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182 Kommentare

  1. 1

    N8Waechter

    Hinweise zum Kommentarbereich

    Kurzfassung: Seid höflich und respektvoll zueinander und achtet auf Rechtschreibung und Zeichensetzung! Und bringt bitte Eure Wortmeldungen zügig auf den Punkt, fasst Euch möglichst kurz! Das erhöht eindeutig die Qualität des Austausches im Forum.

    Danke!

    P.S.: Durchgehende Großschreibung ist in diesem Forum ebenso unerwünscht, wie durchgehende Kleinschreibung. Wenn jemand etwas betonen möchte, bediene er sich bitte der folgenden Möglichkeiten:

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  2. 2

    N8Waechter

    Wichtige Info:

    Durch die letzte automatische Aktualisierung der Betriebsweichware dieser Netzseite scheint es aktuell zu einem Fehler bei der Kommentierung zu kommen. Sollte ein Kommentar nach dem Absenden nicht als “… muss noch moderiert werden“ angezeigt werden, bitte ich um etwas Geduld. Die Erfahrung hat gezeigt, dass die Kommentare ganz normal in der Moderation ankommen. Sie werden zeitnah freigeschaltet, sofern ich gerade vor dem Rechner sitze, ansonsten nach einigen Stunden.

    N8w.

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  3. 3

    wahrheitssucher777

    Ich lese das später, bin mal kurz hinter der Turnhalle eine rauchen. Übrigens, durch das Netz geistert etwas davon, wie der Papst zur Sonnenwende am 21.06. angeblich verhaftet werden sollte, was aber von der Leibgarde des Papstes verhindert sein worden soll?!

    In der Nacht vom 21. zum 22.06. war ich am Benrather Ausleger, die typische Dreiecksformation bei wolkenlosen Himmel und knackigen sehr windigen 10 Grad. Freitag der 15.06. war ich vorher im Rhein-Delta, Höhe Monheim-Baumberg und beobachtete ich eine „Meteoriten Explosion“, habe bis jetzt nichts darüber gefunden, obwohl diese im Köln-Bonner Raum eigentlich hätte gesichtet werden müssen. Der Knall war leicht zu hören und in einigen Kilometern Höhe.

    Wie gesagt, wer innerliche Ruhe hat, wirkliche innerliche Ruhe, der beobachtet nachts, irgendwann machen die für einige Zentimeter eine Kurskorrektur, die schieben sich ganz langsam in die Position zurück. Wie Kometen ohne Schweif durch die Atmosphäre kommen sollen, ist ebenfalls ein Rätsel.

    So, Gärtchen machen und Gruß an diejenigen, mit gutem Auge …

    Antworten
    1. 3.1

      Amelie

      Ich muss auch etwas später diesen Teil 2 lesen.

      Vorab hier ein wunderschönes Q, Bild 11 in diesem Netzverweis:

      Kornkreise 2018: Die Muster von Mitte Mai bis Mitte Juni [grenzwissenschaft-aktuell.de]

    2. 3.2

      wahrheitssucher777

      Ich sehe Dich …

    3. 3.3

      wahrheitssucher777

      Ja, die Freimaurer fälschen Kornkreise, um die Echten als unglaubwürdig darzustellen. Schau dir mal dieses an:

      Bilddatei

      g

  4. 4

    Sonnenschein

    Werte Gemeinde,

    Nr. 83 „Was ist eine Bank?“

    Das Wort Bank ist von dem Tisch abgeleitet, auf dem im Mittelalter die Geldwechsler auf dem Markt und an öffentlichen Plätzen ihre Münzschalen stehen hatten. Der Sprachgebrauch hat historisch geschwankt und ist auch heute noch nicht eindeutig festgelegt. In England versteht man z.B. unter Bank nur solche Anstalten, die Gelder sammeln und austeilen, in Deutschland auch alle anderen Geld-, Kredit- und Effektengeschäfte. Die Form dieser geschäftlichen Unternehmungen kann ganz verschieden sein: Lange Zeit betrieben nur Privatpersonen solche Geschäfte, vor allem zu Beginn der Neuzeit große deutsche und italienische Familien. Sie werden als Bankiers oder Bankherren bezeichnet. Quelle: Meyers Lexikon 1927

    Sonnige Grüße

    Antworten
    1. 4.1

      Tom

      1927 ist keine gute Quelle; sehr verunreinigt so zu sagen. Bank kommt von Tisch? Werkbank, Hobelbank, Sandbank, Dreh- und Drechselbank. Geht es nicht vielmehr um eine Erhöhung, höher als eine Sitz-bank z.B.? Dimension? So hoch, daß sie an den Wolken kratzt und ein normal Sterblicher vor Erstaunen sagt: „wat ne Bank“.?

      Dann die Masse an „Kapital“ … Dimension, Größe, Illusion!

      Das Wort „Bank“ wurde umgedeutet. So waren früher die Banker, bzw. Wucherer und Geldwechsler, verachtet, was auch schon die Bibel bezeugt. Heute sind sie „gesellschaftlich“ gea(e)chtete Leute, je nach Gesellschaft. Was ist eine Gesellschaft und wer hat die Deutungshoheit? (… Na sowas, meine Rechtschreibüberwachungsweichware kennt den Begriff „Deutungshoheit“ nicht und „Rechtschreibüberwachungsweichware“ auch nicht …)

      @N8wächter, was ist Eigentum? Da beginnt der rote Faden. 200 vor Christus kamen die J*den nach Rom, mit einer speziellen Ideologie im Gepäck.

    2. N8Waechter

      Werter Tom,

      wirklich wichtig ist, wo „der rote Faden“ heute steht …?

      Geschichte ist Geschichte, wir können jedoch daraus lernen. Darum geht es hier!

      Heil und Segen!
      N8w.

    3. 4.2

      Lena

      Der rote Faden – damals wie heute und bis in alle Ewigkeit. Bis, ja bis, nicht der Stecker gezogen wird.

      HuS, Lena

      „Werter Tom, wirklich wichtig ist, wo „der rote Faden“ heute steht …?“

      „Das J*denregal, auch J*densteuer, war im Mittelalter und der Frühen Neuzeit ein königlich verliehenes Privileg. Dieses stellte im Heiligen Römischen Reich, Österreich und der Schweiz vermögende J*den, zumeist Kaufleute, in ihrer Eigenschaft als Kammerknechte und religiöse Minderheit gegen Bezahlung von Gebühren unter den Schutz des Kaisers. Neben anderen finanziell nutzbaren Hoheitsrechten (Regalien) trug auch das J*denregal zur Finanzierung des Herrscherhaushalts bei.“

    4. 4.3

      Tom

      @Lena, danke, danke, danke.

      Für mich eine neue Information die schön ins Puzzle passt, weil „regalo“ auf italienisch „Geschenk“ heißt. Das war keine von den Herrschenden erhobene Steuer, die haben sich korrumpieren lassen. Wo kamen die Schenkenden her?

      @N8wächter, ich weiß nicht recht, worauf diese Serie hinausläuft, aber den roten Faden sollte man schon am Anfang aufnehmen und nicht mittendrin. Goethe hat schon geraten 3.000 Jahre zurückzugehen.

      Du wirst wissen, was Du tust und ich danke Dir herzlich für deine Arbeit. Der Hinweis auf den „ewigen Pfennig“ ist ein Wichtiger. Dazu eine kleine Anmerkung:

      Viele der Leser hier sind in der DDR aufgewachsen und sollten sich an die Preisentwicklung dort erinnern. 40 Jahre stabile Preise und was ist passiert? Nichts. Die DDR war weder pleite, noch vom Erdboden verschluckt worden. Der Staat hatte die Geldschöpfung in der Hand und Spekulation war verboten. So einfach geht das.

      Salu2

    5. 4.4

      Zündapp

      @Tom,

      Bitte nicht außer Acht lassen, dass ein Geschenk von „Regale“ nicht immer positive Auswirkungen beim Beschenkten haben muss. Man könnte auch sagen, ein fremdes Ei ins Nest gelegt, um vielleicht einen Ausgleich zu schaffen und einen Wettstreit so bezüglich des Ausgangs weiter offen zu halten

      H&S

  5. 5

    Sonnenschein

    Werte Gemeinde,

    Nr. 21 „Was ist ein König“?

    In ältester Zeit Bezeichnung des Oberhauptes einer Völkerschaft, dann eines Stammes, schließlich des Beherrschers eines souveränen Staates überhaupt. Im Mittelalter verliehen gelegentlich die römischen Kaiser und der Papst den Königstitel … Die Könige führen den Titel Majestät und haben zeremonielle Vorrechte und so besonders das Recht, eine Königskrone im Wappen zu führen. Seit Aufhebung des Wahlkönigtums in Deutschland und Polen ist die Königswürde überall erblich. Früher wurden die Könige bei ihrer Thronbesteigung gesalbt, später trat an die Stelle dieser Weihe eine feierliche Krönung, die jetzt meist weggefallen ist. (Quelle: Meyers Lexikon 1927)

    Sonnige Grüße

    Antworten
    1. 5.1

      eo

      Eine Krone ist ein Hut, in den es hinein regnet.
      (Friedrich II. von Preußen)

    2. 5.2

      Zündapp

      König ist immer der, der dafür sorgt, daß der König und sein Königreich eine kontinuierliche Lebensgrundlage haben. Also der Bauer. 🙂 (nach der Natur)

  6. 6

    Lena

    Po·li·tik
    Substantiv, feminin [die]

    1. alle Maßnahmen, die sich auf die Führung einer Gemeinschaft, eines Staates beziehen, „die auswärtige Politik“
    2. Methode, Art und Weise, bestimmte eigene Vorstellungen gegen andere Interessen durchzusetzen, „es ist seine Politik, nach allen Seiten gute Beziehungen zu unterhalten“

    Herkunft: französisch politique < spätlateinisch politice b/b<, zu: politikós, politisch

    Quelle: Wörterbuch [google.com]

    Antworten
  7. 7

    Lena

    Den Gegensatz zum Lehen bildete das freie Eigentum, Allod oder Allodium, welches ungefähr dem heutigen Eigentum am Grundbesitz entsprach. Ein Institut des Übergangs vom Lehnsstaat zum freien bürgerlichen Eigentum heutiger Prägung war das allodifizierte Lehen, ein Lehen, bei dem das Obereigentum des Lehnsherrn – meist gegen Zahlung von Entschädigungen, Allodifikationsrenten – wegfiel, das aber für den Vasall als Lehen mit festgelegter agnatischer Erbfolge – einem Familienfideikommiss ähnelnd – bestehen blieb.

    Weiter hier: Lehnswesen [de.wikipedia.org]

    Antworten
    1. 7.1

      Adler und Löwe

      Zum Thema Grund und Grundbesitz, ist das Vermessungswesen auch ein wichtiger Pfeiler.

      Hier sind Marksteinzeugen ein bis in die 70er Jahre streng geheimes Kapitel, das die Trennung von Gebieten bezeugt.

      Marksteinzeuge [de.wikipedia.org]

    2. 7.2

      Magnus

      An alle:

      Das Thema „Lehnswesen“ muss wirklich von allen verstanden werden und die Kommentare dazu bisher treffen den Punkt nicht. Das hier aufgeführte Zitat aus Wikipedia meiner Meinung nach pure Verwirrung.

      HuS

    3. N8Waechter

      Richtig, Magnus. Das Verständnis des Lehnswesens ist einer der wichtigsten Aspekte für das Verständnis der Geschichte und vor allem der heutigen Zustände.

      Hier noch ein lesenswerter Artikel dazu:

      Lehenswesen und Grundherrschaft [lernhelfer.de]

      „Seit dem Entstehen des Frankenreiches ist das Lehnswesen die Grundlage für das feudale Herrschaftssystem im Mittelalter. Im 8. Jh. setzten die Karolinger entscheidende Veränderungen im Militärwesen durch. Bis zu diesem Zeitpunkt stellten freie Bauern den Großteil des Heeres. Die Verpflichtung zum Kriegsdienst war ein Kennzeichen des sogenannten freien fränkischen Bauern. Da die militärischen Verpflichtungen allerdings zunahmen …, wurden viele Bauern so in den finanziellen und wirtschaftlichen Ruin getrieben. Dies bedeutete, dass sie sich in den Schutz eines Adligen oder der Kirche begeben mussten. Sie verloren oft ihre rechtliche und persönliche Freiheit, mussten Abgaben und Frondienste leisten oder wurden hörig.

      „Im Lehnswesen fließen das altgermanische Gefolgschaftswesen und frühe Formen der Hörigkeit aus der Spätantike zusammen. Im Gegensatz zum Allod, das eine Form des frei verfügbaren und erblichen Eigentums an Grund und Boden darstellt, ist das Lehen nur geliehenes Gut bzw. ein geliehenes Amt.“

      Was ist der Unterschied zwischen „Allod“ und „Lehen“ und in welchem Bezug stehen diese zu unserer Geschichte? Leseempfehlung in der Hoffnung auf Verständnis:

      Allod und Lehnswesen

      Jeder möge einmal darüber nachdenken, was das bedeutet. 😉

      Heil und Segen!
      N8w.

    4. 7.3

      Erdbeerschorsch

      Wir haben auch ein Grundstück und bezahlen Grundsteuern. Und machen kann ich mit dem Grundstück auch nicht, was ist will, da gibt’s Auflagen. Ist das dann eigentlich auch ein Lehen? Und wenn ja, wer ist dann eigentlich der Lehnsherr? Die Gemeinde, weil die das Geld bekommt? Und ich bin dann nur Besitzer, aber nicht Eigentümer? Gibt es uneingeschränktes Eigentum eigentlich noch? Oder gehört alles irgendwie irgendjemand anderem?

    5. N8Waechter

      🙂

    6. 7.4

      Schwabenmädel

      @ Erdbeerschorsch

      Da hast Du sehr gute Fragen gestellt!

      Ich hatte zuerst gedacht, dass es sich mit Allod und Lehen so ähnlich verhält wie mit „Eigentum“ und „Pacht“, aber ich hab eher das Gefühl, dass uns hier mal wieder was vorgegaukelt wurde, d.h. offiziell wurde das Lehen abgeschafft, neu verpackt und uns dann wiederum als „Eigentum“ untergejubelt. Und das schon seit Jahren! Nur dass wir für unser „Eigentum“ regelmäßig zur Kasse gebeten werden und die Vorschriften immer größer werden.

      Hmm.. und keiner hat es so richtig gemerkt. So wie bei sehr vielen Dingen des täglichen Lebens. Da sieht man mal wieder, wo uns unsere Politiker hingeführt haben. Vorne rum werden uns die Dinge „logisch“ und „als Verbesserung“ erklärt und schmackhaft gemacht und hinten rum werden wir wieder mehr geknebelt. Und da das schon seit Jahren so läuft, sind wir das schon von klein auf gewöhnt. Und kaum jemand kommt auf die Idee, das mal näher zu hinterfragen.

      Danke, N8wächter, für diesen tollen Augenöffner!

    7. 7.5

      Annegret Briesemeister

      Zu 7.3, Liebe Erdbeerschorsch,

      genau darauf läuft es hinaus. Wir sind Besitzer, nicht Eigentümer. Es gab da einen Fall einer Landmaschine von John Deer, die man erwirbt, dann Besitzer, aber nicht Eigentümer ist. Das bleibt die Firma John Deer, und ohne deren Zustimmung kann der Landwirt an der Maschine keine eigenmächtigen Veränderungen vornehmen, noch sie weiterveräußern, wenn ich das richtig verstanden habe. Alexander wies mit dem englischen Begriff „A – lien“ auf die versteckte und doch klare Botschaft hin. Ich versuche mich zu erinnern und mir brummt der Schädel. Ich werde mich mal versuchen weiter kundig zu machen.

      Heil und Segen
      Annegret

    8. 7.6

      Kleiner Eisbär

      Verknechtung.

      5. Mose 15 (Deuteronomium)

      „6 Denn der Herr, dein Gott, wird dich segnen, wie er dir zugesagt hat. Dann wirst du vielen Völkern leihen, doch du wirst von niemand borgen; du wirst über viele Völker herrschen, doch über dich wird niemand herrschen.“

      Le­hens­we­sen: Grund­la­gen [rwi.uzh.ch]

    9. 7.7

      Zündapp

      Ich würde das Lehnswesen als ein Raubwesen deklarieren. Es zielt letztlich in all seinen Zügen darauf ab, die Subjektivität einer herrschenden, minderwertigen Kaste gegen die völkische Objektivität auszutauschen und sich so Authentizität zu erschleichen. Getreu dem Prinzip: „Erniedrige andere, um dich selbst über sie zu erheben“.

      Vergleichbar mit einem kristallklaren Bergsee. Man leitet das hochwertige Wasser aus, indem man Schmutzwasser einspeist. Vergleichbar sinnbildlich mit einer Meeresströmung.

    10. 7.8

      Solarplexus

      Ich hatte es schon mal erwähnt, Im altdeutschen Wörterbuch hat der Begriff „tum“ folgende Bedeutung: Herkunft unbekannt, listige Wendung!

  8. 8

    Lena

    79. Worum ging es beim Abendländischen Schisma wirklich?

    Es ging um nicht weniger als die Überwindung der Spaltung der Kirche, das Große Abendländische Schisma, auf dem vierjährigen Konzil zu Konstanz. Und sie kamen zu Tausenden aus allen Teilen der westlichen Welt: Kardinäle, Patriarchen, Bischöfe, Äbte, Hunderte Universitätsdoktoren, Herrscher und Fürsten Europas.

    600 Jahre Konzil in Konstanz [deutschlandfunk.de]

    Antworten
  9. 9

    Lena

    80. Welche Funktion hatten Geldmünzen in dieser Epoche?

    Der Raum des heutigen Bayerns war Teil des von Karl dem Großen geschaffenen einheitlichen Währungsraums, dessen Hauptmünze der silberne Pfennig war. Die seit dem 10. Jahrhundert fortschreitende Zersplitterung des Münzrechts auf viele geistliche und weltliche Landesherren führte zur Herausbildung immer kleinerer Währungsgebiete. Erst im späten Mittelalter begannen Reich und Territorien durch Münzkonventionen gegenzusteuern und wieder größere Währungsgebiete zu schaffen. Gleichzeitig nahm die Vielfalt der umlaufenden Wertstufen zu, bis um 1500 vollständige Nominalsysteme entwickelt wurden, wie wir sie noch heute kennen. Die Schaffung einer reichsweit einheitlichen Währung, im 16. Jahrhundert durch drei Reichsmünzordnungen angestrebt, konnte bis zum Ende des Alten Reichs nicht voll verwirklicht werden.

    Währung (bis 1800) [historisches-lexikon-bayerns.de]

    Antworten
    1. 9.1

      Texmex

      Geld, Münzen vor allem aus Metall, sind Ablenkung (bis heute) von der wirklichen, realen Deckung des Geldes: dem Arbeitsvermögen des Volkes.

      Die Geldmetalle haben im menschlichen Körper ihre Entsprechung, Gold – Rückenmark, Silber – Lymphe, Kupfer – Blut.

      Da im obigen Beitrag zum Wert die Zahl 12 bzw. 240 = 20*12 auftaucht, darf das als Hinweis auf die verdeckten Herren der Welt und des Geldes verstanden werden. 12 ist die Grundzahl der Chaldäer, der Herren des Geldes und heute der Hochfinanz. (gehen auf Babylon und Ur in Chaldäa zurück).

      Somit darf angenommen werden, dass die Kolonisation Zentraleuropas durch die (damals verdeckt agierenden) Ionier = Chaldäer abgeschlossen war und die Ausplünderung beginnen konnte.

  10. 10

    Lena

    83. Was ist eine Bank?

    Eine Bank ist ein Kreditinstitut, das entgeltliche Dienstleistungen für den Zahlungs-, Kredit- und Kapitalverkehr anbietet. Je nach Typ betreibt eine Bank Kreditgeschäft, Spareinlagenverwaltung (Passivgeschäft), Verwahrung von und Handel mit Wertpapieren. Im Falle einer Universalbank werden alle Bereiche abgedeckt. In Deutschland ist ein Kreditinstitut in § 1 Kreditwesengesetz (KWG) gesetzlich definiert als ein kaufmännisches Unternehmen, das Bankgeschäfte betreibt. Die Bezeichnung „Bank“ dürfen nach § 39 KWG nur Unternehmen führen, die eine Banklizenz besitzen. Die Gesamtheit aller Kreditinstitute sowie die gesetzlichen Regelungen dazu bezeichnet man als Bankwesen.

    Bank [de.wikipedia.org]

    84. Seit wann gibt es Banken?

    Die ältesten Geldhäuser der Welt

    Die ältesten Geldhäuser der Welt [wiwo.de]

    Banca Monte dei Paschi di Siena

    Die Bank wurde 1472 in Siena als ein Monte di Pietà unter dem Namen Monte Pio gegründet und erhielt 1624 den heutigen Namen. Sie diente zunächst der Vergabe von Kleinkrediten gegen Zinsen, die niedriger waren als sonst üblich. 1568 kam es zu einer ersten Reform; 1624 wurden die Statuten erneut geändert. Großherzog Ferdinand II. besicherte die Bank mit staatlichen Einnahmen aus den Domänenweiden in der Maremma, den sogenannten Paschi. Zugleich dehnte das Haus seine Aktivitäten auf Gebiete außerhalb Sienas in die Toskana aus.

    Antworten
  11. 11

    Lena

    86. Wie stand die katholisch-römische Kirche zum Thema Zins?

    „Was hat die Schuldenkrise von heute mit dem biblischen Zinsverbot von damals zu tun? – Dr. Wilhelm Guggenberger ist Sozialethiker und nimmt zum wichtigsten Wirtschaftsthema der letzten Monate Stellung.“

    „Du sollst keine Zinsen nehmen!“

    „Ein Zinsverbot in seiner überlieferten Form ist heute wohl nur noch in bestimmten Bereichen (etwa Verschuldung der ärmsten Länder) rechtfertigbar. Der Geist des biblischen Zinsverbotes, der auf Gerechtigkeit hin ausgerichtet ist und vor einer Vergötzung des Geldes bewahren soll, dürfte aber aktueller sein denn je.“

    Antworten
    1. 11.1

      Kleiner Eisbär

      Des Sozialethikers Verkündung unterschlägt Wesentliches:

      5. Mose 23 (Deuteronomium)

      „19 23:20 Du sollst von deinem Bruder nicht Zinsen nehmen, weder Geld noch mit Speise noch mit allem, womit man wuchern kann.

      20 23:21 Von den Fremden magst du Zinsen nehmen, aber nicht von deinem Bruder, auf daß dich der Herr, dein Gott, segne in allem, was du vornimmst in dem Lande, dahin du kommst, es einzunehmen.…“

    2. 11.2

      Lena

      Heil Dir, Kleiner Eisbär! // 11.1

      Das ist ganz eindeutig der J*dengott der dort spricht, denn Jesus schmiß ja eigenhändig die Händler und Geldwechsler aus dem Tempel.

      Tempelreinigung [de.wikipedia.org]

      Heil und Segen!
      Lena

  12. 12

    Sonnenfels

    67 und 68, Päpstliche Bulle

    Päpstliche Bulle oder kurz Bulle ist die Bezeichnung für Urkunden, die wichtige Rechtsakte des Papstes, also des Heiligen Stuhls, verkünden. Sie wurden in der päpstlichen Kanzlei ausgefertigt und besiegelt. Kennzeichnend ist der Ersatz der Salutatio durch die Formel „ad perpetuam rei memoriam“ (zum immerwährenden Gedächtnis der Sache).

    Viele herzliche Grüße
    Sonnenfels

    Antworten
    1. 12.1

      N8Waechter

      Ja, aber: Papst ≠ Heiliger Stuhl!

    2. 12.2

      Triton

      Wißt ihr was mir die ganze Zeit fehlt? Nichts gegen Eure Arbeit, ehrlich.

      Wir definieren hier alle möglichen Begriffe und verzetteln uns in Diskussionen. Und während wir alle versuchen zu verstehen und zu definieren, macht der Papst, der heilige Hein und sein heiliger Stuhl oder wer auch immer, weiter wie gehabt und niemand taucht auf und legt diese Heinis in Schutt und Asche. Kein Trump, keine RD, kein Dritter.

      Also Aufklärung ohne Konsequenz ist letztlich: Schaut her was wir machen, und egal ob es euch passt oder nicht, wir machen einfach weiter.

      Das sehe ich derzeit überall. Sehe ich das falsch und wenn ja, warum?

    3. 12.3

      sherina

      67. Was ist eine „Bulle“?

      Päpstliche Bulle oder kurz Bulle ist die Bezeichnung für Urkunden, die wichtige Rechtsakte des Papstes verkünden. Sie wurden in der päpstlichen Kanzlei in feierlicher Form ausgefertigt und besiegelt. Kennzeichnend ist der Ersatz der Salutatio durch die Formel ad perpetuam rei memoriam („zum immerwährenden Gedächtnis der Sache“).

      Päpstliche Bulle [de.wikipedia.org]

      Eine Bulle, von lateinisch bulla „Blase“, ist ein Dekret eines Papstes oder eine Urkunde des Mittelalters mit einer Bulle als Siegel.

      Insbesondere das Siegel des Papstes wird als Bulle bezeichnet und hat diesen Namen auf die damit besiegelten Dokumente übertragen. Es ist aus Blei. Der dominierende Typus trägt auf einer Seite den Namen des regierenden Papstes. Auf der Rückseite sind die Köpfe der Apostel Petrus und Paulus abgebildet. 1878 wurde es durch einen Stempel ersetzt. Bei besonders bedeutenden Urkunden wird weiterhin eine Bleibulle verwendet, so zuletzt bei der Ausschreibung des Heiligen Jahres 2000 durch Johannes Paul II.

      Bulle (Urkunde) [de.wikipedia.org]

      (Der Heilige Stuhl bildet als „nichtstaatliche souveräne Macht“ ein eigenes Völkerrechtssubjekt und vertritt in internationalen Beziehungen den Staat Vatikanstadt und die ganze römisch-katholische Kirche.)

    4. 12.4

      sherina

      68. Wer hatte die Legitimation Bullen herauszugeben?

      Dazu habe ich nicht viel gefunden. Der Papst hatte die Legitimation und auch der Kaiser Karl IV.

      Die Goldene Bulle bezeichnet ein in Urkundenform verfasstes kaiserliches Gesetzbuch und war von 1356 an das wichtigste der „Grundgesetze“ des Heiligen Römischen Reiches. Es regelte vor allem die Modalitäten der Wahl und der Krönung der römisch-deutschen Könige und Kaiser durch die Kurfürsten bis zum Ende des Alten Reiches 1806.

      Der Name bezieht sich auf die goldgearbeiteten Siegel, die an sechs der sieben Ausfertigungen der Urkunde angehängt waren; er wurde allerdings erst im 15. Jahrhundert gebräuchlich. Karl IV., in dessen Herrschaftszeit das in lateinischer Sprache abgefasste Gesetzeswerk verkündet wurde, nannte sie unser keiserliches rechtbuch.

      Die ersten 23 Kapitel sind bekannt als Nürnberger Gesetzbuch und wurden in Nürnberg erarbeitet und am 10. Januar 1356 auf dem Nürnberger Hoftag verkündet. Die Kapitel 24 bis 31 tragen die Bezeichnung Metzer Gesetzbuch und wurden am 25. Dezember 1356 in Metz, auf dem Metzer Hoftag, verkündet.

      Die Goldene Bulle ist das wichtigste Verfassungsdokument des mittelalterlichen Reiches. Im Jahr 2013 wurde sie zum Weltdokumentenerbe erklärt, mit den entsprechenden Verpflichtungen für Deutschland und Österreich.

      Goldene Bulle [de.wikipedia.org]

    5. 12.5

      sherina

      Ich lese zurzeit das Buch „Wolfszeit um Thule“ und bin bei der Stelle angekommen, wo sich 4 Menschen treffen und feststellen, dass sie zu einer Bruderschaft der Wissenden wurden.

      Immer mehr Menschen entdecken Lügen und versteckte Wahrheiten und es ist nicht nur ein tolles Gefühl zu einer Bruderschaft der Wissenden zu gehören, sondern wir fördern den Aufwachprozess. Es ist wie in der Geschichte/Mythos – was auch immer: Die Geschichte vom hundertsten Affen lehrt uns, dass wenn wir nur in genügender Zahl die gleiche Idee verfolgen, dann diese Idee Realität wird!

      Dieser Aufgabe widmet sich der Nachtwächter – so meine Ansicht – und viele andere, wie auch Leser und Kommentatoren dieser Netzseite. Jeder hat eine Aufgabe, es gilt diese zu finden.

      Und ich widme mich neben dem Beobachten des Weltgeschehens zum einen der Aufgabe, Wissen zu erlangen und es zu teilen. Ich sehe, dass sich viel in der „Welt“ bewegt. Außerdem halte ich es für sinnvoller, sich Aufgaben zu stellen. So wird man nicht gelähmt vom Negativen.

    6. 12.6

      Sonnenfels

      Guten Morgen, werter Nachtwächter,

      ja, richtig. Heiliger Stuhl:

      „Unter der Bezeichnung Apostolischer Stuhl oder Heiliger Stuhl ist nicht nur der Papst zu verstehen, sondern auch das Staatssekretariat, der Rat für die öffentlichen Angelegenheiten der Kirche und andere Einrichtungen der Römischen Kurie. Papst und Kurie zusammen bilden demnach den Heiligen Stuhl. Da sich sämtliche Gewalt der Kurie aber vom Papst ableitet, ist dieser stets zuallererst mit dem Begriff gemeint.

      Der Heilige Stuhl ist Völkerrechtssubjekt (d.h. souveräner Träger überstaatlicher Rechte und Pflichten) in der Person des Papstes. Daneben existiert der Staat Vatikanstadt.“

      Vielen Dank für die unermüdliche Arbeit!
      Sonnenfels

    7. 12.7

      Magnus

      Werter Triton,

      ja, Du siehst es falsch. Wir versuchen mit dem Überblick über die deutsche und europäische Geschichte Bewusstsein zu schaffen. Denn:

      Nur wer Bewusstsein in Selbstbewusstsein wandelt, ist in der Lage das eigene Selbstbestimmungsrecht und das seines Volkes auszuüben!

      Also, die Vergangenheit verstehen und dann die Zukunft zielgerichtet und wirkungsvoll gestalten.

      HuS

    8. 12.8

      Rabe

      An Triton:

      Wieso erwartest du von Anderen, unsere Aufgabe und Arbeit zu verrichten? Wieso sollten Andere unsere Probleme lösen?

      Wir müssen doch erst einmal an den Punkt gelangen, als Deutsches Volk, diese Dinge verändern zu wollen. Und davon sehe ich in meiner Umgebung noch nicht allzu viel. Es können zwar alle gut meckern, aber wenn es man an den Punkt kommt, etwas tun zu müssen, heißt es ständig: „Aber daran können wir sowieso nichts ändern.“

      Meiner Meinung nach auch ein tiefenpsychologisches Problem, besonders hier in der ehemaligen DDR, bei den Menschen, welche in jener groß wurden. Die schauen einen dann immer mit ganz großen Augen ängstlich an, oder zu Boden, wenn man solche Aussagen und solches Verhalten in Frage stellt und Eigenverantwortung verlangt.

      Wenn die Deutschen in größerer Zahl an einen Punkt gelangen, wo sie ihr Schicksal wieder selbst bestimmen wollen und am Besten auch können, dann können unsere Verbündeten auftauchen und uns helfen oder uns die Mittel dazu in die Hand geben.

      Aber zum jetzigen Zeitpunkt würde man den meisten Leuten doch nur die Arbeit abnehmen. Und das kann nicht Sinn und Zweck der Sache sein. Soll die Dritte Macht morgen hier in Deutschland auftauchen, um uns eine bessere Zukunft zu präsentieren? Und was dann? Sind dann vielleicht noch mehr Verräter als im Zweiten Weltkrieg vorhanden, die gute Miene zum bösen Spiel machen, um Deutschland erneut zu betrügen? Soll dann noch deutsche Hochtechnologie in die Hände der Auserwählten fallen, weil es vor Schläferagenten/zellen, Freimaurern usw. nur so wimmelt?

      Denn um diese alle ausfindig zu machen, wäre wohl eine göttliche Macht nötig, die alles weiß und keine Fragen stellen muss. Genauso wie unser Gegner von überirdischen Kräften geleitet wird und Hilfe erlangt. Die Meisten von uns sind aber vermutlich noch gar nicht stark und gefestigt genug, um wieder eine wirkliche Verbindung zu unseren Göttern aufzubauen. Das wurde ja nun auf perverse Art und Weise seit langer Zeit zerstört und es braucht eben auch etwas Zeit, diese Verbindung wieder aufzubauen.

      H und S

    9. 12.9

      Feuerqualle

      Tritons Gedanken halte ich für sehr berechtigt!

      Einzig seine Gedanken, würde ich nicht (nur) an die Blogbetreiber richten, sondern viel mehr an die unzähligen Leute die hier Schreiben und Lesen.

      Eure Arbeit hier ist ausgezeichnet. Ohne irgendwas schmälern zu wollen, so ehrlich müssen wir dennoch sein, um festzustellen, dass daraus derzeit größtenteils aber auch nur ein „virtuelles (Selbst)Bewusstsein“ geschaffen wird …

      Wir könn(t)en – und da ist jetzt jeder Schreiber und/oder Leser gemeint – wirkliche Dinge verändern, wenn wir das erlernte (Selbst)Bewusstsein mutig und tapfer auf die Straße tragen und es nicht nur beim „virtuellen Teilen“ belassen.

      Wenn sich hierzulande irgendwelche fremden Clans zu Autokorsos und sonstigen Dingen verabreden können, dann sollten und vielmehr müss(t)en wir Deutsche und Europäer, dass doch genauso können.

      Für die gemeinsame Sache -> sei es auf der Straße, in der U-Bahn, vor Gericht für/mit verfolgte(n) Kameraden erscheinen und in vielen anderen unzähligen Lebenssituationen, in denen ein „mutiger Geist“, von jedem Einzelnen für unsere gemeinsame Sache gefordert ist und gelebt werden muss!

      Ein „gemeinsames Erscheinen in der Öffentlichkeit“ bewirkt oft schon vieles – für die brenzligeren Situationen, werden sich „Heere Freiwilliger“ bereitstellen!

    10. 12.10

      Der Kräftige Apfel

      Heil Euch!

      Nicht, daß es überrascht, aber warum eine Bulle (Blase?!) aus Blei (sherina, 12.3)? Blei in der Alchemie (dem „Heiligen Stuhl“ sicherlich bekannt):

      „Blei imponiert durch sein hohes spezifisches Gewicht. Es ist ein unedles Metall und daher Symbol der Schwere, Dichte, Unreinheit und Undurchdringlichkeit, der Bedrückung und der Melancholie (Depression); in der christlichen Symbolik auch der Sündhaftigkeit des Menschen.“

      „Blei, mhd. bli, führt zu den Farbnamen Blau und Grau.“ (War da nicht was mit Blau für die Lüge?)

      „In der Alchemie ist Blei die Grundsubstanz, die prima materia (Arkan- oder Wandlungssubstanz), die durch die Prozeduren des alchemistischen Prozesses zu dem edlen Gold gewandelt wird.“

      „Aus diesen Formulierungen geht hervor, dass die Alchemisten mit ihren Umwandlungsprozessen im Labor ein spiritiuelles Anliegen hatten, in dem es darum ging, nicht nur die äußere Materie, sondern auch den inneren Menschen zu verwandeln und im Gold zu höherer Bewusstheit zu führen.“

      Offenbar ist es dem „Heiligen Stuhl“ ein Anliegen, das goldene Bewußtsein in bleierne/sündhafte Schwere hinabzuziehen.

      „Blei, das Metall des Saturn“ (War da nicht was mit Hollywood/Musikindustrie und Saturnsymbolik?)

      Auch im Volksmund hat sich die Bedeutung niedergeschlagen:

      „In der Sprache wird auf die Schwere von Blei, die in der Depression oder in körperlicher Abgeschlagenheit zum Ausdruck kommt, angespielt, z. B. fühlt man sich „schwer wie Blei“ (wie „ein bleierns Vögele“), oder hat „Blei an den Füßen“.“

      (Alle Zitate aus symbolonline.de.)

      Die Rosenkreuzer nennen einen Widersacher gegen die göttliche Schöpfung (neben Luzifer u.a.) „Ahriman“. Er will die Schöpfung vollends in die Dichte der Materie ziehen und dort binden, alles mechanisieren und erstarren lassen. Können wir heute gut erkennen, z.B. in der hysterisch vorangetriebenen Digitalisierung und herbeigedokterten Mensch-Maschine-Verschränkung.

      Wie die Schlange es sich in „Der kleine Prinz“ (sinngemäß) wünscht, daß im All endlich die Lichter ausgehen, weil sie „dieses ekelhafte Gewimmel namens Leben“ nicht mehr ertragen könne. So sind sie, die Widersacher Allvaters: Hoffnungslos Getriebene ihrer selbst.

      Doch aus irgendeinem Grund bin ich mir sicher, daß ihr heißer Wunsch für uns stattdessen sie selbst treffen wird – während das goldene Bewußtsein die Materie „zu reiten“ verstehen wird.

      (c:

      Heil und Segen!
      Der Kräftige Apfel

  13. 13

    sherina

    Der 2. Teil war viel anstrengender zu lesen als der 1. Teil. Sehr verworren alles.

    Antworten
    1. 13.1

      N8Waechter

      Es wird nur verworrener, bis es klarer wird. Bleibe dran! 😉

  14. 14

    kph

    Werter N8wächter, werter Magnus,

    von Herzen Dank für diesen Artikel.

    Es ist nicht damit getan diesen zu lesen. Ich bin erst durch die Netzverweise tiefer in der Geschichte gelandet. Es kostet viel Zeit und Verständnis. Hat man einen Teil geschafft, ist dieser schon wieder aus den Gedanken, bevor der nächste Teil beendet ist. Mit „so schnell mal nebenbei“, geht das leider nicht.

    Im Weltennetz habe ich noch weitere Literatur gefunden. Hilft vielleicht bei besonders schweren Fragen:

    Franz Joseph – Holzwarth Weltgeschichte [archive.org]
    Weltgeschichte Ranke Leopold [archive.org]

    Was hatte ich hier neulich gelesen: :schaufelschaufel: … geht es durch die Seiten.

    Viele Grüße
    kph

    Antworten
  15. 15

    kph

    73. Was war das Resultat des Hundertjährigen Krieges?

    Den Hintergrund der andauernden Kämpfe bildeten:

    1. Ein lehensrechtlicher Streit um die Besitzungen und die Rolle der englischen Könige als Herzöge von Aquitanien im Königreich Frankreich und
    2. Der sich daran anschließende Streit um die Thronfolge in Frankreich zwischen dem englischen König Edward III. (Haus Plantagenet) und dem französischen König Philippe VI. (Haus Valois) sowie
    3. Ein innerfranzösischer Konflikt um Macht und Einfluss zwischen den Parteien der Armagnacs und der Bourguignons.

    Letzten Endes waren es die Valois’, die siegreich aus der langjährigen Auseinandersetzung hervorgingen. Die Engländer hatten mit der Niederlage und dem Tod des Heerführers John Talbot bei Castillon eine vernichtende Niederlage erlitten. Bordeaux wurde 1453 von den Franzosen erobert. Mit diesem Sieg fielen fast alle von den Engländern beherrschten Territorien auf dem Festland an Frankreich zurück, lediglich Calais verblieb bis 1559 in englischem Besitz.

    Das Ende des Hundertjährigen Krieges hatte eine große Zahl beschäftigungsloser Söldner nach England zurückgeführt, welches in den folgenden 31 Jahren in den Rosenkriegen zwischen den Häusern Lancaster und York versank. Dennoch gaben die englischen Könige ihren Anspruch auf die französische Krone, die sie stets im Titel führten, erst während der Koalitionskriege gegen das revolutionäre Frankreich Anfang des 19. Jahrhunderts auf.

    Der Hundertjährige Krieg trug entscheidend zur endgültigen Herausbildung eines eigenen Nationalbewusstseins sowohl bei den Franzosen als auch bei den Engländern bei, wie auch zu einer abschließenden Aufspaltung von Frankreich und England in zwei separate Staatswesen.

    kph

    Antworten
  16. 16

    soliperez

    Manchmal geben ja auch alte Schriften weniger Verfälschtes wieder. So lese ich im „Brockhaus“ 1880:

    „König, altdeutsch Chunig oder Kuning, ursprünglich der erbliche Fürst eines Volks, seit Aufhebung eines Wahlkönigtums besonders die Oberhäupter eines selbständigen größeren Staats. Die Königstitel führen jetzt nur wirkliche regierenden Könige oder solche die ihre Krone niedergelegt haben. Im ehemaligen Deutschen Reich führte der zu Lebzeiten eines Kaisers erwählte Nachfolger den Titel Römischer König.“

    Und zum Papst:

    „Papst, aus dem lat. Papa (f.d.) Titel des Bischofs zu Rom. Nach der Begründung des Kirchenstaats zu Rom (s. d.) ließ sich Nikolaus I. (858-867) zuerst förmlich krönen und brach durch die Pseudo=Isidorischen Decretalien (s. d.) die landeskirchliche Selbstständigkeit.

    Gregor VII. (1073-85) begann die Idee einer kirchlichen Universalmonachie durchzuführen, und Innocenz III. (1198-1216), der sich zuerst als souveräner Landesherr huldigen ließ, erhob das Papsttum auf den höchsten Gipfel der Macht. Mit dem Hervortreten der weltlichen Interessen begann diese Macht wieder zu sinken. Bonifacius III. (1294-1303) fand an Philipp dem Schönen seinen Gegner und 1303-77 mußten die Päpste ihre Residenz in Avignon nehmen.

    Die Wahl mehrerer Päpste zugleich, die Kirchenversammlungen zu Konstanz und Basel, die Gründung der Gallikanischen Kirche, schwächten das Ansehen der Päpste immer mehr. Unter Leo X. (1513-17) riß die Reformation fast die Hälfte des Abendlandes vom Papsttum los, das Tridentische Concil (1545-63) sprach dann die Trennung der kath. Kirchenlehre vom Protestanismus aus.

    Seit Ludwig XIV. sank das Papsttum immer mehr zum ital. Fürstenthum herab, das allen Wechselfällen polit. Umgestaltung unterlag, bis endlich 20. Sept. 1870 Rom die Hauptstadt des Königr. Italien wurde. (S. Italien und Kirchenstaat)

    Die Papstwahl, seit dem 10. Jahrh. ganz unter dem Einfusse des röm. Adels, ward 1059 von Nikolaus II. allein den Cardinälen zugesprochen. Alexander III. gab 1179 die genauen Bestimmungen dieser Wahl; Gregor X. führte 1274 das Conclave ein. Die Wahl Leo XIII. fand im Febr. 1878 unter genauer Einhaltung dieser älteren Bestimmungen statt.“

    Heil und Segen

    Antworten
  17. 17

    sherina

    58. Worauf begründet sich “Gottesgnadentum“?

    Das Gottesgnadentum ist eine Begründung für monarchische Herrschaftsansprüche. Der Begriff entwickelte sich aus dem lateinischen Titelzusatz Dei gratia („von Gottes Gnaden“).

    Das Konzept des Gottesgnadentums hat seinen Ausgangspunkt bei den karolingischen Königen des Frankenreichs. Deren Vorgänger aus der Dynastie der Merowinger gründeten ihren Herrschaftsanspruch noch allein auf das Geblütsrecht und das Königsheil, das vom rechtmäßigen König auf seine leiblichen Nachkommen übertragen wurde. Pippin der Jüngere, der erste Karolinger auf dem fränkischen Thron, der seinen merowingischen Vorgänger abgesetzt hatte, benötigte daher eine neue Herrschaftslegitimation. Er holte die Zustimmung des Papstes zum Dynastiewechsel ein und ließ sich im Jahre 751 in Soissons in einer sakralen Krönungszeremonie nach dem Vorbild der biblischen Herrscher Israels zum König salben. Seit dieser Salbung, einer Neuerung im Akt der Königserhebung, enthalten die fränkischen Königsurkunden die Formel Dei gratia.

    Das christlich fundierte Legitimationskonzept des Gottesgnadentums erwies sich als überzeugender als die schon in vorchristlicher Zeit bei den Germanen nachweisbare Idee des Königsheils.

    Salische und staufische Kaiser des Heiligen Römischen Reichs versuchten die christliche Vorstellung, dass der Herrscher von Gott über seine Untertanen eingesetzt sei, zur Begründung der Auffassung zu nutzen, dass der weltliche Herrscher gegenüber dem Papst über einen eigenständigen Herrschaftsanspruch verfüge (Zweigewaltenlehre).

    Das Gottesgnadentum wird im Neuen Testament konkretisiert. Der Brief des Paulus an die Römer (Röm 13,1–7, Pflichten gegenüber dem Staat EU) erläutert die christliche Vorstellung, dass jede staatliche Gewalt von Gott verliehen und Widerstand gegen diese Gewalt ein Verstoß gegen den Willen Gottes sei:

    „Jeder leiste den Trägern der staatlichen Gewalt den schuldigen Gehorsam. Denn es gibt keine staatliche Gewalt, die nicht von Gott stammt; jede ist von Gott eingesetzt. Wer sich daher der staatlichen Gewalt widersetzt, stellt sich gegen die Ordnung Gottes, und wer sich ihm entgegenstellt, wird dem Gericht verfallen.“

    Gottesgnadentum [de.wikipedia.org]

    Antworten
  18. 18

    Torsten

    Werter N8waecher und Werte Gemeinde,

    im Grunde wissen wir nicht viel im Jetzt und Hier. Es ist mir ein Bedürfnis, meine Gedanken zu teilen.

    Wir können nicht erfassen was auf dieser Welt auf uns zukommt und was geschehen ist und sein wird. Die Geschichte wurde, so können wir erahnen, sichtlich nicht zum Weiterdenken der Menschen gestaltet.

    Nein!, an alle, die jetzt Protest üben wollen. Ja, ich liebe mein Vaterland. Ich liebe das Volk der Dichter und Denker, denn ich bin ein Teil von ihm! Ich mag keinen Krieg, nicht im Kleinen wie im Großen.

    Unglaublich 😱 Etwas seltsames geht auf unserem Planeten vor! Die andere Geschichte der Menschheit [terraherz.wordpress.com]

    Manchmal glaube ich, wir sind gekommen um unterscheiden zu können, und zwar jeder für sich selbst, was behagt oder auch nicht! Wir werden durch eine Seelengemeinschaft begleitet oder getragen, in der wir uns wiederfinden.

    Vom ganzen Herzen wünsche ich uns Heil und Segen!

    Antworten
    1. 18.1

      pedrobergerac

      Werter Torsten,

      das Resümee aus diesem Film wird einigen nicht wirklich gefallen. Höchst interessant.

  19. 19

    Morlock

    N8waechter K. 12.1

    Wie sollen wir das denn alles verstehen?

    [aufgrund des Umfangs hierhin ausgelagert – Lesen!]

    Firmenkonstrukt vom Feinsten. Und wo zahlen die Steuern, ach ja beim Herrn. 🙂

    Antworten
  20. 20

    Kleiner Eisbär

    Der doppelte Papst? Weißer Papst und schwarzer Papst?

    „Dem Papst kommt dabei im Völkerrecht gleich eine Doppelfunktion zu. Er ist zunächst Inhaber des Heiligen Stuhls, welcher die katholische Kirche auf völkerrechtlicher Ebene repräsentiert. Der Heilige Stuhl ist eigenständiges Völkerrechtssubjekt und als solches bereits seit dem Mittelalter anerkannt. Der Heilige Stuhl ist Mitglied in verschiedenen internationalen Organisationen (so zum Beispiel der internationalen Atomenergiebehörde IAEA) und hat Beobachterstatus bei den Vereinten Nationen.

    Der Papst ist auch Oberhaupt des Vatikanstaats, der neben dem Heiligen Stuhl als Staat ebenfalls ein eigenständiges Völkerrechtssubjekt ist. Der Vatikanstaat wurde 1929 durch die Lateranverträge gegründet und wird mittlerweile von fast allen Ländern der Welt als Staat anerkannt, auch wenn er nur ein kleines Staatsgebiet rund um den Petersdom einnimmt und seine Bevölkerung aus ca. 500 Priestern besteht.“

    Kann der Papst ver­haftet werden? [lto.de]

    Was ist „Papst“ eigentlich für ein Wort?

    Antworten
  21. 21

    wahrheitssucher

    Eine Bank ist ein dunkler Tempel aus Stein, wo satanische Geldwechsler mit dem verbrecherischen Zinssystem verschuldete Knechte, für meist unnötigen Besitz, über den Tisch ziehen und sich noch eine Nase drehen, wenn sich wieder so ein Lattenkracher hoffnungslos überselbstversklavt hat und es für nicht existierendes wertloses Geld einen netten Besitz mit realen Wert zu pfänden gibt.

    Ja, das wird so eine doppelblondierte Sparkassen-Perücke nicht zwischen den Ohren implantiert bekommen haben. Alles fing mit dem „harmlosen“ Zehnten an und jetzt haben wir dafür einen archontischen Pädo-Nasen-Papst, der sich von Hungernden die Brillis an seinen schmierigen Griffel knutschen lässt. Vor einigen Jahren dachte ich eigentlich immer, dass der schwarze Knilch eher eine schwangere Hand befürwortet, dieser kleine Blutsauger hat es faustdick hinter seinen Löffeln, dieser Schmierfink.

    g

    Antworten
  22. 22

    Sailor

    76. Was ist Expansionspolitik?

    „Was bedeutet Expansionspolitik auf Deutsch: Kolonialismus.

    Mit Kolonialismus bezeichnet man eine Herrschaftsbeziehung zwischen Kollektiven, in der die zentralen Entscheidungen über das Leben der Kolonisierten durch eine kulturell verschiedene und nicht anpassungswillige Minderheit von Kolonialherren beschlossen werden. In der Neuzeit kommen noch sendungsideologische Rechtfertigungsdoktrinen seitens der Kolonialherren hinzu, die von ihrer eigenen kulturellen Höherwertigkeit überzeugt sind.

    Grundlage waren Eroberungskriege und Feldzüge, um den Machtbereich auszuweiten und Tribute von den Unterworfenen einzufordern, die wiederum den Wohlstand der Herrscher, der Hauptstadt und ihrer Bewohner sicherten und den Wohlstand auch durch die Kriegsbeute übers Land verteilten. Das Prinzip war seit Urzeiten bekannt und wurde von allen verfolgt, die den Einfluss der Herrschaft, eines Staates oder einer See- oder Handelsmacht erweitern wollten und damit ein „Reich“ aufbauten. Siehe dazu auch Colonia als Namensgeberin. Als Kolonialzeit bezeichnet man heutzutage gemeinhin die Epoche des neuzeitlichen Kolonialismus, der mit dem Übergreifen von Portugal und Kastilien/Spanien auf Afrika und Südamerika gegen Ende des 15. Jahrhunderts [begann].“

    Netzverweis: Expansionspolitik [educalingo.com]

    Mittelhessen scheint heute einen blauen Himmel und wolkenfreien Tag erleben zu dürfen. 🙂

    Danke, werter Magnus und werter Nachtwächter, für Eure Arbeit. 🙂

    Antworten
  23. 23

    Mohnhoff

    zu 61. Was war bis zu diesem Zeitpunkt die Reichskirche?

    Gefunden auf Wikipedia zu „Reichskirchensystem im HHR“:

    Die mittelalterlichen römisch-deutschen Könige mussten erkennen, dass das Lehnswesen nicht genügte, um das Land zu verwalten, da es unter den Vasallen die Tendenz gab, Lehnsgut in erbliches Eigengut zu verwandeln und es damit dem Zugriff des Königs zu entziehen. Deshalb gingen die Könige und Kaiser dazu über, Bischöfe mit Territorien und Rechten zu belehnen, da sie kinderlos bleiben mussten, wodurch sich das Problem der Erblichkeit nicht stellte. Um das Prinzip noch zu verstärken, achtete der Kaiser in der Regel sorgfältig darauf, einen Mann zum Bischof eines Gebiets zu ernennen, der aus einem anderen Gebiet stammte.

    Alle weltlichen und regionalen Kräfte, die Herzöge, Grafen und adeligen Grundbesitzer, die dem Machtanspruch des Kaisers entgegenstanden, bedrohten zwangsläufig auch die Interessen des vom Monarchen abhängigen Bischofs. Problematisch wurde dieses Verhältnis, als die Kirchenreform von Cluny den seelsorgerischen Auftrag der Kirche ernster nahm und forderte, Geistliche – auch die Bischöfe – unabhängig von weltlichen Herrschern einzusetzen. Dies führte zu erbitterten Auseinandersetzungen zwischen Papst und Kaiser, dem Investiturstreit (siehe auch De civitate Dei).

    Das war für mich eine neue Erkenntnis, dass die Lehensvergabe an Geistliche eher ein Bestreben des Kaisers war und nicht der Kirche. Wobei das noch zu hinterfragen wäre. Damit wird natürlich auch klar, dass der Kaiser um so mehr darauf achten muss, welcher Kirchenknecht unter ihm Vasall wird (er bestimmt, wer Bischof wird), und der Papst wiederum hat die Möglichkeit, auf einen Haufen einflussreicher Agenten zurückzugreifen, umso mehr, wenn er bestimmt, wer Bischof wird und somit die Verfügung über ein Lehen im HRR erhält.

    Die „Reichskirche“ war also bis dahin eine Art Patronagesystem, in dem der König/Kaiser ihm willfährige Untergebene in einflussreichen Positionen befördern konnte, von wo aus sie seine Herrschaft wiederum stützten, da sie ihm unmittelbar verpflichtet waren. Durch den Investiturstreit, der letztlich vom Vatikan gewonnen wurde, ging diese Stütze des deutschen König/Kaisertums verloren, was sicher nicht zuletzt auch dazu führte, dass sich das deutsche Gebiet über Jahrhunderte in einen politischen Flickenteppich auflöste, der nach außen hin handlungsunfähig war. Also „Teile und Herrsche“ in bester Manier.

    Antworten
  24. 24

    Atlanter

    Lehnswesen – Lehnsherren und Vasallen

    Lehen (lateinisch: beneficium; seit dem 9. Jahrhundert feudum von fehu, Gut) hieß das Nutzungsrecht an einem Gut. Es wurde einem Lehnsmann – auch Vasallen genannt – von einem Lehnsherrn auf Zeit gegen Dienst und Treue verliehen.

    Im Mittelalter bildete dieses Lehnswesen – auch als Feudalismus bezeichnet – die Grundlage der abendländischen Staats- und Gesellschaftordnung. Lehnsgut konnte dabei alles sein, was einen nachhaltigen Ertrag abwarf, Sachen, Landgüter, Burgen, ganze Herrschaftsbezirke, aber auch Renten, öffentliche Einkünfte usw.

    Mit der Vergabe des Lehens durch den Lehnsherrn an den Vasallen ging dieser eine Dienst- und Treueverpflichtung ein. Der oberste Lehnsherr war der König, der seine Macht von Gott erhielt und sie an die Kronvasallen weitergab. Er gab den Fürsten, Herzögen und Geistlichen Land „zu Lehen“. Als Gegenleistung musste der Lehnsmann dem König dafür in Kriegszeiten Soldaten stellen. In einem Lehnseid verpflichtete sich der Adelige seinem König gegenüber zur Treue.

    Diese Vasallen des Königs verteilten nun ihr Land wiederum auf die Landadeligen und diese wiederum auf die Lehnsleute (Bauern). Somit standen die Bauern in der untersten Stufe dieser Pyramide. Sie bearbeiteten Land, das ihnen nicht gehörte, hatten aber fast keinerlei Rechte und Besitz. Von der schweren körperlichen Arbeit dieser Bauern aber lebte der gesamte Adel und die Königshäuser.

    Zunächst waren diese Lehen auf Lebenszeit verliehen, wurden aber schon bald erblich, und jede Generation musste erneut den Treueschwur erneuern. Ein Adliger schuldete seinem Lehnsherrn als Gegenleistung für ein Lehen zahlreiche Dienste: Wache auf der Burg halten, bis zu 60 Tage unbezahlt an Heerfahrten teilnehmen, an Ratversammlungen teilnehmen.

    Außerdem war er zu einmaligen Zahlungen verpflichtet, wenn die älteste Tochter heiratete oder der älteste Sohn die Schwertleite erhielt. Auch an Kosten für Kreuzzüge und der Zahlung von Lösegeldern musste er sich beteiligen.

    Die Bauern als Vasallen mussten Teile der Ernte abgeben, Kopfsteuern bezahlen und Frondienste am Hof des Grundherren ableisten. Außer an Sonntagen und Feiertagen schufteten die Bauern auf ihren Höfen und Feldern unter jeglichen nur denkbaren Wetterbedingungen. So ist es nicht verwunderlich, dass um das Jahr 1300 ein Bauer kaum älter als 25 Jahre wurde.

    Von den „Hand- und Spanndiensten“ kauften sich im Hochmittelalter die etwas wohlhabenderen Bauern frei, indem sie Pachtgelder an ihren Lehnsherren zahlten.

    Lehnswesen – Lehnsherren und Vasallen [medienwerkstatt-online.de]

    Antworten
    1. 24.1

      Sonnenfels

      Sehr wichtig zum Lehnswesen:

      Im Lehnswesen finden sich ein vermögensrechtliches und ein personenrechtliches Verhältnis zusammen.

      Soweit ich das verstehe heißt das, bei der Lehensvergabe durch den Lehnsherrn ging der Vasall eine Dienst- und Treueverpflichtung ein, es wurde also eine Person geschaffen durch diesen Eid. (?)

      Noch ein Hinweis an Erdbeerschorsch, quasi im Vorgriff, der Deutsche Kaiser Wilhelm I (= natürliche Person) hat die Deutschen samt ihrem Land aus dem Lehen der Kirche geholt und in die Freiheit entlassen. Und das bedeutet für uns heute …

      Segen und Heil
      Sonnenfels

    2. 24.2

      Zündapp

      @Sonnenfels

      War das nicht Bismarck?

    3. 24.3

      Solarplexus

      Und welche Lehnsherren gibt es heute noch? Wie sieht die Befugnis des heiligen Stuhls heutzutage aus? Lehnsknechte = Leiharbeiter? 😉

      Hat der Papst im Auftrag des Vatikans die Merkel instrumentalisiert, die Grenzen noch weiter zu öffnen und offenzuhalten, damit neue Lehnsarbeiter sich ansiedeln dürfen?

    4. N8Waechter

      Nö, jeder von den „Regis“trierten erschafft neue Kredite. So einfach ist das. 😉

    5. 24.4

      Kleiner Eisbär

      „Hat der Papst im Auftrag des Vatikans die Merkel instrumentalisiert, …“

      Nein! Sie wurde herangezüchtet!

  25. 25

    andreas(2)

    Brakteatenzeit wird vielfach als das goldene Mittelalter bezeichnet und zwar die Zeitspanne von ca 1150 – 1450 in Verbindung mit dem Begriff des „fließenden Geldes“.

    Die Brakteatenzeit wird mit dem Erzbischof Wichmann von Madgeburg (1110-1192) in Verbindung gebracht, siehe: „Das goldene Mittelalter 1150 bis 1450“ [expresszeitung.com]. Kurzform: durch den Münzverruf wird das Geldhorten erschwert, lieber wurde in werterhaltende Dinge investiert, daraus soll es zu Wohlstand, Prosperität und Frieden während 300 Jahren gekommen sein.

    Dieser These widerspricht folgender Artikel Dr. Paul C. Martin vom 04. Juni 2000: „ Das Brakteaten-Märchen der Freiwirte“ [userpage.fu-berlin.de]

    Heil und Segen

    Antworten
  26. 26

    Eisenhut

    Sehr schön geschrieben, ich bin aber der Meinung, daß man das Geldsystem oder die Fiktion Geld erst dann wirklich begriffen hat, wenn man sowas selbst organisiert oder wenigstens mal durchspielt, wie das hier und heute noch gehen könnte. Das können auch Kinder schon lernen.

    Antworten
  27. 27

    Chatte

    Sehr gute Arbeit. Danke an die Ersteller.

    Antworten
  28. 28

    Diskowolos

    Der Heilige Stuhl (eigentlich Apostolischer Stuhl, also alle Bishofssitze, die sich auf eine Gründung durch Apostel beriefen) ist nicht gleich der Vatikan oder Vatikan-Stadt-Staat, sondern ist der Amtsträger desselben, der seine Interessen in z.B. in internationalen Abkommen vertritt.

    „Souveräne Staaten sind sogenannte „Völkerrechtssubjekte“, das heißt, sie sind Träger überstaatlicher Rechte und Pflichten. Bis 1870 existierte der Kirchenstaat, dessen Staatsoberhaupt der Papst war. Nach dem Erlöschen des Kirchenstaates wollte man dessen Status als Völkerrechtssubjekt wahren. Deshalb wurde dieser Status auf den Heiligen Stuhl in der Person des Papstes übertragen. Dass einer Person (und nicht etwa einem Staat) Völkerrechtssubjektivität zukommt, ist einzigartig. Den Status behielt der Heilige Stuhl auch, als durch die Lateranverträge 1929 der Staat Vatikanstadt gegründet wurde, an dessen Spitze ebenfalls der Papst steht.

    Der Heilige Stuhl ist deshalb bis heute eine „nichtstaatliche souveräne Macht“. Laut den Lateranverträgen ist er der Souverän, also der Inhaber der Staatsgewalt des Vatikans.“

    Dennoch scheint der Papst selbst der Chef vom Heiligen Stuhl zu sein, er ist somit in Personalunion auch ein Völkerrechtssubjekt, das über seine Emissäre und Nuntziaturen des Heiligen Stuhls auf weltlicher Ebene (UNO, EU, IWF und in fast 200 Ländern der Erde) überall mitmischen kann! Soweit ich das richtig verstanden habe.

    Die ganze Konstruktion an sich ist schon sehr merkwürdig! Auf Deutsch und ich vereinfache mal: Der Papst ist ein Ein-Personen-Staat. Daher ist seine „Wahl“ neben dem ganzen Aspekt der Weltkirche, des Christentums, von zusätzlicher herausragender Bedeutung.

    In unserem Zusammenhang von Geld und Glauben dürfte auch wichtig sein, warum sich ausgerechnet der Heilige Stuhl in Rom durchgesetzt hat und nicht die anderen Heiligen Stühle, die sich wohl von anderen Apostelgründungen ableiten. Dies geht wiederum auf das Papstprimat zurück. Im Übrigen gibt es auch heute noch in Mainz einen Heiligen Stuhl, aber ohne jedwede globale Kirchenmacht. Könnte dies sich einmal ändern?

    Hier gibt es einen Netzverweis, der den Heiligen Stuhl zu Rom erklärt:

    Was ist der Heilige Stuhl? [katholisch.de]

    Antworten
    1. 28.1

      N8Waechter

      Vielen Dank, Diskowolos. Ein kleines Leckerli gefällig? Bitte sehr:

      „Der Papst als natürliche Person [!] ist zwar Staatsoberhaupt, als Souverän aber wird in den Lateranverträgen der Heilige Stuhl (Völkerrechtssubjekt) bezeichnet. Somit ist der Vatikanstaat das einzige Völkerrechtssubjekt, dessen Souverän selbst ein (von ihm verschiedenes) Völkerrechtssubjekt ist.“

      Vatikanstadt – Internationale Beziehungen [de.wikipedia.org]

    2. 28.2

      Sonnenfels

      Das ist ja alles hochinteressant.

      Hier die Definition von Völkerrechtssubjekt [juraforum.de] und aus Wikipedia Völkerrecht:

      „Völkerrechtssubjekt sind nur Staaten oder von Staaten geschaffene völkerrechtliche Körperschaften, z.B. die EU, WTO, usw.“

      So gibt es nur sehr wenige Völkerrechtssubjekte, da es ja so gut wie keine Staaten mehr gibt. So machen also der Papst (vermutlich als der Oberste), die UN, das Komitee des Roten Kreuzes, der Malteser Orden (mit Hilfe der von ihnen geschaffenen Unterorganisationen) gemeinsame Sache und reißen sich alles, d.h. wirklich alles auf Mittelerde durch juristische Tricksereien unter den Nagel, bzw. das haben sie ja schon zum Großteil getan.

      Doch die Sache hat einen Haken, das DR.

      Sonnenfels

  29. 29

    Annegret Briesemeister

    Liebe Weggefährten,

    ich überlege, ob nicht in dem Begreifen der Geschichte auch der Esausegen eine Rolle spielt. Esau, der durch den Betrug seines Bruders Jakob ihm dienen müssend, am Ende aller Tage im jetzigen angebrochenen Wasserkrugzeitalter, durch diesen Segen sich des Jochs durch den Bruder entreißt und also selber Herr sein wird über sein eigenes (Eigentum) Reich. Wir sind also alle Esaus (nichtj*dische Völker), die vom j*dischen Volk betrogen und ausgebeutet wurden und jetzt erkennen, daß nicht das j*dische Volk das auserwählte Volk ist, wie sie uns glauben machen wollten.

    Sollte ich falsch liegen, berichtigt mich bitte.

    Heil und Segen
    Annegret

    Antworten
    1. 29.1

      Ulrich von Hutten

      Hallo, Annegret Briesemeister!

      Genau das ist der Esausegen. Hier ein Netzverweis zur Erläuterung:

      Koepke, Matthias – Was ist der Esausegen? [archive.org]

      Oder hier zum Ausdrucken und Weiterverteilen:

      Item cannot be found [? archive.org, bitte funktionierenden Verweis nachreichen. Danke! N8w.]

    2. 29.2

      Alfreda

      #29, Liebe Gretel,

      vor dem Esau-Segen scheinen die J*den eine unglaubliche Angst zu haben, wie Mathilde Ludendorff eindrücklich zu berichten wußte:

      Mathilde Ludendorff erklärt die Bedeutung des “Esau-Segens” (1. Buch Moses 27, Vers 39 und 40) [adelinde.net]

      Heil und Segen sind uns gewiss.
      Alfreda

    3. 29.3

      Thorson

      Werte Annegret,

      sehr gut erkannt!

      Heil und Segen
      auf all unseren Wegen

    4. 29.4

      arainvita

      Liebe Annegret, liebe Gemeinde,

      nicht das j*dische Volk, sondern vielmehr die Irrlehre (Betrug für den eigenen Machterhalt durch die führende Priesterschaft der 1. monotheistischen Religion) hat die Völker ausgebeutet. Und leider hängen die 2 anderen damit dran.

      Das Leid – gerade auch am j*dischen Volk – ist metaphysisch gesehen schon auch ein Hinweis gewesen an dieses Volk. Es gab die Shoah (Vergasung) hinlänglich als Holocaust (Verbrennung und der Hinweis) bekannt. Also auch das j*dische Volk ist Opfer und Täter zugleich (durch Unwissen). Deshalb wird gerade auch dieses Leid an diesem Volk dauernd als einzigartiges Leid hochgehalten, weil es wichtig ist, dort genauer hinzuschauen (tikkun.ch – Seite von Dirk Schroeder).

      Beim Thema bleibend, möchte ich einen kleinen Wink noch mit dem lateinischen Wort geben:

      *aer-ari-us = Geld geben. Dieses beinhaltet sowohl das Wort Arier = Edelmütiger (bis heute negativ belegt) sowie Aerobier und us = unser. Also spielerisch und doch echt könnte das heißen:

      „Unserem heiligen Edelmutigen“ … gehört das Geld, damit er treuhänderisch im Sinne der Trinität (3 Reiche) oder auch (3 Söhne – Shem, Ham, Japhet) oder auch der 3 Tugenden (3 Bedeutungsebenen) verwalte das Eigentum des Souverän (Volk) für den Souverän?

    5. N8Waechter

      :verwirrt und ungläubig guck: …

  30. 30

    Frigga

    Adel von Königs Gnaden … In diesem Zusammenhang kann man sich mal überlegen, wer heutzutage wofür geadelt wird und wie man sich treue Gefolgschaft schafft. Wie z.B. Sir Richard Branson. Oder Sir Elton John. Oder Dame Angelina Jolie.

    The Queen’s Birthday Honours List 2018 [gov.uk]

    Antworten
  31. 31

    Atlanter

    [Kommentar auf Wunsch des Verfassers entfernt. N8w.]

    Antworten
  32. 32

    Chatte

    Zum Thema Geld, ein wichtiges Buch. Meine Meinung.

    Das Silberkomplott – Reinhard Deutsch [gbv.de / PDF]

    Antworten
    1. 32.1

      Füsilier

      Geld regiert die Welt – aber wer regiert das Geld?

      Die Geschichte des Geldes ist ziemlich interessant, wie mir nach kurzer Lektüre des empfohlenen Buches scheint. Besten Dank für den Hinweis.

      Gibt es da etwa eine Kausalität – oder ist das nur eine Korrelation?

      Reinhard Deutsch schreibt, bezugnehmend auf Bernd Sprengers Buch: „Das Geld der Deutschen, dass nach stetigem Abwerten der Münzen durch Beimischung von Nichtedelmetallen bzw. Ersetzen von Gold und Silber durch wertloses Zeug (von offizieller, kaiserlicher Seite) der „Missbrauch des Geldmonopols durch die römischen Kaiser im 3. Jahrhundert zum allmählichen Vertrauensverlust in die staatliche Wertgarantie führte“

      Und, nachdem eine Währungsreform im Jahre 309 durch Constatin dem Großen den „Solidus“ eingeführt hatte, der aus reinem Gold bestand und im Laufe der Zeit gleichwertig mit „privatem“ oder anderweitig geprägtem Gold gehandelt und getauscht wurde – also die Währung auf Goldbasis privatisiert wurde – eine erstaunlich lange Geldwertstabilität bewirkt wurde.

      Bis „um 800 unter Karl dem Großen es zu einer grundlegenden Reform der Münzordnung kam, die für Jahrhunderte das deutsche Geldwesen bestimmen sollte. Das Münzrecht wurde wieder allein für den König in Anspruch genommen und die privaten Münzstätten geschlossen.“

      „Die Pfennige wurden deutlich schwerer. An die Stelle des römischen Pfund trat das sogenannte Karlspfund zu 408 Gramm und aus ihm sollten 240 Pfennige geprägt werden. Das Gewicht des Pfennigs hatte sich damit auf 1,7 gr erhöht und die alten leichteren Pfennige wurden „verrufen“, d.h. eingezogen. Über diesen einzigartigen Vorgang, dass ein Herrscher das Münzgewicht erhöht, hat man lange gerätselt und hat es schließlich mit einem gewissen Silberüberfluß erklärt. Der Vorgang ist aber auch in der Geschichte ziemlich einmalig geblieben. “

      „Nun ist überliefert, dass der Kaiser bereits 1061 (Heinrich IV.) dem Augsburger Bischof gestattete, 30 Pfennig mehr aus dem Pfund zu schlagen (also 270 statt 240), was eine Reduzierung des Gewichtes um immerhin 12,5 % bedeutete. Immer mehr Herren fanden diesen Gedanken gut.“ Bis das Volk murrte und Feinwaagen verboten wurden …

      Und so ging es weiter die Jahrhunderte, Währungsreform folgte auf Währungsreform und der Verfall der Münzen erfolgte immer schneller:

      „Der Kölner Pfennig war bis um 1280 etwa 1,4 gr Silber schwer. Er besaß zu Beginn des 14. Jahrhunderts noch 0,5 gr Silber und knapp ein Jahrhundert später nur noch rund 0,07 gr. Bei anderen Münzen, wie dem Lübecker oder Konstanzer Pfennig war die Entwicklung ähnlich.“

      „Am Kurs des Goldguldens kann man die Entwertung gut ablesen. Er stieg von 222 Pfennige Anfang 1458 über 300 Pfennige Ende 1458 auf 960 Pfennige Ende 1459 auf schließlich 3700 Pfennige im April 1460. Auf dem Höhepunkt der Schinderlingszeit stieg der Kurs des Guldens um 20-30 Pfennige täglich. Dies war für die Menschen eine völlig neue Erfahrung. Bisher hatte sich der Silbergehalt des Pfennigs im Laufe eines Menschenlebens allenfalls auf die Hälfte verringert. Die wirtschaftlichen Folgen der Schinderlingszeit müssen verheerend gewesen sein.“

      Bei der Währung geht es in erheblichem Umfang um Geld und Glauben. Vermutlich lässt sich noch einiges entdecken, wenn man die im dunklen verborgenen Hintergründe beleuchtet.

    2. N8Waechter

      „Bei der Währung geht es in erheblichem Umfang um Geld und Glauben.“

      Werter Füsilier,

      Du bist der Erste, der die gedankliche Verbindung in dieser Form hier einstellt. Gratuliere! Denn genau so ist es. Die weitere Ent-wicklung wird dies überdeutlich aufzeigen, wie auch die notwendige Verschiebung vom „katholischen „Gottes“glauben“ hin zum „Glauben an Geld“.

      Das „Geld“ als Handelshilfsmittel wurde zweckentfremdet und nicht nur selbst zum Spekulationsgut. 😉

      Heil und Segen!
      N8w.

    3. 32.2

      Kleiner Eisbär

      Ergänzend dazu:

      Die Geschichte des Geldes – Teil 1 [morgenwacht.wordpress.com]

      Die Geschichte des Geldes – Teil 2 [morgenwacht.wordpress.com]

      Die Geschichte des Geldes – Teil 3 [morgenwacht.wordpress.com]

    4. 32.3

      Füsilier

      Besten Dank, N8Waechter.

      Es gab in der Geschichte offenbar schon mehrmals den Versuch, Geld selbst wieder als Warengeld zu begreifen und der Spekulation und des Machtmissbrauchs zu entziehen.

      Als Beispiel der Solidus vom Großen Constantin 309 aus reinem Gold, d.h. Gold, egal in welcher Form, ungeprägt oder nicht, war das Zahlungsmittel. Damit war es privatisiert, d.h. jeder Manipulation von Wenigen entzogen. 1 Gramm Gold war 1 Gramm Gold. Überall gleich viel wert.

      Oder 1619 in Hamburg – wieder ein privates Modell – die Hamburger Girobank:

      Hamburger Bank [de.wikipedia.org]

      „Um den Geld- und Zahlungsverkehr in der Hansestadt zu erleichtern, der durch den Umlauf zahlreicher Münzsorten mit unterschiedlichem Metallgehalt erheblich erschwert wurde, sollte die Bank Zahlungen bargeldlos durch Umbuchung von Konto zu Konto ermöglichen. Als Kontoeinlage wurden zunächst nur vollwertige Reichstaler angenommen, wofür pro Reichstaler 3 Mark „Banco“ gutgeschrieben wurden. Dies war nur eine Verrechnungseinheit, wodurch die Bank aber quasi eine stabile Recheneinheit und eine eigene Währung schuf, die von Münzverschlechterungen verschont blieb.

      Später wurde auch ungemünztes Silber in Form von Barren angenommen. Die Bank war verpflichtet, den Kontoinhabern ihre Guthaben jederzeit in Metall auszuzahlen. Sie konnte aufgrund ihrer Satzung kein Buchgeld schöpfen, das über ihren Bestand an Silber in den Tresoren hinausging.

      Damit war das Modell einer privaten Währung geschaffen, das auch heute wieder sofort funktionieren würde. Die Mark Banco galt bis zur Einführung der Reichswährung 1870, also immerhin 250 Jahre, als das sicherste und unveränderlichste Geld der Welt und die Bank als Symbol der Solidität des Hamburger Kaufmanns.“

      Ganz einfach eigentlich.

    5. 32.4

      Solarplexus

      Geld ist der Glaube. Das ist der katholischen Kirche auch ihr immer zu erneuerndes Gesetz!

      Viele Lämmchen lassen sich ja auch nur noch mit Geschenken aus Geld und anderen einmaligen Wertgegenständen, die hoch an der Glocke hängen, zum Glauben instrumentalisieren, sprich, sie gehen zur 1. Kommunion, da es ja auch eine Belohnung gibt, sprich die 1. Kommunion ist nur attraktiv dadurch.

      Darauf gehen die Priester auch ein: Alle Lämmchen dürfen ihre Kommunionsgeschenke zum segnen in die Kirche bringen, Playstation, Satellitensmartphone, etc. Das ist kein Scherz!

      Ebenso wird die erste Beichte im offenen Raum mit 2 Priestern ohne Eltern abgehalten! Kein Scherz! Sie versuchen es mit allen Mitteln.

      Ich traue denen auch zu, falls die weiter verzweifeln, dass sie auch LSD oder Psychopharmaka in die Opladen träufeln. 😉

  33. 33

    Füsilier

    Ehrenwerte Nachtwächter, ehrenwerte Gemeinde,

    Ich stehe auf dem Schlauch. Ich werde nicht schlauer, ganz im Gegenteil, jedes Mehr an Informationen (von denen wir alle nicht wissen, ob sie wahr sind), verwirrt nur noch mehr.

    Warum ist es wichtig zu wissen, dass Papst nicht der Heilige Stuhl ist, wobei es laut allen Infos doch auf das gleiche hinauszulaufen scheint?

    Was ist das Geheimnis um das Lehen, das offensichtlich so wichtig ist, wie es mir hinter Schleiern der Unkenntnis verborgen bleibt?

    Die Germanen kannten ein Allod als Besitzform, d.h. (lt. Wiki) ein durch den Willen des gesamten Volks oder durch das Volksgesetz zugeteiltes und verbürgtes freies Eigentum (wobei das Allod auch nicht an jeden verteilt wurde, sondern nur an Freie Männer, sprich gesellschaftlich in der Hierarchie höher stehende Germanen).

    Die Römer und dann die Franken (von denen ging das doch wohl aus, obgleich auch einst ein germanischer Stamm) wiederum bevorzugten das Lehenswesen, was wohl wie eine Art Pacht war, in der Lehensgeber Eigentümer (an einem Land oder einem Privilig oder Recht) blieb und gegen eine Leistung in verschiedenster Form dieses an „verdiente“ und vor allem wieder Freie Männer weitergab, bzw. verlieh, so dass eine gegenseitige Abhängigkeit zwischen Lehensgeber und -nehmer entstand.

    Aus den Lehensnehmern wurde der Adel (Grafen, Herzöge, Fürsten). Was sicher nicht ganz unwillkommen war, wenn das eigene Herrschaftsgebiet expandieren sollte und man pro forma jedenfalls das [hier endet der Satz, ist wohl unvollständig. N8w.]

    Und dann wurde dieses Lehenswesen wieder zurückgedrängt, profitiert haben wohl in erster Linie die ehedem Freien Männer, die einst das Land/Privileg nur geliehen bekamen und nun in ihr Eigentum nennen konnten.

    Als Auswirkung auf heute würde ich nur sehen, dass das gesamte Land bereits als Lehen unter den Gefolgsleuten der damaligen Herrscher verteilt wurde und auch nach Ende des Lehens ja keine Bodenreform stattfand, sondern Lehen in Eigentum verwandelt wurden. D.h.: Wenige Leute besaßen nun fast das ganze Land. Aber wäre das mit einem Allodialsystem anders gewesen?

    Was mir bisher aber zu kurz kommt, ist der alles entscheidenden Frage auf den Grund zu gehen: Geld regiert die Welt – aber wer regiert das Geld?

    Wie konnte z.B. Jakob Fugger (offenbar kein J*de?) zum Gott des Geldes (nach heutigen Maßstäben, reichster Mensch der Weltgeschichte) werden, der einem Kaiser Karl V ein Ultimatum zur Rückzahlung von Darlehen stellen konnte, ohne auf dem Schafott zu landen?

    Offenbar war es möglich durch Handel und Geldgeschäfte zu so sagenhaftem Reichtum zu kommen, dass Kaiser, Könige, Fürsten, Grafen und Herzöge – und wohl auch Bischöfe und Päpste kamen, um Geld, Kredite und Darlehen zu erbetteln, um Kriege, Intriegen, Prunkschlösser oder exzessiven Lebensstil am Hofe finanzieren zu können.

    Meiner bescheidenden Meinung nach haben sich hierdurch mehr Verwerfungen und Auswirkungen bis in die Gegenwart ergeben, als durch Stühle und Besitzstände – denn letztlich ist es egal, ob ein Allod verschuldet ist oder der Lehensgeber der Bank sein Eigentum als Sicherheit verpfänden muss …

    Aber wie eingangs erwähnt, ich bin nicht fähig, einen roten Faden zu finden.

    Antworten
    1. 33.1

      Magnus

      Werter Füsilier,

      der Glaube ermöglichte Macht. Als das nicht mehr klappte, wurde Geld der neue Glaube und ermöglichte Macht, bis heute … Macht ist aber reine Suggestion. Die Macht geht einher mit vielen „Hilfskrücken“, dem Gesetz.

      Dies aufzuzeigen ist der Sinn unserer Bemühungen, denn ich denke der Verlauf der Geschichte wäre bei größerem Bewusstsein ein anderer gewesen. Egal wie es gelaufen wäre, wir hier und jetzt müssen lernen, in welchem Labyrinth wir stecken und wie wir wieder herauskommen, denn Selbstbestimmung ist nur möglich mit Selbstbewusstsein!

      Die bisherigen Systeme haben nicht funktioniert, deshalb:

      Auf zu neuen Ufern!

      HuS

    2. 33.2

      Füsilier

      „[hier endet der Satz, ist wohl unvollständig. N8w.]“

      In der Tat, da habe ich einige Buchstaben unterschlagen:

      „… und man pro forma jedenfalls das Land (= Eigentum des Lehensgebers) weiterhin kontrollieren zu können.“

      So sollte es heißen. Faktisch spielte es aber keine Rolle, ob es Lehen oder Eigentum der Könige, Fürsten, Grafen, Herzöge, Freiherren oder Bischöfe war.

      Auf jeden Fall nicht für die einfachen Menschen, die unter irgendeinem Herren schuften und die „verliehenen“ Ländereien bewirtschaften mussten – selbstverständlich ohne selbst irgendwelche Rechte zu haben.

    3. N8Waechter

      „ohne selbst irgendwelche Rechte zu haben“

      Und das ist im Grunde bis heute so geblieben. Eine der großen Herausforderungen für die Zukunft. (welche wir hier zu diesem Zeitpunkt jedoch noch nicht weiter verkrümeln werden)

      Heil und Segen!
      N8w.

  34. 34

    weißer rhythmischer Weltenüberbrücker

    Irgendwie sieht das ganze doch in Kurzfassung so aus, dass ein (kleine) Gruppe einen Plan hat und zieht die andere (große) Gruppe, die keinen Plan (doppelsinnig!) hat, über den Tisch?!

    Antworten
  35. 35

    andreas(2)

    Mir schwirrt der Kopf vor lauter Fakten. Bisher baute mein Wissen auf der Feststellung: die Summe aller Vermögen = die Summer aller Schulden.

    Eine Studie der Entwicklungshilfeorganisation Oxfam von Anfang 2017 kommt zum Schluss, dass 8 Personen (Familien, Clans meine Interpretation) soviel besitzen wie die wie die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung. Ich bin mir sicher, dass der Anteil um ein beträchtliches höher liegt, da die Aussage auf Schätzung oder Vermutung beruht, da ja keine gesicherten Daten vorliegen.

    Zurück auf die eingangs erwähnte Gleichung und die Behauptung, dass die Vermögen der Vermögenden ständig steigt, so steigen die Schulden parallel.

    Die größten Schuldner sind die Staaten und die Zentralbanken (QE). Für diese Schulden haftet der Steuerzahler! Solange dieses Drecksystem aufrecht bleibt, so lange werden wir nicht frei sein.

    Antworten
    1. 35.1

      Texmex

      @andreas(2)

      Genau das ist der Punkt! Das Haftungssubstrat sind die arbeitenden Menschen.

      Was ergibt sich daraus? Arbeite nicht? Oder nimm Dir die Macht und ändere die Regeln?

  36. 36

    sherina

    7. Was bedeutet “katholisch“?

    Sich zu derjenigen christlichen Kirche und ihrem Glauben bekennend, die beansprucht, allein seligmachend zu sein, und die das Dogma der Unfehlbarkeit des Papstes, ihres als Stellvertreter Christi eingesetzten Oberhauptes, vertritt.

    Das Wort „katholisch“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet „auf das Ganze bezogen“, „dem Ganzen gemäß“.

    Der Begriff „katholische Kirche“ wurde dann zum Sammelbegriff für alle rechtgläubigen Christen. Im Westen verstand man ihn auch räumlich: die ganze, über den Erdkreis verbreitete Kirche.

    „Das sollen alle festhalten:
    Was überall, was immer und von allen geglaubt worden ist;
    denn das ist wahrhaft und eigentlich katholisch“.

    „Katholisch“ bedeutet aber noch mehr: In diesem Begriff besteht die Absicht Gottes, daß allen Menschen und seiner ganzen Schöpfung sein Heil zuteil werden soll. Auftrag der Kirche ist es daher diesen Plan Gottes zu bezeugen und in der Welt zu verkünden.

    Was bedeutet eigentlich „katholisch“? [alt-katholiken.org]

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  37. 37

    Sailor

    69: Was ist ein Ritterorden?

    Man unterscheidet u. a. zwischen geistlichen und weltlichen Ritterorden, historisch und aktuell existierend.

    Die geistlichen Ritterorden rekrutierten ihre Mitglieder zumeist aus dem Adel. Die Ritterorden waren durch ein ordensähnliches Gemeinschaftsleben in Armut, Gehorsamkeit und Keuschheit gekennzeichnet, welches verknüpft war mit caritativen Aufgaben, bewaffnetem Pilgerschutz und militärischem Einsatz gegen äußere und gelegentlich auch innere Feinde der Christenheit.

    Die ersten geistlichen Ritterorden sind während der Kreuzzüge entstandene Ordensgemeinschaften, die ursprünglich zu Schutz, Geleit, Pflege der Pilger ins Heilige Land und Verteidigung der heiligen Stätten gegen den Islam gegründet wurden.

    Weltliche Ritterorden

    Ab der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts entstanden höfische Ritterorden, die König Artus’ legendärer Tafelrunde nachempfunden waren.

    Unter der Protektion des Heiligen Stuhles sind ausschließlich der Malteserorden und der Ritterorden vom Hl. Grab anerkannt. Alle anderen Ritterorden unterstehen anderen Protektoren oder sind als Ordensinstitute konstituiert.

    Netzverweis: Ritterorden – Weltliche Ritterorden [de.wikipedia.org]

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  38. 38

    Sailor

    Und noch ein Ausflug in das Kulmer Land. 🙂

    70. Warum wurde dem Deutschritterorden ausgerechnet das Kulmer Land zugesprochen? [!]

    Zugesprochen als Dank für die Hilfestellung im Kampf gegen heidnische Preussen …

    1226 bat Herzog Konrad I. von Masowien den Deutschen Orden unter seinem Hochmeister Hermann von Salza um Hilfe gegen die heidnischen Pruzzen (Preußen) und überließ ihm dafür das Kulmer Land um Kulm – dem heutigen Chelmno – in Ostpreußen.

    1223 war das „Grundgesetz“ für das Ordensgebiet, die „Kulmer Handfeste“ erlassen worden, die fast unverändert bis 1794 in Westpreußen und 1857 in Danzig in Geltung war.

    Kaiser Friedrich II. ermächtigte den Orden 1226 zudem in der „Goldbulle von Rimini“, das heidnische Gebiet im Norden zu erobern, die Bewohner zu bekehren und selbst die Herrschaft in dem eroberten Gebiet auszuüben. Damit war die Grundlage für den Deutschordensstaat geschaffen.

    Deutscher Orden [heiligenlexikon.de]

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  39. 39

    sherina

    70. Warum wurde dem Deutschritterorden ausgerechnet das Kulmer Land zugesprochen? [!]

    Der Deutsche Orden, auch Deutschherrenorden oder Deutschritterorden genannt, ist eine römisch-katholische Ordensgemeinschaft.

    Ein um 1225 erfolgtes Ersuchen des Herzogs Konrad von Masowien an den Deutschen Orden um Hilfe im Kampf gegen die heidnischen Prußen bot Hermann von Salza neue Perspektiven. Konrad bot dem Orden das Kulmer Land als Ausgleich für militärische Hilfeleistung an.

    Bereits 1226 garantierte der durch Hochmeister Salza im Sinne des Ordens beeinflusste Kaiser Friedrich II. dem Ritterorden in der Goldenen Bulle von Rimini die absolute Landeshoheit über das zu erobernde Land der Prußen. Diese staatsrechtlich umstrittene Verbriefung bildete eine wesentliche Grundlage des späteren Ordensstaates.

    Kulmerland [de.wikipedia.org]
    Deutschordensstaat [de.wikipedia.org]

    In ihrem Buch „Die Prussen“ erzählen Gisela Graichen und Matthias Gretzschel die Geschichte eines Volkes, das lange Zeit erfolgreich darum kämpfte, seine eigene Identität und Selbstbestimmtheit zu wahren. Doch diese heidnische Enklave konnte im christlichen Europa nicht bestehen.

    Jahrhundertelang verteidigte das baltische Volk der Prussen mutig sein Land, seine Sprache und seine Götter, bis es im späten 13. Jahrhundert schließlich vor der Übermacht des Deutschen Ordens kapitulieren musste. Die Sieger eigneten sich den Namen der Besiegten an, der später in die Weltgeschichte einging: Preußen.

    Was die Preußen mit den Prussen zu tun haben [deutschlandfunkkultur.de]

    Der Chronist Peter von Dusburg beschrieb die prußische Religion als Naturreligion:

    „Weil sie also Gott nicht kannten, deshalb verehrten sie in ihrem Irrtum jegliche Kreatur als göttlich, nämlich Sonne, Mond und Sterne, Donner, Vögel auch vierfüßige Tiere, ja sogar die Kröte. Sie hatten auch Wälder, Felder und Gewässer, die sie so heilig hielten, dass in ihnen weder Holz zu hauen noch Äcker zu bestellen oder zu fischen wagten.“

    Die Prußen glaubten an ein Weiterleben nach dem Tod. Nach den Quellen schien der Tote in eine anderen Welt überzugehen und dort in derselben Aufmachung weiterzuleben wie im Diesseits.

    Prußen [de.wikipedia.org]

    Mit der Goldbulle von Rimini, üblicher Goldenen Bulle von Rimini, von 1226 oder 1235 verlieh der römisch-deutsche Kaiser Friedrich II. dem Deutschen Orden die Herrschaft über das Kulmer Land östlich der unteren Weichsel, zwischen dem Gebiet des Herzogs von Masovien und dem Gebiet der Prußen. Der Kaiser beauftragt darin den Orden mit dem Kampf gegen diesen heidnischen Volksstamm und sicherte ihm die absolute Landeshoheit über dessen noch zu eroberndes Gebiet zu. Dies zeigt sich in der peniblen Regelung der Regalien, der königlichen Herrschaftsrechte. Die Bulle erklärt, das gesamte Land sei Teil des römisch-deutschen Reiches.

    Goldbulle von Rimini [de.wikipedia.org]

    Mein Erkenntnis aus dem kleinen Studium des Kulmer Landes und der Prußen:

    Sie standen der katholischen Religion mit ihrer Naturreligion im Weg. Sie besaßen ihre Hoheitsrechte, Freiheit und Souveränität als reine Ethnie und wollten diese auch behalten. Sie widerstanden viele Jahrzehnte der Christianisierung, Taufe und ihrer Auslöschung als Volk.

    Der Deutschritterorden erhielt das Kulmer Land als Beuteland für seine militärische Unterstützung zur Unterwerfung der Prußen für die katholische Kirche.

    Antworten
    1. 39.1

      Solarplexus

      Sehr interessant! Danke! 😉

  40. 40

    kph

    84. Seit wann gibt es Banken?

    In Europa blühten die ersten europaweit tätigen Banken im 13. Jahrhundert auf, als Florenz zu einer Handelsmacht aufstieg und das dortige Bankgeschäft zu florieren begann. Zu den ersten und damals bedeutendsten Bankiersfamilien zählten die Bardi, die Peruzzi und die Acciaiuoli aus Florenz. Diese unterhielten Anfang des 14. Jahrhunderts Filialen in praktisch sämtlichen wichtigsten Städten Europas und hielten de facto das Monopol der päpstlichen Finanzen. Als der englische König Eduard III. sich 1345 weigerte, seine durch den Hundertjährigen Krieg angehäuften Schulden zurückzuzahlen, gerieten diese in enorme Schwierigkeiten und verloren schließlich ihren Einfluss. Nach dem Bankrott der damaligen wichtigsten Bankhäuser baute Vieri di Cambio de‘ Medici zwischen 1348 und 1392 ein weit verzweigtes Bankhaus mit mehreren Filialen in den wichtigsten europäischen Städten auf.

    Bank [de.wikipedia.org]

    85. Wer konnte Inhaber einer Bank sein?

    Als ursprüngliche Warengroßhändler, Kommissionäre oder Spediteure wandten sich die ersten Bankiers, über das mit dem Warengeschäft zusammenhängende Kredit- und Wechselgeschäft, dem Bankgeschäft zu. 1407 wurde in Genua die Banco di San Giorgio gegründet. Im Unterschied zu den bisherigen Familien-Bankhäusern war diese Bank in einer gesellschaftsähnlichen Form organisiert. Sie gilt als eine der ältesten Banken der Welt und geschäftete lange Zeit einzig in ihrer Art als Disconto- und Zettelbank. 1805 wurde sie von Napoleon nach seiner Machtergreifung geschlossen. 1462 wurde in Perugia die erste Monte di Pietà gegründet, etliche weitere folgten in verschiedenen italienischen Städten. Diese waren voneinander unabhängig. Die Monte di Pietà waren dazumal von Franziskanern als Leihhäuser gegründet worden, um so arme und bedürftige Personen finanziell zu unterstützen, während sich die damaligen Bankiersfamilien wie die Medici oder die Strozzi vor allem dem mit dem Warengeschäft zusammenhängenden Kredit- und Wechselgeschäft widmeten. Die 1472 als Monte di Pietà in Siena gegründete Banca Monte dei Paschi di Siena ist die älteste noch existierende Bank der Welt.

    Bank [de.wikipedia.org]

    kph

    Antworten
  41. 41

    sherina

    69. Was ist ein Ritterorden?

    Die ersten geistlichen Ritterorden sind während der Kreuzzüge entstandene Ordensgemeinschaften, die ursprünglich zu Schutz, Geleit, Pflege der Pilger ins Heilige Land und Verteidigung der heiligen Stätten gegen den Islam gegründet wurden.

    Die geistlichen Ritterorden rekrutierten ihre Mitglieder zumeist aus dem Adel. Die Ritterorden waren durch ein ordensähnliches Gemeinschaftsleben in Armut, Gehorsamkeit und Keuschheit gekennzeichnet, welches verknüpft war mit caritativen Aufgaben, bewaffnetem Pilgerschutz und militärischem Einsatz gegen äußere und gelegentlich auch innere Feinde der Christenheit. Die Orden bestanden aus ritterlichen Vollmitgliedern, die mit einer Ahnenprobe ihre adelige Abstammung nachzuweisen hatten, Priesterbrüdern (Kleriker), dienende Laienbrüder (die auch Waffendienst leisteten), Schwestern (siehe dazu: Deutschordensschwestern) und Bruderschaftsmitgliedern. Ritterorden waren streng hierarchisch organisiert. Hoch- bzw. Großmeister standen an der Spitze eines weitgespannten Netzes von Provinzen, Balleien und Kommenden. Dies bildete die Voraussetzung für die vor allem in Grenzgebieten, in Palästina, Syrien, auf der Iberischen Halbinsel und Ostseeraum zu erfüllende Aufgabe eines schnell einsetzbaren stehenden Heeres. Die dazu erforderliche Infrastruktur schufen die Ritterorden durch ein ausgedehntes Burgensystem.

    Ritterorden [de.wikipedia.org]

    Also preiswerte Rekrutierung von Adligen zu Söldnern, die für Treu und Glauben ihr Leben ließen und ihren „Herren“ unermeßliche Macht und Reichtum verschafften.

    Antworten
  42. 42

    Morlock

    Urbi et Orbi bei neugewähltem Papst:

    „Unter Urbi et orbi (lat.: „der Stadt (Rom) und dem Erdkreis“) versteht man den apostolischen Segen des Papstes, weil dann folgt: Investitur:

    „Investitur (von lateinisch vestire ‚bekleiden‘) bezeichnet die Praxis der Einweisung in ein Amt oder das Eigentumsrecht an Grundbesitz. Entscheidend für die Investitur ist die Benutzung von Symbolen, welche bei dem entsprechenden Akt überreicht werden. Der Streit um die kirchliche Investitur, bzw. Einweisung von Klerikern, mündete im Investiturstreit (etwa 1075–1122).“

    Wie hängt es zusammen? Mit „investieren“!

    Urbi et orbi ist ein Wortspiel: >Paronomasie:

    „Als Spielart des Wortspiels verbindet die Paronomasie Wörter miteinander, die semantisch oder etymologisch nicht zusammengehören, sich jedoch im Klang ähneln. Oft haben die sich ähnelnden Wörter gegensätzliche – zumindest unterschiedliche – Bedeutung.“

    Amen bedeutet soviel wie: „So soll es sein“. Weitere Deutungen: „Lass es im Verborgenen“ – Schaf frag nicht weiter nach. Zitat:

    „Wichtig ist hingegen, dass das Gemeindeglied im j*dischen Gottesdienst durch sein beherztes „Amen“ sich dem Gehörten durch seine persönliche Anteilnahme entschieden anschließt und in der Gemeinschaft bekennt, dass das Gehörte für ihn persönliche Gültigkeit besitzt.“

    Die Beichte: Absolution erteilen! Nach kirchlichen Vorgaben, also im vermeintlichen Namen Gottes! Auszug Wikipedia:

    „In der römisch-katholischen Kirche ist die Absolution bei der Einzelbeichte die sakramentale Lossprechung von den Sünden durch einen Priester, der dabei die Absolutionsformel spricht: „Gott, der barmherzige Vater, hat durch den Tod und die Auferstehung seines Sohnes die Welt mit sich versöhnt und den Heiligen Geist gesandt zur Vergebung der Sünden. Durch den Dienst der Kirche schenke er dir Verzeihung und Frieden. So spreche ich dich los von deinen Sünden im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.““

    Kernaussagen: Heiliger Geist entsandt? Dienst der Kirche? Im Namen von den Drei: Vater? – Sohn? – Heiliger Geist (das dürfte biologisch dann ja Maria sein)?. Vertreten durch den Heiligen Stuhl.

    Investitur [de.wikipedia.org]
    Urbi et orbi [de.wikipedia.org]
    Amen [de.wikipedia.org]

    ps. ich will nochmal schauen, was Frieden mit Friedhof zu tun hat, erinnert mich bitte. Habe gerade ein Erdkreis im Flat-head

    HuS

    Antworten
    1. 42.1

      eo

      Und „Hokuspokus“ ist die Verballhornung von der Verwandlungsformel: ‚hoc est corpus meus‘.

  43. 43

    Morlock

    Weil wir hier soviel Latein ergründen müssen, nur kurz ein Hinweis auf die aktuellen Ereignisse mit Q und Donald Trump, der US, U.S, USA, USA inc.US of Amerika, usw.!

    Durch die Personen-geschichte von Hans Xavier Meier und vielen anderen kam ich zum Papa (Papst). Und wer die Rückabwicklung wirklich verstehen will, muss wissen, dass schon andere den Betrug aufgedeckt haben. Angefangen beim UCC und dem internationalem Codex. Und der Geltendmachung der entsprechenden Ansprüche.

    Leider sind diese nur im Bewusstsein und vorm Herrn „einklagbar“ weil hier kein Recht angewendet wird, lediglich Recht im Namen des Imperiums (Pope) verkündet wird. §Holy Sea§

    Kurz um, ich habe das folgende Schreiben, in abgewandelter Form für mich, dem Papst zukommen lassen. Und es hat mir gut getan, ich habe mich davon losgesagt. Rechtlich vielleicht uninteressant, aber für mich sehr wichtig. Ebenso die Lebenserklärung ans Standesamt zur Kenntnis und anderes.

    Noch bin ich da der Spinner, aber bezahlen tue ich den Schwindel nicht mehr. Alles DOG-Latein um uns zu spalten.

    Notfalls, falls keine Zeit vorhanden, den Netzverweis einfach speichern und später lesen. Ca. 25-35 Minuten Lesezeit, aber danach hat man eine ziemlich weiße Binde am Arm, welche sich nur noch in drei Gelbe Punkte auf schwarzen Grund verwandeln lässt, aber abstreifen kannst Du sie dann nicht mehr.
    Anna von Reitz:
    Anna von Reitz – Estate Claim Letter To Pope Francis [freewoman.info / PDF]

    HuS

    Antworten
  44. 44

    kph

    80. Welche Funktion hatten Geldmünzen in dieser Epoche?

    Neben der Funktion als Zahlungsmittel und Tauschmittel, gab es weitere Funktionen. So wurden die Brakteaten in regelmäßigen Abständen verrufen und mussten gegen neues Geld eingetauscht werden. In Magdeburg geschah dies im 12. Jahrhundert zweimal jährlich. Dabei waren z. B. drei neue gegen vier alte Münzen zu wechseln. Die einbehaltene 4. Münze wurde als Schlaggeld bezeichnet und war oft die einzige Steuereinnahme des Münzherrn (Renovatio Monetae).

    Gelegentlich wird der Begriff „Pfennig“ auch auf Wertmarken verwendet, bei denen es sich nicht um Geld im engeren Sinne handelt. Dabei kann es sich zum Beispiel um sogenannte „Brotpfennige“ handeln, die eine Stadt in Notzeiten herausgab um für Bedürftige den Einkauf von Brot zu subventionieren oder um Wertmarken innerhalb des Trucksystems.

    Es gab auch starke Einschränkungen im Handel und der Region, Stichwort Marktabschottung. Der Pfennig galt nur da, wo er geschlagen wurde. Der Handel auf dem Markt war nur mit einheimischen Münzen erlaubt, deren Herstellungsort zumeist mit dem Marktort identisch ist. Wer aus einem anderen Währungsgebiet kam, um zu handeln, musste seine mitgebrachten Münzen mit Verlust in gängige eintauschen.

    Die Wechselgebühr entsprach zum Beispiel für das Eintauschen in Freiberger Pfennigen im meißnischen Währungsraum einer Vermögenssteuer von 25 %. Die Umtauschgebühr zählte dort zu den Einkünften des Münzmeisters. Um stabile Verhältnisse für Handel und Gewerbe zu schaffen, waren hauptsächlich die Handelsstädte daran interessiert, die Münzprägung in die eigenen Hände zu nehmen, um den „Ewigen Pfennig“ zu prägen und damit die jährliche Münzverrufung und die territorial eingeschränkte Gültigkeit der Brakteatenpfennige verbunden mit Zwangsumtausch und Gebührenpflicht zu beseitigen, sowie die ständige Münzverschlechterung abzuschaffen.

    Ewiger Pfennig [de.wikipedia.org]
    Brakteat [de.wikipedia.org]

    kph

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  45. 45

    sherina

    85. Wer konnte Inhaber einer Bank sein?

    Der Banco Medici war das Bankhaus der Familie Medici. Es bildete die Basis für die Macht und den Einfluss der Florentiner Familie und galt um die Mitte des 15. Jahrhunderts als eine der größten Banken Europas.

    Die damaligen Bankhäuser befanden sich im Familienbesitz und wurden entweder vererbt oder es wurden Familienangehörige in neue Bankhäuser eingesetzt. Die Banken blieben somit immer in einer Familie.

    Banco Medici [de.wikipedia.org]

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  46. 46

    Lucia

    Zum Kulmer Land:

    Im Jahr 1226 residiert der Hochmeister des Deutschen Ordens, Hermann von Salza, in einem burgähnlichen Palast am Lido in Venedig. Hier trifft ein Brief Konrads von Masowien, der seit 1199 im Teilfürstentum Masowien und Kujawien herrscht, ein. Der polnische Fürst bittet den christlichen Ritterorden um militärische Hilfe. Immer noch sind die heidnischen Pruzzen eine Bedrohung für das polnische Reich. Das Ansinnen des polnischen Herzogs ist für die beschäftigungslosen Kreuzritter ein Geschenk des Himmels.

    Für Polen erweist sich der Brief und seine Folgen als Verhängnis, das das Verhältnis zwischen Polen und Deutschen für viele Jahrhunderte belasten wird. Er löst jene Kette von Ereignissen und Taten aus, die den Mythos vom “deutschen Drang nach Osten“ begründen, jenen Mythos, auf den sich Bismarck, Wilhelm II. und der deutsche Faschismus berufen werden, ein Stereotyp, das nahezu bis zur 2.Jahrtausendwende das polnische Verhältnis zu Deutschland prägen wird. Als Gegenleistung für die Unterwerfung der Heiden bietet Konrad dem Ritterorden das zu missionierende Kulmer Land am rechten Weichselufer zwischen Graudenz und Thorn zum Eigentum an, ohne daran zu denken, seine eigene Hoheit dort aufzugeben.

    Quellen:

    Deutscher Orden geht nach Polen [deutscheundpolen.de]
    Die Pruzzen [preussenweb.de]

    Antworten
  47. 47

    kph

    81. Warum kam es über lange Zeit zu keiner nachhaltigen Einigung oder Festlegung der Münzwerte?

    Die Beantwortung der Frage ist eng mit der Frage 80, der Funktion der Geldmünzen, dieser Epoche verbunden.

    Durch die Herausgabe von eigenen Münzen, im eigenen kleinen Wirtschaftsraum, blieben alle Gewinne, Zölle und sonstige Einnahmen, diesem erhalten. Durch die Entwertungen und Abwertungen konnten so leistungslose Einnahmen generiert werden. Die Münzen hatten keinen „inneren“ Wert. Daran ist gut zu erkennen, dass der Wert der Münzen nur der Glaube der Menschen daran ist, mit dem Druck der herrschaftlichen Macht dahinter.

    Dies widersprach natürlich denen, die Handel betrieben, der über verschiedene Gebiete, bzw. Grenzen ging. Aus diesen Händlern und Handelshäusern sind die ersten Banken entstanden. Ihr Interesse: Freihandel mit möglichst wenig Einschränkungen. Die Gewinne wurden aus dem Handel generiert.

    Später als Bank verschob sich dies in Richtung Kreditwesen, Schuldbriefe zur Generierung des Zinses. Mit der Einführung von wertigen Münzen aus Silber und später aus Gold konnten erst einheitliche Währungsgebiete geschaffen werden. Leider wurde der Anteil des Edelmetalls auch immer geringer. Die vorhandenen Geldsysteme verlangten durch den Fehler Zins stetiges Wachstum. Dies konnten Eroberungen, die Wirtschaft oder Krieg sein. Dies ist bis in die heutige Zeit gültig.

    Quelle: eigene Gedanken

    kph

    Antworten
    1. 47.1

      N8Waechter

      👍

    2. 47.2

      Füsilier

      Das deckt sich erstaunlich mit den Erkenntnissen, die ich aus der Lektüre des oben empfohlenen Buches „Das Silberkomplott“ gewonnen habe.

      Das Münzprivileg (später Notenprivileg) ist Macht. Große Macht. Bestimmte Kreise haben diese enorme Macht erkannt und letztendlich das Münzprivileg dem Staat entrissen und unter ihre Kontrolle gebracht – Federal Reserve 1913 und dann die Deutsche Reichsbank 1922-1924.

      In diesem Zusammenhang wird immer unwahrscheinlicher, dass der Erste Weltkrieg nur zufällig ausbrach, sondern viel mehr wahrscheinlicher, dass es nur ein weiterer Versuch war, sämtliche Gewalt über das Geld zu erlangen. Geld regiert die Welt aber wer regiert das Geld? Nun, wir kommen der Wahrheit immer näher. Auch wenn mir noch nicht ganz klar ist, wie und wann diese Kontrolle so übernommen wurde.

      Goldschmied, Münzprägung, Geldverleih, Banken, Zentralbanken – die absolute Kontrolle über das Geld und die Welt. Die Zusammenhänge scheinen offensichtlich. Aber wie konnte das vor und unter den Augen dem Rest der Welt geschehen?

      Goethe hatte es schon erkannt und seinen Mephisto (wann wars? 1820-1830?) dem Kaiser Geld schöpfen lassen, indem er alle ungehobenen Bodenschätze und Schatzfunde dem Kaiser zuspricht und damit die Deckung des Papiergelds begründet.

      [Mephisto hierhin ausgelagert]

      Ich frage mich, ob dieser Mephisto nicht stellvertretend für jemand anderen stehen soll …

    3. 47.3

      kph

      Werter Füsilier, #47.2

      danke für die Bestätigung der Erkenntnisse. Das Buch habe ich nicht gelesen oder geschrieben. Dies sind alles Zusammenhänge und Erkenntnisse, welche den Beginn meines Aufwachprozesses einleiteten.

      kph

    4. 47.4

      Schwabenmädel

      Lieber kph #47

      „Die vorhandenen Geldsysteme verlangten durch den Fehler Zins stetiges Wachstum.“

      Gewinne und Zins sind das Übel des ganzen Geldsystems. Ursprünglich als einfaches Tauschmittel gedacht, hat die Gier einiger Weniger alles ins Chaos gestürzt.

      Es gibt inzwischen einige Tauschgemeinschaften. Dort kann jeder seine „Arbeit“ anbieten. Suche ich z.B. einen Elektriker, der mir 2 Steckdosen montiert, und es ist ein Elektriker dieser Gemeinschaft angeschlossen, dann wird seine erledigte Arbeit in „Talenten“ angerechnet. Dieser Elektriker braucht dann vielleicht einen neuen Pullover, den er über die Gemeinschaft bekommt und zahlt dann diesen auch in Talenten. So haben die Menschen der Gemeinschaft ihre Fähigkeiten gemäß ihrem Können eingesetzt und bekommen Leistungen, die sie selber nicht erledigen können.

      Bei diesem Modell geht es lediglich um den Austausch der Arbeitskraft und nicht um Vergütung über das Geldsystem. Setzt man Talente mit Pfennigen gleich, dann ist man wieder beim Geldsystem. Pfennige müssen neu gestanzt werden, also fallen auf eigentlich wertlose Dinge wieder Gebühren an. Der Pfennig hat damit einen anderen Stellenwert als ein Talent. Ein Talent bedeutet Arbeitseinsatz (also Arbeitsleistung gegen Arbeitsleistung), ein Pfennig hat keinen ursprünglichen Bezug zur Ware (man könnte dafür auch einen Stein nehmen). Und doch erheben „Banker“ Gebühren und Zinsen auf sogenanntes Geld, das niemals irgendetwas mit Arbeitsleistung zu tun gehabt hat.

      Und da das Ganze im Laufe der Jahre so richtig schön kompliziert gemacht worden ist, blickt heutzutage kaum noch jemand durch. Und durch Werbung usw. werden wir munter dazu aufgefordert, weiter zu konsumieren, weil es ja so einfach ist, einen Kredit zu bekommen. Alleine an diesem Kaufverhalten von vielen Menschen erkennt man doch schon, dass die Wenigsten eine Ahnung haben, was sie sich damit antun.

      Das ganze Dilemma konnte aber nur funktionieren, indem man die Menschen von ihrer eigentlichen Natur abgeschnitten hat. „Brot und Spiele“ usw.

    5. 47.5

      Annegret Briesemeister

      Zu 47.2, Werter Füsilier,

      mit der Gründung der Federal Reserve Bank steht laut verschiedenen Schriften auch der Untergang der Titanic im Zusammenhang und auch der erste Weltkrieg brach, wie du schon anmerktest, nicht zufällig aus. Durch Kriege wurden und werden bis heute schon immer Gewinne erzielt. Die dabei sterbenden Menschen, ganze Völker, ebenso die sterbenden Tiere und die auf lange Zeit zerstörten Lebensräume und die zerstörte Natur, werden in solchen Kreisen lediglich als Kollateralschaden verbucht und wissend in Kauf genommen.

      Ich denke heute vermehrt über die Reinkarnation nach. Und darüber, daß gewisse Gruppen auf diese Weise ihre schändlichen Pläne sicher über Jahrhunderte oder Jahrtausende verfolgen konnten. Mir klingt eine Gesprächsrunde nach, in der beschrieben wurde, wie die ganze Familie um das Bett eines neugeborenen Kindes steht und alle erfreut feststellen, daß der Junge doch dem Großvater so ähnlich sieht.

      Und so könnte es sein (Allgemein wissen die Menschen meines Erachtens immer noch zu wenig über Reinkarnation), daß da vor ihnen in der Wiege der wiedergeborene Großvater liegt, der so, einmal älter geworden, sein, durch den körperlichen Tod unterbrochenes Werk, weiter fortsetzt.

      Heil und Segen uns allen
      Annegret

    6. 47.6

      Mohnhoff

      „Durch Kriege wurden und werden bis heute schon immer Gewinne erzielt. Die dabei sterbenden Menschen, ganze Völker, ebenso die sterbenden Tiere und die auf lange Zeit zerstörten Lebensräume und die zerstörte Natur, werden in solchen Kreisen lediglich als Kollateralschaden verbucht und wissend in Kauf genommen.“

      Vielleicht ist die bei der Zerstörung freigesetzte Todes-/Lebensenergie aber auch für jemanden von äußerst großem Nutzen und das vorgelagerte Hütchenspiel (Politik, Geldwesen, etc.) einfach nur das Mittel zum Zweck, um die Freisetzung dieser Energien gesteuert und zur rechten Zeit zu gewährleisten? Denn andernfalls würden die meisten Menschen wohl friedlich mit- oder nebeneinander leben und es gäbe nicht genug von dieser Energie abzuschöpfen?

    7. 47.7

      Mohnhoff

      Noch eine Anmerkung zur Wertminderung des Geldes:

      In dem Buch „Die unbequeme Nation“ wird sehr anschaulich beschrieben, wie es in Europa immer wieder zu Phasen von Deflation kam, sobald der Nachschub aus neu erschlossenen Edelmetallvorkommen nachließ. Warum blieb die Geldmenge dann nicht stabil, sondern nahm ab?

      Weil die ganze Zeit ein erheblicher Abfluß des Geldes Richtung Rom passierte, ohne dass davon groß etwas zurück kam. Das einzige Land, was davon profitierte, war das nördliche Italien, denn dort hat die Kirche ihr Geld wieder umgesetzt, zum Beispiel in den Bau von Protzbauten und die Schaffung von (kirchlichen) Kunstwerken.

      Nicht zuletzt deswegen sind die Renaissance und die damit verbundenen Fortschritte in Architektur und Kunst hauptsächlich dort passiert, denn überall sonst fehlte das Geld für solche Dinge. Vor allem aufmüpfige Gebiete, wie die deutschen, wurden ordentlich leer gesaugt. Die Ausnahme war die Brakteatenzeit, damals entstanden auch die gotischen Kathedralen und andere prächtige Bauten, denn das Geld blieb immer im Umlauf, da sich Horten durch den regelmäßigen Münzverruf nicht lohnte. Natürlich war das Brakteatensystem genau deswegen der Kirche und den frühen Kapitalisten (Fugger) ein Dorn im Auge und wurde immer wieder unterminiert. Und es war sicher auch nicht zuende gedacht.

      Durch die zunehmende Geldknappheit (außerhalb der Brakteatenzeit) kam es zu Geldknappheit und damit Deflation, Wirtschaftszusammenbruch und Verelendung. Die Kirche hatte von jeher ein Interesse an solchen Zuständen, denn Massenelend füllte die Kirchen mit Verzweifelten und machte diese gegenüber der Kirche hörig. Man muss es zugeben, es ist ein perfides, aber aus wirtschaftlicher Sicht, hervorragendes Geschäftsmodell. Nichts anderes ist die Kirche.

      Mit Martin Luther und dem aufkommenden Protestantismus riss der Geldfluß nach Rom in den protestantischen Gebieten ab. Das führte wiederum zur wirtschaftlichem Aufschwung und zunehmendem Wohlstand in diesen Gebieten, da das Geld dort blieb. Gleichzeitig wurde der Einfluss der Kirche, bzw. des Glaubens zurückgedrängt, was auch zu wissenschaftlich und technischem Fortschritt führte (auch wenn selbst die protestantischen Landesfürsten meistens eher Bremsen dieser Entwicklung waren), wodurch die protestantischen Länder (z. B. Niederlande, Schweden und Preußen, später DR) den katholischen immer wieder davon zogen und zu mächtig wurden.

      Deswegen musste die Kirche sich immer wieder katholisch hörige Kampfköter suchen, um die abgefallenen Gebiete zu nieder zu knüppeln. Dem verdanken wir z.B. den dreißigjährigen Krieg, der die deutsche Bevölkerung von (ich glaube) 27 auf 7 Mio zusammenkürzte, später die schlesischen Kriege mit dem Haus Habsburg als Kampfköter gegen Preußen und viele andere. Auch beim Vormarsch der Ottomanen gegen Europa gibt es wohl eine Verbindung zur Kirche.

      Da haben wir den Zusammenhang zwischen Glaube, Geld und Krieg.

    8. 47.8

      Annegret Briesemeister

      Zu 47.6, Lieber Mohnhoff,

      nicht nur vielleicht, sondern sogar mit Sicherheit sind die Energien, die die Dunklen bei kriegerischen Auseinandersetzungen abschöpfen können und gezielt wollen ein nicht außer Acht zu lassender Aspekt. Während Konflikten und Kriegen schwingt keine Seele wirklich hoch. Ängste, Panik, Sorgen, Hunger, Krankheiten und Verderbnis sind die Nahrung schlechthin für dunkle Wesenheiten. Und bei einer Schlacht in komprimierter Form abzugreifen.

      Daher werden auch bis heute die Ängste vor allem möglichen, was uns zustoßen könnte, geschürt. In diese Kategorie fallen auch diverse Prophezeiungen und aus diesem Grund sind gewisse Kreise äußerst bemüht darum, die Prophezeiungen eins zu eins umzusetzen – haben sie sie doch zum Teil selbst ersonnen und in die Welt gebracht.

      So generiert man durch Kriege „Wertschöpfung“ in zweierlei Hinsicht. Und eigentlich in dreierlei Hinsicht, denn geschunden durch Krieg und Zerstörung, oder auch Epidemien, Pandemien (kann man auch gezielt einsetzen), sind die überlebenden Menschen jahrzehntelang nicht in der Lage, sich mit sich selbst, ihrem geistigen Wesen, ihrer Geschichte, ihren Wurzeln, ihren Ahnen, und dadurch ihren unveräußerlichen Rechten zu beschäftigen. Sie müssen für Nahrung, Wiederaufbau, etc. sorgen, da ist so gut wie keine Zeit für Spiritualität.

      Und das wiederum, sind sichere Pfründe für die Dunklen, denn währenddessen haben sie nichts zu befürchten und können ihr pervertiertes Spiel, ihre menschenverachtenden Pläne weiterbetreiben und umsetzen.

      Aber nach all dem von mir beschriebenen, möchte ich dennoch sagen, sie werden ihren Plan nicht vollenden können. Ihnen fehlt die liebende Seele, die einzige Möglichkeit sich mit Allvater zu verbinden. Und sie können noch so wüten, Gift und Galle spucken und abertausende Rituale durchführen, sie haben sich bereits selbst die Kleider vom Leib gerissen und sind nackt, wie der besagte Kaiser.

      Heil und Segen
      Annegret

  48. 48

    Füsilier

    Ein besonders passendes Fundstück möchte ich hier noch einfügen.

    Eigentlich sind es vier, nämlich Zitate von James Madison (1809 bis 1817) der vierte Präsident der VS von A:

    „The advancement and diffusion of knowledge is the only guardian of true liberty.“

    „History records that the money changers have used every form of abuse, intrigue, deceit, and violent means possible to maintain their control over governments by controlling money and it’s issuance.“

    „Knowledge will forever govern ignorance, and a people who mean to be their own governors, must arm themselves with the power knowledge gives.“

    „In no instance have the churches been guardians of the liberties of the people.“

    Eigentlich hat er jede Menge kluge Dinge gesagt …

    Ich vertraue darauf, dass, obschon hier dankenswerterweise die deutsche Sprache gepflegt wird, die Leser in der Lage sind, obige Zitate ohne Übersetzung zu verstehen.

    Antworten
    1. 48.1

      N8Waechter

      „Die Förderung und Verbreitung von Wissen ist der einzige Hüter der wahren Freiheit.“

      „Geschichte bezeugt, dass die Geldwechsler jede Form von Missbrauch, Intrigen, Betrug und gewalttätigen Mitteln benutzt haben, um ihre Kontrolle über Regierungen aufrechtzuerhalten, indem sie Geld und seine Ausgabe kontrollieren.“

      „Wissen wird für immer die Unwissenheit regieren, und ein Volk, das sein eigener Machthaber sein will, muss sich mit der Macht bewaffnen, die das Wissen gibt.“

      „In keinem Fall waren die Kirchen Hüter der Freiheiten des Volkes.“

      Und was sagt der Führer? 😉

    2. 48.2

      Füsilier

      Der Verfasser dieses Beitrags ist inzwischen auf die Weiterreise geschickt worden. Einer der Gründe findet sich in diesem Auszug aus seinem Kommentar. N8w. >>

      „Und was sagt der Führer?“

      Vermutlich „Danke“, als er die üppigen Geschenke von den Rothschild-Geldwechslern bekam, über deren Agenten Hjalmar Schacht, und zwar um Stalin zu kontrollieren, der ihrem Agenten Trotzki die Macht entrissen hatte. [Rest gelöscht, da ebensolcher Unsinn.]

    3. 48.3

      Mohnhoff

      Werter N8waechter,

      bist du nicht ein bisschen zu streng, hier gleich mit Verbannung zu reagieren?

      Vor wenigen Jahren war ich selber noch auf dieser Schiene unterwegs (Hitler als Agent der Auserwählten) und erst durch das Studium des Trutzgauer Boten wurde ich eines Besseren belehrt. Allerdings habe ich heute noch Zweifel bei bestimmten Punkten, zum Beispiel die Verbindung der NS zur Kirche (Kirchensteuer einziehen usw.), sowie gewisse Erzählungen meines Großvaters, über von der SS begangene Massaker in russischen Dörfern. (Ich sehe keinen Grund, wieso er das erfunden haben sollte.)

      Also wäre ich hier schon früher aufgeschlagen, hättest du mich womöglich genauso rausgekegelt, was ich schade gefunden hätte.

      Ich würde dafür plädieren in solchen Fällen eine Verwarnung auszusprechen und eine Möglichkeit zum Nachsitzen (Netzverweis) anzubieten. Allerdings habe ich gerade keinen passenden zur Hand (außer allgemein die Heimkehr, aber etwas spezifischer wäre hilfreich).

      Gruß Mohnhoff

    4. N8Waechter

      Werter Mohnhoff und auch alle anderen:

      Dieses Forum zu begleiten und zu moderieren ist eine Mammutaufgabe. Wenn dann hier jemand Neues auftaucht und beginnt, sich in hoher Schlagzahl zu äußern, dies mit zahlreichen unzusammenhängenden Beiträgen und dann auf Reaktionen zu seinen Beiträgen nicht reagiert und zudem noch unqualifizierten Spottdrosselunsinn ins Forum einstellt, dann gibt es bedauerlicherweise nur zwei Möglichkeiten:

      1.) Derjenige hält sich für aufgewacht und stellt fest, dass dies nicht der Fall ist. In dem Fall gebietet es der Respekt, sich zu allererst einmal einzulesen und danach (!) gerne auch unklare Punkte einzeln abzufragen. Damit habe ich kein Problem – und ich bin überzeugt, das geht den hier wirkenden Kommentatoren ebenso.
      2.) Es handelt sich um einen Troll, welcher gezielt Unruhe stiftet und provoziert. Damit habe ich ein Problem.

      Heil und Segen!
      N8w.

    5. 48.4

      Magnus

      Werter Mohnhoff,

      ich verstehe Deine Anmerkung und eigentlich schreibst Du es doch selbst, wer noch begreifen und lernen muss, muss dies halt erst einmal tun.

      Die Diskreditierung der hier besprochenen Themen in Gänze und auch dem Umfang nach, zeugen von schlechter Erziehung und Benehmen. Ist es unser aller Aufgabe uns zu rechtfertigen, für die hier seit Jahren gewonnenen Erkenntnisse?

      Müssen wir wirklich noch die jahrelange Aufklärungsarbeit des Kurzen mit dem TB und der Heimkehr diskutieren?

      Hast Du das Buch 1939 – Der Krieg der viele Väter hatte, der Lange weg zum 2. WK von General Schulze-Rohnhof gelesen?

      Ja, in einem Krieg passieren unschöne Sachen, aber in einem Krieg gibt es immer mindestens zwei Parteien und unsere immer wieder mit Dreck zu bewerfen, ist einfach unnötig, da der recherchierbare Erkenntnisstand des Jahres 2018 einfach ein anderer ist.

      Abgesehen davon gab es für den Füsilier eine ganze Reihe von Warnungen aus dem Forum gestern, nur die Uneinsichtigkeit dazu spricht Bände. Er hätte ja auch auch mal darauf reagieren und eine respektvolle Diskussion betreiben können.

      Hat nicht stattgefunden, deshalb finde ich die Konsequenz des N8wächters genau richtig!

    6. 48.6

      Mohnhoff

      Werter Magnus und N8waechter.

      Gut, habe verstanden. Dass der Betroffene schon diverse Warnungen erhalten und ignoriert hat, war mir entgangen. Die erhöhte Schlagzahl ist mir allerdings auch aufgefallen.

      @Atlanter, danke für die Netzverweise, werde sie mir anschauen.

  49. 49

    Diskowolos

    Die Anmaßung gewisser Herrschaften, sei es Kirche, Könige, Adlige, usw., zu behaupten Land gehöre ihnen, ist wohl der Sündenfall – besonders auch im christlichen Sinne – schlechthin.

    Gerade die Kirche müßte doch davon ausgehen, dass der Mensch die Erde von Gott geschenkt bekommen hat. Wie kann man aber einem so wertvollen Geschenk, zu dessen Entstehung man nicht das Geringste beigetragen hat, als Eigentum bezeichnen? Dies erscheint mir sehr eigentümlich!

    Gott hat doch der Menschheit die Erde ohne Provision, Kaution und Maklergebühr überlassen, auch ohne Pachtzins! Wie kann dann jemand kommen, die von Gott gestiftete Erde zu kommerzialisieren?

    Hier ist wohl auch der zerstörerische Ausgang des Eigentums-Kapitalismus zu sehen! Durch die Lehensvergabe wurde gewissen Kreisen ein leistungsloses Einkommen beschert, da die Lehensnehmer einen ordentlichen Pachtzins und sogar andere Dienste zu entrichten hatten.

    Unser ganzes Wirtschaftssystem beruht doch auch auf dem Glauben, irgendjemand gehöre dieses oder jenes Land und dadurch hätte er Rechte andere auszupressen. Jedem Menschen sollte ein Stück Land zur Verfügung stehen, mit dem er vernünftig umzugehen hat, aber ein Stück Erde kann eigentlich niemanden gehören, außer der Allgemeinheit und Gott selbst.

    Das Grundproblem beim Landeigentum ist, bei einer begrenzten Landfläche eines Planeten auch, dass die, die zuerst kamen, vor 2.000 Jahren oder 500 Jahren, fast alles besetzt halten und alle anderen abschöpfen können.

    Antworten
  50. 50

    Füsilier

    Kleiner Eisbär (32.2)

    Besten Dank für diese Verknüpfung (Die Geschichte des Geldes).

    „Während der Versuch, die Manipulation des Geldes zum Zwecke privaten Profits auf unsere Kosten zu unterbinden, uns mit einem Gefühl der Machtlosigkeit zurücklassen mag, vergessen wir nur zu leicht, dass wir als Kollektiv es sind, die Geld seinen Wert geben. Wir wurden gelehrt, zu glauben, dass bedruckte Stücke Papier einen besonderen Wert haben, und weil wir wissen, dass andere das auch glauben, sind wir bereit, unser ganzes Leben lang für etwas zu arbeiten, von dem wir überzeugt sind, dass andere es auch haben wollen.

    Ein ehrlicher Blick auf die Geschichte wird uns zeigen, wie dieses unschuldige Vertrauen missbraucht worden ist. Fangen wir mit unserer Forschungsreise ins Geld damit an:

    Jesus war beim Anblick der Geldwechsler im Tempel so aufgebracht, dass er sich daran machte, ihre Tische umzustoßen und sie mit einer Peitsche hinauszujagen, was die einzige Begebenheit in seiner gesamten Wirkungszeit darstellt, bei der er Gewalt anwandte. Was aber bewegte den ultimativen Pazifisten dazu, so aggressiv zu werden?“

    Wir kommen der Sache immer näher …

    Antworten
    1. 50.1

      Diskowolos

      Der jüngste Geldwechslertrick hatte auch sehr gut funktioniert: mit 20 DM konnte man nahezu jahrzehntelang mindestens 20 Tafeln Markenschokolade kaufen. Mit 10 Euro (also dem ungefähren Äquivalent zu 20 DM) konnte man ab Einführung dieser Währung höchstens 10 Tafeln Markenschokolade kaufen, heute eigentlich nur noch 7,7 Tafeln (bei einem Preis von durchschnittlich 1,30 Euro)

      Man kann dieses Beispiel auf sehr viele Produkte anwenden. Man muß sich zwangsläufig die Frage stellen, wohin der zusätzliche Gewinn, der durch nichts zu rechtfertigen ist, abgewandert ist?

      Vor Einführung des Euros, kam ich mit 100 DM eine Woche für den täglichen Gebrauch aus, heute zerinnen 50 Euro innerhalb von wenigen Stunden. Die Geldwechsler (eigentlich Geldentwerter) halten mit der Verringerung der Kaufkraft das Volk in abhängigem Atem. In den letzten 20 Jahren gab es zudem so gut wie keine realen Lohnsteigerungen mehr.

      Wie soll das mit diesem System weitergehen? Der Jesus kann gerne noch mal ordentlich zuschlagen …

    2. 50.2

      Kleiner Eisbär

      Bitte Füsilier, gerne geschehen.

      Auch aus Kasan kommt frohe Kunde … 😀

    3. 50.3

      Kleiner Eisbär

      Diskowolos:

      In den 12 Jahren gab es keine Inflation – auch nicht während der Kriegsjahre …

    4. 50.4

      soliperez

      Werte(r) Diskowolos,

      hier kann ich Dir nur zustimmen. Milchschokolade mag ich nicht so sehr. Ich esse sie nur in Ausnahmefällen, dann aber in Massen.

      Mein Körper sagt mir regelmäßig „ich möchte Fisch“ und dem komme ich auch nach. Dazumal, in DM-Zeiten, hat eine Dose 0,79 DM gekostet, wenn Du Dich in den Märkten heute umschaust, wirst Du die billigste Dose für 0,79 € finden. Dies gilt für ziemlich alle Produkte. Ich bedaure es inzwischen nicht einige damalige DM-Werbeprospekte aufgehoben zu haben, um die Preise zu vergleichen.

      Ich habe zu DM-Zeiten auch nicht so viel im Ossiland verdient, waren so um die 1.600 DM. Ich konnte damals für meine Ansprüche gut damit leben, Miete, Auto, Versicherungen bezahlen und fröhlich in die Welt schauen. Könnte ich das heute mit umgerechnet 800 € auch noch?

      Ja: „Der Jesus kann gerne noch mal ordentlich zuschlagen …“

      Heil und Segen Dir und allen hier Mitlesenden

  51. 51

    Erenion

    62. Was war für den römisch-deutschen König notwendig, um die Kaiserwürde zu erhalten?

    Nichts.

    Zitat (Aulo Engler, Canossa Die große Täuschung, Türmer-Verlag, 1988, S. 230 und 231):

    „Es entstand das Ottonianum. Und das war das Ergebnis: Es gab keinen Papst mehr ohne die Zustimmung des deutschen Königs. Nicht des Kaisers! Ausdrücklich des Königs. Darüber hinaus wurde die Kaiserkrone Erbbesitz des deutschen Königtums, und niemals mehr – so verpflichtete sich Papst Johannes – durfte sie von der Kurie dem deutschen König streitig gemacht werden. Damit war das Recht zur Krönung, zur Verleihung der Kaiserwürde zu einer zeremoniellen Farce herabgesunken. Nicht mehr der Papst machte den Kaiser. Es war originäres königliches Recht diese Krone zu besitzen. Ein Gesichtspunkt der im allgemeinen übersehen wird.“

    Außerdem, Zitat:

    „Ein zweiter Teil regelte die Papstwahl: Der Papst sollte kanonisch (nach Kirchenrecht) vom römischen Klerus und Volk gewählt, jedoch erst nach Ablegung eines Treueeids vor kaiserlichen Gesandten geweiht werden.“

    Privilegium Ottonianum [de.wikipedia.org]

    Antworten
    1. 51.1

      N8Waechter

      🙂

    2. 51.2

      Mohnhoff

      Interessante Information, aber wie passt das Ganze in den Investiturstreit und die spätere Entwicklung? Haben sich die Päpste nicht mehr an die Vereinbarung gehalten, sind sie vertragsbrüchig geworden?

      Dieser Sachverhalt wäre allerdings ein weiterer Baustein, um den Hass des Klerus gegen alles Deutsche zu verstehen …

    3. 51.3

      Bjørn Lystaal

      Und wir haben ja tatsächlich wieder einen König, jedenfalls für Preußen, wie man so hört. Ob das oben angeführte Ottonianum … seltsames Wort … noch gilt und ob das entgegenkommende Ableben so mancher hochadliger Persönlichkeit damit in Verbindung zu bringen ist? Wenn, dann nicht vonseiten seiner, nun, Majestät, denke ich. Das is’n ganz netter.

  52. 52

    kph

    82. Welche Auswirkungen hatte die Förderung von Metallen auf den Wert des Geldes?

    „Eine Zeit der Vorherrschaft auf Silber gestützter Währung war das Frühmittelalter, als der Silberdenar den noch aus der Römerzeit übernommenen Goldsolidus ablöste und im europäischen Bereich ein Wertverhältnis beider von 12:1 festgelegt wurde. Um 775 gaben die Könige von Sachsen Silbermünzen heraus, die als Sterlingsilber bekannt wurden. Karl der Große führte vor 800 eine Münzreform durch, die von der Gold- und Silberwährung hin zur einheitlichen Silberwährung führte (siehe Schilling). Es wurde der Denar oder Pfennig als die nahezu ausschließlich geprägte Münze neu eingeführt. Zwischen 750 und 1200 wurden in Mitteleuropa Silbervorkommen entdeckt, darunter im slowakischen Schemnitz (heute Banská Štiavnica) und am Rammelsberg im Harz, südlich der Stadt Goslar. Um 800 begann im Erzgebirge und in Böhmen der Silberabbau. […]

    In China begann 1024 die Zentralregierung der Song-Dynastie monopolisiert offizielle staatliche Banknoten in Umlauf zu bringen. Sie waren durch kaiserliches Gold und Silber gedeckt und konnten sich im 12. Jahrhundert als wichtigstes Zahlungsmittel etablieren. Die mongolische Yuan-Dynastie schaffte die Edelmetalldeckung ab und führte damit die weltweit erste Fiat-Währung ein. […]

    Nach 1492 brachten die Spanier große Mengen von Gold und Silber aus Amerika, unter anderem aus der sagenumwobenen Mine von Potosí, nach Europa. Aus den Minen in Mexiko, Bolivien und Peru kamen über 85 Prozent der weltweiten Silberproduktion. Auch Japan war im 16. Jahrhundert Silberexporteur. Durch das gestiegene Angebot sank der Silberwert in der alten Welt. Die Zunahme der Gold- und Silbermenge blieb nicht ohne Folgen für die Volkswirtschaften der Erde. Die allgemeinen Preise begannen weltweit zu steigen. In Spanien betrug die Inflation im gesamten 16. Jahrhundert 400 Prozent. Das sind 1,6 Prozent pro Jahr. Die Preisrevolution breitete sich von dort über ganz Europa und bis nach Asien aus. Das Phänomen der stetigen Inflation, wie es heute als normal gilt, hatte es in Europa vor dem 16. Jahrhundert so nicht gegeben.“

    Silberpreis [de.wikipedia.org]

    Die Förderung von Silbererzen brachte den Regionen recht großen Reichtum. Maßgeblich war hier der Wert des Metalls. Leider waren die Kosten für die Förderung recht hoch. Durch Importe stieg das Angebot weiter an. Die Folge waren sinkende Preise der Edelmetalle (Überangebot). Gleichzeitig entwickelte sich eine allgemeine Inflation (Preissteigerung) für Güter und Dienstleistungen. Dazu das aktuelle Stichwort: Goldpreisdrückung, dadurch soll gezeigt werden, dass das so genannte Fiatgeld noch einen Wert hat.

    kph

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  53. 53

    Der Kräftige Apfel

    Heil Euch!

    Nicht, daß es überrascht, aber warum eine Bulle (Blase?!) aus Blei (sherina, 12.3)? Blei in der Alchemie (dem „Heiligen Stuhl“ sicherlich bekannt):

    „Blei imponiert durch sein hohes spezifisches Gewicht. Es ist ein unedles Metall und daher Symbol der Schwere, Dichte, Unreinheit und Undurchdringlichkeit, der Bedrückung und der Melancholie (Depression); in der christlichen Symbolik auch der Sündhaftigkeit des Menschen.“

    „Blei, mhd. bli, führt zu den Farbnamen Blau und Grau.“ >> War da nicht was mit Blau für die Lüge?

    „In der Alchemie ist Blei die Grundsubstanz, die prima materia (Arkan- oder Wandlungssubstanz), die durch die Prozeduren des alchemistischen Prozesses zu dem edlen Gold gewandelt wird.“

    „… Aus diesen Formulierungen geht hervor, dass die Alchemisten mit ihren Umwandlungsprozessen im Labor ein spirituelles Anliegen hatten, in dem es darum ging, nicht nur die äußere Materie, sondern auch den inneren Menschen zu verwandeln und im Gold zu höherer Bewusstheit zu führen.“

    Offenbar ist es dem „HS“ ein Anliegen, das goldene Bewußtsein in bleierne/sündhafte Schwere hinabzuziehen.

    „Blei, das Metall des Saturn.“ >> War da nicht was mit Hollywood/Musikindustrie und Saturnsymbolik?

    Auch im Volksmund hat sich die Bedeutung niedergeschlagen:

    „In der Sprache wird auf die Schwere von Blei, die in der Depression oder in körperlicher Abgeschlagenheit zum Ausdruck kommt, angespielt, z. B. fühlt man sich „schwer wie Blei“ (wie „ein bleierns Vögele“), oder hat „Blei an den Füßen“.“

    (Alle Zitate aus symbolonline.de.)

    Die Rosenkreuzer nennen einen Widersacher gegen die göttliche Schöpfung (neben Luzifer, u.a.) „Ahriman“. Er will die Schöpfung vollends in die Dichte der Materie ziehen und dort binden, alles mechanisieren und erstarren lassen. Das können wir heute gut erkennen, z.B. in der hysterisch vorangetriebenen Digitalisierung und herbeigedokterten Mensch-Maschine-Verschränkung.

    Wie die Schlange es sich in „Der kleine Prinz“ (sinngemäß) wünscht, daß im All endlich die Lichter ausgehen, weil sie „dieses ekelhafte Gewimmel namens Leben“ nicht mehr ertragen könne. So sind sie, die Widersacher Allvaters: Hoffnungslos getriebene ihrer selbst.

    Doch aus irgendeinem Grund bin ich mir sicher, daß ihr heißer Wunsch für uns stattdessen sie selbst treffen wird – während das goldene Bewußtsein die Materie „zu reiten“ verstehen wird. 🙂

    Heil und Segen!
    Der Kräftige Apfel

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  54. 54

    Morlock

    [aufgrund des Umfangs hierhin ausgelagert]

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  55. 55

    sherina

    74. Welche Auswirkungen hatte die Goldene Bulle?

    Die Goldene Bulle dokumentiert, formalisiert und kodifiziert eine sich in Jahrhunderten herausgebildete Praxis und Entwicklung hin zur Territorialisierung. Die Etablierung sowohl der weltlichen als auch der geistlichen Landesherrschaften etwa vom 11. bis zum 14. Jahrhundert und parallel dazu der schleichende Machtverlust des Königs im Zuge der Territorialisierung werden festgeschrieben. Norbert Elias spricht bezüglich dieser langfristigen Entwicklung vom Konflikt zwischen „Zentralgewalt“ und den „zentrifugalen Kräften“ im Zuge der Entwicklung vom feudalen Personenverband zum administrativ-verrechtlichten Staat.

    Die wesentlichen Privilegien der Kurfürsten, die sich im Laufe der Zeit herausgebildet und gewohnheitsrechtlich verfestigt hatten, werden kodifiziert:

    – Die Kurfürstenterritorien werden ungeteilt an den Erstgeborenen vererbt.
    – Privilegium de non evocando: Untertanen dürfen nur zum kurfürstlichen Gericht geladen werden.
    – Privilegium de non appelando: Untertanen dürfen kein anderes Gericht anrufen.
    – Die wichtigsten Regalien fallen an die Kurfürsten.

    Territorialisierung (von Territorium, lat. Herrschaftsgebiet oder auch Staat) bezeichnet in Deutschland die Herausbildung und Etablierung sowohl der weltlichen als auch geistlichen Landesherrschaften etwa vom 11. bis zum 14. Jahrhundert und parallel dazu den langfristigen Machtverlust des Königs.

    Goldene Bulle – Unmittelbare Wirkungen und langfristige Folgen [de.wikipedia.org]

    Das erste „Grundgesetz“

    Die Goldene Bulle regelte die Immunität der Kurfürsten sowie die Vererbung dieses Titels. Ihre Gebiete wurden zu unteilbaren Territorien erklärt. Als Thronfolger des Kurrechts war immer der erstgeborene eheliche Sohn vorgesehen. Mit der Bulle sollten Thronfolgefehden sowie die Aufstellung von Gegenkönigen verhindert werden.

    Ein Kurfürst bekam das Münzrecht, das Zollrecht, das Recht zur Ausübung der Rechtsprechung sowie die Pflicht, das Judentum gegen die Zahlung von Schutzgeldern zu beschützen. Außerdem gab es Bestimmungen über den Landfrieden, Beschränkungen des Fehderechts sowie das Verbot, andere Bündnisse abzuschließen mit Ausnahme von Landfriedenvereinigungen.

    In der Bulle wurde eine jährliche Versammlung aller Kurfürsten festgelegt. Dort sollten Beratungen mit dem Kaiser stattfinden.

    Die Goldene Bulle – Das erste Grundgesetz des Reiches [wasistwas.de]

    Auch dies ist interessant:

    „Auf die relativ einfache Frage „Was ist das Reich?“ hätte das Mittelalter eine ganz komplizierte Antwort geben müssen, die nur von den wenigsten Menschen verstanden worden ist. Also führt man das Reich auf. Die Goldene Bulle hat ganz viel Platz für diesen Aufzug des Reichs, für die Rituale verwandt, um zu zeigen, wie das Ensemble funktioniert. Rituale sind kein Theater. Sie werden nicht gemacht, damit ein König seine dummen Untertanen gleichsam bei der Stange hält, sondern sie sind Ausweis einer Kultur. Wir sind vielleicht heute wieder eher als vor 20 Jahre in der Lage, die Bedeutung dieser Rituale zu begreifen. Unsere jungen Leute, ich merk das im Umgang mit Studenten, schauen ganz genau auf solche Kleinigkeiten, die uns als Kleinigkeiten anmuten, die aber ganz wichtig sind. Und deshalb erkennen wir Historiker neuerdings, dass die Bedeutung dieser Rituale über die Jahrhunderte eigentlich immer gleich geblieben ist, aber dass sich die Formen entscheidend gewandelt haben.“

    Die goldene Bulle [deutschlandfunk.de]

    Mir ist aus den Netzverweisen sehr viel aufgefallen. Hier noch mal stichpunkthaft aufgeführt:

    – Die Goldene Bulle ist das wichtigste Verfassungsdokument des mittelalterlichen Reiches. Im Jahr 2013 wurde sie zum Weltdokumentenerbe erklärt, mit den entsprechenden Verpflichtungen für Deutschland und Österreich.
    – Territorialisierung (von Territorium, lat. Herrschaftsgebiet oder auch Staat) bezeichnet in Deutschland die Herausbildung und Etablierung sowohl der weltlichen als auch geistlichen Landesherrschaften etwa vom 11. bis zum 14. Jahrhundert und parallel dazu den langfristigen Machtverlust des Königs.
    – Das erste Grundgesetz (wurde hier ein Regelwerk für ein besetztes Gebiet aufgestellt?)
    – Die Kurfürsten erhielten viele Rechte, aber auch die Pflicht (!), das J*dentum gegen die Zahlung von Schutzgeldern zu beschützen.
    – Rituale sind kein Theater. Sie werden nicht gemacht, damit ein König seine dummen (!) Untertanen gleichsam bei der Stange hält, sondern sie sind Ausweis einer Kultur.

    Die Goldene Bulle von 1356 erklärt [YT]

    Antworten
  56. 56

    Bildungslücke

    28.06.2018 – 99 Jahre nach Versailles … *grübel*

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  57. 57

    andreas(2)

    Wertes Schwabenmädel #47.4

    Sie erwähnen den Talent, dies ist eine Komplementärwährung, siehe Wikipedia, Komplementärwährung [de.wikipedia.org]. Daneben gibt es auch die Regionalwährungen.

    Soweit mir bekannt sind beide Systeme immer an eine Hauptwährung gebunden. Nun bin ich kein Ökonom und kann nicht abschließend beurteilen, ob ohne Anbindung an eine Hauptwährung, eine Komplemtär-/Regionalwährung großflächig funktionieren würde.

    Heil und Segen

    Antworten
  58. 58

    andreas(2)

    Werter Diskowolos #50.1

    Ihr Beispiel mit der Milchschokolade beschreibt die Geldentwertung durch Inflation. Auch kann man argumentieren, dass die DM eine Hart- und der Euro eine Weichwährung ist.

    Heil und Segen

    Antworten
    1. 58.1

      Diskowolos

      Das Kuriose war aber doch, dass die Preisverdopplung (Beispiel Markenschokolade) quasi über Nacht kam, einfach nur durch die Umstellung der Währung und ihres Verrechnungskurses.

      Warum war denn 1 DM plötzlich nur 0,5113 Euro wert, obwohl sie doch die Hartwährung war? Mit normaler Inflation ist die Halbierung der Kaufkraft bezogen auf mein Beispiel nicht zu erklären. Man konnte ja im Handel sehen, dass die DM-Preise plötzlich zu Euro-Preisen wurden, also 1 DM für eine Tafel Schokolade wurde über Nacht zu 1 Euro! In der Gastronomie war es noch schlimmer.

      Die Festlegung des DM/Euro-Umrechnungskurses hat uns wohl bei vielen Produkten die Hälfte der Kaufkraft gekostet. Es ist für mich ein Mysterium, dass die EU damit durchkam und die Leute nicht auf die Barrikaden gegangen sind.

    2. 58.2

      andreas(2)

      Werter Diskowolos, #58.1

      Sie haben recht, die Kaufkraft war nicht alleine für den Preisunterschied verantwortlich. Am 1.1.1999 wurden die DM-Buchgelder aufgrund des DM/ECU-Kurses umgerechnet. Erst 3 Jahre später wurde das Euro Bargeld eingeführt. Wenn ich mich noch recht erinnere, ich wohne seit Anfang 1999 in Tschechien und wir haben (noch) keinen Euro, so musste der Lebensmittelhandel die Preise sowohl in DM wie auch in Euro auflisten.

      1. Fielen Ihnen in der Übergangszeit schon Verwerfungen auf?
      2. Wie kam der Umrechnungskurs bei der Bargeldeinführung zustande?
      3. Wurde schon vor der Buchgeldumbuchung oder beim Bargeldumtausch der Umrechnungskurs manipuliert.

      Diese Fragen kann ich Ihnen leider nicht beantworten.

      Heil und Segen

  59. 59

    Magnus

    @ Rabe und Feuerqualle,

    Aufrufe nun endlich mal was Praktisches zu tun, sind ja nun wahrlich nichts neues, aber könnt ihr bitte alle mal so eine Idee durchdenken?

    Abgesehen von wer, wie, wann und wo stellt sich doch die Frage nach dem Ziel eines solchen Unterfangens. Also am Besten erst mal die Feindlage beurteilen und dann die eigene Lage bewerten, dann mal kurz nachdenken …

    HuS

    P.S.: Hat sich schon mal einer hier die Frage gestellt, warum wir diese Beitragserie Geld und Glauben begonnen haben?

    Antworten
    1. 59.1

      N8Waechter

      Danke, werter Magnus. Sehr spannend, denn ich hatte ebenfalls bereits angefangen eine Antwort an Feuerqualle zu formulieren:

      „Werte Feuerquelle,

      Du bist nicht der Erste, der hier in diesem Forum die Ansicht äußert, dass „wir“ auf die Straße müssen, um etwas zu bewirken. Nun, ich halte das gelinde gesagt für völligen Unsinn und hier kommt das Warum:

      Erst wenn alle (!) folgenden Fragen positiv beantwortet werden können, ergibt ein Feldzug überhaupt einen Sinn:

      Wissen wir, wer der wirkliche Gegner ist?
      Wissen wir, wie groß seine Truppenstärke ist?
      Wissen wir, über welche Mittel er verfügt?
      Wissen wir, wie groß unsere Truppenstärke ist?
      Wissen wir, über welche Mittel wir verfügen?
      Wissen wir, wann ein Feldzug erfolgreich sein kann?
      Wissen wir, wo ein Feldzug erfolgreich sein kann?
      Wissen wir, wie ein Feldzug erfolgreich sein kann?

      Und die wichtigste Frage:

      Wissen wir überhaupt, was wir nach einem möglicherweise erfolgreichen Feldzug mit unserem Sieg anfangen werden?“

      Wie war das noch gleich mit demselben Horn? 😉

    2. 59.2

      sherina

      Das habe ich auch gedacht, natürlich nicht so hervorragend wie bei euch beiden formuliert.

      Die Frage, warum ich mich mit dieser Beitragsserie auseinandersetze und nicht mehr davon lassen kann, stelle ich mir seit vergangenen Dienstag mit Beantwortung der ersten Frage.

      Warum ihr dies begonnen habt: Wahre Umwälzungen beginnen im Geist. Dafür muss der Geist aber erst gefüttert und trainiert werden. Nur dann kann es Erfolg versprechen, muss aber nicht. Auf jeden Fall wird ein Ziel erfüllt: Wissen erlangen und daraus Erkenntnisse erzielen. Daher warte ich ab, wohin es mich führt. Auf allen Ebenen.

      Auch ein sportlicher Erfolg geschieht immer im Geist. Wie wir ja gestern eindrucksvoll vermittelt bekommen haben, wenn der Geist fehlt. Geist und Seele hat gefehlt. Rein mit Muskelkraft und Technik kann das nichts werden.

      Nun denn, weitermachen. Bis heute Abend für die nächsten Antworten, Sherina.

      P.S.: Und mir hat es bereits etwas gegeben. Ich habe heute Allvater gefragt: Was soll ich zurzeit tun? Antwort: Warten.

      Warten kann ja auch positiv sein: Warten, bis sich das Bild ergibt. Welches auch immer.

    3. 59.3

      Annegret Briesemeister

      Zu 59 und 59.1

      Werter Magnus und werter N8wächter,

      ich danke für eure Worte, hatte ich doch selbst bereits überlegt, eine Antwort zu formulieren. Ich sehe in naher Zukunft keinen durch uns physisch durchgeführten Feldzug. Der spirituelle Feldzug dagegen hat ja längst begonnenen und ist aus meinem Verständnis auch bereits gewonnen. Das ist wie immer nur meine bescheidene Sichtweise.

      Heil und Segen
      Annegret

  60. 60

    Saiwalo

    Hallo an alle.

    Ich bin nicht sicher, ob jemand schon irgendwo auf die Bedeutung der folgenden päpstlichen Bullen / Dekrete aufmerksam gemacht hat:

    Bulle „Unam Sanctam“ (Bonifatius VIII, 1302): Unterwerfung aller Lebewesen des Planeten unter den Papst

    Bulle „Romanus Pontifex“ (Nikolaus V, 1455): Versagung/Beschlagnahme allen künftigen Eigentums direkt nach Geburt zugunsten des Vatikans durch Handelsrecht (Könnte darauf die Grundlage des Verpfändungssystems der Lebensleistungen geborener Männer und Frauen via Geburtsurkunde und Kollateralkonto beruhen?)

    Bulle „Aeterni Regis“ (Sixtus IV, 1481): Beraubung der Rechte auf den eigenen Körper (Grundlage für Zwangsimpfungen etc.)

    Dekret von Papst Paul III. (1537): Anspruch der Kirche auf die Seele neugeborener Kinder

    Wir sprechen also von einem ganzheitlichen Anspruch der Kirche auf Körper, Geist und Seele. Das alles geht viel tiefer, als der rein materielle Betrug durch das mittelalterliche (bzw. auch versteckte aktuelle?) Lehenswesen.

    Von daher ist es auch wichtig, über die umfassenden feinstofflichen Manipulationen Bescheid zu wissen, die durch die Kirche von je her und bis heute verübt werden. Angefangen über unbewusst geschlossene Verträge (Taufe!), bis hin zu schwarzmagischen Ritualen und schädlichen Programmierungen.

    Wer sich dafür interessiert, kann das in diesem Artikel hier sehr komprimiert nachlesen:

    Wie die Kirche durch Macht manipuliert [sein.de]

    H&S

    Antworten
    1. 60.1

      Magnus

      Vielen Dank für diese Zusammenstellung!

      HuS

  61. 61

    Morlock

    Hallo, Hilfe? Wer ist Rabe und Feuerqualle, welchen Beitrag meinen N8W und Magnus denn?

    Diese Meldung ist auch bemerkenswert:

    Papst ernennt 14 neue Kardinäle aus elf Ländern [religion.orf.at]

    Und verteilt Pallium!

    „Herstellung und Segnung

    Das Pallium wird aus der Wolle zweier Lämmer gefertigt, die vom Papst im Vorjahr am Tag der hl. Agnes (21. Januar) gesegnet wurden. Da deren Wolle heute nicht mehr für alle neu ernannten Metropoliten ausreicht, wird andere Wolle hinzugefügt. Gesponnen und gewoben werden die Pallien von den Nonnen des Klosters Santa Cecilia in Trastevere. Am Vorabend des Hochfestes Peter und Paul werden die neuen Pallien in der Confessio des Petersdoms, dem Grab des heiligen Petrus unter dem Hauptaltar, in einem goldenen Behältnis aufbewahrt, wodurch sie zu einer Berührungsreliquie werden. Ihre Aufbewahrung gibt diesem Ort die Bezeichnung Palliennische. Fälschlich wird die goldene Schatulle, in der die Pallien aufbewahrt werden, oft für den Reliquienschrein des heiligen Petrus gehalten. In die Enden des Palliums sind Bleistücke zur Beschwerung eingenäht. Drei der aufgestickten Kreuze können mit Nadeln durchstochen werden, die die drei Kreuzesnägel symbolisieren. Ehemals dienten diese Nadeln zur Fixierung des Palliums auf der Kasel.“

    Magie pur, aber die Deutsche Verkehrswacht empfiehlt:

    „Gefahr erkannt, Gefahr gebannt.“

    Antworten
    1. 61.1

      N8Waechter

      Hilfe: 12.8 & 12.9

  62. 62

    Morlock

    Papst plant Änderungen in Kardinalsrat [religion.orf.at]:

    „Nach den Worten von Franziskus soll es auch einen Wechsel in der Güterverwaltung des Heiligen Stuhls geben. Deren Präsident Kardinal Domenico Calcagno habe seinen altersbedingten Rücktritt bereits angeboten, sagte der Papst laut Reuters. Franziskus sprach sich in dem Zusammenhang für einen Mentalitätswandel aus.“

    Weiterer Rücktritt eines Finanzmanagers. Besser noch:

    „Während er die internen Reformen der einst skandalumwitterten Vatikanbank als gelungen bewertete, äußerte sich der Papst besorgt über die Immobilienverwaltung. Dort gebe es „keine Transparenz“, sagte er. Ob sich daran etwas ändere, hänge von der Güterverwaltung Apsa ab.“

    Ja,ja, ziemlich undurchsichtig.

    Antworten
  63. 63

    Kurzer

    Grundlagen zum Verständnis der Gegenwart:

    „… Durch die völlige Tabuisierung und Dämonisierung der „Nazizeit“, sollen wir daran gehindert werden, die wahre Geschichte anzuschauen. Und auf Grund der behaupteten nie wieder gut zu machenden Schuld, welche unsere Ahnen angeblich auf sich geladen hätten, müßten wir heute die irrsinnigsten Entwicklungen widerspruchslos hinnehmen.

    Das folgende Video zeigt einmal mehr auf, daß dieses riesige Lügengebäude nun immer mehr ins Wanken kommt. So etwas geschieht, wenn die Versklavten, welche noch dazu in der Lage sind, beginnen ihren Verstand zu benutzen …“

    Was Deutsche über Hitler denken? [die-heimkehr.info]

    Antworten
  64. 64

    sherina

    78. Warum konnte nur ein deutscher König das Schisma beenden?

    Um Himmel und Erde neu zu ordnen und dem beklagenswerten Zustand der Kirche ein Ende zu bereiten, ruft der römisch-deutsche König Sigismund (1368 – 1437) als ranghöchster katholischer Herrscher Europas die weltlichen und geistlichen Würdenträger der Christenheit nach Konstanz.

    79. Worum ging es beim Abendländischen Schisma wirklich?

    Im 14. Jahrhundert ging ein tiefer Riss durch die Christenheit. Gut 1.300 Jahre sind seit der Kreuzigung Christi vergangen – und die Welt jener Menschen, die an ihn glauben, steckt in einer tiefen Krise. Es ist die Zeit des abendländischen Schismas, der großen Spaltung der europäischen Christenheit, in der das Papsttum am Abgrund steht und die katholische Kirche zu zerfallen droht.

    Der Gehorsam gegenüber dem Papst ist unter diesen Umständen keine Frage des Glaubens mehr, sondern nur noch politisches Kalkül. Die Abhängigkeit von den Fürsten dieser Welt erschüttert die universelle Sendung des Papstes und untergräbt die Autorität des Heiligen Stuhls. Und noch schlimmer: Die Repräsentation des Papsttums durch zwei miteinander konkurrierende Amtsträger spaltet die abendländische Christenheit, da die Katholiken je nach Land, Territorium oder Diözese jeweils einem anderen Papst gehorchen.

    Von nun an ist alles doppelt in der Kirche, von oben nach unten, vom Papst über die Bistümer bis in die kleinste Pfarrei. Doppelt sind die Kirchenstrafen und Verbote – und zum noch größeren Ärgernis die geistlichen Ämter und Stellen von Kardinälen, Bischöfen, Prälaten, die Geld- und Vermögensforderungen.

    Der deutsche König Sigismund erkannte, welche Sprengkraft in religiösen Konflikten schlummerte. Solange es drei Päpste gab, war nicht nur die Kirche geschwächt, sondern auch das fragile christliche Reich. Deshalb erklärte Sigismund die Einheit der Kirche zur Chefsache und berief – nach intensiver diplomatischer Vorbereitung – das erste und bislang letzte Konzil nördlich der Alpen ein.

    Dass dabei auch handfeste Machtinteressen im Spiel waren, steht außer Frage. Da Welt und Kirche im christlichen Abendland eins waren, brauchte der deutsche König eine starke Kirche hinter sich, um die Osmanen, die große Bedrohung aus dem Osten, zu bekämpfen. Zudem liebäugelte der Luxemburger mit der Kaiserkrone – und die konnte ihm nur ein Primas der Kirche aufs Haupt setzen, der von der gesamten Christenheit anerkannt wurde.

    Konzil von Konstanz – verdammt zum Erfolg [spektrum.de]

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  65. 65

    sherina

    Was ist nun eigentlich Simonie?

    Der Begriff „Simonie“ wurde von einem Mann namens Simon entliehen, der laut der Bibel vom Apostel Petrus das Recht erkaufen wollte, den Heiligen Geist zu verleihen. Simonie ist deshalb nichts anderes als die Käuflichkeit und der Handel mit geistlichen Ämtern. In diesem Fall ist nicht die Fähigkeit des Kandidaten für die Besetzung eines wichtigen geistlichen Amtes entscheidend, sondern „die Größe und die Dicke seines Geldbeutels“.

    So berichtete ein Bischof aus dem 9. Jahrhundert: „Ich gab Gold und erhielt den Bischofssitz. Aber ich werde es mir schon wieder verschaffen. Ich weihe einen Priester und erhalte Gold; ernenne einen Diakon und erhalte einen Haufen Silber … Gesegnet sei das Gold, das ich gab. Ich hab’s schon wieder unvermindert im Beutel.“ (in: Anne Fremantle, Kaiser, Ritter und Scholaren ‒ Hohes und Spätes Mittelalter, New York 1973, S. 44).

    Die zwei mittelalterlichen Gewalten: Kaisertum und Papsttum [kleio.org]

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  66. 66

    Solarplexus

    Mal was anderes. Das Buch „Weltbilderschütterung“ von Erhard Landmann, gibt Hinweise auf einen Code, mit dem man alle Sprachen entschlüsseln kann.

    Was haltet ihr von seiner Theorie? Er berichtet ja auch von einer Vorgeschichte, die er daraus abliest …

    Antworten
    1. 66.1

      Nachthimmel

      Werter Solarplexus,

      ich habe mich auch bereits mit diesem Thema befasst und interessante Netzverweise dazu gefunden. Ich weiß nicht genau, ob dies hier beim N8Wächter bereits schon einmal eingestellt wurde, deshalb hier ein Netzverweis zu einem Vortrag von Mario Prass:

      Gab es eine Ursprache? Und wenn ja, wer hat sie so aufgemischt? [faszinationmensch.com]

      Ich habe das dort beschriebene selbst getestet und es ist sehr, sehr interessant, was diese Herangehensweise zu Tage fördert.

      Ich wünsche allen ein schönes Wochenende und möge die Heilung für alle Menschen bald kommen
      Nachthimmel

  67. 67

    Elricz

    Zitat N8Waechter 32.1.5:

    … wie auch die notwendige Verschiebung vom „katholischen „Gottes“glauben“ hin zum „Glauben an Geld“.

    Unter diesem Gesichtspunkt würde ich die Frage 83 folgendermaßen beantworten:

    83. Was ist eine Bank?

    Sie ist ein Instrument um möglichst Viele, durch den Glauben (an Geld), in Abhängigkeit zu halten, bzw. Macht über diese zu haben. Also ist eine Bank „nur“ die Nachfolgeinstitution einer Kirche.

    HuS

    Antworten
  68. 68

    Erenion

    78. Warum konnte nur ein deutscher König das Schisma beenden?

    Lieber Leser. Bitte beachte dazu auch meinen Beitrag Nr. 51: Privilegium Ottonianum [de.wikipedia.org]

    Hier sind noch wichtige Hinweise zu finden. Zitat:

    „Im so umschriebenen Kirchenstaat werden dem Papst die dauernde Herrschaft und der Schutz des Kaisers garantiert. […] Nicht bestätigt wurde zudem die von päpstlicher Seite reklamierte Existenz der Konstantinischen Schenkung.“

    Das in dieser Urkunde die „Konstantinische Schenkung“ (Diese ist ein Fälschung. Nicht einmal die Katholische Kirche wagt es noch, sie als echt zu bezeichnen.) nicht (!) bestätigt wurde, lässt einen Schluss zu:

    Der römisch-deutsche König und Kaiser ist der Lehensherr und der Bischof von Rom der Vasall. Sollte das so sein, dann kann dieser Vasall natürlich kein Interesse an einer „Rückkehr des Königs“ haben.

    Antworten
    1. 68.1

      Magnus

      Ganz wichtiger Kommentar. Bitte alle lesen und verstehen!

  69. 69

    sherina

    75. Welchen wirklichen Sinn erfüllte die Verbreitung des katholisch-römischen Glaubens?

    Ich habe hier ein paar Zitate einer sehr interessanten Seite hineinkopiert:

    „Jesus wollte nie eine Kirche, nie eine Hierarchie und keine Priester, die sich als Vermittler zwischen Mensch und Gott ausgeben. Aber da die ersten mächtigen Christen in dieser aufkommenden und sehr populären Religion eine Chance zur Macht sahen, begannen sie, die Lehre von Jesus zu manipulieren.

    Man sagte den Menschen, dass Jesus für unsere Sünden gestorben sei und uns so einen riesigen Schatz an Erlösung geschenkt hat. Dieser Schatz ist allerdings nicht für alle Menschen verfügbar. Dazu braucht es Kanäle, die diesen Schatz für die Menschen erreichbar machen. Diese Kanäle heißen Sakramente. Durch die Sakramente fließen den Gläubigen die Gnade und das Heil Gottes zu. Diese Kanäle mussten natürlich verwaltet werden.

    Und so wurde dieser ganze Erlösungsschatz der Kirche, genauer den Priestern, zur ausschließlichen Verwaltung anvertraut. Nur Priester durften die Sakramente spenden. Denn nur den Priestern ist von Gott die Macht gegeben worden, die Sakramente wirksam spenden zu können. Dies ist die Lehre der katholischen Kirche, die damit die Menschen, die Gott suchen, entmündigt und abhängig macht.“ (Kurt Meier, Ex-Priester, zit. nach sein.de, 25.9.2015)

    Sich dem römischen Papst zu unterwerfen, ist für alle Menschen unbedingt zum Heile notwendig. Das erklären, behaupten, bestimmen und verkünden Wir.

    Wer daher sagt, der heilige Apostel Petrus sei nicht von Christus, dem Herrn, zum Fürsten aller Apostel und zum sichtbaren Haupt der ganzen streitenden Kirche aufgestellt worden oder er habe nur einen Vorrang der Ehre und nicht einen Vorrang der wahren und eigentlichen Rechtsbefugnis von unserem Herrn Jesus Christus direkt und unmittelbar erhalten, der sei ausgeschlossen. „… der sei ausgeschlossen“, das heißt im Original „anathema sit“, was bedeutet: Der sei nach seinem Tod ewig verdammt. Und das ist die bis heute gültige römisch-katholische Lehre.

    „Es ist ja die Angst, mit der ein System wie die Kirche zusammengehalten wird.“ (Dr. Monsignore Krzysztof Charamsa, Kaplan Seiner Heiligkeit und von 2003-2015 als Theologe in der Glaubenskongregation des Vatikan tätig, zit. nach Stern Nr. 18/2017)

    Der Glaube der Kirche – Verbindliche Dogmen und Originaldokumente [theologe.de]

    Meine Gedanken dazu:

    Alle „Ungläubigen“ wurden von der Kirche ausgeschlossen. Sie fungierte wie eine große Sekte. Wer nicht spurte, aufbegehrte oder einfach nur seinen Glauben weiter leben wollte, wurde ausgeschlossen, bzw. diesem widerfuhr Schlimmes. Dadurch, dass die Kirche die Menschen in Angst und Schuld vor Ausschluss aus der Gemeinschaft der Christen, ewiger Verdammnis und Vernichtung ihrer Existenz hielt, konnte sie nach und nach Land um Land sich aneignen und damit die Menschen ihrer (Sekten-)Gemeinschaft zuführen.

    Natürlich wurde den Menschen mit Christianisierung, also der Taufe (dies ist für mich aus heutiger Sicht ein schwarz-magisches Ritual), ihre Menschenrechte als Freie genommen. Gelungene Enteignung. Die Versklavung der Christen nahm ihren Lauf.

    Über Sklaven kann man Macht ausüben und sie in „ewiger“ Gefangenschaft halten. Wegnahme von Eigentum ist nur ein Teil der Machtausübung, Mittel zum Zweck, damit sich die Menschen nicht befreien können. Besonders wichtig ist, dass die Menschen ihren Glauben nicht mehr ausüben, ihre Kultur nicht mehr leben durften. Sie wurden ihrer natürlichen Anbindung an ihre spirituellen Quelle beraubt, die für das Leben an sich steht. Die Menschen sollten dem Gott der römisch-katholischen Kirche folgen und nur diesem.

    Meiner Meinung nach ist dies der Sinn überhaupt in diesem ganzen Geschehen. Dieser Gott repräsentiert keinesfalls die Schöpfung.

    Auf gute Zusammenarbeit! Der Kirchenheilige und der Teufel [Bilddatei].

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    1. 69.1

      Bjørn Lystaal

      „Dieser Gott repräsentiert keinesfalls die Schöpfung.“

      10 von 10 möglichen, wenn du mich fragst. Ich habe vor kurzem beim Saker Folgendes geschrieben (und ändere es jetzt nicht ab, weil es für mich so stimmt):

      „Nimm mal an, du bist ein alles wissendes, alles könnendes Wesen (in Ermangelung eines besseren Wortes). Und um dich mal selbst wirklich betrachten zu können und das Leben in dir, erschaffst du etwas, sagen wir mal, einen Spielplatz. Die denkbar größte und luxuriöseste Anlage dieser Art, wenn schon, denn schon. Du sorgst für Sandkästen, Schaukeln, Kletterseile, Rutschen usw. usf.

      Und dann, am, sagen wir, fünften Tag, lehnst du dich zurück und findest das Geschaffene schön. Aber das reicht dir nicht. Was fehlt? Kinder. Gut, du schaffst am sechsten Tag noch die Kinder, zeigst ihnen alles, sie dürfen probieren, Matschburgen bauen, sich von der Schaukel schubsen – was sie wollen.

      Was erwartest du nun im Gegenzug von den Kleinen? Wie sollen sie ihre Dankbarkeit für diesen unglaublichen Spielpaltz zum Ausdruck bringen? Ist es vielleicht angemessen, Spielplatzwärter zu engagieren, die deine Regeln überall anschlagen? Oder sollen alle sich vor dir in den Sandkastenstaub werfen und dich mit gelbglänzendem Metall beschmeißen, das du ihnen vorher gegeben hattest?

      Ich denke, wenn du sowieso alles bist, dann kannst du mit Unterwerfung nichts anfangen, denn die könntest du jederzeit einfordern und erzwingen. Was du wirklich haben möchtest, wofür du das alles überhaupt gemacht hast, ist das, was du nicht erzwingen kannst:

      freiwillige Zuneigung und Dankbarkeit für einen prima Spielplatz. J

      Jeder möchte geliebt werden, auch Gott, der uns ja „nach seinem Bild“ erschaffen hatte. Und dafür brauchen die Kinder natürlich ihren (unantastbaren) freien Willen, denn erzwungene Liebe gibt es nicht. Ein Ja hat nur einen Wert, wenn die Antwort auch Nein lauten könnte. „Ein Ja sei ein Ja, und ein Nein sei ein Nein.“ (Jesus)

      Gott/Allvater/das All-eine liebt uns, möchte geliebt und weder finanziell versorgt, noch permanent von greisen Männern angequengelt werden. Punkt. Den Rest haben wir selbst veranstaltet.“

  70. 70

    Morlock

    Lieber N8waechter,

    zu Frage 66 finde ich nur unter: mittelalter-lexikon.de/wiki/J*den:

    „Aus England sind die J*den 1290 vertrieben worden, aus Frankreich 1306 und 1394, aus Spanien 1492 und aus Portugal 1497. […] Die äußerst grausamen und verlustreichen ®J*denpogrome des 13. und 14. Jh. wurden gemäß landes- oder stadtherrschaftlicher Interessenlage gefördert oder gebremst. Im 15. Jh. wurde der J*denschutz seitens verschiedener Landesherren und Reichstädte gänzlich aufgekündigt. Insgesamt ging die Zahl der J*dengemeinden und die Gesamtzahl der J*den in Deutschland stark zurück, nicht zuletzt auch durch Abwanderung nach Osten, in polnische, litauische, westrussische und rumänische Gebiete. Die geistige Führung des aschkenasischen J*dentums ging von Deutschland auf Polen über.“

    Die vermeintlich Heimatvertriebenen waren wohl gerade nicht Zuhause (beruflich unterwegs?), später wurde dann angeblich ihr Aggregatzustand geändert … Das würde erklären warum sie überall sind.

    Netanjahu: Hitler wollte J*den nicht eliminieren, erst Großmufti von Jerusalem stiftete ihn dazu an [YT]

    HuS

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  71. 71

    sherina

    87. Welche historisch bedeutende Veränderung zeigte sich in der Königs- und Kaiserwahl Maximilian I.?

    Wahl von 1486 Maximilian I., Römischer König, später Kaiser

    Die Wahl fand am 16. Februar 1486 im Kaiserdom St. Bartholomäus zu Frankfurt am Main statt. Maximilian I., Erzherzog von Österreich, wurde zum Römischen König gewählt und folgte seinem Vater, dem Kaiser Friedrich III., nach dessen Tod am 19. August 1493 auf dem Thron. Da Maximilian aufgrund einer Blockade der Republik Venedig nicht zur Kaiserkrönung nach Rom reisen konnte, verlieh ihm Papst Julius II. im Jahre 1508 den Titel „Electus Romanorum Imperator“, „Erwählter Römischer Kaiser“. Spätere Gewählte nannten sich ebenfalls auch ohne päpstliche Krönung Kaiser statt lediglich König.

    Liste der Wahlen der römisch-deutschen Könige [de.wikipedia.org]

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  72. 72

    sherina

    88. Welche politische Notwendigkeit gab es für die Ausweitung der kaiserlichen Familie auf die spanische Krone?

    Kaiser Maximilian I. und Maria von Burgund; ihre Ehe brachte den Habsburgern das burgundische Erbe, aber auch anhaltende Konflikte mit Frankreich ein.

    Als habsburgisch-französischen Gegensatz bezeichnet die Geschichtswissenschaft den von 1516 bis 1756 dauernden Konflikt zwischen dem Haus Habsburg und dem Königreich Frankreich um die Vorherrschaft in Europa. Sowohl offen als auch verdeckt ausgetragen, prägte er 240 Jahre lang die gesamte europäische Macht- und Bündnispolitik und mündete in zahlreiche Kriege, von denen der Dreißigjährige Krieg der verheerendste war.

    Die Ursprünge des Konflikts waren dynastischer Natur und entsprangen der erfolgreichen Heiratspolitik der Habsburger. Auf diese ging das geflügelte Wort zurück Bella gerant alii, tu felix Austria nube! – Kriege mögen andere führen. Du, glückliches Österreich, heirate!

    1496 verheiratete Maximilian seinen und Marias Sohn, Philipp, mit Johanna, der Infantin von Spanien. Deren beider Sohn wiederum, der spätere Kaiser Karl V., trat 1515 die Herrschaft im burgundischen Flandern und im Jahr darauf im Königreich Spanien an. Damit sah sich Frankreich an nahezu allen Landgrenzen von habsburgischen Territorien umgeben.

    Bereits seit 1494 kämpften Frankreich und Spanien um die Vorherrschaft in Italien. Zu diesem bereits schwelenden Konflikt kam seit 1516 das Bestreben der französischen Krone, sich aus der drohenden Umklammerung durch die habsburgischen Besitzungen zu lösen. Um das Haus Habsburg als Konkurrenten um die Vorherrschaft in Europa auszuschalten, führte allein König Franz I. von Frankreich vier Kriege (Italienische Kriege). Ihnen folgten unter seinen Nachfolgern viele weitere. Sie suchten und fanden dafür immer wieder Unterstützung bei einzelnen deutschen Reichsfürsten (siehe etwa Vertrag von Chambord), aber auch beim Osmanischen Reich, mit dem sie das französisch-osmanische Bündnis eingingen.

    Habsburgisch-französischer Gegensatz [de.wikipedia.org]

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  73. 73

    Schwabenmädel

    66. Wo waren die dort vermeintlich Heimatvertriebenen in dieser Zeit?

    N8wächter: „Und (weil es so schön passt) frage mich zudem, warum eigentlich niemand bisher auf die Frage 66 eingegangen ist?“

    🙂 Weil das eine ganz schön schwierige Frage ist.

    So richtig fündig geworden bin ich bei meinen Recherchen nicht. Das Einzige, das ich gefunden habe auf Zeittafel der Kreuzzüge [kreuzzug.de]:

    „1096-1099, 1. Kreuzzug, Ziel ist Jerusalem. Zu diesen Kreuzzug hatte Papst Urban II. 1095 aufgerufen. Er sollte die Rückeroberung Palästinas von den Moslems erreichen. Angeführt wird der 1. Kreuzzug durch Gottfried von Bouillon. Er endet 1099 mit der erfolgreichen Einnahme Jerusalems durch ein Kreuzritterherr und einem fürchterlichen Blutbad.“

    „1099, 13. Januar: Das restliche Kreuzfahrerheer bricht in Richtung Jerusalem auf. Juni: Sie erreichen Jerusalem, das sich seit 1098 unter der Herrschaft der ägyptischen Fatimiden befindet. 13. Juni: Erster, aber erfolgloser Angriff auf Jerusalem. 15. Juli: Nach einem fünfwöchigen, verlustreichen Kampf nehmen die Kreuzfahrer Jerusalem ein. Die muslimische und j*dische Bevölkerung Jerusalems wird umgebracht. Der christliche Staat Jerusalem wird gegründet, dessen Beschützer (sein Nachfolger nannte sich schließlich König) wird Gottfried von Bouillon.“

    Hier heißt es, dass die muslimische und j*dische Bevölkerung umgebracht wurde. Was mir dann aber noch so in den Sinn gekommen ist:

    Damals wurde mit „leeren Versprechungen“ (Sünden-/Schuldenerlass) und aus scheinbar „hehren Gründen“ (Befreiung Jerusalems) die Bevölkerung aufgefordert auf Kreuzzug (in den Krieg) zu ziehen. Entlang dieser langen Wege wurde wohl größtenteils geplündert (Nahrungsbeschaffung) und es entstand bestimmt auch eine Vermischung mit der jeweiligen Bevölkerung, dies ebenso am Bestimmungsort.

    Und heutzutage findet das ganze Theater andersrum statt. In den südlichen Ländern wird „Werbung“ gemacht für das Leben in Deutschland. Die „Werbung“ erfolgt gemäß dortigem IQ mit einem „guten Leben“, das Hauptziel ist (inzwischen fast offiziell) die Bevölkerungsvermischung. Und wiederum macht sich die Kirche stark, damit auch hier bei der einheimischen Bevölkerung viele mitmachen.

    Hmm… was für ein perfider Plan. Durch Lug und Betrug werden Menschen über den halben „Erdball“ geschickt, um die Pläne von irgendwelchen Hintergrundmächten umzusetzen, ohne Rücksicht auf Menschenleben. Damals waren es Glaubensgründe, die die Menschen auf Kreuzzug gehen ließen, heute darf der Islam Europa „erobern“, hat also auch mit Glauben zu tun. Und dass solche „Völkerwanderungen“ mit sehr viel Geld verbunden sind, das sieht man ja an unseren leeren Staatskassen.

    Ich habe dieses Illusionstheater sowas von satt!

    Aber alles läuft nach Plan. 🙂

    Heil und Segen Euch allen

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  74. 74

    Winterkind

    Zu Frage 26: Was ist ein Lehen?

    Ein Lehngut ist im Grunde die Vorstufe zum Kapitalismus – nur ohne Moneten. Lehen war sogenanntes nutzbares Gut, welches jedoch abgabepflichtig ist – ich leihe dir, du erarbeitest und ich erhalte, weil ich feudal (Feudalismus: lat. feudum/feodum ‚Lehen‘) bin und nicht mit meinen Händen arbeite.

    Ein Allod ist nicht abgabepflichtig – ursprünglich waren von den Einkünften aus Allodialgütern nicht einmal Steuern an den jeweiligen Landesfürsten zu entrichten – oh wie frei die Welt doch war!

    unus pro omnibus
    omnes pro uno
    Winterkind

    Antworten
  75. 75

    Erenion

    Zu den Fragen „Was ist ein König?“ und „Was ist ein Kaiser?“:

    Es gibt noch einen Punkt der, meiner Meinung nach, noch nicht beachtet wurde. Hierzu, lieber Leser, möchte ich zuerst einen Blick nach Polen werfen.

    1697 wurde August der Starke, Kurfürst von Sachsen zum König von Polen gekrönt. Zitat (Unter einer Krone, Kunst und Kultur der sächsisch-polnischen Union, Edition Leipzig 1997, Jerzy Lileyko, Die polnischen Staatszeremonien, Seite 376):

    „Die Krönung selbst war zugleich ein kirchlicher und staatsrechtlicher Akt und wurde während eines Gottesdienstes für den Heiligen Geist zelebriert. Der Gewählte musste der römisch-katholischen Konfession angehören. Durch die Salbung mit geweihten Ölen erhielt der zu Krönende priesterliche Würde. Das Aufsetzen der Krone und die Übernahme der Insignien bedeuteten die Entgegennahme der von Gott gegeben Macht.

    Die Insignien symbolisierten Würde und Souveränität des Königtums das allein Gott verantwortlich war. Sie wurden von zweierlei Bekleidung ergänzt, als geistliche Pontifikalien Albe, Dalmatica und Kappe sowie die weltlich-ritterliche Rüstung und Königsmantel. Dadurch wurde die Dualität der königlichen Gewalt veranschaulicht: der geistlichen (rex et sacerdos) und der weltlichen (rex armatus). Vor der Salbung erschien der Gewählte als Ritter, danach legte er die Pontifikalien an und empfing die Krone, das Zepter, den Reichsapfel und das Schwert.“

    Noch eine sehr Interessante Stelle aus dem gleichen Text (Stichwort: Lehenswesen):

    „Die Krönung Augusts II. im Jahre 1697 erfolgte mit den alten polnischen Insignien: die goldene Krone aus dem Jahre 1320, mit der angeblich schon Boleslaw der Tapfere von Kaiser Otto III. gekrönt wurde, […]“.

    Bei der Krönung von August III. stand die alte Krone übrigens nicht mehr zur Verfügung. Man fertigte daher einfach eine neue an.

    Hieraus ziehe ich folgende Schlüsse:

    – Die Krone ist im Grunde genommen nicht viel mehr als ein sehr teures Theaterrequisit.
    – Das eigentlich entscheidende Element der Krönungszeremonie ist die Salbung.

    Die Salbung war übrigens das einzige, was bei der Krönung von Elisabeth II. nicht im Fernsehen gezeigt werden durfte.

    Wie war das bei den römisch-deutschen Königen und Kaisern?

    Krönungsornat der römisch-deutschen Kaiser [de.wikipedia.org]

    Es finden sich wieder Alba, Dalmatica, Stola und sogar eine Aspergile (ein einem Zepter ähnlicher Weihwasserwedel). Wiederum alles Gewänder und Gegenstände eines Priesters.

    Warum hat die Krone der Ottonen nur einen Bügel? Weil unter ihr ursprünglich eine Mitra getragen wurde! Diese wird sonst nur von Priestern getragen, die mindestens Abt oder Bischof sind! Wie das ungefähr aussah, kann man an der Hauskrone Rudolfs II. sehen. Sie wurde ab 1804 als Österreichische Kaiserkrone verwendet:

    Österreichische Kaiserkrone [de.wikipedia.org]

    Krone und Mitra zusammen sind jedoch die Insignien eines Hohepriesters! Der römisch-deutsche Kaiser war ein Priesterkönig (siehe dazu auch: Gen. 14, 18-20)!

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  76. 76

    Erenion

    Zur Goldenen Bulle und den daraus entstehenden Folgen.

    Lieber Leser, für die Betrachtung dieser Angelegenheit behalte Bitte die Mitteleuropäische Landkarte im Auge.

    Kaiser Karl IV. war König von Böhmen und Graf von Luxemburg. Sowohl Luxemburg als auch das Königreich Böhmen waren damals größer als das heutige Großherzogtum und das heutige Tschechien. So gehörte zu Böhmen nicht nur Mähren, sondern auch Schlesien und die Lausitz.

    Wen ernannte Karl IV. zu Kurfürsten?

    Die Erzbischöfe von Mainz, Köln und Trier sowie den Pfalzgraf bei Rhein. Diese waren alle von der Grafschaft Luxemburg aus gut zu erreichen. Dann Markgrafen von Brandenburg sowie den Herzog von Sachsen (Sachsen-Wittenberg um genau zu sein. Damals noch von einem Askanier beherrscht und nicht vom silberreichen Markgrafen von Meißen). Diese konnte man gut von Böhmen aus unter Kontrolle halten.

    Die Goldene Bulle war also auf die persönlichen Interessen von Karl IV. zugeschnitten und nicht auf die des Reiches. Daher war es nur eine Frage der Zeit, bis sich die Kurfürsten einen, für ihre Zwecke, geeigneteren Kandidaten aussuchten. Die Gebiete der Habsburger lagen weit genug entfernt, um für diese keine Bedrohung zu sein. Österreich war weit weg und in Flandern und Böhmen konnte man gut Unfrieden stiften.

    Dazu kam eine neue theologische Position, welche von den deutschen Bischöfen (damals fast immer aus dem deutschen Hochadel) bis 1806 vertreten wurde:

    – Das Reich ist heilig aus sich selbst heraus.
    – Daher sind auch die Institutionen des Reiches heilig und deren Entscheidungen (wie die Wahl des Kurfürstenkollegiums) der direkte Wille Gottes.
    – Demzufolge ist eine Krönung des Königs und Kaisers durch den Papst nicht notwendig.

    Damit wurde der Kaiser von den Kurfürsten abhängig und die Päpste vergaßen einfach, dass sie ja dem König und Kaiser zur Treue verpflichtet waren. Der Korruption wurde so Tür und Tor geöffnet.

    Übrigens waren vor der Goldenen Bulle alle Freien zur Königswahl berechtigt (zumindest theoretisch).

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  77. 77

    Clara Schumann

    64. Wem dienten die Kreuzzüge ins “Heilige Land“?

    Sie dienten der Lateinischen Kirche, dem Adel, der Landbevölkerung (ihnen wurde vom Papst das Ende der Leibeigenschaft in Aussicht gestellt). Auch Verbrecher und Gesetzlose folgten den Aufrufen, weil sie sich durch ihr Kreuzzugsgelübde der Strafverfolgung entziehen konnten und sich ein neues Leben oder Beute erhofften.

    Kreuzzug [de.wikipedia.org]

    65. War Frieden im “Heiligen Land“ der wirkliche Beweggrund für die Kreuzzüge?

    Das Papsttum versprach sich von der Kontrolle über das Heilige Land eine massive Stärkung seiner Machtposition. Letztlich haben die Päpste wohl auch auf die Wiedervereinigung mit der, bzw. auf die Kontrolle über die Ostkirche gehofft.

    Aufbauend auf den Kreuzzugsaufruf Papst Urbans II. auf der Synode von Clermont im Jahr 1095 (begleitet von dem Zuruf „Deus lo vult“ – Gott will es) waren viele Kreuzfahrer überzeugt, durch die Vertreibung der Muslime aus dem Heiligen Land Gottes Willen zu erfüllen und die Erlassung all ihrer Sünden zu erreichen (Ablass, Gnadenschatz).

    Der abendländische Adel erhoffte sich durch die Eroberung neue Besitztümer.

    Auch und gerade traf das auf die jüngeren Söhne des Adels zu, die nicht erbberechtigt waren und nun die Chance sahen, doch noch über ein eigenes Gebiet herrschen zu können. Dies war ebenso ein Ziel der Kirche, da der Kirchenfrieden (eine päpstliche Regel, die streng vorschrieb, wann und wie gekämpft werden durfte; an Weihnachten und anderen hohen Feiertagen durfte beispielsweise nicht gekämpft werden) immer wieder durch Konflikte gestört wurde, in denen es in erster Linie um Gebietsstreitigkeiten ging. So boten die Kreuzzüge auch eine willkommene Beschäftigung für die überzähligen Söhne, die nicht im Kloster oder im Klerus untergebracht werden konnten oder wollten.

    Kreuzzug [de.wikipedia.org]

    66. Wo waren die dort vermeintlich Heimatvertriebenen in dieser Zeit?

    „…Andererseits kam es [in den Kreuzfahrerstaaten] zu einem durchaus bemerkenswerten Wandel im Verhältnis zwischen Christen und Moslems: Fortan lebten sie meistens durchaus friedlich miteinander.“

    „Die in den zeitgenössischen Quellen als Franken bezeichneten Westeuropäer, die sich nach dem Ersten Kreuzzug in der Region ansiedelten, stellten dabei eine privilegierte Minderheit dar, während die Mehrheit der Bevölkerung nicht-katholische Christen, J*den und Muslime umfasste.“

    Kreuzzug [de.wikipedia.org]

    „Die aus Palästina/Syrien nach Zypern vertriebenen Johanniter eroberten ab 1306 Rhodos, das sie bis zur Eroberung durch die Osmanen 1522 beherrschten.“

    Kreuzfahrerstaaten [de.wikipedia.org]

    „Der Johanniterorden entstand nach der Eroberung Jerusalems durch das Heer des Ersten Kreuzzuges im Jahre 1099 als Orden vom Hospital des Heiligen Johannes zu Jerusalem …“

    Johanniterorden [de.wikipedia.org]

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    1. 77.1

      N8Waechter

      👍

  78. 78

    Ulrich

    Zu 71.:

    Im 11. Jahrhundert hatte der normannische Herzog Wilhelm I. England erobert und sich dort selbst zum König ausgerufen. Neben ihm kamen auch viele Aristokraten aus Frankreich auf die Insel, die nicht nur eine neue Aristokraten-Schicht in England aufbauten, sondern durch ihre Besitztümer in Frankreich auch an dieses Land gebunden waren. Auch der englische König hatte neben seinem eigenen Königreich noch weitreichenden Grundbesitz in Frankreich, war aber dort als Herzog oder Graf, je nach Besitztum, dem französischen König untergeben. Ende des 12. Jahrhunderts stellten solche Besitztümer, die in englischer Hand waren, mehr als die Hälfte des französischen Staates.

    Quelle: Der Hundertjährige Krieg [militaer-wissen.de]

    Zu 72.:

    Im 12. Jahrhundert war Frankreich kein homogenes Königreich, da mehr als die Hälfte des französischen Staates in englischer Hand waren.

    Quelle: Der Hundertjährige Krieg [militaer-wissen.de]

    Antworten
  79. 79

    arainvita

    Liebe Autoren von Geld und Glauben,

    bitte könnt ihr den Teil II – wie auch Teil I – als PDF einstellen? Ich möchte mir das gerne analog und bio (auf Papier) anlesen.

    Oder habe ich das PDF von Teil II übersehen?

    Vielen Dank
    arainvita

    Antworten
    1. 79.1

      N8Waechter

      Werte arainvita,

      ich habe soeben die PDF erstellt und unter dem Beitrag einen entsprechenden Netzverweis eingebaut.

      Hier ist sie: Geld und Glauben (Teil 2)

      Heil und Segen!
      N8w.

  80. 80

    Gabriele

    Zur Rückabwicklung vor 1806:

    Am 27. April 1803 trat der sogenannte Reichsdeputationshauptschluss in Kraft. Es sollte das letzte bedeutende Gesetz des Heiligen Römischen Reiches werden und hat bis heute Auswirkungen. Mit diesem Gesetz wurde die Auflösung der geistlichen Gebiete beschlossen, um den weltlichen Fürsten für ihre durch den Krieg verursachten Gebietsverluste einen Ausgleich zu gewähren. Diese als Säkularisation bekannte Maßnahme hatte zur Folge, dass die deutschen Bundesländer noch heute Ausgleichszahlungen an die evangelische und katholische Kirche in Deutschland leisten müssen (siehe: Zahlen seit Napoleons Zeiten).

    Donotationen Bundesländer [stop-kirchensubventionen.de]

    HRR – Das Ende [heiliges-römisches-reich.de]

    Antworten
  81. 81

    sherina

    59. Wieso nimmt der Bischof von Rom dies für sich in Anspruch?

    Gemäß (can. 331 CIC) lebt im Papst als Bischof von Rom das von Jesus Christus an Simon Petrus übertragene Amt fort. Der Papst hat nicht nur einen Ehrenvorrang vor den übrigen Bischöfen, er ist vielmehr Haupt des Bischofskollegiums und als solcher mit wirklichen Kompetenzen über die Gesamtkirche ausgestattet.

    Papst – Kirchenrechtliche Stellung [de.wikipedia.org]

    „Der Bischof der Kirche von Rom, in dem das vom Herrn einzig dem Petrus, dem Ersten der Apostel, übertragene und seinen Nachfolgern zu vermittelnde Amt fortdauert, ist Haupt des Bischofskollegiums, Stellvertreter Christi und Hirte der Gesamtkirche hier auf Erden, deshalb verfügt er kraft seines Amtes in der Kirche über höchste, volle, unmittelbare und universale ordentliche Gewalt, die er immer frei ausüben kann.“

    Papstprimat [de.wikipedia.org]

    Als Stellvertreter Christi und Nachfolger des ersten Apostel, Petrus, muss der Bischof von Rom zwangsläufig von Gott direkt erwählt sein. Sein Anspruch von Gottes Gnaden eingesetzt zu sein, leitet sich aus dieser Sichtweise ab.

    Antworten
  82. 82

    sherina

    60. Welche Auswirkungen hat das „Gottesgnadentum“ auf den Kaisertitel?

    Da der Kaiser wie der Bischof von Rom mit Gottes Gnaden gesegnet waren, konnten sie sämtliche Ansprüche, Entscheidungen als von Gott gewollt ansehen. Eine größere Macht als diese, konnte es auf Erden nicht mehr geben. Jedes Infragestellen des Kaisers war ein Infragestellen Gottes. Und welcher Mensch konnte sich derart erdreisten und erheben?

    Bedeutungen:

    [1] von Gott gegebene Legitimität eines monarchischen Herrschers als Begründung für Herrschaftsansprüche

    Beispiele:

    [1] „Bei Kriegsausbruch beriefen sich der deutsche wie der österreichische Kaiser auf ihr altherbegrachtes »Gottesgnadentum«, indem beide ihre Entscheidungen als Einvernehmen mit der »göttlichen Vorsehung« ausgaben.“

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  83. 83

    Morlock

    Der Schlüssel und das Kreuz!

    Schlüssel = Zutrittskontrolle

    Zentralschlüssel oder Passepartout (von franz. passer ‚durchgehen‘ und partout ‚überall‘). Überall würde ich als „Frei“ übersetzen. Also auch ins sogenannte Paradies.

    Nur was heißt das? Adam und Eva waren doch im Paradies, wenn man frei ist kommt man dann ins Paradies und muss (darf) alles nochmal und eventuell besser machen?

    Päpstlicher Schlüssel, überreicht durch Christus an den ersten Papst Simon Petrus zum Lösen und Binden. (Petri Schlüssel)

    „Die Bärte weisen häufig ein Kreuz in Negativdarstellung auf. Daneben sind auch andere Bartformen üblich; in seltenen Fällen sind die Bärte als die Buchstaben S und R ausgebildet, was als Sacerdotium und Regnum (Priestertum und Herrschaft), aber auch als solve et retine (löse und binde) gedeutet wird.“

    Kreuz im Schlüssel beim Wappen des Papstes, des Heiligen Stuhls, der Vatikanstadt und auf deren Flagge:

    Bilddatei

    Das Andreaskreuz ist ein X, welches römisch 10 darstellt. Die ersten Betrügereien begannen die Schuldtitelinhaber, indem sie dieselben weiterveräußerten/tauschten, aber auf dem Papier aus dem V (5) einfach ein X machten.

    Gründe waren zum Beispiel, der Tod des Schuldners, da konnte er schlecht widersprechen oder den Betrug aufdecken, aber auch durch die dauernden Machtkämpfe, war es kaum möglich Gebiete zu betreten und der Betrüger habhaft zu werden.

    HuS

    Antworten
  84. 84

    Torsten

    Werte Gemeinde,

    ich besuchte kürzlich eine Kirche. Wenn man sich mit ihr ein wenig beschäftigt, wird man so einige Verbindungen herstellen können:

    wunderblutkirche.de

    Heil und Segen!

    Antworten
  85. 85

    Torsten

    Werte Gemeinde,

    ergänzend:

    Wunderblutkirche (Bad Wilsnack) [de.wikipedia.org]

    Heil und Segen!

    Antworten
  86. 86

    Morlock

    DerN8waechter K. 95.1 fragte:

    „Wissen wir, wer der wirkliche Gegner ist?“
    Die Kirche, ausgehend von Rom!

    „Wissen wir, wie groß seine Truppenstärke ist?“
    Schweizer Garde (110 Truppenstärke) Rest sind Mitläufer.

    „Wissen wir, über welche Mittel er verfügt?“
    Militärisch = Rapiere, Schwerter, Flamberge, Glock 19 und 26, Sturmgewehr 90, MP5 Maschinengewehr und Pfefferspray.
    Finanziell = Eine ganze Menge.
    Magische Kräfte = Unschätzbar

    „Wissen wir, wie groß unsere Truppenstärke ist?“
    Grösser 110, beim N8waechter sind alleine schon fast 3.000 registriert.

    „Wissen wir, über welche Mittel wir verfügen?“
    Alle, denn wir sind das Kapital.

    „Wissen wir, wann ein Feldzug erfolgreich sein kann?“
    Wenn der Glaube ans Geld zerfallen ist.

    „Wissen wir, wo ein Feldzug erfolgreich sein kann?“
    In den Menschen, notfalls in der Vatikanstadt.

    „Wissen wir, wie ein Feldzug erfolgreich sein kann?“
    Nur durch in der Wahrheit (einge-)stehen.

    „Wissen wir überhaupt, was wir nach einem möglicherweise erfolgreichen Feldzug mit unserem Sieg anfangen werden?“
    Irdisch noch nicht! Der König ist tot, lang lebe der König. Aber wenn er tot wäre? Frieden?

    Paradoxerweise ist Leben das „Sterben“, Sterben ist die vorherige Verurteilung zum Leben, definiert als die Zeit zwischen Geburt und Tod.

    HuS

    Antworten
  87. 87

    Herakleios

    Hier wurden, gerade was die Finanzen betrifft, ganz wichtige und bedeutende Ereignisse schlicht übersehen:

    Der Hundertjährige Krieg war so kostspielig, daß der Englische König Eduard IIII. zum ersten Mal in der Europäischen Geschichte zum Mittel des Staatsbankrotts griff. 1342 stellte er die Zahlungen an die Oberitalienischen Bankhäuser Peruzzi und Bardi ein. Das wiederum führte dazu, daß beiden hoch bedeutende und mächtige Bankhäuser Insolvenz anmelden mußten (Peruzzi 1343; Bardi 1345).

    Nun, diese Geldhäuser hatten mit ihrer Geldmacht bestimmt, was angebaut werden muß, ohne die wachsende Bevölkerung zu berücksichtigen. Deswegen wurde Europa von der um 1300 AD begonnenen kleinen Eiszeit auf dem kalten Fuß erwischt. Denn diese auf Mehrung des Wohlstandes der Bankhäuser ausgerichtete Wirtschaft vermochte nicht mehr die zum Überleben notwendigen Nahrungsmittel zu produzieren. Die Folge davon war der siebenjährige große Hunger (1315-1322) – und diese in den Hungerjahren groß gewordene Generation ist, wie man heutzutage weiß, gegen Krankheiten schlecht gefeit.

    Deswegen konnte der schwarze Tod (1348-1352) zirka ein Drittel der Bevölkerung dahin raffen. Wie nun selbst die FAZ zugeben mußte, besteht eine ziemlich große Ähnlichkeit zwischen damals und heute. Oder anders gesagt: Schon immer ging die Geldgier über Leichen.

    Und was die Kulturgeschichte betrifft, sollten Peruzzi und Bardi auch nicht übersehen werden. Denn diese führten die doppelte Buchführung ein. Diese italienische Innovation schlägt sich noch heute in Begriffen wie „Aktiva“, „Passiva“, „Bilanz“ nieder.

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    1. 87.1

      N8Waechter

      👍

  88. 88

    Morlock

    Zu Karl IV. (HRR) gibt es noch folgenden erwähnenswerten geschichtlichen Eintrag:

    Privilegium Maius [de.wikipedia.org]

    Freiheitsbriefe und Sonderrechte eine Fälschung?

    Auszug:


    „Die Grundlage des Fälschungskomplexes bildete die kaiserliche Urkunde Privilegium minus, der „kleine Freiheitsbrief“ vom 17. September 1156, der stark erweitert und dessen Goldsiegel am Privilegium maius angebracht wurde. Vermutlich wurde das Original des Privilegium minus, das nur in Abschriften überliefert ist, danach vernichtet. Eine weitere Vorlage war der 1245 konzipierte Text zur Erhebung des Herzogtums Österreich zum Königreich, die von Kaiser Friedrich II. geplant war, aber nie durchgeführt wurde. Die Schaffung von überzeugenden Urkunden aus dem Früh- und Hochmittelalter setzt außerdem voraus, dass solche zumindest als Vorlage zur Verfügung gestanden haben.“

    „Um die Vorrechte des Hauses Österreich übersichtlich zusammenzufassen, ließ Rudolf IV. am 11. Juli 1360 noch ein Vidimus (eine von mehreren Geistlichen beglaubigte Abschrift) der echten und der gefälschten Privilegien ausstellen“.

    Inhalt und Wirkung: Regelung der Anwesenheitspflicht an „Hoftagen“, Heeresgefolgepflicht“, staatsrechtliches Fundament des Zusammenwachsens des Kaiserreichs Österreichs, dieses endete mit Auflösung des HRR.

    „Zum Gutachten, das der Kaiser bei Francesco Petrarca einholte, finden sich in der Forschung unterschiedliche Deutungen. Das empört-abschätzige Urteil, das vorliegt, bezieht sich allerdings nur auf die Urkunde, die angeblich am 4. Oktober 1058 von der Kanzlei König Heinrichs IV. für den Markgrafen Ernst von Österreich ausgestellt wurde. In dieser findet sich die Bestätigung zweier von den römischen „Kaisern“ Julius Caesar und Nero ausgestellter Urkunden, deren vorgeblicher Wortlaut inseriert ist. Nach diesen wurden der historischen Region Noricum bereits unter ihnen besondere Rechte verliehen.“


    Urkunden von Kaiser Caesar und Nero über das Noricum.

    Noricum [de.wikipedia.org]
    Privilegium minus [de.wikipedia.org]
    Otto von Habsburg – Verzichtserklärung [de.wikipedia.org]

    „Geistlich beglaubigte Abschrift von ©“

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  89. 89

    Morlock

    Zu Frage 67 und 68:

    Dazu muß man die Grundlagen verstehen. Die Urkunde/Bulle = beglaubigte Willenserklärung

    Öffentlicher Glaube:

    „Beim öffentlichen Glauben handelt es sich um eine widerlegbare Vermutung eines Rechtssubjekts über die tatsächlich bestehende Rechtslage.“

    Daraus folgt:

    „Rechtsschein ist der äußerliche Anschein des Bestehens eines Rechts. Der Rechtsschein ist kein Recht und gewährt von daher auch kein Recht. Ausnahmsweise schützt das Recht gutgläubige Rechtssubjekte, die auf die Richtigkeit einer Aussage oder einer nicht vorhandenen Befugnis vertrauen.“

    Treu und Glauben ist ein unbestimmter Rechtsbegriff (darin versteckt das Recht, einen Ermessensspielraum). Willkür!

    Rechtsschein enthält „Guter Glaube“. Guter Glaube im Handelsrecht. Vertretungsberechtigung für „natürliche Personen“! Heutzutage:

    „Bei Handelsgeschäften genügt wegen der Flexibilität und Schnelligkeit des Geschäftsverkehrs und der Erfahrung von Kaufleuten auch der gute Glaube an die Verfügungsbefugnis. Ob hingegen auch der gute Glaube an die Vertretungsmacht (also das Handeln in fremdem Namen) geschützt wird, ist sehr umstritten, aber wohl eher abzulehnen. Siehe auch: Scheingesellschaft“.

    „Bei der Scheingesellschaft handelt es sich um einen nur scheinbaren Zusammenschluss zu einer Personengesellschaft, weil die Beteiligten keinen Gesellschaftsvertrag oder einen solchen nur zum Schein geschlossen haben. Im Innenverhältnis wollten sie eine Bindung vermeiden und nur durch ihr Zusammenwirken nach außen den Anschein einer Personengesellschaft erwecken. Genau darin ist der Unterschied zu der (von den Beteiligten gewollten) fehlerhaften Gesellschaft zu sehen.

    Bei Kapitalgesellschaften kann eine Scheingesellschaft nicht vorkommen, da der Gesellschaftsvertrag dem Handelsregister zur Anmeldung vorzulegen ist (§ 37 Abs. 4 Nr. 1 AktG, § 8 Abs. 1 Nr. 1 GmbHG) und diese Rechtsformen erst mit Eintragung entstehen.“

    Wegen dieses Wissens wird von denjenigen, welche sich heute „Gesetzgeber“ nennen, versucht, alles in Handelsrecht umzubauen.

    Gruß
    Gesetznehmer

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