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8 Kommentare

  1. 1

    Argonautiker

    Die Edelmetalle und besonders Silber und Gold sind sicherlich zur Absicherung hervorragend geeignet, jedenfal solange, sich die Welt für eine wirkliche Welt und keine virtuelle entscheiden. Entscheidet sich die Welt jedoch für eine virtuelle Welt, könnten Jene, welche es als Spekulationsobjekt ansehen, ebenso damit baden gehen.

    So viel Nachteile eine ungedeckte Papierwährung auch hat, so viel Vorteile hat sie auch, denn das, was man im Allgemeinen als Nachteil ansieht, also, daß sie nicht gedeckt ist, und theoretisch unbegrenzt nachgedruckt werden kann, hat in genau diesem Umstand auch ihren Vorteil. Irgendwie Paradox, aber es ist so, denn das entscheidende bei jedem Geld ist der Glaube daran und die daraus folgende Akzeptanz.

    Glaubt man nicht an den Wert des Goldes, ist es ebenfalls nichts wert. Oder, man erinnere sich, zu Zeiten der Währungskrisen während des 2. Weltkrieges, fiel der Tauschwert von Gold bis auf ein Verhältnis von einem Ehering zu einer Scheibe Brot. Einzig der Glaube möglichst vieler Menschen an eine Währung bestimmt ihren Wert.

    Sollte die Mehrheit der Menschen, also sagen, ok, trotz allem Unken gegenüber den Fiat Währungen, wir glauben weiter daran, und wir gehen sogar noch einen Schritt weiter und lösen jegliches Bargeld zugunsten von reinem Giralgeld auf, dann hätten die Edelmetalle kaum eine Chance gegen dieses neue Geld, eben weil es einfach so entsteht und eben immer genau so viel gemacht werden könnte, wie eben gebraucht wird.

    Dazu käme, daß das Abstoßen der Goldreserven diejenigen, die es kaufen, belastet, indem es die Liquidität aus ihrer Bilanz nimmt, und die Liquidität derer, die es verkaufen zunächst steigert. Paradox, aber es ist so. Wenn die Mehrheit der Menschen sich also dafür entscheiden, lieber in einer hübsch aussehenden Illusion zu leben, als mit der Realität einer harten gedeckten Währung, dann würde die Illusion gegenüber der Wahrheit siegen. So könnte man jedenfalls denken. Jede Währung steht und fällt mit ihrem Glauben daran, da sie eben nur eine Stellvertreter Funktion einnimmt, und nicht den Wert an sich darstellt.

    So virtuell und illusorisch unsere Welt durch die elektronischen Medien in den letzten Jahrzehnten geformt wurde, ist es gar nicht so unwahrscheinlich, daß die Mehrheit sich für solch eine virtuelle Welt entscheidet. Immerhin akzeptieren immer mehr diese virtuelle Welt. Überall vollzieht sich diese Verschiebung von wirklicher zu virtueller Welt. Handy, Tablet, Internet, etc. etc.

    Die Akzeptanz ist irre groß, zumal man sich in der virtuellen Welt nicht mehr durch die eigene Wirklichkeit begrenzt wähnt, sondern mit genügend Soft und Hardware, ist es möglich als eigentlich schüchterner Hänfling, plötzlich muskelbepackt und als Held durch diese virtuelle Welt zu surfen. Traurig aber wahr. Warum sollte es also nicht dazu kommen, daß die Menschen sich für diese imaginäre Welt entscheiden also auch ein vollkommen elektronisches Giralgeld akzeptieren?

    Man müßte sich halt damit zufrieden geben, daß es nicht so wichtig ist, sich selbst zu entwickeln, sondern die Eigenentwicklung zugunsten von Updates und Upgrades der Technik aufzugeben. Der Mensch ist tot, es lebe der Avatar. Ebenso richtig ist natürlich auch, daß man so einer illusorischen und virtuellen Welt einfach den Stecker ziehen könnte, da sie in ganz empfindlichen Maße auf Strom angewiesen ist, um das Bargeldlose zu vollziehen.

    Schönen Gruß aus Bremen

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    1. 1.1

      N8Waechter

      Hallo Argonautiker, interessanter Standpunkt.
      Aber da bin und bleib ich doch lieber Mensch.
      Hänge sowieso viel zu viel vorm Rechner… 😉

  2. 2

    Argonautiker

    Hallo N8Waechter,
    das war sicherlich nicht mein Standpunkt, sondern lediglich der Versuch das nachzuvollziehen, was man scheints anzustreben gedenkt, denn anders sind die Golverkäufe und das Zerstören der bestehenden Währungen durch unendliches Gelddrucken nicht nachvollziehbar. Man scheint die Welt polarisieren zu wollen. Entweder Goldgedeckt und vom Osten aus geleitet, oder eben rein giral und virtuell, und vom Westen aus geleitet, aber man strebt wohl eine globale Entscheidung zwischen Beiden an. Ich denke man wird sicherlich genügend in Beiden positioniert sein, das war schon seit jeher das Spiel der Finanziers. Es ist ein wenig anders als im Roulett, denn die Verluste der Investments auf den Verlierer, werden die Völker der verlierenden Nationen begleichen müssen.

    Ich persönlich gehe da aber auch eher mit dem d’accord was Sie sagen, und oute mich als Mensch, der weder die eine noch die andere Weltwährung bevorzugt ;-). Geld ist lediglich ein Umweg, der nur dem was nützt, dem das Geld gehört. Ich habe immer so gelebt, daß ich Geld selten als Entscheidungsgrundlage für meine Entscheidungen gemacht habe. Im Sinne von Huckleberry Finn. Geld macht einen Mann unfrei. Wo hat es uns denn hingebracht, das Geld? Als das Geld die Menschen noch nicht in Gefangenschaft geführt hat, hat man einfach getan, was man wollte und vermochte, heute hilft einen noch nicht mal ein Vermögen um das zu tun was man will, das scheint nur so.

    Schönen Gruß

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    1. 2.1

      N8Waechter

      Ah, dann hatte ich das missverstanden. Danke für die Aufklärung.

      Ich bin ebenso der Ansicht, dass wir hier ein globales Schauspiel mit was auch immer für einer dahinter stehenden Agenda beobachten. China hätte in der Zwischenzeit mit seinen Gold- und Dollar-Beständen längst das ganze System zu Fall bringen können. Russland ist zwar in einer etwas anderen Position, aber Putin hätte über den Energiesektor ebenfalls den Dollar crashen können, wenn er es gewollt hätte. Ich vermute, dass alle großen Player letztlich der selben Agenda folgen und ich vermute weiterhin, dass diese als oberste Priorität die Ausbeutung und Versklavung der Bevölkerung zum Ziel hat.

      Geld ist nichts weiter als ein Tauschmittel. In der heutigen Variante allerdings ohne substanziellen Wert. Da genau sehe ich das Problem. Denn wenn sich nur heiße Luft dahinter verbirgt, dann verpufft die in dem Moment, wenn das Vertrauen verloren geht, dass man ‚für sein Geld‘ noch irgendeinen Gegenwert an Waren bekommt. Stichwort Währungscrash. Wenn die seit Jahren hyperinflationierten Währungen crashen und die Schubkarre wieder mehr Wert ist, als eine Füllung mit Geldscheinen derselben, dann ist die Wahrscheinlichkeit für Mord und Totschlag auf den Straßen sehr hoch. Für eine Handvoll Eier oder ein Brot kann es einen dann bereits erwischen. Deshalb hatte ich geschrieben „vorbereitet sein“ und „in Deckung gehen“.

      Was die Versklavung der Menschen durchs Geld angeht: das Problem ist, dass wir fast ausnahmslos zu Egoisten und Konsumenten von sinnlosem Zeugs verkommen sind/wurden. Auch da steckt eine Jahrhunderte alte Agenda dahinter, denn sonst wäre das Konzept niemals aufgegangen. Also ist das Problem in den Köpfen, was auch der Grund ist, warum beispielsweise ein bedingungsloses Grundeinkommen nicht funktionieren wird. Vielleicht für kleine, überschaubare Einheiten, aber wohl kaum für die gesamte Gesellschaft. Zu viele Schrauben im Hirn…

      Beste Grüße

  3. 3

    Argonautiker

    @ N8Waechter

    Ich glaube auch, daß einige sich darin einig sind die Weltherrschaft anzutreten. Ob sie sich untereinander einig sind, WER die Führung übernimmt ist allerdings fraglich. Das glaube ich nämlich weniger. Es liegt in der Natur der Egoisten, daß dies jeder will, deshalb wohl gerade das taktische Geplänkel. Es ist wie wenn Firmen Fusionieren, ein Gerangel um die besten Plätze.

    Und ja, das Geld ist nicht das eigentliche Problem, das stimme ich ebenfalls zu. Daß wir es fast ausschließlich in Konkurrenz zueinander benutzen schon. Deswegen würde auch weder ein bedingungsloses Grundeinkommen oder ein Wechsel des kompletten Finanzsystems etwas nützen. Das Ego, also das Konkurrenzverhalten hat sich gegenüber dem Verhalten von Nächstenliebe zu sehr durchgesetzt. Das müßte sich zuerst wieder ändern.

    Aber das sind nur einige Dinge, die seit langem falsch laufen. Ich halte auch Politik, als gesellschaftliche Lösung, für ein Zusammenleben, generell für falsch. Also nicht nur die Art der Politik ist falsch, sondern Politik ist generell Menschenfeindlich. Politik ist, wie die Silbe Poly schon andeutet, lediglich die Beschaffung von Mehrheiten. Wozu? Um die daraus entstehende Stärke dazu zu nutzen, um die verbleibenden Minderheiten auszubeuten. Letztendlich ist es also weiterhin die Durchsetzung des Recht des Stärkeren, also etwas, was wir schon seit langem, als nicht wirklich förderlich für den Menschen erachtet haben. Beziehungsweise profitieren nur einige davon. Ein Miteinander auf kosten Anderer, verschwendet jedoch kontinuierlich das wirkliche Potential der Minderheiten.

    Jegliches Politische Prinzip, ist die Verhinderung von Individualität zugunsten von Mehrheiten, und damit die Verhinderung von Menschheitsentwicklung per sé, denn es ist nicht umsonst, daß wir Menschen alle individuelle Anlagen haben und keine Klone sind.

    Dann die Religionen, auch sie sind nur noch zu Kontrollwerkzeugen des Glaubens verkommen, man muß an die Religionen und deren Urheber glauben, und darf sich Gott nicht mehr direkt unterstellen, beziehungsweise bekommt man durch Religionen gesagt was der rechte Glaube ist,… und und, und.

    Schöne Grüße

    Antworten
    1. 3.1

      N8Waechter

      Argonautiker, ich glaube wir sind in vielerlei Hinsicht auf der selben Wellenlänge.

      Egoismus ist das Hauptproblem; wenn das Ego nicht links liegen gelassen werden kann, ist alles für die Katz. Ich hatte kürzlich eine persönliche Erfahrung mit einem Menschen, der sich selbst derart aggressiv in den Mittelpunkt des Geschehens stellen wollte (musste?), dass eine Einigung unmöglich war. Als ich die unterschiedlichen Standpunkte schlicht als derzeit unlösbar festgestellt habe, war er allerdings mit dieser Information überfordert und hat sich in seinen Griesgram zurückgezogen.

      Ich glaube, wenn wir alle einfach mal einen Schritt zurück gehen und die vielen Konflikt-Situationen mit etwas Abstand betrachten, dann erledigt sich das Meiste von selbst. Wo es keinen Konsens gibt, muss halt jeder seinen Weg gehen, am Besten ohne, dass sich die jeweiligen Wege wieder im Konflikt kreuzen.

      Andererseits kann natürlich auch nicht jeder einfach machen, was er will. Das führt zu gesellschaftlichem und zwischenmenschlichem Chaos. Also gibt es nur zwei Möglichkeiten: Konsens oder Poly, sprich Einigung oder Unterdrückung einer der beiden Positionen. Das Problem im Mindset der Menschen heute ist, dass niemand gerne nachgeben und sich selbst reflektieren mag. Die weit verbreitete Unfähigkeit über sein eigenes Handeln nachzudenken und vielleicht einfach mal die Größe zu haben, sich für ein Fehlverhalten auch zu entschuldigen, da liegt eins der wesentlichen Kernprobleme.

      Wenn jeder sich einfach mal einen Moment nehmen würde und ‚vulkanisch‘ über Konflikt-Situationen nachdenken würde, dann würde in den allermeisten Fällen die Erkenntnis die Oberhand gewinnen, dass Tic-Tac-Toe ein nicht zu gewinnendes Spiel ist. Nur diese Erkenntnis öffnet die Betroffenen für Alternativen zum Konsens. Dazu kommt meiner Erfahrung nach das Problem der Erwartungshaltungen. Wir haben in unserer Gesellschaft so viele unrealistische Erwartungen, dass allein dadurch Probleme entstehen, weil diese Erwartungen nicht erfüllt werden, oder schlicht unerfüllbar sind.

      Wir werden insgesamt durch viel zu viele Einflüsse gelenkt, die gar nicht unserem wahren Selbst entsprechen. Wir werden eingefangen von externen Meinungen und Einflüssen, die zu Handlungen führen, die dem eigenen Selbst zum Teil vollkommen widersprechen. Wir werden jedoch alle lernen, damit umzugehen. Auf die leichte, oder die harte Art. Es mag auch durch aus sein, dass damit für den Einen oder Anderen der Weg ins Afterlife verbunden ist. Nun, in dem Fall wird der Betroffene eine weitere Gelegenheit bekommen, sich weiter zu entwickeln. 😉

      Beste Grüße
      Der Nachtwächter

  4. 4

    Argonautiker

    @N8waechter

    d’accord. 😉

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    1. 4.1

      N8Waechter

      😉

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