzeiten seine eigene Vergöttlichung gefordert. Nach seinem Tod, so glaubte man vielfach, wurde er wegen seiner großen Taten und Hilfe für das Volk in die Göttergemeinschaft aufgenommen und leistete von dort aus seinen Verehrern weiterhin Hilfe.

    Gaius Iulius Caesar kam zu Lebzeiten besondere Ehre zu, da er, so sagte man, von den Göttern auserwählt und mit übernatürlichen Kräften ausgestattet gewesen sei. Er erfuhr aber noch keine kultische Verehrung als vergöttlichter Herrscher. Im Jahr 42 v. Chr. (nach seiner Ermordung am 15. März 44 v. Chr.) wurde er auf Druck seines Adoptivsohnes zum Gott erhoben und ging als Divus Iulius in die römische Göttergemeinschaft ein, wobei die Römer im Übrigen stets zwischen einem deus (einem Gott) und einem divus (einem „Vergöttlichten“) unterschieden.

    Der Herrscher war seit Augustus zu Lebzeiten auch oberster Staatspriester (pontifex maximus) und konnte neue religiöse Gesetze schaffen, bzw. bestehendes Recht endgültig auslegen.

    Der Machtanspruch des Kaisers über die Religion blieb bis weit in das Mittelalter und die Neuzeit hinein bestehen. Aus dem divus wurde der Kaiser „von Gottes Gnaden“: Das Hofzeremoniell blieb bis in die Einzelheiten weitgehend dasselbe und wurde parallel auch vom Papsttum kopiert.

    Sollte ein Kaiser aufgrund seiner (angeblichen) Wohltaten für das Volk nach seinem Tod vergöttlicht werden, wurde der Leichnam des Kaisers verbrannt (Faktisch entschied natürlich nicht der Senat, sondern der jeweils neue Herrscher, wie mit dem Andenken seines Vorgängers zu verfahren sei.) Bei dieser Zeremonie wurde ein Adler, das Symboltier Jupiters, freigelassen, welcher die Seele des Verstorbenen in das Reich der Götter bringen sollte. Der Aufstieg der Seele musste amtlich bezeugt werden.

    In den Provinzen galt der Kaiserkult als Ausdruck der Loyalität gegenüber Rom. Wer ihn verweigerte, schloss sich damit aus der Gesellschaft aus und galt leicht als „Hasser des Menschengeschlechts“. Probleme mit der Ausübung des Kaiserkultes hatten im Römischen Reich J*den und Christen, die wegen des Ersten Gebots (Monotheismus) keine Menschen als Götter verehren durften. Die Römer erkannten die j*dische Religion jedoch als religio licita an und erließen J*den die Teilnahme am Kaiserkult. Den Christen wurde dieses Privileg seit Trajan (98–117) nicht mehr gewährt, nachdem das Christentum als eigene Religion hervorgetreten war. Infolge der Ausbreitung des Christentums wurde der Kaiserkult bald zu einem Mittel, Staatsloyalität einzufordern: Wo Christen das Kaiseropfer verweigerten, kam es zeitweise zu schweren Christenverfolgungen.

    Antworten
    1. 69.1

      Ootis

      Interessanter Kommentar – immerzu dieselben Muster, Indoktrination, Glauben und Zwang, -tum, Religiöses, Kult.

      Hübsch, das so mit Blick in die Vergangenheit anzusehen. Danke für die Mühe des Zusammentragens.

      Viele Dank an N8W.

  68. 70

    sherina

    23. Was ist eine Wahlmonarchie?

    Wahlmonarchie bezeichnet eine Monarchie, deren Herrscher nicht durch Erbfolge, sondern durch eine Wahl bestimmt werden. Erst beim Aussterben einer Dynastie war eine neue Königswahl erforderlich.

    Heiliges Römisches Reich: Nach dem Aussterben der Staufer entwickelte sich das Reich endgültig zu einer Wahlmonarchie. Stand ursprünglich das Recht zur Königswahl allen Reichsfürsten zu, setzte sich seit Anfang des 14. Jahrhunderts allmählich das Wahlrecht nur der Kurfürsten durch. Formal wurde es endgültig mit der Goldenen Bulle Karls IV. auf die sieben, ab Ende des 17. Jahrhunderts dann neun Kurfürsten eingeschränkt.

    Obwohl die Kaiserwürde seit 1438 mit einer Ausnahme (Karl VII. aus dem Hause Wittelsbach) bis zum Ende des Reiches immer von einem Mitglied des Hauses Habsburg getragen wurde, blieb das Reich formell eine Wahlmonarchie; die Kurfürsten wahrten eifersüchtig ihr Wahlrecht.

    Wahlmonarchie [de.wikipedia.org]

    Am Anfang der Monarchie stand aller Wahrscheinlichkeit nach die Wahlmonarchie. Kelten und Germanen wählten ihre Stammeshäuptlinge nach Befähigung, doch entstammten die Führer zumeist sehr einflussreichen Familien. Ging der Herrscher in der Sakralmonarchie des ‚Königsheils‘ verlustig, zumeist wohl durch seinen Tod, proklamierte oder wählte man, in einem ‚Thing‘ oder einer sogenannten ‚Schilderhebung‘, einen neuen Anführer. Man nennt die Periode der Geschichte die vorfeudale Periode. Sie trug nahezu demokratische Züge.

    Monarchie [juraforum.de]

    Antworten
    1. 70.1

      N8Waechter

      „… nahezu demokratische Züge.“

      So, so, … 😉

    2. 70.2

      sherina

      Es ist schon bemerkenswert, was beim Stöbern im Weltnetz zu Tage gefördert werden kann. Eigentlich sagen sie es uns:

      Die Kelten und Germanen hatten eine funktionierendes System, ein natürliches. Sie lebten mit der Schöpfung. Aber dieses war halt von Machtmenschen nicht gewollt und darum musste es weg. Geld und Glauben an eine neue Religion, Geld ist auch eine Religion, wie Brot und Spiele, war der Weg in das Chaos.

      Ein Gutes hat es, immer mehr Menschen erkennen das Chaos und wollen zurück zur Schöpfung.

  69. 71

    sherina

    101. Welchen Machtanspruch hatten die römischen Caesaren?

    Einfach ausgedrückt: Den Anspruch auf die ganze damalige Welt. Über alles, was es in der Welt gab, allein zu herrschen als Divus, einem Vergöttlichten.

    Doch Caesars Alleinherrschaft gab ihm nicht nur die Möglichkeit Neuerungen durchzusetzen, sondern er hatte auch andere weitreichende Befugnisse, ferner wurden ihm immer mehr Ehrungen zuerkannt.

    Er war in einer Person Konsul und Diktator, aber auch Volkstribun (Recht auf Unverletzlichkeit), Pontifex maximus (= Oberpriester, Oberaufsicht über die Sitten), wurde als Pater patriae (= Vater des Vaterlandes) und als Liberator (= Befreier) bezeichnet, als Eigenname wurde ihm der Titel Imperator (= Oberbefehlshaber über sämtliche Streitkräfte) zuerkannt.

    Obwohl er den Königstitel – aus nicht bekannten Gründen – ablehnte, schmückte er sich mit den altrömischen Königsinsignien, dem Triumphalkleid und dem goldenen Kranz. Sein Geburtsmonat Quinctilis wurde nach seinem Gentilnamen Julius benannt – bis heute heißt dieser Monat Juli. Unzählige Statuen wurden aufgestellt und fanden teilweise ihren Platz neben Götter- und Königsbildern. Schließlich entstand eine Art religiöser Caesarkult; ein Tempelbau für ihn war schon beschlossen worden, weitere Ehrungen waren geplant. Anfang des Jahres 44 v. Chr. wurde Caesar schließlich zum Diktator auf Lebenszeit ernannt.

    Gaius Julius Caesar [lernhelfer.de]

    Gaius Iulius Caesar kam zu Lebzeiten besondere Ehre zu, da er, so sagte man, von den Göttern auserwählt und mit übernatürlichen Kräften ausgestattet gewesen sei. Er erfuhr aber noch keine kultische Verehrung als vergöttlichter Herrscher. Im Jahr 42 v. Chr. (nach seiner Ermordung am 15. März 44 v. Chr.) wurde er auf Druck seines Adoptivsohnes zum Gott erhoben und ging als Divus Iulius in die römische Göttergemeinschaft ein, wobei die Römer im Übrigen stets zwischen einem deus (einem Gott) und einem divus (einem „Vergöttlichten“) unterschieden.

    Kaiserkult [de.wikipedia.org]

    Der Divus Iulius (dt. auch: Divus Julius) galt in Rom seit der offiziellen consecratio im Jahr 42 v. Chr. als höchster Staatsgott neben Iupiter Optimus Maximus. Der Divus Iulius ist die Gottheit, zu der Gaius Iulius Caesar nach seiner Ermordung im Jahr 44 v. Chr. erhöht wurde (IMP·C·IVLIVS·CAESAR·DIVVS: Imperator Gaius Iulius Caesar Divus). Die julianische Religion war im gesamten römischen Reich verbreitet und gilt im Allgemeinen als der Vorläufer des römischen Kaiserkultes, bestand neben diesem jedoch bis zur Christianisierung des Reiches fort.

    Divus Iulius [de.wikipedia.org]

    Antworten
  70. 72

    Bernd

    113. Was ist Geld?

    Um unsere Ahnen zu entzweien, wurde von den Römern erlassen, das „Geld“ für Tauschobjekte gelten solle. Zu der Zeit war Tauschhandel nur sehr sehr selten verbreitet, weil die Menschen in Sippschaft wohnten.

    Es gab also Gemeinschaften, wo alles zusammengetragen und in einem Lager gehortet wurde. Wer etwas brauchte, nahm es sich (ob nun getrocknetes Holz oder Nahrung). Wurde ein strenger Winter prognostiziert, wurde sich dementsprechend vorbereitet … gemeinsam! Tauschhandel gab es höchstens mit Fremden, also eher die Ausnahme. In der Sippe war Tauschhandel nicht nicht vorgesehen, bzw. nicht nötig.

    Die Einführung des Geldes war also die Spaltung der Sippe, des Kollektivs, der Gemeinschaft.

    Antworten
  71. 73

    Arno Myn

    Was ist Glaube?

    Alles. Unsere gesamte Wahr-Nehmung ist Glaube. Aus allem, was wir mit unseren Sinnen aufnehmen, er-zeugen wir eine Deutung, um daraus künftiges Handeln einschätzen und steuern zu können. Ebenso überziehen wir Erlebtes und uns überlieferte Geschichte mit dieser Deutung – damit wir es als möglichst widerspruchsfrei empfinden.

    So formt jedes einzelne Ego seine eigene Weltsicht. Der Glaube daran festigt, gibt Sicherheit, leitet unser Handeln. Die Intuition dient als Steuerung, um das Miteinander in der Gemeinsamkeit zu gewährleisten. Bis dahin wäre es natürlich und Bestandteil der menschlichen Vernunft.

    Mit der Bereitstellung von übergeordneten Deutungsrahmen – Religionen, Dogmen, „Regeln“ – entsteht die Gefahr der Lenkung von außen. Wenn das Ego nun allein das Ruder übernimmt, dies als glaubenskonform betrachtet, durchwinkt und andere Sichten (Herz und Gefühl) missachtet, hat ein Glaubensmodell von außen freie Bahn. Das kann nun alles sein: eine Partei-, Wirtschafts-, Firmen- oder Vereinsideologie … Kommt überall vor, von der Familie bis in die Massen.

    Glaube trennt – wenn wir dies nicht erkennen.

    Heil und Segen uns allen

    Antworten
    1. 73.1

      Ootis

      Oh, danke! – Arno Myn.

      Statt zu denken, interpretieren wir laufend – nach den prägenden Fremd-Programmen. Das muss richtig abtrainiert werden. Natürlich nachdem verstanden ist, was läuft, dann erst klappt das auch und ist die Bereitschaft für das Training über vielleicht zwei Monate da.

    2. 73.2

      Annegret Briesemeister

      Werter Arno Myn,

      danke für deine Ausführungen. Wirklich sehr deutlich.

      Ich möchte noch hinzufügen, daß Glaube an etwas von Voraussetzungen ausgeht, die uns unterbreitet werden. Also, wenn du an dies oder jenes glaubst, wird auch dies oder jenes als Konsequenz daraus erfolgen. Wenn ich also an die Wiederkehr eines Messias glaube, steuere ich damit mein gesamtes Denken und Handeln zwingend, so das besagte Wiederkehr eintreten muss.

      Wie gesagt, glauben ist nicht wissen. So ist der Glauben gefährlich, weil jederzeit von Außen manipulierbar. Wissen dagegen ist die Grundlage für Wahrheit und wirkliche Freiheit.

      Alle die uns Dinge oder Ereignisse glauben machen wollen, führen uns somit in „Versuchung“, in die Irre. Wer glaubt, hinterfragt nicht mehr. Wer weiß, mit dem Lernen in sein Innerstes zu gehen und auf seine innere Stimme zu hören (und das kann nur erreicht werden im Umgang mit sich selbst), kommt der Wahrheit immer näher und damit seiner vollkommenen Freiheit.

  72. 74

    Der Rheinländer

    Moin allerseits.

    Wenn ich mir die Kommentare so durchlese, kann man zusammenfassen:

    Die Katholische Kirche war der Ausgangspunkt für eine Globalisierung (1492, Wiederentdeckung der neuen Welt). Ungefähr zur selben Zeit führten die Medici (nach den Templern!; Nachfolge?) ein Banken-/Finanzsystem ein, um Einfluss in Europa zu nehmen. Das Geld mit seinem imaginären Wert, wird weltweit
    als Tauschmittel (oder Erpressungsmittel) genutzt. Königreiche sind erpressbar, somit können Marionetten gesetzt werden.

    Die Welt war der Wirt, die Kirche war das Virus und das Geld war das Gift. So wird der Wirt in Schach gehalten.

    Durch die Reformation scheint die Kirche gespalten zu sein. Hat sie dadurch an Macht eingebüßt? Eher weniger, da sich durch die Globalisierung ihren Einflussbereich vergrößerte. Die Folgen der Reformation spürten vor allem die Deutschen (30-jähriger Krieg). Deutschland wurde verwüstet und politisch völlig aus dem Rennen genommen. Und es sollte dauern, bis Deutschland sich davon erholen durfte.

    Antworten
    1. 74.1

      Thorson

      Werter Rheinländer (#74),

      „Die Welt war der Wirt, die Kirche war das Virus und das Geld war das Gift. So wird der Wirt in Schach gehalten.“

      Für mich ein Volltreffer!

      Heil und Segen
      auf all unseren Wegen

    2. 74.2

      pedrobergerac

      Werter Rheinländer,

      Reformation = Teile und herrsche.

      Die Kirche hat sich des „Christentums“ angenommen. Das „Christentum“ wurde von den gleichen Satanisten ins Leben gerufen, welche auch das „J*dentum“ und den „Islam“ ins Leben gerufen haben.

      Die Christen wurden eingesetzt, um das Panganen(Heiden-)tum zu bekämpfen. Später wurden der „Islam“ als Schwert der J*den gegen die „Christen“ eingesetzt. Die Satanisten oder Teufelsanbeter tarnen sich heute als Jesuiten, Freimaurer oder Illuminaten und haben ganz komische Sitten und Gebräuche und berufen sich auf allerhand geistiger Scheixxe.

      Der Gott Baal als Gegenspieler zu Isis – Isais – Astarte – Diana – Maria etc. spielt heute bei denen immer noch die Hauptrolle. Das Böse in ihnen hat sich durch die fleißige Arbeit der Dämonen, Archonten, Ahriman, Flyer etc. genetisch manifestiert und wird in ihren Blutlinien weitervererbt.

      Das ist natürlich alles kein Zufall.

      Alles läuft nach Plan. Wichtig ist nur das, was jeder Mensch aus sich macht, im Speziellen vor allem in geistiger Hinsicht. Rudolph Steiner hat das auch schon richtig erkannt.

  73. 75

    Tata

    Hallo,

    Kapitel 111 und 112 werden hier Das Bankhaus der Medici und seine Vorläufer [archive.org / PDF] von Otto Meltzing 1906 Seite 90 – 160 gut aufgearbeitet.

    Beste Grüße

    Antworten
  74. 76

    Clara Schumann

    89. Welche wirtschaftliche Veränderung wurde durch die Ausdehnung des Osmanischen Reiches verursacht?

    Durch die Ausdehnung des osmanischen Reiches hatte Konstantinopel (heute Istanbul) seine Rolle als wichtigstes Handelszentrum des Mittelmeers verloren. Mit der Eroberung Konstantinopels endete auch das Oströmische Reich.

    Konstantinopel [de.wikipedia.org]

    Die Nachwirkungen („Europäisches Expansion“ [de.wikipedia.org]) von der Eroberung Konstantinopels durch die Osmanen 1453 werden als ein verbindendes Motiv beider Seiten [Papst und aufstrebende Welthandelsmacht Portugal] gesehen gegen die Expansion des islamischen Imperiums vorzugehen (und die Ausbreitung des Christentums zu befördern):

    Die päpstliche Bulle Romanus Pontifex vom 8. Januar 1455 von Papst Nikolaus V. preist die Verdienste Heinrichs des Seefahrers im Kampf gegen die Sarazenen und bei der Ausbreitung des Christentums. In Ergänzung zur Bulle Dum diversas wurde dem portugiesischen König Alfons V., seinen Nachfolgern und dem Infanten Heinrich das Recht zugesprochen, die Sarazenen, Heiden und anderen Feinde des Christentums zu überfallen, sie auf ewig zu Sklaven zu machen und ihren Besitz zu nehmen. Hierbei erhielten die Portugiesen das alleinige Recht für die bisher erworbenen Gebiete und neue Eroberungen hinter Kap Bojador. Im Gegenzug sollten in den neuen Kolonien Kirchen und Klöster gebaut werden und Priester die Sakramente spenden dürfen.

    Nachdem der Infant und Administrator des Christusordens Heinrich der Seefahrer mit dem Papst verhandelte und der Kirche neben Missionsversprechungen auch Sitze in portugiesischen Regierungsgremien anbot, wurde die Bulle erlassen, durch welche die Pläne der Portugiesen politisch gedeckt wurden. Durch die Bulle hatte man ein Handelsmonopol für den Seehandel in Asien und eine rechtliche Grundlage, um fremde Schiffe gegebenenfalls zu entern.

    Nun erkannten die Holländer, welche Werte es in Asien zu holen gab. Im Auftrag der 1602 gegründeten Niederländischen Ostindien-Kompanie erstellte der Völkerrechtler Hugo Grotius 1604/05 das Rechtsgutachten De jure praedae („Über das Prisenrecht“). Ein Kapitel daraus wurde 1609 unter dem Titel Mare liberum („Das freie Meer“) veröffentlicht. Die katholische Kirche indizierte Mare liberum umgehend, da es die päpstliche Weltordnung und den Vertrag von Tordesillas untergrub.

    Romanus Pontifex [de.wikipedia.org]
    Vertrag von Tordesillas [de.wikipedia.org]

    Grotius formulierte hier einen revolutionären neuen Grundsatz, indem er erklärte, die Meere seien internationale Gewässer und alle Nationen hätten das Recht, sie zur Handelsschifffahrt zu nutzen. England widersetzte sich dieser Idee und behauptete eine weiträumige Gewässerhoheit um die Britischen Inseln. Cornelis van Bynkershoek bejahte das Eigentum am Meer nur für die Reichweite der damaligen Geschütze. Mit dieser Einschränkung, der Dreimeilenzone, setzte sich die Freiheit der Meere schließlich als Grundlage des modernen Seerechts durch.

    Freiheit der Meere [de.wikipedia.org]

    Antworten
  75. 77

    Clara Schumann

    90. Wie wirkt sich diese Veränderung bis in die heutige Zeit aus?

    Es entstand die „Dreimeilenzone“ und das „Prisenrecht“ [de.wikipedia.org] als Einschränkungen für die Freiheit der Meere. Die „Dreimeilenzone“ ist heute noch Grundlage des Seerechts und das Prisenrecht als Teil des Seekriegsrechts ist Teil des Kriegsvölkerrechts, dessen Fortgeltung nach „abweichenden Übungen in den beiden Weltkriegen“ heute offenbar angezweifelt werden (welche Übungen gemeint sind, habe ich noch nicht herausgefunden). Zentrale Besonderheit des Prisenrechts gegenüber dem Landkriegsrecht ist das Recht, privates Eigentum zu erbeuten. Es berechtigt allerdings nur kriegführende Staaten.

    Antworten
    1. 77.1

      konfuzius61

      Ja und in Hamburg gibt es den Internationalen Seegerichtshof [justiz.hamburg.de]. Das Abkommen betreffend die Rechte und Pflichten der neutralen Mächte im Falle eines Seekriegs [admin.ch /PDF] gilt immer noch.

  76. 78

    Clara Schumann

    93. Was ist Globalisierung?

    Globalisierung ist somit der Anspruch des Papstes, die Ordnung der Welt festzulegen und Menschen versklaven zu dürfen (vgl. dazu 94. Welche Bedeutung hat die päpstliche Bulle Inter Caetera von 1493? und 7. Was bedeutet “katholisch“? und die päpstliche Bulle Romanus Pontifex in Frage 89).

    Antworten
  77. 79

    andreas(2)

    113. Was ist Geld?

    Geld ist heutzutage Oberbegriff für Bargeld/Buchgeld. Wortschöpfungen:

    Notengeld, Münzgeld, Geldbörse etc. Geldschein – Scheingeld (der Schein trügt)

    lateinisch: pecunia;
    – Herkunft: pecu bzw pecus: ursprünglich Viehbestand (was der Reichtum in der Antike war)
    – Gesamtheit des Eigentums, Reichtum, Vermögen, Geld, Geldsumme
    – vor allem in der Kaiserzeit auch ein Geldstück, (Kupfermünze)

    italienisch: soldi (Mehrzahl)
    – Herkunft: soldo ist die Bezeichnung für ein italienische Münze, die erstmals Ende des 12. Jahrhunderts in Mailand durch Kaiser Heinrich VI in Silber geprägt wurde.
    – Ein Soldo hatte 12 Denari, 20 Soldi bildeten eine Lira (ein Pfund Silber)
    – Von Soldo leitet sich der deutsche Begriff Sold ab

    französisch: argent (monnaie bezeichnet die Währung)
    – Herkunft: –?
    – bezeichnet sowohl Silber als auch Geld
    – im Wikipedia franz. wird unter argent nur Silber abgehandelt, Geld wird unter dem Stichwort monnaie beschrieben
    – combien d’argent avez-vous besoin = wieviel Geld benötigen Sie
    – porte-monnaie = Geldbörse, Brieftasche

    deutsch: Geld:
    – Herkunft: mittel- / althochdeutsch: gelt = Vergeltung, Vergütung, Einkommen, Wert
    – germanisch: geld-a = Vergeltung, Entgelt, belegt seit dem 8. Jahrhundert, in der Bedeutung «geprägtes Zahlungsmittel», belegt seit dem 14. Jahrhundert

    heutige Definition: Unter Geld versteht man eine Sache, die die Funktion eines Tauschmittels (Zahlungsmittels), einer Recheneinheit und eines Wertaufbewahrungsmittels erfüllt.

    Der Wert des Geldes ist heute wie auch früher manipuliert!

    Antworten
  78. 80

    Franz Maier

    Das Thema Geld ist nach wie vor eines der wichtigsten Ursachen unserer weltweiten Probleme. Für mich ist bei Geld folgendes wichtig, was hier auch vielfach genau so angemerkt wurde:

    Glauben, und vor allem Vertrauen, was meines Erachtens fast noch wichtiger ist als der Glauben. Bedrucktes Papier hat dann mehr „Wert“ als die Arbeits- und Erfinderkraft der Menschen oder Mineralien, Rohstoffe oder Ernten. Aber das ist offensichtlich nicht gewünscht, sonst hätte man Hitler nicht angreifen und für ewig verteufeln müssen.

    Ich finde das schon krass, dass man nur in irgendwelchen Nischen im Internet erfährt, was Hitler für eine gerechte und menschliche Wirtschafts- und Währungspolitik geschaffen hatte. Kein Wunder ist der im Ausland so sehr beliebt, etwa in Asien oder Südamerika. Und kein Wunder ist der so verhasst bei den faulen Währungsspekulanten.

    Das ist irgendwie vergleichbar mit den KdF-Reisen für Arbeiter und ihre Familien in den 1930ern: Die durften auch nicht auf der britischen Insel anlegen, weil die britischen Arbeiter nicht wissen durften, wie gut die deutschen Arbeiter behandelt werden. Das ist, denke ich, im kleineren Maßstab vergleichbar. Oder nehmt Gaddafi, ähnlicher Fall, paar Nummern kleiner als Hitler.

    Kann hier jemand mal weiterführende Informationen über die Deckung der Reichsmark mit der Arbeitskraft der Bevölkerung einstellen? Ich meine, Gold als Währungsdeckung kam ja danach wieder mit Bretton-Woods bis Anfang der 1970er, aber gerechter als die Deckung einer Währung mit der Arbeitskraft seiner Bewohner geht doch nicht. Und genau das war ja mit denjenigen, die Geld für sich arbeiten lassen, nicht zu machen, weil sie dann ja hätten selbst arbeiten müssen.

    Kann das mal jemand etwas genauer ausführen? Danke im Voraus, ich bin in dem Thema nicht so drin.

    Antworten
    1. 80.1

      N8Waechter

      „Kann das mal jemand etwas genauer ausführen?“

      Bleibt bitte generell im Themenkreis, wir befinden uns im 16./17. Jahrhundert (folglich wird dies nochmal Thema sein). Danke.

      Heil und Segen!
      N8w.

    2. 80.2

      Mohnhoff

      Werter Franz,

      hier: Die Mefo-Wechsel – Kriegsvorbereitung oder geniale Finanzierung? [die-heimkehr.info] kannst du dich über das Gewünschte informieren. War auch für mich ein Augenöffner.

  79. 81

    Andere Welt

    111. Welchen Einfluss besaß die Familie Medici zu dieser Zeit?
    112. Wo war die Familie Medici aktiv?
    113. Was ist Geld?

    Ich spinne hier einfach mal wild drauf los aus Infos, die ich zusammengeklaubt und ungeprüft übernommen habe. Für Berichtigungen und Kritik seitens der Kommentatoren wäre ich daher durchaus dankbar. Es geht mir nur darum, mögliche neue Gesichtspunkte in den Raum zu stellen.

    111. Hier möchte ich zeitlich noch etwas vorgreifen:

    Verbindungen zwischen Venedig (u.a. Medici) zu Konstantinopel. Um das Jahr 1000 gehörte Venedig noch zu den byzantinischen Ländereien, neben Kleinasien und Kalabrien sowie weiteren Küstenstädten an der Adria. Es ist möglich, dass die „Dynastie“ sich in zwei Interessenlager teilte. Und zwar einen Teil, der Byzanz regierte und einen anderen, der den Kirchenstaat lenkte. Es bildete sich in Venedig eine scheinbar(e) dritte Fraktion, die sich die Herrschaft über über byzantinische Hafenstädte im heutigen Kroatien sicherte und in den folgenden 200 Jahren ihren Herrschaftsbereich auf Kosten von Byzanz erweiterte. Der Kirchenstaat und Venedig wurden so zu Nachbarn.

    Der byzantinische Part der Dynastie gewährte Venedig 1082 für seine Unterstützung im Kampf gegen die Normannen Handelsfreiheit in seinem Herrschaftsraum. Venedig profitierte weiterhin von seiner Unterstützung der Kreuzzüge und eröffnete Handelsniederlassungen in den durch die Kreuzzügler eroberten Küstenstädte Palästinas und Syriens.

    1200 war es somit möglich auf Schifffahrten von Venedig nach Konstantinopel (zuvor Byzanz und kurzfristig auch Nova Roma genannt) ca. alle 200 km einen Hafen anzulaufen, der sich in venezianischer Hand befand. Byzanz wurde schließlich von den Kreuzzüglern erobert und der venezianischen Dynastie einverleibt. Dieser Machtzuwachs ermöglichte „Venedig“ den Sieg über Genua (1251-1381 mit Unterbrechungen). Gleichzeitig veränderte sich das Herrschaftsgefüge in Venedig, zum Dogen als Regierungsoberhaupt und dem großen Rat (Erbrecht) kam ein „kleiner Rat“ hinzu, der sich zur regierenden Körperschaft entwickelte. 1355 wurde der „Rat der 10“ zur geheimen Staatspolizei.

    Nachdem trotz Kirchensteuer und Einnahmen aus den Ablassbriefen die Menschen mittels vermehrtem technischen Wissen älter, wohlhabender und gebildeter wurden, als dies von der Obrigkeit erwünscht war und vor allem in Deutschland wohlhabende Familien die Reformationsbewegung förderten, um die katholische Kirche zu entmachten, da ihnen deutlich wurde, dass die Probleme von dort stammten, musste die Dynastie zu neuen Tricks greifen.

    So gründete Venedig eine Handelsorganisation an seinem nördlichsten Hafen, um den Handel aus dem Norden zu schwächen. Einnahmen aus Kirchensteuer könnten durch den kirchenstaatlichen Teil der Dynastie zur Unterstützung dieses Planes gedient haben. Die Hanse als Schutzgemeinschaft könnte als Gegenreaktion verstanden werden. Der 30-jährige Krieg mit der Ausrottung wohl eines Großteils der deutschen Bevölkerung reiht sich in die Geschehnisse ein.

    Würde man weiterhin annehmen, dass die Dynastie nach dem Entstehen des lateinischen Kaiserreiches das Kaiserreich Nikaia lenkte, aus dem später das osmanische Reich entstand, das ja bekanntlich 1526 und 1683 bis vor die Tore Wiens gelangte, könnte dies zu der Annahme führen, dass das osmanische Reich von Beginn an von der Dynastie für das Erreichen ihrer Ziele eingesetzt wurde. Allerdings scheinen sie die Kontrolle über das osmanische Reich verloren zu haben, als die Türken Ende des 16. Jahrhunderts versuchten, in den venezianischen Herrschaftsbereich vorzudringen.

    112. Wo waren die Medicis u.a. noch aktiv?

    Die Türken strebten über die Adria kommend nach Venedig. Es bildenden sich in Venedig daraufhin 2 Fraktionen: Traditionalisten (Vecchi), die den Standort Venedig halten wollten und die Giovani – neue Fraktion, die sich einen neuen Standort in London aufbauen wollten. Die Giovani siegten über die Vecchio 1582. 1600 wurde in London die „englische“ Ostindien Kompanie gegründet, als staatliches Handelsmonopol nach venezianischem Muster.

    Nachdem Oliver Cromwell 1658 starb, kam es zu Machtkämpfen um seine Nachfolge. Es bildeten sich die Partei der Anglikaner, die Torys, und die venezianische Partei, auch Whigs-Partei genannt. Perücken kamen seinerzeit in Mode, warum wohl? „Wig“ = Perücke, sagt der Pons.

    113. Was ist Geld?

    Es heißt nicht „ein Geldpapier“ oder „ein Geldblatt“, sondern „ein Geldschein“ – es scheint nur Geld zu sein? Geld – guilt – Gyll – Gold – Nicht alles was glänzt ist Gold … Was ist dann wirklich Geld, was Gold?

    Antworten
  80. 82

    Clara Schumann

    95. Welchen Stellenwert hatte das Papsttum Anfang des 16. Jahrhunderts?

    Das Ansehen des Papstes war dem Nullpunkt nahe. Seit 1378 hatten zunächst zwei, später drei Kardinäle Anspruch auf den Stuhl des Apostels Petrus erhoben. Die Situation war ausweglos, als Gegenpapst Johannes XXIII. im Jahr 1414 das Konzil eröffnete. Um überhaupt die Möglichkeit einer Einigung zu eröffnen, diktierte der deutsche König Sigismund die Modalitäten, nach denen die Versammlung tagte. […] Entscheidend war: Das Konzil hatte der Kirche ein neues Fundament gegeben. Die Kardinäle hatten sich über den Papst erhoben und sich zum höchsten Organ erklärt.

    Wieso ist der Papst immer noch so mächtig?

    Im 15. und 16. Jahrhundert führte zudem die zunehmende Verweltlichung des Papsttums zu einer Krise, deren ultimative Konsequenz letztlich die Reformation war. Die Reformation stellte auch die Legitimität des Papstes radikal infrage.

    Geschichte des Papsttums

    (s.a. 110. Welchen Stellenwert hatte die römisch-katholische Kirche im 16. Jahrhundert?)

    Antworten
  81. 83

    Ortrun

    Waren die Medici in ihrem Ursprung nicht aus Spanien vertriebene J*den, die in Florenz und Venedig zu großem Einfluss kamen? Ich habe das mal irgendwo gelesen über ihre Wurzeln. Sie hatten auch später noch sehr gute Kontakte nach Spanien, was ihrem Einfluss in Italien auf die Sprünge half.

    Shakespeare zeigte durch seinen „Kaufmann von Venedig“, dass er ein Kritiker dieser Machenschaften war und die Verhältnisse in Italien hinter der Kulisse kannte. Von dort wurde die Übernahme Londons (City) anscheinend vorbereitet.

    Das sagen sie selbst dazu.

    Die Renaissance und das J*dentum

    Waren die Fugger in Augsburg auch Krypto-J*den, weiß jemand etwas darüber?

    Antworten
    1. 83.1

      N8Waechter

      » Frage 66 …

  82. 84

    Antonsen

    Werte Autoren, Mitschreiber und Mitleser.

    113. Was ist Geld?

    In der dänischen und norwegischen Sprache bedeutet „gæld“, bzw. „gjeld“ Schulden. Wenn jemand etwas produziert und das jemand anderem weitergibt (verkauft), glaubt man, dass der Nehmer in des Gebers Schuld steht. Um dies zu vergelten, gibt man dem Geber etwas zurück. Der Glaube an eine „Schuld“ erzeugt das Bedürfnis, diese „Schuld“ wieder zu begleichen.

    Die Natur stellt uns alles zur Verfügung, das wir zum Überleben brauchen. Durch die Begriffe „Eigentum“ und „Besitz“ erzeugt die Nutzung und Benutzung der naturgegebenen Ressourcen ein Schuldgefühl gegenüber dem, der seine Rechte für diese Ressourcen geltend macht. Solange wir zulassen, dass andere etwas, das allen gehören sollte, für sich beanspruchen, solange geben wir unsere Rechte an andere ab. Dieses Zulassen/der Glaube an die Rechte/Macht anderer, führt letztlich immer dazu, dass wir glauben, unsere „Schuld“ abarbeiten zu müssen.

    Geld ist somit ein Mittel für die Vergeltung einer Schuld, die uns glauben gemacht wird.

    In einer Gesellschaft, in der alle zum Wohlergehen der Gesellschaft arbeiten, gibt es keine Schuld gegenüber anderen. Es besteht kein Bedarf etwas zu verdienen, kein Bedarf arbeiten zu müssen, um sich etwas leisten zu können, und kein Bedarf, mehr oder weniger zu haben, als andere. Der Beitrag jedes Einzelnen führt zu einem Wachsen und Gedeihen der Gesellschaft und der Einsatz fließt durch die Gemeinschaft wieder auf jeden Einzelnen zurück.

    Alle für alle
    Antonsen

    P.S. Letztendlich resultieren alle Fragen darin, dass wir unsere Verantwortung anderen übergeben haben und hoffen, dass die anderen zum Schluss das Richtige für uns machen. Die Geschichte lehrt uns, dass wir vergebens hoffen. Nur durch das Zurücknehmen der Verantwortung können wir erreichen, was für uns wichtig ist.

    Antworten
    1. 84.1

      N8Waechter

      „Geld ist somit ein Mittel für die Vergeltung einer Schuld, die uns glauben gemacht wird.“

      Danke, werter Antonsen, bestens auf den Punkt gebracht. 🙂

      Heil und Segen!
      N8w.

    2. 84.2

      Schneidersitz

      1. Geld = Glauben
      2. Glauben = Schöpferische Kraft

      Wir glauben an das Geld, also funktioniert es. Unsere schöpferische Kraft wird, dank Teile und Herrsche, gegen uns verwendet. Und es funktionierte bisher prima. Verschiebt sich die öffentliche Meinung, verschiebt sich der Glaube! Und das Problem wäre gelöst. Unser Geist ist in der Lage Materie zu manifestieren und zwar nach unseren Vorstellungen. (siehe Doppelspaltexperiment) Je mehr wir sind, umso besser.

  83. 85

    Jungfrau

    Wie der Zufall manchmal so spielt, hat Joggler 66 heute ein Video zu diesem Thema „Spanien – Portugal“ hochgeladen. Ebenfalls sehr spannend, was er dort vorliest. In seinem Buch geht es hauptsächlich um die Jesuiten.

    Diese sind Kaiser Karl V. schon recht nahe gekommen, der sie aber ablehnte. Er wollte bei keinem Jesuiten die Beichte ablegen. Vielleicht ein Grund seines damaligen Rücktritts? Hatte er erkannt, welche Macht sie gewinnen? Zog er sich deshalb in ein Kloster zurück?

    Sein Sohn Philipp II. hatte eine andere Auffassung, was die Jesuiten anging. Er war ein strenger Herrscher, der seine Aufgabe mit blutiger Hand durchführte. So komme ich zu einer vorsichtigen Vermutung, dass nicht die römisch-katholische Kirche diesen 30-jährigen Krieg anzettelte, sondern die Jesuiten mit der römischen Kirche. Sie wären dann auch dafür verantwortlich, dass das Reich in Kleinstaaten zerfiel.

    Haben sie erkannt, dass dieses römisch-katholische Reich nie wieder so eine Macht bekommen darf?

    Vielleicht war es Haß auf Luther, dass danach alles kam, wie es kam? Ihre Rache soll wohl keinen Grenzen kennen. Ist die römisch-katholische Kirche am Ende eine Geisel, bis zum heutigen Tag? Wobei ich diese Institution nicht in Schutz nehmen möchte. Uns allen sind ihre Verfehlungen bekannt!

    Wir wissen, dass sie das politische Weltgeschehen mit beeinflussen (selbst Trump war Jesuiten-Schüler).

    Die Machstellung der Jesuiten in Portugal & Spanien [YT]

    Antworten
    1. 85.1

      eo

      Kaiser Ferdinand II. war z.B. Jesuiten-Zögling. Den haben die so richtig scharf gemacht, um ihre Ziele ohne Rücksicht auf Verluste durchzusetzen und darüber mal eben die Welt in Brand zu setzen.

  84. 86

    Diskowolos

    @Antonson

    „Solange wir zulassen, dass andere etwas, das allen gehören sollte, für sich beanspruchen, solange geben wir unsere Rechte an andere ab. Dieses Zulassen/der Glaube an die Rechte/Macht anderer, führt letztlich immer dazu, dass wir glauben, unsere „Schuld“ abarbeiten zu müssen.“

    Genau das ist es. Wir hinterfragen gar nicht mehr, ob die Rechte und die daraus resultierende Macht überhaupt rechtens ist, also auf Recht beruht, dass von allen geschaffen und anerkannt wurde.

    Man muß auch die Fragen stellen: Was ist ein gerechter Vertrag und warum brauchen wie überhaupt Verträge? Einen Vertrag braucht man eigentlich nur, wenn man dem anderen nicht vertraut (vertrauen kann)! Unsere Wirtschaft ist dadurch im wahrsten Sinne des Wortes unglaubwürdig. Man muß sich wohl gegenseitig sehr mißtrauen, wenn für jeden Waren- und Leistungsausstausch ein Vertrag notwendig ist.

    Antworten
    1. 86.1

      Bjørn Lystaal

      Werter Diskowolos,

      einerseits hast du vollkommen recht, auch da, wo du schreibst:

      „Man muß sich wohl gegenseitig sehr mißtrauen, wenn für jeden Waren- und Leistungsausstausch ein Vertrag notwendig ist.“

      Wer uns aber vor allem mißtraut (was ich denk‘ und tu‘, trau‘ ich ander’n zu), sind diejenigen Kreise, die nicht im Traum daran denken, Waren oder Leistungen zum Austausch bereitzustellen. Sie bereichern sich an dem, was „überbleibt“, das ist genug Arbeit. Und Steuerehrlichkeit scheint, warum auch immer, nur mit gewalt(igen) Drohungen zu funktionieren, also braucht es nachvollziehbare Kontrollinstrumente – Verträge.

      (Übrigens schließen nur Personen schriftliche Verträge. Männern und Weibern genügen Wort und Handschlag. Vielleicht der Weg?)

    2. 86.2

      Adler und Löwe

      Naja, im Wort Vertrag steckt ja schon das vertragen drinnen. Man verträgt sich und einigt sich auf was auch immer. Wer jetzt sich besser im Recht auskennt, der hat halt einen Vorteil bei der Vertragsgestaltung.

  85. 87

    Erenion

    121. Was hatte sich innerhalb des Reiches durch die Reformation nachhaltig geändert?

    Die Einheit im Glauben gab es nicht mehr und die letzten Reste der alten Reichskirche wurden beseitigt.

    Durch die Reformation sagten sich die Protestanten nicht nur vom Papst los, sondern auch von ihrem tatsächlichen geistlichen Oberhaupt. Nämlich dem Kaiser. Denn dieser, und nicht der Bischof von Rom, war das Haupt der römisch-katholischen Kirche. [sic.!]

    Durch die Reformation wurden die katholischen Bistümer und Klöster aufgelöst und unter dem Adel verteilt. Außerdem wurde jeder Landesherr zum Bischof seiner Landeskirche. Dadurch wurde die Macht des Kaisers entscheidend geschwächt und die Grundlage für den 30-jährigen Krieg sowie die spätere Kleinstaaterei gelegt.

    Den Päpsten hat die Reformation zwar kurz- und mittelfristig geschadet, jedoch langfristig genützt, denn sie verbesserte die Position des Papstes innerhalb der Kirche.

    Antworten
    1. 87.1

      N8Waechter

      👍

  86. 88

    Clara Schumann

    96. Welche wirtschaftlichen Folgen hatte die Reformation auf das Papsttum?

    Der Ablasshandel, der im 15. Jh. seinen Höhepunkt erreichte und sich förmlich zu einer Besteuerung der Christenheit entwickelt hatte, wurde 1562 verboten. So wurde die Art, in der Leo X. 1514 und 1516 – angeblich zur Führung des Türkenkrieges – in Wahrheit aber um Bau der Peterskirche in Rom und zur Bestreitung der Kosten seines luxuriösen Hofhaltes den Ablaß handhabte, einer der Hauptanstöße zur Reformation.

    Ablass [de.wikipedia.org]

    Die Gegenreformation, die besonders von dem Jesuitenorden [sic.!] durchgeführt wurde, wurde angestoßen und mündete in den 30-jährigen Krieg.

    „Hätten wir uns nicht verzehrt im Streit darum, ob man den lieben Gott in einerlei oder zweierlei Gestalt zu sich zu nehmen hat, so wäre England nie dazu gekommen, in der Frage der Verteilung der Macht auf dem Kontinent das Wort zu nehmen.“ (AH!) [sic.!]

    Gegenreformation [de.wikipedia.org]
    Jesuiten [de.wikipedia.org]

    Antworten
  87. 89

    Clara Schumann

    97. Wie wirkte sich die Erschließung der Neuen Welt auf das Papsttum aus?

    Sie sorgte für die Ausbreitung des Christentums auch in der Neuen Welt:

    In dem Jahrhundert nach der Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus betraten Abenteurer und Glücksritter die Neue Welt, die später von spanischen Chronisten als „Los Conquistadores“ bezeichnet wurden.

    Im Prinzip konnte jeder Konquistador werden, dem es gelang, finanzielle Unterstützung zu finden. Zunächst schloss der Konquistador einen Vertrag (Capitulación, Asiento) mit der Casa de Contratación, der eigens zu diesem Zweck eingerichteten Behörde. Der Vertrag hatte den Charakter einer Lizenz. [sic.!]

    Der Lizenznehmer verpflichtete sich zur Erschließung einer Provincia, eines begrenzten Gebietes, dessen Ausdehnung aufgrund der unklaren geographischen Verhältnisse oft unterschätzt wurde. Dazu gehörte insbesondere der Bau von Siedlungen und Städten sowie die Bekehrung der indianischen Bevölkerung zum christlichen Glauben.

    Konquistador [de.wikipedia.org]

    Die Casa de Contratación (spanisch vollständig Casa y Audiencia de Indias, dt. „Handelshaus“) wurde 1503 auf Betreiben des Erzbischofs von Burgos und einflussreichen Ratgebers Ferdinands II., Juan Rodríguez de Fonseca, als eine vollziehende königliche Behörde zur Leitung aller spanischen Entdeckungs- und Eroberungsexpeditionen in die Neue Welt gegründet, die in Spanien bis ins 19. Jahrhundert „Las Indias“ („die Indien“) genannt wurde.

    Casa de Contratación [de.wikipedia.org]

    Antworten
    1. 89.1

      N8Waechter

      Guter Ansatz, werte Clara, doch fehlt noch der Bezug zum Papstum. Da ist noch mehr! 😉

      Heil und Segen!
      N8w.

    2. 89.2

      Clara Schumann

      Danke für den Hinweis, werter Nachtwächter! Ich denke nochmals darüber nach. Hier ist vorerst noch etwas zur letzten Frage dieses Blockes:

      98. Was bedeutete die Ausdehnung des Reiches auf Spanien für das Papsttum?

      Die Ausdehnung des Reiches durch die Habsburger als Herrscher des Heiligen Römischen Reiches im auslaufenden 15. Jahrhundert schwächte das Papsttum ebenfalls, weil die Könige seit Maximilian I. (1508) den Titel eines „Erwählten Römischen Kaisers“ angenommen hatten und auf die Krönung durch den Papst fortan verzichteten. Im Reich hatte sich mehr und mehr die Ansicht durchgesetzt, dass der König (bzw. zukünftige Kaiser) von den Kurfürsten gewählt würde.

      Römisch-deutscher Kaiser [de.wikipedia.org]

      Die Bezeichnung Kurfürst geht auf das mittelhochdeutsche Wort kur oder kure für Wahl zurück, aus dem das neuhochdeutsche küren entstanden ist.

      Kurfürst [de.wikipedia.org]

  88. 90

    weißer rhythmischer Weltenüberbrücker

    120. Welchen Zweck erfüllt die Kontrolle der Seewege?

    Wer Macht hat (eine „Religions-„Gruppe oder ein Staat) und diese behalten will, muss kontrollieren, z.B. was und wieviel andere Staaten so woanders rau…, ähh, einkaufen. Und in einer dunklen stürmischen Nacht kann schon mal ein wichtiger Transport verschwinden oder den Besitzer wechseln, um so die Machtverhältnisse über die Güter (siehe Punkt 8) kontrollieren.

    „Der Begriff Macht ist ein Elementarbegriff, dessen Bedeutungsfeld mit Vermögen, Können, Fähigkeit, Kraft und Stärke weitgehend übereinstimmt. Die sprachliche Wurzel (indogerm. magh, gotisch magan, althochdeutsch mugan) weist darauf hin, daß „Macht“ von dem Zeitwort (ver)mögen abstammt.

    Macht bedeutet also Können oder Fähig-Sein, auch wenn die Beziehung von Macht und „mögen“ ähnlich weit aus dem Bewußtsein gerückt ist, wie die von Kunst zu können und Zucht zu ziehen. Fälschlicherweise wird Macht oft für eine Ableitung des Zeitworts „machen“ gehalten.

    Auf eine kurze Formel gebracht kann man sagen: Macht ist Vermögen. Dabei ist mit Vermögen die Gesamtheit menschlicher Fähigkeiten und Verfügungsmöglichkeiten gemeint, unter denen nicht allein das Sach- und Geldvermögen eine Bedeutung hat. Ohne eigenes Zutun verrinnt jede erworbene Macht; deshalb ist Macht stets ein dynamischer Begriff, keine bloße Kategorie. Macht existiert nie ohne beständige Konkurrenz um sie und nie ohne den beständigen Zwang, sie zu erhalten oder unterzugehen.

    Macht ist für Thomas Hobbes der Inbegriff an „gegenwärtigen Mitteln zur Erlangung eines zukünftigen anscheinenden Guts.“ Sie beruht auf Machtmitteln oder Machtfaktoren, die Menschen in unterschiedlichem Ausmaß besitzen. Machtmittel sind:

    1. körperliche Stärke, die im physischen Kampf erprobt wird und sich als primäre Kampfkraft manifestiert,
    2. Arbeitskraft, die etwa eine Festung baut oder der es gelingt, sich durch Erwirtschaftung der nötigen Lebensgrundlagen besser zu behaupten und ihre Mitarbeiter und Mitkämpfer besser zu belohnen,
    3. Disziplin, Tapferkeit und Fleiß, also psychologische Stärken, durch welche die vorgenannten Faktoren optimal eingesetzt werden und Vermögen (Realkapital) und Kampfkraft hervorbringen,
    4. kaufmännisches Talent, das im Handel Vorteile gewinnt und dadurch Geldmacht (Finanzkapital) erzeugt,
    5. Wissen und Erfindergeist, die alle vorgenannten Faktoren klug organisieren und einen Vorsprung in Produktivität und Schlagkraft bewirken,
    6. Überzeugungskraft und Charisma, die Menschen für gemeinsame Ziele motivieren und mobilisieren können oder ihnen vorzumachen, daß sie etwas zum Erreichen ihrer Ziele tun,
    7. Zugang zu Kommunikationsmitteln, Informationswegen und Medien, die es erlauben, andere zu informieren, „in Formation zu bringen“, in ihrer Identität zu beeinflussen und zu gemeinsamen Handlungen zu bewegen bzw. unerwünschte Informationen zu unterdrücken oder zu verfälschen,
    8. Verfügung über materielle Güter, Bodenschätze und Handelsgüter, Waren und Waffen, Gebiete und Seewege, Rechte und Privilegien, die zum Zwang und zur Belohnung eingesetzt werden können.

    Das Zusammenspiel der Machtfaktoren bestimmt die Macht eines Einzelnen, einer Gruppe oder eines Staates.“

    Quelle: Macht [de.metapedia.org]

    Antworten
    1. 90.1

      Ootis

      „Wer Macht hat (eine „Religions-„Gruppe oder ein Staat) und diese behalten will, muss kontrollieren, …“

      Oder anders: Wer unterdrücken und widerrechtlich zufassen will, braucht Kontrolle, Druck, Gewalt.

      „Macht bedeutet also Können oder Fähig-Sein, auch wenn die Beziehung von Macht und „mögen“ ähnlich weit aus dem Bewußtsein gerückt ist, wie die von Kunst zu können und Zucht zu ziehen.“

      Ist Bewußtsein denn Ideologie-Übernahme? Ich denke, dass Bewußtsein nicht wirklich in dieser Art der Betrachtung seinen Platz hat, sondern Glauben. Ich empfehle zu unterscheiden, was wo hingehört.

  89. 91

    Morlock

    [hierhin ausgelagert]

    Antworten
  90. 92

    Morlock

    Reichtum der Kirche: Die Kirche – der größte Grundbesitzer der westlichen Welt

    Einige Beispiele:

    Deutschland: Mit 8,25 Milliarden qm größter privater Grundbesitzer (entspricht gut der Hälfte des Bundeslandes Schleswig-Holstein oder der Größe von Bremen, Hamburg, Berlin und München zusammen)
    Italien: über 500.000 ha Ackerland
    Spanien: ca. 20 % aller Felder
    Portugal: ca. 20 % aller Felder
    Argentinien: ca. 20 % aller Felder
    England: ca. 100.000 ha
    USA: über 1.100.000 ha Ackerland;

    Weiden und Wälder sind nicht mitgerechnet. Und was das Finanzielle anbelangt:

    Preisliste des Vatikans (1990)

    DM 5.000,- für einen vom Papst persönlich unterzeichneten Segen mit Urkunde
    DM 30.000,- für eine Privataudienz mit dem Papst, inkl. Video
    DM 50.000,- Spende für einen Ehrendoktortitel
    DM 120.000,- Spende für einen Orden (Ordensstern zum Großkreuz des St.-Gregor-Ordens)
    DM 300.000,- für einen Barontitel
    DM 2.500.000,- für eine Erhebung in den Fürstenstand
    DM 50.000,- für die Nebenkosten einer solchen Prozedur, etwa anlässlich der Ostermesse
    Ab ca. 100.000,- Euro (im Durchschnitt ca. 250.000,-) kosten auch Heiligenprozesse. Nur wohlhabende Familien oder Ordensgemeinschaften können sich einen derart teuren Prozess leisten.

    Allein durch die 464 Heiligsprechungen (mehr als in den 400 Jahren davor) von Johannes Paul II. dürften ca. 116.000.000,- Euro in die Kassen des Vatikans gerollt sein.

    Nicht genug, es geht noch weiter: Ablasshandel, das ganze aus anderer Sicht:

    Der Reichtum der Kirche ist Blutgeld [freie-christen.com]

    Eh, hasste mal ne Mark?

    Antworten
  91. 93

    sherina

    108. Welche Folgen hatte das englische Eingreifen in den Spanisch-Französischen Krieg für England?

    1655 tritt das Protektorat Englands aus wirtschaftlichen Gründen in den Krieg ein. Frankreich war bereits sehr geschwächt vom Krieg. Spanien hätte wohl gewonnen. Das konnte England nicht zulassen, da es um die Vormachtstellung in Europa ging und um die spanischen Kolonien. Diese gehörten zu Spanien und Portugal und somit den Habsburgern. Also griff England in den Krieg ein, stärkte Frankreich mit Geld. England und Frankreich siegen 1658 in Dünen, England besetzt Dünkirchen. (Das kommt mir alles aus jüngerer Geschichte so bekannt vor). Im Pyrenäenfrieden muß Spanien 1659 Gebiete an Frankreich abtreten und erhält die Vormachtstellung in Europa. England hat über Frankreich den Habsburgern die Vormachtstellung weggenommen.

    Der Spanisch-Französische Krieg von 1635 bis 1659 [geschichte-in-5.de]

    Antworten
    1. 93.1

      N8Waechter

      Werte sherina,

      vielen Dank für diesen Beitrag. Ich wunderte mich zunächst, da hier zeitlich vorgegriffen wird und erkannte dann die sehr unglückliche Formulierung in Frage 108. Die Frage zielte auf die zwischen Spanien und Frankreich geführten „Italienischen Kriege„. England hatte in diesem Konflikt eine Seite gewählt, was nicht ohne Folgen blieb.

      So werde ich die Frage nun umformulieren, denn wir sind diesbezüglich erst im 16. Jahrhundert. 🙂

      Heil und Segen!
      N8w.

    2. 93.2

      sherina

      Dann habe ich schon mal für den nächsten Beitrag vorgearbeitet. 🙂 Es sind ja auch so viele Kriege und die Gegner bleiben auch oft dieselben, da kann man sich schon mal vertun. 🙂

  92. 94

    Frigga

    50.1

    Danke, Ortrun, angeschaut, das speziell kannte ich nicht. Ich will da jetzt nicht mehr zu sagen, weil ich N8W 49.2 respektiere. Wir müssen beim Thema bleiben.

    H und S

    Antworten
  93. 95

    Frigga

    Frage 117.:

    Elisabeth hat den Vertrag abgelehnt. Er schob einen Riegel vor den Zugriff Englands auf die (Mittel-/Süd-) Amerikas.

    Antworten
  94. 96

    Sailor

    120. Welchen Zweck erfüllt die Kontrolle der Seewege?

    1. Zur Sicherstellung des Machtanspruchs innerhalb der sich nun entwickelnden globalen Schifffahrt.

    Netzverweis: Die Bedeutung der Seeherrschaft in der Geschichte [de.wikipedia.org]

    2. Die Entwicklung des Zollrechts.

    Das Zollrecht (auch Zollregal) war im Mittelalter das Recht, von vorbeikommenden Reisenden und Händlern einen Zoll oder eine Maut zu erheben. Das Zollrecht war jahrhundertelang die Haupteinnahmequelle vieler Adliger und Monarchen, die dadurch unter anderem Kriege und den Hofstaat finanzierten.

    Netzverweis: Zollrecht [de.wikipedia.org]

    Herzlichen Dank an alle Kommentatoren. 🙂

    Antworten
  95. 97

    Der Kelte

    Generell möchte ich noch was hinzufügen:

    Auch wenn wir die Schrift heutzutage brauchen, war sie zur Zeit der Kelten/Germanen/Slawen eigentlich verboten, da man somit die gesprochenen Wörter verwäscht!

    Somit zur Frage: Gibt es Zeitmaschinen? Ja, es nennt sich Schrift/Buch/etc.!

    Mit Geschriebenem aus falscher Feder kann man die Vergangenheit und Zukunft verändern und das wurde erheblich gemacht! Jetzt ist aber ein Zeitpunkt erreicht, wo genau das denjenigen auf die Schuhe fällt, da sich ihre Lügen im Gesamtzusammenhang widersprechen!

    Antworten
    1. 97.1

      N8Waechter

      „Wer schreibt, der bleibt.“ …

    2. 97.2

      Der Kelte

      Leider ist das Verlogene an der Anzahl von Schriften noch weiter verbreitet!

      Dreh‘ ma’s um, dann passt’s!

      Deswegen, danke N8Wächter.

    3. 97.3

      Kleiner Eisbär

      Gaius Iulius Caesar begann sein Werk „De Bello Gallico“ mit folgendem Satz:

      „Gallia est omnis divisa in partes tres, quarum unam incolunt Belgae, aliam Aquitani, tertiam qui ipsorum lingua Celtae, nostra Galli appellantur.“

      „Gallien in seiner Gesamtheit ist in drei Teile aufgeteilt, deren einen die Belger bewohnen, einen anderen die Aquitaner und den dritten diejenigen, die in ihrer eigenen Sprache Kelten – in unserer Gallier genannt werden.“

      Bemerkenswert ist dabei, daß er nur bei den Kelten erwähnt, wie sie sich in ihrer Sprache nennen.

  96. 98

    Saiwalo

    7. Was bedeutet katholisch?

    Dem folgenden Verweis nach stammt das Wort „catolic“ ursprünglich aus dem Dialekt der Dorer, den Urahnen der Thüringer, also somit aus dem Althochdeutschen, der Sprache unserer germanischen Ahnen. In früheren (noch nicht verfälschten) althochdeutschen Wörterbüchern konnte man noch lesen, dass das Adjektiv „tol“ soviel wie dumm, verirrt, albern oder töricht bedeutete (vergleiche: toll, Tollhaus). Als „catolic“ bezeichneten unsere Vorfahren somit die Verdummten, Irregeleiteten und Törichten. Man konnte daran also gut ablesen, was schon die Germanen von der katholischen Kirche hielten. 🙂

    Für mich persönlich ist diese Information eine weitere Erklärung dafür, warum ich diese tief in meiner Seele verankerte Abneigung (extrem freundlich ausgedrückt) spüre, sobald es um das Thema Kirche und Religion geht.

    Vor dem Hintergrund der Zwangs-Christianisierung der Germanen durch die Kirche und der Tatsache, dass die Kirche von Anfang an bis zur Halskrause vom J*dentum unterwandert war/ist, erschließt sich mir auch die uralte Feindschaft dieser Kreise allem Deutschen gegenüber (Amalek).

    Es geht bis heute darum, die Kraft, die unsere Ahnen aus ihrer engen Naturverbundenheit zogen, zu bekämpfen. Unter dem Strich fühlt es sich für mich ohnehin so an, dass auf unserem Planeten ein Kampf gegen das Leben an sich stattfindet, der allerdings nicht auf das Irdische begrenzt ist, sondern in die geistigen Dimensionen und Welten hineinreicht, bzw. dort seinen Ursprung hat.

    Hier der Netzverweis:

    Die Deutsche Sprache ist eine sehr magische Sprache [daserwachendervalkyrjar.wordpress.com]

    H&S

    Antworten
  97. 99

    arainvita

    zu Frage 106 und 107:

    Die Abspaltung Englands vom Papsttum bedeutete Machtverlust für Rom.

    Aufgrund eines von ihm herbeigeführten Parlamentsbeschlusses verlangte Heinrich VIII. 1532 von der Geistlichkeit des Landes, ihn als Oberhaupt der englischen Kirche, als „supreme head“, anzuerkennen. Um die Kirche ganz von Rom zu trennen, hob das Parlament weiter die Unabhängigkeit der kirchlichen Gerichte auf und verbot außerdem jegliche Zahlungen an Rom. Damit war die völlige Trennung von Rom vollzogen. Die „Kirche von England“, die bald als anglikanische Kirche bezeichnet wurde, war jetzt eine National-, bzw. Staatskirche, deren Oberhaupt naturgemäß der Monarch war.

    Nach dem Willen des Königs beschloss das Unterhaus im November 1534 die Suprematsakte. Danach mussten alle Geistlichen, aber auch alle Beamten den sogenannten Suprematseid leisten. Dieser Eid war Ausdruck der persönlichen Anerkennung Heinrichs VIII. als Oberhaupt des Staates und der anglikanischen Kirche. Wer ihn verweigerte, wurde unweigerlich hingerichtet wie Lordkanzler Thomas Morus.

    In den darauffolgenden Jahren wurden in England die Klöster aufgelöst. Ihr Besitztum wurde von der Regierung eingezogen. Wie in anderen Ländern während der Reformationszeit, war die Auflösung der Klöster auch in England ein Akt der Herrschenden, um ihren Besitz zu vergrößern.

    Heinrich VIII. verkaufte die enteigneten Kirchenländereien an das gehobene Bürgertum und den ihm ergebenen Adel. Teilweise schenkte er Adligen auch diesen Grund und Boden als Belohnung für deren Wohlverhalten im Parlament bei der Loslösung von Rom. Damit schuf er sich unter dem englischen Adel und dem Bürgertum viele neue Parteigänger.

    Quelle: lernhelfer.de

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  98. 100

    Diskowolos

    @Der Kelte

    Nicht die grandiose Erfindung der Schrift ist Schuld an Geschichtsverfälschung, sondern diejenigen, die diese Kulturtechnik mißbrauchen, wie jede andere auch. Ich finde eine Rückbesinnung auf die eigene Kultur ja gut, wenn man aber jetzt schon die Schrift in Frage stellt, geht das eindeutig zu weit. Willst du die Rückentwicklung in die germanischen Wälder?

    Die geometrische Form der Pyramide kann auch nichts dafür, dass sie von gewissen Kreisen als Symbol okkupiert wurde, ebensowenig wie der Rhombus, der Kreis, usw. Die Geometrie, wie die Mathematik, die Wissenschaften und Errungenschaften als solche, dürfen nicht von Schattengestalten in Beschlag genommen werden, sie gehören der Allgemeinheit.

    Wenn es auch viele hier nicht gerne hören möchten, ohne den positiven Einfluss anderer Kulturen, dazu gehören auch die Phönizier, Griechen, Römer, hätte Europa und auch Deutschland niemals dieses Niveau erreichen können. Da braucht man sich nur den Ursprung und die Weiterentwicklung des Alpabets vor Augen führen. Die zivilisatorischen Leistungen anderer anzuerkennen und zu nutzen, ist eine Stärke und keine Schwäche.

    Ohne Alphabet, keine Bibel in griechischer Sprache. Ohne die griechische Bibel keine Übersetzung ins Deutsche durch Luther, der damit Deutsch als Schriftsprache erstmalig eingeführt und populär gemacht hat. Ohne Luther und seine Übersetzung keine Reformation. Ohne Reformation kein Schisma der Kirche und Schwächung des Papstes.

    Außerdem kann man mit gesprochenen Wort viel einfacher und schneller lügen, als mit dem geschriebenen Wort. Aber wer schreibt, der bleibt – und ohne die geschriebenen Artikel und Kommentare könnten wir uns hier auch nicht austauschen.

    Im Übrigen: Im Anfang war das Wort – und das brauchen und werden wir uns von niemanden verbieten lassen, ob gesprochen oder geschrieben!

    Antworten
    1. 100.1

      Der Kelte

      Kleine Bibelgeschichte aufgeklärt:

      Die drei Orion Sterne (heiligen 3 Könige) stehen nach/bei der Wintersonnwende (Weihnachten) in Reihe mit Sirius (Maria) und deuten auf den Sonnenaufgangspunkt (Sonne = Jesus somit Auferstehung), da dieser sich wieder ab dann in die andere Richtung bewegt und die Tage länger werden!

      Das Hakenkreuz ist der große Wagen in Verbindung mit dem kleinen auf den Nordstern gezielt und steht jeden Monat (12 = guck mal das Zeichen in Wewelsburg an), bzw. jedes Quartal ein Stück weiter! Das Kreuz des Südens beinhaltet auch noch paar Überraschungen, insbesondere auf Bezug zum sogenannten Hakenkreuz!

      Ah ja, was gab es noch interessantes damals, woraus Bibelgeschichten entstanden? Aja Ostern, immer am ersten Vollmond nach der Frühjahrs-Tag und Nachtgleiche! Und noch eins: Meine Großeltern haben keine Zahlen gebraucht um zu bauen: Jedes Haus/Gebäude wurde auf Basis von Körpermaßen gebaut.

      Wenn du was Kleines messen musst, leg einen Finger hin und markiere die Falte wo es passt, oder nimm deine Ellenlänge etc.! Aber ok, ich gebe dir Recht, aktuell brauchen wir die Schrift wirklich, um einiges richtigzustellen!

    2. 100.2

      Annegret Briesemeister

      Werter Diskowolos,

      wieder einmal werde ich durch deine Ausführungen an eine Aussage von Alexander Wagandt erinnert. (Bitte nur die Aussage betrachten, nicht Alexander als Mensch diagnostizieren) Er sagte:

      Am Anfang war das Wort. Und alles wurde durch das Wort gebunden. Und so wie es gebunden wurde/ist, wird es gelöst. Diese Information sei für bereits in ihrem Verständnis Fortgeschrittene. Damals meinte ich, es verstanden zu haben, später war ich mir nicht mehr so sicher.

      Auf alle Fälle ist es doch aber so, daß die Entwicklung hin zur Sprache und zur Schrift, eine notwendige war, sonst wäre es nicht geschehen. Auch das folgte sozusagen dem Plan. Ebenso die Erfindung des Buchdrucks. So ist die Sprache, durch die aufgeschriebenen Wörter einerseits durch die Bücher gebunden. Nicht nur durch Bücher der Unterhaltung, die gab es ja anfänglich nicht, sondern durch Bücher wie die Bibel als beispielsweise „Lebensregel“ oder durch Frachtbücher, Buchhaltung im Handel an sich etc.

      Aber bevor die Sprache überhaupt in Schrift auftauchte, gab es das Wort als solches, das ebenfalls bindende Wirkung hatte. Beispielsweise mündliche Absprachen, Eide, Schwüre etc. So bindet das Wort tatsächlich. Während wir uns noch stolz daran erinnern, daß es eine Zeit gab, in der ein Handschlag einen mündlichen Vertrag besiegelte und für die Vertragspartner aus Ehrgefühl auch Gültigkeit hatte, sind durch geschriebene Verträge (heute zu beachten: runde oder eckige Klammern, abgeschnittene Ecken oder Lochen zur Entwertung etc.) wirkliche, aber nicht mehr handfeste, Bindungen entstanden. Früher galt, mündlich wie schriftlich. Ich weiß nicht, ob dies heute noch Gültigkeit hat. Nun, wie dem auch sei.

      Dann gibt es den Spruch: worüber man nicht sprechen könne, müsse man schweigen. Also wurden die Menschen erfinderisch und verpackten sozusagen „unausgesprochen“ und doch in Worte gekleidet, die immer währende Wahrheit in Märchen, Sagen, Legenden, Mythen etc, und sorgten so für ihre Verbreitung und dafür, daß sie nicht in Vergessenheit geriet.

      Auch viele unserer großen Dichter und Denker beherrschten diese Kunst, beispielsweise Goethe. Auch Shakespeare verstand es Botschaften so zu vermitteln. Eine Rückabwicklung beispielsweise alter Eide, Schwüre und Verträge ist aus meiner Sicht, so eine Lösung des Gebundenen. Des mündlich wie schriftlich gebundenen Wortes.

      Einzig die Gedanken sind frei, lassen sich nicht binden. Das wäre sonst so, wie Luft festzubinden oder „Pudding an die Wand zu nageln“ 😉. Unsere Kommunikation, so denke ich, bestand vielleicht ursprünglich in der Telepathie, der freien Übertragung der Gedanken. Ob wir dahin zurückkehren müssen oder wollen?

      Heil und Segen
      Annegret

  99. 101

    Morlock

    Werter N8Waechter,

    so wie ich sehe, sind die Fragen in Teil III beantwortet, jedenfalls laut Liste! Dann haben wir ja noch etwas Zeit bis zum Teil IV.

    Die Gemengenlage ist auch aus der Vogelperpektive nicht mehr zu begreifen (der liebe alte Greif in mir ist entweder satt oder müde, vielleicht auch beides?), also noch etwas Geld und Glauben.

    „Glauben“

    Wer spielt denn die Orgel (Regis-tratur)? Die Kirche. Registratur (-Akten- ISO-DIN 15489), das ist die Buchung. Einbuchung „Gläubiger“ ins System. Glaube und Gläubiger!

    „Die Registertraktur oder Registratur hat die Aufgabe, einzelne Register „an- und abzuschalten“, so dass nur ausgewählte Register eines Teilwerks beim Tastendruck erklingen.“ Wer wird wirtschaftlich (finanziell) an- oder abgeschaltet? Staaten, Länder, Lehen.

    Wir haben den Stadtstaat Vatikan und den Heiligen Stuhl, das Staatsoberhaupt ist der Papst, ein Monarch. Monarchie ist die „Alleinherrschaft“, gewählt durch die Konklave der Kardinäle, welche verfassungsrechtlich nicht dem Staatsrecht unterliegt, sondern dem Kirchenrecht.

    Stichworte dazu Investiturstreit, Simonie und Eigenkirchenrecht des „Adels“ (weltliche Macht).

    Investition (Einkleiden), Investitur (Bekleiden). Der Papst bekleidet zwei verschiedene Völkerrechtssubjekte, eins als Oberhaupt der Vatikanstadt des Vatikanstaates und das andere als Heiliger Stuhl, legitimiert nach kanonischem Recht. Zwei Rechtspersönlichkeiten, mit der er je nach Bedarf auf verschiedene „Parteien“ zugreifen kann.

    Die gespaltene Persönlichkeit ist die „Dissoziative Identitätsstörung“ (Ident ID -Sozial und Steuer-Nummer?) „Die Patienten haben abwechselnde, unterschiedliche Vorstellungen von sich selbst, wobei scheinbar unterschiedliche Persönlichkeiten entstehen, die wechselweise die Kontrolle über das Verhalten übernehmen. An das Handeln der jeweils „anderen Persönlichkeit(en)“ können sich die Betroffenen entweder nicht oder nur schemenhaft erinnern, oder sie erleben es als Handeln einer fremden Person.“

    Die Natürliche Ordnung: Naturrecht > Krieg aller gegen alle.

    Bellum omnium contra omnes [de.wikipedia.org]

    Leviathan > Behemoth (Tier oder Ungeheuer), Mahlzeichen des Tieres (kaufen/verkaufen).

    „Geld“

    Die BIZ hat ihren Hauptsitz in der Schweiz, eine Filiale in Hongkong (chinesische Sonderverwaltungszone und ehemalige britische Kolonie) und eine in Mexiko-Stadt (1810 Unabhängigkeit von Spanien).

    Immunität der BIZ:

    Protokoll über die Immunität der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich [bis.org / PDF]

    Mitglieder sind unter anderem Mario Draghi, Jens Weidmann und (Janet Yellen) + Nachfolger und der Gouverneur der Volksbank China (Zentralbank). Euro-Scheine besitzen das Copyright-Zeichen, mit Unterschrift von Mario Draghi.

    Gouverneur = Stadthalter > Stellvertreter (an einem Ort)

    Und was ist der Papa? papa (Papst), Bischof von Rom, Vicarius Christi (Stellvertreter Jesu Christi auf Erden). Und Mutti Merkel ist seine Diplomatin.

    Ganz großes Theater und kostenlos für alle, inklusive der Pfeifen, welche unterschiedlich angeblasen werden. 🙂

    HuS

    Antworten
  100. 102

    EvaMaria

    Zu 84.

    Der Beitrag von Antonsen hat mich (wie viele andere auch) sehr beeindruckt, vielen Dank dafür.

    „In einer Gesellschaft, in der alle zum Wohlergehen der Gesellschaft arbeiten, gibt es keine Schuld gegenüber anderen. Es besteht kein Bedarf etwas zu verdienen, kein Bedarf arbeiten zu müssen, um sich etwas leisten zu können, und kein Bedarf, mehr oder weniger zu haben, als andere.“

    Wozu brauchen wir dann ein neues Finanzsystem nach eventueller Ablösung des alten? Wäre das ein wirklicher Fortschritt?

    D. Trump ist gerade dabei, „Jobs, Jobs, Jobs“ zu schaffen und Steuern zu senken, aber dann sind wir doch wieder oder immer noch im alten Fahrwasser der Ressourcen-Regulierung, d.h. Mangel statt Fülle.

    Mir gefällt das von Antonsen beschriebene Modell besser, wobei ich mir durchaus vorstellen kann, daß dessen Verwirklichung einen enormen Zuwachs an menschlicher Reife und Einsicht erfordert.

    Antworten
    1. 102.1

      Fatum

      Als Trump zur Wahl antrat, gab er dem amerikanischen Volk das Versprechen, Amerika wieder groß zu machen. Dieses Versprechen versucht er einzuhalten.

      Im Laufe der bisherigen Amtszeit des 45. POTUS scheint sich aber eine Änderung in seiner Sichtweise/Wahrnehmung der Dinge ergeben zu haben. Während es früher hieß: „Amerika first“, heißt es heute in erster Linie „WWG1WGA!“. Seine politischen Präferenzen scheinen sich geändert zu haben.

      Nun ist das Ziel hauptsächlich der Kampf für die Freiheit aller Menschen und damit eine angestrebte Heilung der Welt. Letzteres kam erst später ins „Spiel“, meines Erachtens hauptsächlich mit „Q“. Das alles braucht natürlich seine Zeit. Und unter Umständen ist die (eventuell vorübergehende) Einführung eines neuen Finanzsystems nur der Übergang in ein zukünftiges geldloses System – basierend auf der Schöpferkraft der Menschen -, da der Umbruch für die meisten Menschen anderenfalls möglicherweise zu gewaltig wäre.

      HuS allen Menschen

  101. 103

    Clara Schumann

    Der Nachtrag zu Frage 97 ist nun ein wenig lang geworden. Mir erschienen die ausgewählten Punkte jedoch für den späteren Verlauf der N8waechter’schen Weltchronik wichtig zu sein, weshalb ich es bei diesem Umfang beließ:

    97. Wie wirkte sich die Erschließung der Neuen Welt auf das Papsttum aus?

    [Angesichts des Umfangs hierhin ausgelagert. Stark, werte Clara! Danke. Sehr Lesenswert! N8w.]

    Antworten
    1. 103.1

      Mohnhoff

      Danke Clara,

      das sind wirklich heftige Informationen, zumindest zwischen den Zeilen.

      Zusammenfassend kann man sagen, dass die (Wieder-)Entdeckung der Neuen Welt den Jesuiten ermöglicht hat, fernab von Rom ihr eigenes Süppchen zu kochen und eine gewaltige wirtschaftliche und politische Stärke zu erreichen, die sie andernfalls vielleicht nie erlangt hätten. Sicher hat auch die Gesamtkirche von der Ausbeutung der neuen Territorien und Völker profitiert, nur dass die Jesuiten innerhalb dieser eine immer höhere Rangstellung eingenommen und irgendwann die komplette Kontrolle übernommen haben dürften.

      Das ausgesprochen kapitalistische Streben (inklusive Bankwesen mit Geldverleih) bezeugt wieder sehr gut, wer sich da in der Kirche eingenistet hat. Das heißt, spätestens damals. An für sich ist das aber egal. Menschenfeinde sind Menschenfeinde, Abstammung zweitrangig.

  102. 104

    Thomas aus Leipzig

    Antwort an: Der Kelte 10. Juli 2018 um 20:34

    Das mit dem Bauen ohne Zahlen stimmt nicht ganz. Früher wurde alles empirisch gelöst. Dazu zwei Beispiele:

    Die Thomaskirche in Leipzig hat einen sehr steilen, dreifach liegenden und dreifach stehenden Dachstuhl, mit doppeltem Andreaskreuz. Alle Balken sind bebeilt, also ohne Sägen hergestellt. In der Wirtschaftskrise in den 1930iger Jahren hat ein Statiker den Dachstuhl nachgerechnet, es waren unter 5% der Balken, die nach damaligem Verständnis unterdimensioniert waren. Und die Andreaskreuze wären nicht erforderlich gewesen.

    Beispiel Zwei:

    Als Student war ich in Mühlhausen. Dort war der gesamte Fußboden einer Kirche ausgebaut, warum weiß ich nicht mehr. Es gibt in Mühlhausen eine geologische Verwerfung, die mitten durch die Kirche ging. Auf der einen Seite waren die Fundamente der Säulen deutlich größer. Man wußte damals auch ohne Bodenmechanik, was welcher Boden in etwa trägt.

    Und wenn Ihre Großeltern ein Haus ohne Zahlen gebaut haben, dann dürften sie aber mindestens die Grundsätze der Geometrie gekannt haben. Sonst wäre das Haus nicht rechtwinklig geworden.

    Antworten
  103. 105

    sherina

    108. (neu) Welche Folgen hatte das englische Eingreifen in den Krieg zwischen Spanien und Frankreich für England?

    Am 10. Dezember 1508 unterzeichneten in Cambrai die Vertreter des französischen Königs Ludwig XII. und Kaiser Maximilians I. einen Bündnisvertrag, dem sich Papst Julius II., der aragonesische König Ferdinand der Katholische, der ungarische König Vladislav II. und der englische König Heinrich VIII. anschlossen. Dieses Bündnis wird Liga von Cambrai genannt.

    Das tatsächliche Ziel der Liga von Cambrai war aber ein Vernichtungsfeldzug gegen die Republik Venedig. Der Papst verkündete am 27. April 1509 gegen die Republik Venedig das kirchliche Interdikt.

    Venedig als Welthandelsmacht (13. bis 15. Jahrhundert)

    1463 führte Venedig eine direkte Steuer ein. Zum Abschluss brachte man diese Entwicklung 1482 mit der Schaffung des Monte Nuovo. Die Abgabe basierte nicht mehr auf den schwer zu überprüfenden Angaben des Pflichtigen, sondern bezog die in einem Kataster erfassten Immobilien und ihre Erträge mit ein. Das neue Erfassungssystem bewirkte, dass Venedig aus seinem inzwischen erheblich größeren Herrschaftsbereich rund eine Million Golddukaten einziehen konnte. Damit war die Stadt eine der vermögendsten Mächte der damaligen Welt.(!)

    Die neuzeitlichen Kriege – vor allem, als die Großmächte Frankreich, Spanien und das Reich 1508 venezianisches Gebiet berührten – unterschieden sich in ihren Folgen für Venedig erheblich von den zuvor geführten Kriegen. Die Landkriege wurden schon länger von Condottieri geführt, von denen sich Venedig dank seiner Ressourcen die teuersten leisten konnte. Damit blieb die Wirtschaftsmetropole, von den Belastungen der Staatskasse einmal abgesehen, in erstaunlichem Maß von ökonomischen Schäden verschont.

    Das sah jedoch bei den Seekriegen inzwischen anders aus. Hier kämpften die venezianischen Seeleute selbst, keine Söldner. Abgesehen von den hohen Kosten, die beispielsweise der Krieg gegen die Osmanen von 1499 bis 1503 verursachte, schädigten Tod, Verstümmelung und Gefangenschaft dieser Männer die wirtschaftlichen Grundlagen Venedigs. Arbeitskräftemangel war sowohl in den Kolonien als auch in Venedig selbst immer wieder ein fast unlösbares Problem.

    Fazit: Englands Eingreifen half die Republik Venedig zu zerschlagen und somit Venedig als Welthandelsmacht auszuschalten. Somit legte England den Grundstein, mit geschickten Schachzügen Konkurrenten auszuschalten.

    Krieg der Liga von Cambrai (1508–1510) [de.wikipedia.org]
    Liga von Cambrai [de.wikipedia.org]
    Republik Venedig [de.wikipedia.org]
    Wirtschaftsgeschichte der Republik Venedig [de.wikipedia.org]

    Antworten
    1. 105.1

      N8Waechter

      Werte sherina,

      vielen Dank, das sind sehr wichtige Hintergründe im Gesamtgeschehen.

      Was noch fehlt, ist diese seltsame Angelegenheit mit den englischen Besitzungen auf dem Festland. 😉

      „Entgegen allen Erwartungen griffen die Franzosen zu Neujahr an, und die Stadt Calais, Englands letzte Bastion auf dem Festland, fiel im Januar 1558 an Frankreich …“ (Quelle [de.wikipedia.org])

    2. 105.2

      Sailor

      Werte sherina, werter N8wächter, noch einmal ergänzend zum Thema: 🙂

      Maria Tudor heiratete Philipp u.a. um eine eine Allianz zwischen England und Spanien gegen Frankreich zu schmieden. Der gemeinsam angestrebte Krieg Englands gegen Frankreich endete jedoch u. a. in dem Desaster, Calais, den letzten Besitz auf dem Kontinent, zu verlieren.

      Mit dem Verlust von Calais ging die Phase der englischen Handelspolitik, die bis dahin auf der Ausübung des Stapelrechts beruht hatte, zu Ende.

      Stapelrecht, eine Form der merkantilistischen Handelspolitik [de.wikipedia.org]

  104. 106

    Franz Maier

    Werter Mohnhoff, vielen lieben Dank für den Netzverweis. Werde ich mir demnächst anschauen.

    Antworten
  105. 107

    Arno Myn

    113. Was ist Geld? Weitere Gedanken dazu:

    Hinter der vordergründigen Funktion des Geldes als Zahlungsmittel steht die meist nicht bewusst wahrgenommene Eigenschaft, Geld hätte einen Wert. Natürlich haben die Dinge, die wir im Tausch gegen das Geld erhalten, einen Gebrauchs- oder manchmal ideellen Wert, doch wie kommt es, dass ein „Geldgeschenk“ ein Glücksgefühl auslöst? Der Verlust eines Geldscheins führt mindestens zu einem unangenehmen Bauchgefühl?

    Dass Geld selbst wertvoll wäre, ist reine Fiktion. Wir bemessen nicht nur den Wert von Gütern mit einem entsprechenden Geldbetrag, sondern auch den von Leistungen. Sogar uns zugefügtes Leid wird so bewertet (Schmerzensgeld). Und es muss nicht mal mehr mit harten Münzen bezahlt werden, es genügen Klicks und Unterschriften. Der nahezu vollständige Übergang unseres Umgangs mit Werten in die Illusion, es gäbe einen passenden Geldbetrag, um einen entsprechenden Gegenwert darzustellen, ist bereits in unserem (Einzel- und Kollektiv-)Bewusstsein verankert.

    Wundert sich denn keiner, dass wir für (eigentlich) Selbstverständliches bezahlen? Grundsteuer? Trinkwasser? Kann Leben mit Geld bewertet werden?

    Letztlich ist Geld unsere ins Abstrakte übersetzte Lebensenergie, die wir freiwillig abpacken und weggeben, ständig … oder es uns nehmen lassen. Die (falsche) Annahme Geld = Werte hat dies ermöglicht.

    Heil und Segen uns allen

    Antworten
  106. 108

    Erenion

    71. Warum hatte England Lehen in Frankreich?

    Ich werde das Gefühl nicht los, dass die Frage falsch gestellt ist. Ist es möglich das die Frage lauten sollte:

    „Warum war das Königreich England ein Lehen Frankreichs?“

    Wie ich darauf komme? Am 11.7.911 wird der Vertrag von Saint-Clair-sur-Epte zwischen Karl III., ostfränkischer König, und dem Jarl der Normannen geschlossen. Darin erhalten die Normannen die Normandie als Lehen des Königs. Der Jarl leistet einen Treueeid. Jedoch weigert er sich vor dem König zu knien.

    Vertrag von Saint-Clair-sur-Epte [de.wikipedia.org]

    1066 wird England von Wilhelm dem Eroberer, Herzog der Normandie (Vasall des französischen Königs) König von England.

    Normannische Eroberung Englands [de.wikipedia.org]

    1152 heiratet Eleonore von Aquitanien Heinrich II. Kurzmantel König von England. Dadurch wird dieser ein Herzog in Aquitanien. Sowohl die Normandie, als auch Aquitanien, sind Lehen des Königs von Frankreich.

    1328 beansprucht Eduard III. den französischen Thron, da er ein Enkel Philips IV. von Frankreich ist.

    Eduard III. (England) [de.wikipedia.org]

    Von da an findet sich die französische Lilie im Wappen der Könige von England. Bis zur Französischen Revolution.

    Royal coat of arms of the United Kingdom [de.wikipedia.org]

    Danach verschwindet es aus dem Wappen des Vereinigten Königreichs.

    Warum sollte die britische Krone die französische Lilie aus ihrem Wappen entfernen? Die britische Monarchie ist felsenfest. Niemand rüttelt an britischen Traditionen! Da wurde gar nichts verändert! Warum hat man die Lilie entfernt? Wegen der französischen Revolution etwa?

    Sinn ergibt das nur, wenn der englischen König ein Vasall des ostfränkischen (französischen) Königs war und dieser seinen Lehnsherrn, um jeden Preis, los werden wollte.

    Antworten
  107. 109

    sherina

    Vielen Dank werter Nachtwächter,

    so bin ich tief in die Geschichte Maria Tudor (Regentzeit 1553–1558) Maria I., Elisabeth und Heinrich den VIII. eingestiegen. Auch das Hin und Her zwischen Protestantismus und Katholizismus ist hochinteressant. Hier ein paar wichtige Punkte zu Englands Position im Streit zwischen Frankreich und Spanien:

    Da auf den europäischen Märkten starke Konkurrenz herrschte, versuchte Maria, neue Märkte in Übersee zu erschließen. Trotz ihrer Heirat mit Philipp hatte England keinen Zugang zu den Schätzen der Neuen Welt bekommen, weshalb sich Marias Augenmerk auf den Osten richtete. Maria strebte eine Annäherung Englands an Spanien an, um so ein starkes Gegengewicht zu Frankreich aufzubauen.

    Spanien und Frankreich waren regelmäßig in Kriege miteinander verwickelt. Da stets die Gefahr bestand, dass England in den Konflikt hineingezogen wurde, versuchte Maria zwischen den streitenden Parteien zu vermitteln. In ihrem Auftrag brachte Reginald Pole im Jahr 1555 die verfeindeten Parteien in Gravelines an den Verhandlungstisch und bemühte sich um eine Schlichtung. Allerdings weigerten sich Spanien und Frankreich, einen Kompromiss zu schließen, und die Verhandlungen scheiterten. Zur großen Demütigung von England unterzeichneten Frankreich und Spanien im Februar 1556 ohne englische Vermittlung einen Friedensvertrag, den beide allerdings nur so lange einhielten, bis ihre Streitkräfte sich wieder erholt hatten.

    Im März des Jahres 1557 kehrte Philipp II., mittlerweile nach der Abdankung seines Vaters, zu Maria nach England zurück, um englische Unterstützung anzufordern. Er blieb bis Juli und überredete Maria, Spanien im Krieg gegen Frankreich beizustehen. Dabei sollte England die französische Küste attackieren, um den Truppen in Italien eine Atempause zu verschaffen.

    Zum Jahreswechsel allerdings wurde es ihnen zum Verhängnis, dass im Winter üblicherweise auf Kriegshandlungen verzichtet wurde. Entgegen allen Erwartungen griffen die Franzosen zu Neujahr an, und die Stadt Calais, Englands letzte Bastion auf dem Festland, fiel im Januar 1558 an Frankreich. Es war ein schwerer Schlag für das nationale Selbstbewusstsein. Kardinal Pole nannte den Verlust „diese plötzliche, schmerzliche Katastrophe“, dennoch war sich der Kronrat einig, dass eine Rückeroberung nahezu unmöglich und unbezahlbar war, sehr zum Ärger Philipps, für den Calais von großer strategischer Bedeutung gegen Frankreich gewesen war.

    Maria I. (England) [de.wikipedia.org]

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  108. 110

    sherina

    116. Was war der Grund für den Versuch Philipp II. England zu erobern?

    Der englisch-spanische Krieg von 1585 bis 1604 wurde insbesondere als Seekrieg geführt. Es gab in England neben der normalen Piraterie seit längerem staatlich sanktionierte und teilweise von der Krone mitfinanzierte Kaperunternehmen. Francis Drake überfiel 1572/1573 Nombre de Dios und einen Schatztransport bei Panama. Besonders spektakulär war etwa die Weltumsegelung des Francis Drake zwischen 1577 und 1580, bei der er unter anderem an der Küste des Pazifik reiche Beute machte.

    Elisabeth I. bestritt den spanisch-portugiesischen Entdeckeranspruch und die päpstliche Aufteilung der neuen Länder zwischen Spanien und Portugal. Die Kaperunternehmen ließen eine Gefahr für die spanische Vorherrschaft auf dem Meer am Horizont erscheinen. Dies wurde nach der Annexion Portugals durch Spanien 1580 noch verschärft. Die früheren portugiesischen Besitzungen wurden zu einem bevorzugten Angriffsziel von Freibeutern aus verschiedenen Ländern. Die Freibeuteraktionen haben erheblich zur Ausbildung der Feindschaft zwischen England und Spanien beigetragen. 1577 begann auf Betreiben von John Hawkins der Bau hochseetüchtiger Kriegsschiffe in England.

    Drake unternahm 1585 einen groß angelegten Überfall auf die spanischen Besitzungen in Westindien. Dieser Angriff war kein privates Kaperunternehmen mehr, sondern ein offiziell von Elisabeth I. befohlener Flotteneinsatz. Daran beteiligt waren mindestens 25 Schiffe. An Bord waren neben den Seeleuten auch 2.300 Soldaten.

    Philipp II. plante ein breit angelegtes militärisches Vorgehen gegen England. Dieses Vorhaben wurde vom Papst sanktioniert. Philipp wollte zum einen England wieder rekatholisieren und zum anderen seine Ansprüche auf den englischen Thron durchsetzen. Die Hinrichtung von Maria Stuart 1587 verschärfte den Gegensatz noch.

    Die englischen Schiffe brachen in Richtung der Azoren auf, um ein mit wertvoller Fracht beladenes spanisches Schiff zu kapern. Die Beute, es handelte sich um persönliches Eigentum Philipp II., war so hoch, dass sich das Unternehmen finanziell rentiert hatte.

    Die Spanier flohen nach Norden. Dabei gingen zahlreiche Schiffe im Sturm unter oder liefen auf Riffe. Insgesamt ging etwa ein Viertel der Flotte verloren. Andere sprechen davon, dass nur etwa die Hälfte der Schiffe Spanien wieder erreichte. Damit war die Absicht einer Invasion gescheitert. Der Sieg wurde auf englischer Seite als Gottes Werk interpretiert. Auf spanischer Seite wurde der Plan zu einer radikalen Niederwerfung England nunmehr aufgegeben.

    Englisch-Spanischer Krieg (1585–1604) [de.wikipedia.org]

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  109. 111

    sherina

    114. Welche Folgen hatte die Abtrennung der römisch-katholischen Kirche durch Elisabeth I.?

    Ihre Regierungszeit als Königin von England und Irland von 1558 bis 1603 wird als Elisabethanisches Zeitalter bekannt. In jener Zeit erhielt die Anglikanische Kirche ihre endgültige Ausprägung. Die Anglikanische Kirche wurde zur Staatskirche. Die Herrscher Englands zum Oberhaupt der Staatskirche.

    Elisabeth I. [de.wikipedia.org]

    Regnans in Excelsis (lat.: Herrschend in der Höhe) ist eine Päpstliche Bulle von Papst Pius V. mit der er am 25. Februar 1570 (andere Quellen verweisen auf den 25. April 1570) die englische Königin Elisabeth I. exkommunizierte. In den Eingangsworten ging der Papst auf die Pflicht zum Gehorsam ein, er forderte, dass die Regierenden, die von Gottes Güte berufen sind, diesem Gehorsam leisten müssten. Er warf Elisabeth I. vor, sich gegen die Glaubenslehre gewandt zu haben. Damit habe sie disziplinlos und gottlos gehandelt.

    Im weiteren Text wirft er ihr vor, dass sie die wahre Religion verbiete und mit dem Tode des früheren Königs Heinrich VIII. Schuld auf sich geladen habe. Des Weiteren benannte er Maria von Schottland als die rechtmäßige Königin von England.

    Gegen Königin Elisabeth erhob er schwere Vorwürfe, so habe sie mit obskuren Männern den Tatbestand der Ketzerei erfüllt, indem sie die Doktrin des katholischen Glaubens geleugnet und gegen Fastenregeln und den Zölibat aufgerufen habe. Stattdessen habe sie die Riten und Regeln von Calvin eingeführt und die Geistlichen und Prediger in diesen Institutionen eingeschworen. Sie habe es gewagt, Bischöfe auszustoßen, Rektoren und katholische Priester abzusetzen und sich somit der Ketzerei schuldig gemacht.

    Der Papst, so erklärt er, sehe sich nun als oberster Hirte gezwungen, gegen Elisabeth die schärfsten Sanktionen einzuleiten. Somit wurde sie exkommuniziert und aus der römisch-katholischen Kirche ausgestoßen. Darüber hinaus erklärte Pius V., dass er ihr die Königswürde entziehe, damit verbunden seien auch alle Privilegien und adligen Würden.

    Alle Adligen, Untertanen und Bediensteten, die einen Eid auf die Königin abgelegt hätten, entband der Papst von ihrem Treueschwur. Er befahl allen Menschen, zurück in den „Schoß“ der katholischen Kirche zu kehren und drohte denen, die dieser Aufforderung nicht folgen würden, ebenfalls die Exkommunikation an.

    Regnans in Excelsis [de.wikipedia.org]

    England und das spätere Commonwealth wurde somit dem päpstlichen Einfluss und der katholischen Kirche entzogen.
    – – –
    Philip und Kaiser Maximilian wurden durch die Bulle implizit zu Feinden Elisabeths erklärt, wozu sie selbst (noch) nicht bereit waren. Sie und Karl IX. weigerten sich denn auch, die Bulle in ihren Ländern zu veröffentlichen.

    Der Papst solle deshalb, um den Frieden zu sichern, die Exkommunikation zurücknehmen und zumindest weitere Drucke verhindern. Pius V. antwortete Maximilian am 5.1.1571, dass er nicht zurücknehmen könne, was von so vielen guten Katholiken gefordert worden sei. Außerdem verstehe er nicht, warum Elisabeth sich so aufrege über ihre Exkommunikation;

    Vor allem aber tat die Bulle eins: sie zerstörte auf einen Schlag den Kompromiss der elisabethanischen Kirche, der für die meisten Katholiken die
    Kirchenregelung Elisabeths hatte erträglich erscheinen lassen. Fest steht, dass die Exkommunikation, sowohl auf nationaler Ebene in England als auch auf
    internationaler Ebene mehr für Spannungen und Probleme sorgte, als dass sie solche lösen konnte.

    Die Exkommunikation Elisabeths vollzog also nicht nur endgültig den Bruch zwischen der Römischen und der Anglikanischen Kirche, sondern stürzte die Katholiken in England in das Dilemma, das sie nun entweder dem Papst oder Elisabeth gehorchen konnten, aber nicht mehr beiden. Durch die Exkommunikation Elisabeths zwang Pius V. also die englischen Katholiken, sich zwischen ihrer Königin und der römisch-katholischen Kirche zu entscheiden.

    Pollard verweist daher richtig darauf, dass aus der nationalen Krise des Aufstands von 1569 nun eine internationale Verschwörung wurde. Die Bulle verursachte den Katholiken in England also nur Schwierigkeiten, statt ihnen zu helfen. Es brauchte jedoch im Vatikan lange Zeit, bis die Offiziellen begriffen, dass die Exkommunikation auf politischem Gebiet wenig Effekt zeigte.

    https://repositorium.ub.uni-osnabrueck.de/bitstream/urn:nbn:de:gbv:700-2005092915/2/E-Diss439_thesis.pdf [repositorium.ub.uni-osnabrueck.de] (ab Seite 247)

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  110. 112

    sherina

    92. Welche machtpolitischen Folgen hatte die Veränderung auf Flotten und Marine?

    Die Schiffe mussten den Gegebenheiten angepasst werden, d.h. größer gebaut werden, um so viel wie möglich transportieren zu können. Sie mussten entsprechend den neuen Meeresrouten tauglich sein, andere Windverhältnisse. Die Mannschaft, Kapitäne benötigten dafür eine Ausbildung. Außerdem benötigte man überhaupt Seeleute, die das Leben zur See wollten. Krankheiten, Überfälle dezimierten die Mannschaft.

    Wer die beste Technik hatte, erhielt einen Vorsprung, um besser Handel zu betreiben. Auf dem Landweg war man von der Technik her bislang auf Augenhöhe. Geld war nötig, um den Schiffsbau, Hafenanlangen usw. zu finanzieren. Wer keinen Hafenzugang hatte, hatte natürlich ein Problem und konnte nur den Landweg nutzen. Außerdem mussten die Handelsschiffe militärischen Begleitschutz erhalten, da die Piraterie (oft von gegnerischen Ländern finanziert), florierte.

    Eine Neuentwicklung des 15. Jahrhunderts ist die Karavelle. Sie entstand aus den Anforderungen, die sich den portugiesischen und spanischen Seefahrern unter den Bedingungen des Atlantiks stellten. Dort war die Karavelle den Galeeren durch ihre Fähigkeit, höher am Wind segeln zu können, deutlich überlegen.

    Geschichte der Seefahrt [de.wikipedia.org]

    Bis weit in das 15. Jahrhundert hinein schufteten auf den Kriegsgaleeren immer noch hauptsächlich Ruderer, die dafür Sold erhielten. Der Mangel an Freiwilligen für die harte Arbeit, das stetige Anwachsen der Flotten und der permanente Konflikt zwischen den christlichen Mächten und den expansiven Osmanen führten im 16. Jahrhundert dazu, dass immer mehr Männer zum Dienst gepresst wurden. In der mächtigen Seerepublik Venedig schickte man verurteilte Kriminelle, Schuldner und Bettler auf die Ruderbank. Auch Richter der anderen italienischen Stadtstaaten, in Frankreich und im Osmanischen Reich verurteilten zur Galeerenstrafe.

    Im Sommer 1544 macht ein türkisches Geschwader in Italien Gefangene: Zeitgenössische Quellen berichten, dass 6.000 Menschen nach Istanbul verschleppt wurden. Aber auch der Gegner ist auf der Jagd. Spanische und italienische Flottenbeamte beklagen in ihren Memoranden immer wieder, dass die Ruderbänke nicht besetzt werden können. „Die Rudergaleere verbrauchte Männer wie Treibstoff. Jeder Tote oder Sterbende, den man über Bord warf, musste ersetzt werden – es gab nie genug Ruderer“, schreibt der englische Schriftsteller Roger Crowley.

    Deswegen leeren Fürsten und Stadträte immer wieder ihre Gefängnisse, um die Galeeren mit Ruderern zu versorgen. 1556 schreibt Admiral Andrea Doria an Erzherzog Ferdinand von Österreich, den Bruder des Kaisers, und bittet um Verbrecher für seine Galeeren, weil er im Kampf gegen die Türken so viele Männer verloren habe. Ferdinand sendet ihm Sträflinge aus Österreich und Böhmen.

    Geschichte der Galeeren: Hölle auf Wellen [zeit.de]

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  111. 113

    Morlock

    Einen herzlichen Dank an Sherina 🙏, für ihre „unermüdliche“ Arbeit in Sachen genauer Abläufe und deren Bereitstellung der Geschichtsdaten! Klasse!

    Wie viele andere auch, bin ich gespannt wie es weiter geht? Die Geschichte in vollem Umfang zu verstehen, ist eine Sache. Die Frage wird sein, was fangen wir mit dem Wissen an?

    Wenn Columbus die Glaubensgebiete erweitert hat, die Reformation von Luther die Einnahmequellen beschränkt hat, stellt sich trotzdem doch die Frage, wieso ist in dem Machtgefüge niemals bis zum heutigen Tage eine wirkliche Veränderung vollzogen worden?

    So wie ich es wahrnehme ist die Verknüpfung Geld und Glauben immer noch allgegenwärtig. Und die Verquickung von Kirche und Staat, also (Glaube(n) und Gesellschaftsfunktion) funktioniert auch makellos in der neuen Welt.

    Klingelbeutel?

    Kirche testet digitalen Klingelbeutel per App [sn-online.de]

    Petri Heil

    Antworten
    1. 113.1

      sherina

      Danke Morlock,

      das ist mein Anteil an der Aufklärung und Wahrheitsbewegung.

      Heil und Segen Dir,
      Sherina

  112. 114

    sherina

    115. Was wurde durch die Abtrennung aufgehoben?

    An dieser Antwort überlege ich seit gestern Abend. Heute habe ich mal alles zusammengeschrieben, was mir spontan dazu einfiel:

    Aufgehoben wurde der vatikanische Einfluss. Der Adel durfte die Besitztümer der Katholiken behalten. Der Papst war nun nicht mehr der Pontifex Maximus, der alleinige Stellvertreter. Er hatte einen Konkurrenten in England.

    Aufgehoben wurde auch der komplette Einfluss der katholischen Kirche auf ganz Europa. Die Möglichkeit, dass das Beispiel Englands auf Europa übergriff, war gegeben.

    Die Königswahl konnte frei vom Papst erfolgen sowie die Heirat der Thronfolger. Aufgehoben war auch, dass nur der Tod eine Ehe trennen konnte. Also war auch die Erbfolgeregelung eine andere als im übrigen Europa. Und es konnten durch Neuverheiratung Kinder gezeugt werden. Die Sorge, dass es keinen Nachfolger gab oder dass das Königreich an andere Königshäuser fiel und England somit unter fremde Herrschaft gelangt, wurde somit ausgeschlossen.

    Hier noch eine Textstelle:

    Um die Kirche ganz von Rom zu trennen, hob das Parlament weiter die Unabhängigkeit der kirchlichen Gerichte auf und verbot außerdem jegliche Zahlungen an Rom. Damit war die völlige Trennung von Rom vollzogen. Die „Kirche von England“, die bald als anglikanische Kirche bezeichnet wurde, war jetzt eine National-, bzw. Staatskirche, deren Oberhaupt naturgemäß der Monarch war.

    Heinrich VIII. und die Entstehung der anglikanischen Kirche im 16. Jh. [lernhelfer.de]

    Jetzt kann ich mir auch die Massen von immer wieder denselben Kriegen oder leicht abgewandelten Kriegen erklären, die noch folgen. Der Bischof von Rom war nicht mehr der Weltenherrscher und war wohl „leicht“ rachsüchtig oder ein sehr schlechter Verlierer.

    Die Habsburger, die Deutschen und das Heilige Römische Reich deutscher Nation waren wohl deshalb ein derartiger Dorn im Auge des Heiligen Vatikans, weil sie Europa dominierten und dazu die Kolonien. Na ja, und das konnte ja nicht durchgelassen werden, wie wir aus unserer Vergangenheit schmerzhaft erfahren haben.

    Das Verworrene des 2. Teils hat sich für mich geklärt. Du hattest Recht, werter Nachtwächter. Ich danke dir und Magnus sehr für diese Erkenntnisse und den hochspannenden Geschichtsunterricht. Das hätte ich mir in meiner Schulzeit gewünscht. Die Abinote wäre anders ausgefallen. Ich war nicht immer beliebt bei meinen Lehrern. Heute freut mich das. Ich mag unbequeme Fragen stellen und Antworten finden. 🙂

    Teil 4 kann folgen.

    Antworten
    1. 114.1

      Mohnhoff

      Wir hatten vor längerer Zeit, ich glaube zu dem Artikel über den Wachwechsel bei der Queen, herausgearbeitet, dass England eigentlich ein Lehen des Vatikans an die englischen Könige war, der Papst somit Lehnsherr des amtierenden Königs von England.

      Hintergrund war, dass im 13. Jhdt. irgendein König (John?) England dem Vatikan quasi übereignet und dann als Lehen zurückerhalten hat – und von da an eben alle englischen Könige dem Vatikan Lehnstreue schuldig waren.

      Wenn aber Heinrich VIII. sein Reich vom päpstlichen Kirchentum abgespalten und sein eigenes Kirchending gedreht hat, inklusive Enteignungen von Land, muss damit auch die englische Vasallenschaft zum Vatikan gebrochen worden sein. Andersherum ist es gar nicht vorstellbar. Ein Vasall ist seinem Lehnsherr Gehorsam schuldig. Was Henry Tudor machte, war der ultimative Ungehorsam. Das Ganze war vermutlich alles rechtswidrig nach damaligem gültigen (Kirchen)recht, aber de facto war England spätestens dann unabhängig.

      Wie passt das jetzt mit dem Wachwechsel für die Queen zusammen? Spekulatiusdose auf!

      Die Queen steht unter der City of London, muss ja um Erlaubnis fragen, wenn sie dort rein will. Der Vatikan hat seit 1929 ein Grundgesetz und ist somit besetzt, vermutlich durch die City of London, steht damit unter ihr. Der Wachwechsel bei der Queen ging von britischen (royale?) Truppen auf Marinesoldaten über, das ganze passierte auf einem Flugzeugträger also auf hoher See. Die vormaligen Wachsoldaten waren vom englischen Landesmilitär, die neuen sind Seesoldaten. Das impliziert, dass Landesrecht durch Seerecht abgelöst wurde (ähnlich wie unseren grünen Polizisten nun blau sind), die Queen untersteht jetzt also dem Seerecht, vermutlich nicht freiwillig.

      Und wer beherrscht die See? Ich dachte bisher immer, der Vatikan, da Elemente des Seerechts sich im Kirchenrecht wieder finden, zum Beispiel die Jahres-Regel für verschollene oder auf See verloren gegangene Personen (= Schiffe). Aber der Vatikan ist nicht souverän, sondern besetzt. Folglich müsste im Mindesten die City of London, bzw, die land- und wurzellose Clique dahinter die Herrschaft ausüben. Da sie überall und nirgends zu Hause sind, ergäbe es Sinn, dass diese sich für die allumfassende Gültigkeit des Seerechts einsetzt.

      Ich bin mir bei der Auslegung allerdings keineswegs sicher. Mir kam jetzt noch der Gedanke, inwieweit man das alles auf gewisse uralte Schlangen- und Wassergötter (Enki, Dagon, Poseidon, Neptun) zurückführen kann, aber da fehlen mir noch zu viele Puzzleteile.

      Und es besteht auch noch die Möglichkeit, dass eine andere Macht aus dem eisigen Süden, die ebenfalls ganz sicher die Meere gut beherrschen kann, dahinter steckt. Aber das fühlt sich für mich nicht richtig an.

      Spekulatiusdose zu.

    2. 114.2

      Frigga

      Warum küssen alle Monarchen – auch englische – beim Besuch des Vatikans dem Papst den Ring? Irgendwie steht der Papst, trotz Trennung von England, immer noch über der Queen.

    3. 114.3

      sherina

      Schöner und intelligenter Gedankengang, werter Mohnhoff,

      die Schlussfolgerung mit der wurzellosen Clique drängt sich mir auch schon seit längerem auf. Die nächsten Teile von Geld und Glauben werden uns erhellen. Davon bin ich überzeugt. Mir ist jetzt bereits so viel klar geworden. Und ich bin gespannt, wie die Fäden sich weiter zeigen.

      Ich werde, bis der 4. Teil da ist, mir noch mal alle Fragen und Antworten zu Gemüte führen. Wir haben dafür ca. 1 Woche Nachbearbeitungszeit. 🙂

      Schönes Wochenende und Heil und Segen,
      Sherina

  113. 115

    Morlock

    In Teil III ist das erste Mal von Ablasshandel die Rede. Der Codex Iuris Canonici von 1983 (Vorgänger 1583), das Gesetzbuch des römisch-katholischen Kirchenrechts, definiert den Ablass in can. 992 CIC wie folgt:

    „Ablaß ist der Nachlaß zeitlicher Strafe vor Gott für Sünden, deren Schuld schon getilgt ist; ihn erlangt der entsprechend disponierte Gläubige unter bestimmten festgelegten Voraussetzungen durch die Hilfe der Kirche, die im Dienst an der Erlösung den Schatz der Sühneleistungen Christi und der Heiligen autoritativ verwaltet und zuwendet.“

    Von einem Schaf frei übersetzt:

    „Bezahlung ist der Rabatt für schnellere Heilung vor dem Schöpfer für das Übertreten von Geboten, dessen Buße schon getan ist; erlangt wird sie, wenn der entsprechend veranlagte Kreditor sich bereit erklärt, das Angebot fiktiver Leistung durch die Prokuristen des Unternehmens Gottes anzunehmen, um das Gut, den Schatzfund, durch Befreiung im Kreditor in Besitz nehmen zu lassen und durch Erhalt der Gegenleistung, die Erdichtung, jene das Gut unter sich aufteilen zu lassen.“

    Der erste Satz im Original hat es in sich, da heißt es, die Schuld ist schon getilgt, aber durch Bezahlung verkürzt sich die Zeit? Das widerspricht sich und ist nur so zu verstehen, dass vergeben wird und man schneller wieder sündigen darf/kann. Die Sünde als solches kann nicht, sondern nur die Sündenstrafe, kann abgelassen werden.

    Das ist ordinärer Betrug, da die Kirche gar keine Sünde vergeben kann, sie zwar auf Gerichtsbarkeit macht, aber keine Leistung liefert und erst recht keinen Vertrag vorlegen kann, dass sie über das Gut verfügt, welches sie anbietet. Zahlt nirgendwo Steuern, besitzt Immunität und versteckt sich im Völkerrecht.

    Es heißt doch: „Vor Gericht und auf hoher See ist man in Gottes Hand“

    Dann stehen wir wohl alle vor Gericht!

    Ablass>Bezahlung / Nachlaß>Rabatt / Strafe >sanktio>Heilung / Disponieren> zur Verfügung stellen (Dispo) / Kreditor> Gläubiger / Dienst > Gut / Schatz >Schatz („thesaurus“), auch Schatzfund, ist nach der Legaldefinition des § 984 BGB eine bewegliche Sache, die so lange verborgen war, dass sich ihr Eigentümer nicht mehr ermitteln lässt. / Vertreter> Verkäufer, Anbieter.

    HuS

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  114. 116

    Morlock

    Und wie ist es denn nun um unserem Status bestellt? Audienz gefällig?

    Die vatikanische Audienzhalle!

    Der tribünenartige Teil der Audienzhalle, auf dem üblicherweise der Papstsitz steht, befindet sich auf vatikanischem Territorium. Der Teil des Saales, in dem sich die Audienzteilnehmer (bis 25.000 Stehplätze) aufhalten, gehört völkerrechtlich zu Italien, ist aber im exterritorialen Besitz des Heiligen Stuhls.

    Exterritorial ist definiert als „privilegierte Stellung mittels einer Fiktion“. Die Fiktion im Recht (lat. fictio, „Gestaltung“, „Personifikation“, „Erdichtung“ von fingere „gestalten“, „machen“, „sich ausdenken“), exterritorial in diesem Sinne, wurde weiterentwickelt zur diplomatischen Immunität.

    Die Skulptur die dort steht ist die Auferstehung Jesu, „La Resurrezione“. Zitat des Künstlers:

    „Ich entschloss mich, die Auferstehung Christi in einem großen Olivenhain darzustellen, jenem friedlichen Ort seiner letzten Gebete. Christus steigt aus einem Krater auf, den eine Atombombe aufgerissen hat: eine grausame Explosion, ein Strudel der Gewalt und Energie.“

    Status: 18. Jahrhundert, von französisch état „Zustand, Staat“, in der Bedeutung „schriftliche Fixierung des Standes, Inventarliste“, entlehnt von lateinisch status „Zustand, Status, Staat“, Substantiv zu stare „stehen“.

    Zitat aus Ansprache von Papst Franziskus an die Teilnehmer der Vollversammlung des Obersten Gerichtshofs der Apostolischen Signatur zur Vollversammlung des obersten Gerichtshofes:

    „Zum Abschluss dieser Begegnung möchte ich euch alle ermutigen, im Bemühen um eine transparente und gerechte Rechtsprechung in der Kirche fortzufahren, als Antwort auf die berechtigten Wünsche, die die Gläubigen an ihre Hirten richten, insbesondere wenn sie vertrauensvoll darum bitten, ihren eigenen »status« maßgeblich zu klären.“

    Unser Status! Völkerrecht und Menschenrecht machen genau das was sie sollen, sie verhindern den Zugang zum Existenzrecht. (Das Gegenteil ist wahr!) Und darum sagt A. Merkel auch immer „Die Menschenrechte stehen nicht zur Dispo-sition“!

    HuS

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  115. 117

    koppi

    „Es gibt einen unverkennbaren roten Faden und diesen wahrlich zu erkennen, führt zu einem Verständnisausmaß, wie es vermutlich bisher kaum jemand öffentlich angestoßen hat.“

    Kurz meine Gedanken zum roten Faden:

    1. Freiheit & Eigenverantwortung, bzw. deren Unterdrückung!
    2. Deine (angebliche) Schuld, von der du dich freikaufen kannst/sollst/musst!

    Das ist für mich der rote Faden !

    Du bist schuld, weil Jesus für dich und deine Sünden am Kreuz gestorben ist. Du bist Schuld, weil …: Klimaerwärmung, Waldsterben, Ozonloch, Umweltverschmutzung, Hunger auf der Welt, Leid in der 3. Welt, du ein Mann bist, du Strom verbrauchst, du Plastiktüten kaufst, du Diesel fährst, du die Toilettenspülung benutzt, du Flugzeug fliegst, du Fleisch isst, zulange warm duschst, Kaffeewegwerfbecher täglich benutzt und dann wegschmeißt, du tropische/ausländische Früchte kaufst, du Weichspüler benutzt, Verwandte/Ahnen noch immer in der Hölle schmoren, weil du sie nicht freikaufst, deine Vorfahren angeblich dies oder das getan haben, du dies oder das getan hast, du dies oder das nicht getan hast, es regnet, es zuviel regnet, zu wenig regnet, du CO2 ausatmest, du Methan ausstößt 😉 und so weiter.

    Aber! Ich kann dich von Deiner Schuld erlösen, bzw. du kannst dich davon frei kaufen, also gib mir einfach so und soviel von deinem durch deine ehrliche Arbeit/Leistung verdientem, erarbeitenden Geld und dir sei vergeben. Ach so, anbeten und vergöttern musst du mich natürlich auch noch, versteht sich ja eigentlich von selbst

    Germanisches Prinzip: Gemeinnutz vor Eigennutz.

    Eigenverantwortung, da jeder von Geburt an ein freier (unschuldiger) Mensch ist. Leistungsprinzip, so dass gute, fleißige Leistungen einen guten Gegenwert erhalten und trotzdem helfen die Stärkeren den Schwächeren in der Gemeinschaft. Taten statt Worte, du bist was du tust. Führerprinzip, wobei die Führer gewählt werden & dementsprechend schlechte auch ausgetauscht werden können, ja sogar ausgetauscht werden müssen!

    Jenes Prinzip: Herrschafts- und Besitzansprüche, die völlig haltlos (illegitim) sind. Runtergebrochen werden diese auf nichts als auf Lügengeschichten,
    und angeblicher (göttlicher) Auserwähltheit begründet und nicht wie es sich gehört – natürlich ist -,aufgrund von erbrachter Leistung/Taten/Tüchtigkeit!

    Andere (körperlich & geistig) unterwerfen und ohne eigene Leistung oder Gegenleistung sich an ihrer Arbeitsleistung immer mehr bereichern und damit auch noch die Kontrolle/Herrschaft über die Leistungserbringer auszubauen (Kirchenzehnt, Zinseszins, etc.).

    Antworten
  116. 118

    Torsten

    Werte Gemeinde,

    es gibt unzählige Beiträge:

    Rita-Gesetze [kraeutermume.wordpress.com]

    Schaun wir mal.

    Heil und Segen!

    Antworten
  117. 119

    Sonnenfels

    Nachtrag zu 41:

    Werte Ortrun,

    der Begriff „Kleinstaaterei“ wurde erstmals von Turnvater Jahn 1814 propagandistisch als politisches Schlagwort gebraucht und hatte seither einen negativen Beigeschmack.

    In Wirklichkeit ist die Kleinstaaterei die gesündeste Form des Zusammenlebens für Menschen im Sinne des Subsidiaritätsprinzips. Es blühen Kultur und Diversität. Örtliches Brauchtum, Eigenheiten der Volksgruppen und echte Individualität und Entfaltungsmöglichkeiten haben ihren Raum. Eben das, was Menschen glücklich macht. Auch das Gefühl der Heimat und des Verwurzeltseins.

    In diesen Lebensgemeinschaften bilden sich starke, stolze Menschen heraus. Goethe dazu:

    „Zur Nation euch zu bilden, ihr hoffet es, Deutsche, vergebens; bildet, ihr könnt es, dafür freier zu Menschen euch aus.“ (Natürlich muß man zum Zwecke der Verteidigung national zusammenhalten.)

    Und darum ging es, diese zu unterwerfen. Das heißt, erst seit Napoleon wurden die Deutschen verstärkt, sukzessive zu geistigen Krüppeln gemacht!

    Segen und Heil
    Sonnenfels

    Antworten
    1. 119.1

      Schwabenmädel

      Zu Sonnenfels, #119:

      „In Wirklichkeit ist die Kleinstaaterei die gesündeste Form des Zusammenlebens für Menschen …“

      Da musste ich gerade an unsere Landschaften denken. Überall dort, wo noch Hecken, Böschungen und Baumgruppen oder kleinere Wäldchen zwischen Äckern, Feldern und Wiesen existieren, dort ist das Leben üppig vorhanden. Dort finden sehr viele verschiedene Arten von Lebewesen ihren Lebensraum und erfüllen ihren Lebenssinn.

      Dort wo Monokulturen vorhanden sind, muss vermehrt mit Pestiziden usw. gearbeitet werden, damit wenigstens noch ein bißchen Ertrag dabei rauskommt. Alleine hier zeigt uns die Natur, was für Mensch und Tier natürlich ist/wäre.

      Also zurück zur natürlichen Ordnung. 🙂

  118. 120

    Lena

    Herman Gauch – Die germanische ODAL oder ALLOD Verfassung [archive.org]

    Heil und Segen für uns und die Welt!
    Lena

    Antworten
  119. 121

    Morlock

    Da die Kommentarfunktion noch nicht geschlossen ist, noch etwas zum Borgiapapst Alexander VI. im Jahr 1495. Das Liebeskonzil (1890), Zitat:

    „Schauplätze der Handlung sind der Himmel, die Hölle und der Hof des Borgiapapstes Alexander VI. im Jahr 1495. Gottvater, ein seniler und gebrechlicher Tattergreis, der hinfällige und debile Christus und die abgebrühte Jungfrau Maria erhalten Nachricht von skandalösen Zuständen auf der Erde, insbesondere in Neapel, und von Orgien am Hofe des Papstes. Zum Osterfest nehmen sie den Vatikanspalast selbst in Augenschein und werden dabei Zeugen obszöner Spiele und Intrigen der Hofgesellschaft. Deshalb handeln sie mit dem Teufel ein Geschäft aus:

    Dieser soll eine schreckliche Strafe erfinden, die unmittelbar auf fleischliche Sünde folgen, aber die Seelen der Menschen erlösungsfähig belassen soll, da die Schöpferkraft Gottes verbraucht ist und er sich keine neuen Menschen mehr erschaffen kann – er also auf die vorhandenen angewiesen ist. Als Gegenleistung fordert der Teufel ein prächtiges Portal für die heruntergekommene Hölle, das Recht auf unangemeldete Sprechstunden mit Gott und vor allem die Freiheit, seine Gedanken zu verbreiten, denn „wenn jemand denkt, und darf seine Gedanken nicht mehr Andern mitteilen, das ist die gräßlichste aller Foltern.“

    Die vom Teufel ersonnene Strafe ist nun die „Lustseuche“ Syphilis. Um diese auf die Erde zu bringen, zeugt der Teufel mit Salome, der durchtriebensten Gestalt in der Hölle, das „Weib“, eine unwiderstehlich schöne Frau, die zuerst den Papst, dann die Kardinäle, die Bischöfe und schließlich die übrige Kirchenhierarchie mit der Krankheit infiziert, die sich schnell in der gesamten Menschheit ausbreitet.“

    Dafür gab es 1 Jahr Zuchthaus!

    Das Liebeskonzil [de.wikipedia.org]
    Germania, ein Trauerspiel [de.wikipedia.org]

    HuS

    Antworten

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